Weil die Touristen ausbleiben, leiden Balis Affen an Hunger und Langeweile – und beginnen einzubrechen

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Unerwartete Covid-Folgen
Weil die Touristen ausbleiben, leiden Balis Affen an Hunger und Langeweile – und beginnen einzubrechen

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Unerwartete Covid-Folgen: Weil die Touristen ausbleiben, leiden Balis Affen an Hunger und Langeweile – und beginnen einzubrechen

© Winfried Rothermel/ / Picture Alliance

Die Affenwälder von Bali sind beliebte Touristenziele. Doch durch die Pandemie bleiben die Reisenden aus. Mit weitreichenden Folgen für Makaken und Menschen.

Ein Schnappschuss mit dem Affen auf der Schulter, die Makaken aus der Hand fressen lassen und hinter der stibitzten Sonnenbrille hinterherlaufen müssen: Die Affenwälder von Bali begeistern Jahr für Jahr die Reisenden. Doch die weltweite Pandemie hat die Touristenströme versickern lassen. Die Folgen spürt nicht nur die lokale Wirtschaft. Auch die Affen leiden.

Denn die Tiere haben sich längst daran gewöhnt, von den früher knall 6000 Besuchern im Monat jeden Tag mit Bananen, Erdnüssen und anderen Leckereien versorgt zu werden, berichtet der australische TV-Sender ABC.  Zusätzlich zu der mit Eintrittsgeldern bezahlten Grundversorgung mit Maniok und Bananen. Nun werden sie für die Einwohner eines nahegelegenen Dorfes immer mehr zu einem Problem.

Dreiste Affen

„Wir haben Angst, dass die hungrigen Affen wild und angriffslustig werden“, erzählt der Bewohner des Dorfes Sangeh dem Sender. Die Makaken, die eigentlich im 500 Meter nahen Schutzgebiet leben, würden immer häufiger im Dorf auftauchen. Dort würden sie nicht nur auf den Plätzen und Dächern herumlungern. Sondern auch immer öfter in die Häuser eindringen, um sich mit Nahrung zu versorgen.

„Ich wollte vor ein paar Tagen eine Zeremonie besuchen“, erzählt ein Bewohner. „Als ich geparkt hatte und zwei Plastiktüten mit Essen und Blumen als Opfergabe ausgepackt habe, erschienen plötzlich zwei Affen, schnappten sich die Tüten und verschwanden sehr schnell im Wald.“

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Unerwartete Covid-Folgen: Weil die Touristen ausbleiben, leiden Balis Affen an Hunger und Langeweile – und beginnen einzubrechen

Hungrig und gelangweilt

Dass die knapp 600 Tiere die Nähe zu den Menschen gewöhnt sind, erweist sich zunehmend als Fluch. Durch die Touristen haben sie die Hemmung verloren, sich Menschen zu nähern, lassen sich nicht ohne weiteres vertreiben. Obwohl sie eigentlich im Wald genug Nahrung finden würden, haben sie sich durch die ständige Fütterung nicht nur an die Bequemlichkeit gewöhnt, sondern auch eine Vorliebe für Nahrungsmittel entwickelt, die sie im Wald nicht unbedingt finden. In den Häusern aber schon.

Hinzu kommt, dass den Tieren schlicht langweilig ist. Weil die Nahrungssuche als Hauptzeitvertreib wegfiel, wurde das stetige Spiel mit den Touristen zur bevorzugten Beschäftigung. Mit ihnen herumzutollen, an Kleidungsstücken zu zupfen und andere Tricks zu veranstalten, fehlt den Affen offenbar nun, vermuten die Einwohner.

Die versuchen, den Tieren nun entgegenzukommen. „Wir Dorfbewohner müssen in den Wald gehen, mit den Tieren spielen und ihnen Essen anbieten“, glaubt der um seine Einkaufstüten gebrachte Bewohner. „Wenn wir mit ihnen so oft wie es geht interagieren, werden sie nicht wild werden, hoffe ich.“

Quelle:ABC

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