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Baerbocks neue Frau für das Klima


Für Jennifer Morgan heißt es: Von Greenpeace ins Auswärtige Amt. Die bisherige Chefin von Greenpeace International bekommt künftig eine wichtige Rolle in der Bundesregierung. Das Bundeskabinett hat am Mittwoch die Berufung der 55-Jährigen zur Klima-Sonderbeauftragten im Auswärtigen Amt beschlossen. Die US-Amerikanerin arbeitet seit Jahrzehnten bei Nichtregierungsorganisationen und ist seit 2016 Chefin von Greenpeace. Bundesaußenministerin Annalena Baerbock lobte Morgan als Traumbesetzung für den Posten. “Jennifer Morgan wird als Steuerfrau unsere Klima-Außenpolitik lenken, Partnerschaften mit anderen Staaten in der Welt ausbauen und den Dialog mit der Zivilgesellschaft weltweit führen. Jennifer, herzlich willkommen an Bord.” Morgan lebt in Berlin und will sich nun einbürgern lassen. Da die internationale Klimapolitik vom Umweltministerium ins Auswärtige Amt verlegt wurde, soll Morgan auch die jährlichen Weltklimakonferenzen vorbereiten. Dort ist sie für verschiedene Nicht-Regierungsorganisationen seit Jahrzehnten regelmäßig präsent gewesen. “Ich glaube, ich bin seit 30 Jahren dabei zu kämpfen für unseren Planeten und zukünftige Generationen. Und ich glaube, in dieser Rolle kann ich das gut voranbringen.” Wie die Umweltaktivisten von Fridays for Future auf die Personalie Morgan reagieren werden, bleibt abzuwarten. Andere Reaktionen fielen gemischt aus. Kritik kam vom Koalitionspartner FDP und aus der Opposition. Die Greenpeace-Aktivistin zur Staatssekretärin zu machen, passe nicht zu Vorgaben des Parlaments, den Einfluss von Interessenvertretern deutlicher zu kennzeichnen, hieß es. Timo Lange von LobbyControl sagte, Morgan müsse künftig die Positionen der Bundesregierung und nicht von Greenpeace vertreten. Zudem müsse das Auswärtige Amt sicherstellen, dass Greenpeace künftig keine besonderen Vorteile gegenüber anderen Akteuren in Klimaverhandlungen zugestanden würden.

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Die Berufung von Greenpeace-Chefin Jennifer Morgan zur “Beauftragten für Internationalen Klimaschutz” im Auswärtigen Amt stößt auf ein geteiltes Echo.



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