Vierjähriges Mädchen
Australische Polizei entdeckt wochenlang verschwundenes Kind

Blaulicht

Das Blaulicht eines Polizeiautos. (Archivbild) Foto: Stefan Sauer/dpa

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Es ist der Horror aller Eltern: Als sie morgens im Familienzelt aufwachen, ist die Tochter verschwunden. In Westaustralien ging diese Geschichte nun gut aus – die Polizei hat die Vierjährige gefunden.

Rund zweieinhalb Wochen nach seinem mysteriösen Verschwinden von einem Campingplatz in Westaustralien hat die Polizei ein vierjähriges Mädchen wohlbehalten wieder entdeckt.

Cleo Smith wurde von der Polizei aus einem verschlossenen Haus in der Stadt Carnarvon befreit, wie der stellvertretende Kommissar Col Blanch am frühen Mittwochmorgen (Ortszeit) sagte. Cleo sei gesund und munter, sie sei mit ihren Eltern zusammengebracht worden. Ein Verdächtiger aus der Stadt sei in Gewahrsam genommen und befragt worden.

Die Polizei habe das Haus am frühen Morgen aufgebrochen, sagte Blanch. «Dieses Ergebnis haben wir dank einer unglaublichen Polizeiarbeit erreicht.»

Verschwunden seit Mitte Oktober

Carnarvon liegt rund 75 Kilometer von dem Campingplatz entfernt, von dem das Mädchen verschwunden war. Die Familie stammt ebenfalls aus dem Ort. Die Regierung des Bundesstaates Westaustralien hatte eine Belohnung von einer Million australischer Dollar (rund 650.000 Euro) für Hinweise ausgesetzt, die zum Auffinden des Mädchens führen.

Die Vierjährige wurde seit dem 16. Oktober vermisst. Mit ihrer Mutter, deren Lebensgefährten und ihrer kleinen Schwester war sie auf einem Campingplatz an der Küste bei Macleod, rund 900 Kilometer nördlich der Regionalhauptstadt Perth. Nach Aussage der Mutter bemerkten sie gegen 6.00 Uhr morgens, dass das blonde Mädchen mitsamt Schlafsack aus einem der beiden Räume des Familienzeltes verschwunden war. Dort habe ihre Tochter neben der kleinen Schwester geschlafen. Der Zelt-Reißverschluss sei bis zu einer Höhe geöffnet gewesen, die die Vierjährige selbst nicht hätte erreichen können. Seither fehlte von dem Kind jede Spur.

Die Anteilnahme war riesig – nicht nur in Australien. Auf Instagram versuchten Menschen unter anderem aus Schottland, den USA und Deutschland, der Familie Mut zu machen. «Bitte gebt nicht auf! Unsere Daumen sind gedrückt, dass sie gesund gefunden wird. Alles Liebe aus Deutschland!», schrieb eine Nutzerin.

dpa



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