Genau das ist auch das Problem des Schloss Freienwaldes, das ebenfalls eine spannende Geschichte erzählt. Über viele Jahre Sommersitz des preußischen Königtums, residierte dort ab 1909 Walter Rathenau, späterer Außenminister der Weimarer Republik. Als der Landkreis Märkisch-Oderland es vor einigen Jahren zum Verkauf anbot, fand sich nirgends in Europa ein Käufer. Verkehrswert: bloß 330.000 Euro. Doch der Investitionsstau dürfte die Käufer ziemlich abgeschreckt haben: Der wird auf 2,5 Millionen Euro beziffert. Die neuen Eigentümer müssten sich auch an genaue Vorschriften halten. Schließlich stehen viele Schlösser unter Denkmalschutz. Der lässt sich auch nicht mit dem vollsten Geldbeutel umgehen.

Auch die Lage ist oft ein Verkaufshindernis. Suchen manche explizit nach einem Anwesen ohne Internet- und Telefonverbindung mitten in der Einöde, sieht der Mäzen des 21. Jahrhunderts das eher als großen Minuspunkt an. Und sogar wenn die Zivilisation in greifbarer Nähe ist, hilft das nicht immer – so wie beim Duisburger Haus Hartenfels.



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