Video
Prozess gegen Aung San Suu Kyi verschoben – viele tote Zivilisten nach Militärangriff


In Myanmar ist das Urteil in einem zweiten Prozess gegen die vom Militär gestürzte De-facto-Regierungschefin Aung San Suu Kyi verschoben worden. Es soll nun am 10. Januar verkündet werden, hieß es. In diesem Fall geht es unter anderem um den Vorwurf, dass Suu Kyi im Besitz von illegalen Funkgeräten gewesen sein soll. Die 76-jährige Friedensnobelpreisträgerin war erst Anfang Dezember wegen Anstiftung zum Widerstand sowie wegen Verstößen gegen Corona-Auflagen zu zwei Jahren Haft verurteilt worden. Sie wird an einem unbekannten Ort gefangen gehalten. Unterdessen gehen die Kämpfe und gewaltsamen Auseinandersetzungen in Myanmar weiter. In einem Dorf im Bundesstaat Kayah wurden mindestens 35 Menschen – darunter Alte, Frauen und Kinder getötet und die Leichen verbrannt, berichteten lokale Medien am Wochenende. Menschenrechtsgruppen sprachen von Zivilisten. Die Militärregierung erklärte, Sicherheitskräfte hätten eine unbestimmte Anzahl von „bewaffneten Terroristen“ erschossen. Die Vereinten Nationen haben eine Untersuchung der Erschießungen angekündigt. Thailand hat wegen der angespannten Lage in Myanmar die Grenzkontrollen zu dem Nachbarland verstärkt. Man erwarte eine Zunahme von Flüchtlingen, teilten die Behörden in Bangkok mit. Am Wochenende waren zudem drei Geschossgranaten unbekannter Herkunft auf thailändischem Territorium gelandet. Seit dem Putsch im Februar, den das Militär mit einer angeblichen Fälschung der Parlamentswahl begründet hatte, kommt es in Myanmar immer wieder zu teilweise gewaltsamen Protesten. Mehr als 1300 Menschen wurden seit der Machtübernahme des Militärs getötet.

Mehr

In Myanmar bleibt die Sicherheitslage weiter angespannt, gewaltsame Auseinandersetzungen gehen weiter.



Source link

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht.