Der Wahlkampfabschluss der Union am Freitag in München war auch ein Abschied von Angela Merkel. Die Bundeskanzlerin erhielt für ihre 16-jährige Amtszeit tosenden Applaus. Die Menschen im Saal, hauptsächlich CSU-Mitglieder, erhoben sich. Zwei Tage vor der Bundestagswahl wird es immer deutlicher: Angela Merkel wird bald nicht mehr Kanzlerin sein. Auf ihrer Abschiedstour durch ihren Wahlkreis in Mecklenburg-Vorpommern am Vortag entstanden diese Bilder in einem Vogelpark. Fotos, die auch im Ruhestand hätten entstehen können. Die Kanzlerin mit mehreren australischen Loris, die ihr aus der Hand fressen – Merkel mal ganz unverstellt, irgendwie nahbar. Die 67-Jährige war aber nicht nur nach München gekommen, um Abschied zu nehmen, sondern auch, um Unions-Kanzlerkandidat Armin Laschet zu unterstützen. „In diesem Wahlkampf ist sehr viel übers Verteilen geredet worden, aber sehr wenig über das Erwirtschaften.“ „Aber wenn Sie sich einmal vorstellen, dass Rot-Rot-Grün die Regierung bildet, dann lohnt es sich einfach in das Programm zu gucken, was dort gesagt wird. Weil man Angst vor der Arbeitslosigkeit hat, legt man gleich mal einen Rechtsanspruch auf Vollzeitbeschäftigung fest, einen Rechtsanspruch. Man erhöht die Erbschaftssteuer, man macht eine Vermögensabgabe, eine Vermögenssteuer, eine Unternehmenssteuer wird erhöht, die Einkommenssteuer wird erhöht. Wer glaubt eigentlich, dass dann Unternehmen sagen, soll mir nicht lieber in Österreich oder den Niederlanden oder sonst wo auf der Welt wirtschaften? Nein, wir machen eine Politik, mit der die Unternehmen bei uns bleiben können und Arbeitsplätze bei uns entstehen, damit Deutschland prosperiert und damit wir eine gute Sozialpolitik anschließend leisten können.“ „Gerade hat Armin Laschet als Ministerpräsident in seinem Land erlebt, dass wir einen Hinweis von einem ausländischen Dienst bekommen haben, der uns darauf hingewiesen hat, dass in einer Synagoge ein islamistischer Anschlag geplant ist. Wer wird mit uns vertrauensvoll zusammenarbeiten, wenn wir wie andere sagen, wir lehnen die zwei Prozent des Bruttoinlandsprodukts für Verteidigungsausgaben ab und wir stocken unsere Sicherheitsbehörden nicht auf. Niemand wird mit uns zusammenarbeiten, weil keiner verstehen kann, dass es Länder gibt, in denen die soziale Lage schwieriger als bei uns und die geben mehr für Verteidigung aus. Und das wird auf Dauer nicht gut gehen. Und deshalb ist es nicht egal, wer Deutschland regiert.“ Am Samstag wird Merkel nochmal auf einer Veranstaltung mit Armin Laschet erwartet. Dann in der Heimatstadt des Ministerpräsidenten NRWs – Aachen.

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