Der Anteil der
englischen Profis in der Premier League ist mit 34,1 Prozent der niedrigste in
den 5 europäischen Top-Ligen. Die Probleme der englischen Fußball-Nationalmannschaft
wurden in der Vergangenheit von Kritikern immer auf die mangelnde Spielpraxis
der britischen Spieler geschoben.

Die Statistiken (Quelle:
The Analyst) stützen diese These.
Keine europäische Top-5-Liga wartet länger auf eine Startformation mit 11
einheimischen Spielern als die englische Fußball-Eliteklasse.

John Gregory hat an den historischen 27. Februar 1999
allerdings keine guten Erinnerungen. Der Trainer von Aston Villa, der zum
Premier-League-Duell gegen Coventry City als bis heute letzter Coach 11
englische Spieler aufbot, sprach gegenüber The
Analyst
von der schlechtesten Leistung, die er als Spieler und Trainer je
gesehen habe. 1:4 unterlag Aston Villa gegen Coventry – und das nicht einmal
mit einer schlechten Besetzung. Im rechten Mittelfeld der „Villans“ spielte
eine echte Legende des englischen Fußballs: Paul „Merse“ Merson, der mit 30
Jahren seinen Karriere-Zenit allerdings schon überschritten hatte. Die Innenverteidigung
bildeten Riccardo Scimeca und der heute als englischer Nationaltrainer tätige
Gareth Southgate.

52-mal gab es eine
rein englische Premier-League-Startelf

Es war die 52. und letzte rein englische Startelf in einem
Premier-League-Spiel. 19 dieser Formationen hatte allein John Gregory in der
Saison 1998/99 für Aston Villa aufs Feld geschickt. Seitdem hat es in der
englischen Top-Liga 17.444 verschiedene Anfangsformationen gegeben, aber keine
bestand jemals wieder aus 11 englischen Profis.

Die einzige Mannschaft, die sehr nahe ran kam, war der damalige
Überflieger FC Middlesbrough. Der spätere Bundesliga-Trainer Steve McClaren
schickte am 7. Mai 2006 beim FC Fulham (0:1) noch einmal 10 englische Spieler
plus des in England geborenen, aber für die schottische Nationalmannschaft
agierenden James Morrison auf. Die McClaren-Elf war mit einem
Altersdurchschnitt von 20 Jahren und 181 Tagen die jüngste Startelf der
Premier-League-Geschichte.

Wie aber sieht es in
den anderen europäischen Top-5-Ligen aus?

  • ·       
    Frankreich:
    Mon Dieu! Die letzte französische Startelf ab es am 14. Februar 204, im Spiel
    zwischen OGC Nizza und dem FC Nantes, „Les Canaris“ hatten aber nur wenig
    Patriotismus übrig – und schlugen die Frankreich-Auswahl Nizzas mit 3:1
  • ·       
    Deutschland:
    Das letzte Mal, dass eine Bundesliga-Startelf aus 11 deutschen Spielern
    bestand, ist noch gar nicht so lange her, der SC Freiburg trat am 26. Januar 2019
    unter der Devise „Man spricht Deutsch“ an, verlor aber gegen 1899 Hoffenheim
    mit 2:4
  • ·       
    Italien:
    Die Serie A sah die letzte rein italienische Mannschaft im Mai 2019, Frosinone
    setzte auf elf Italiener und kam zu einem 0:0 gegen Chievo di Verona, der
    Absteiger startete ab Januar 2019 in 6 aufeinanderfolgenden Serie-A-Spielen mit
    einer rein italienischen Formation
  • ·       
    Spanien:
    In La Liga: In kennt ein Klub das Problem fehlender „Local Player“ nicht –
    Athletic Bilbao setzt dank der Cantera-Politik
    ausschließlich auf baskische Profis

 



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