Verbände: Ausbauziele für Wasserstoffproduktion auf See

Wasserstoff

Das chemische Elemet «H2» für Wasserstoff ist auf einem Tankdeckel zu sehen. Foto: Patrick Pleul/dpa-Zentralbild/dpa/Symbolbild

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Mehrere Verbände aus dem Sektor der Erneuerbaren Energien verlangen von der künftigen Bundesregierung konkrete Schritte für eine Produktion «grünen» Wasserstoffs auf See. «Grüner Wasserstoff wird eine Schlüsselrolle im zukünftigen Energieversorgungssystem einnehmen. Nur mit Wasserstoff können schwer elektrifizierbare Bereiche dekarbonisiert werden», heißt es in einem am Freitag präsentierten Positionspapier. «Daher appellieren wir an die zukünftige Bundesregierung, die Voraussetzungen für eine ambitionierte Wasserstoffproduktion durch Offshore-Windenergie zu schaffen.»

Mehrere Verbände aus dem Sektor der Erneuerbaren Energien verlangen von der künftigen Bundesregierung konkrete Schritte für eine Produktion «grünen» Wasserstoffs auf See. «Grüner Wasserstoff wird eine Schlüsselrolle im zukünftigen Energieversorgungssystem einnehmen. Nur mit Wasserstoff können schwer elektrifizierbare Bereiche dekarbonisiert werden», heißt es in einem am Freitag präsentierten Positionspapier. «Daher appellieren wir an die zukünftige Bundesregierung, die Voraussetzungen für eine ambitionierte Wasserstoffproduktion durch Offshore-Windenergie zu schaffen.»

Konkret verlangen die Verbände, dass zusätzlich zu den bereits aufgestockten Ausbauzielen für die Windenergieproduktion auf See zusätzliche verbindliche Ausbauziele auch für «Offshore-Wind zu Wasserstoff» festgeschrieben würden, und zwar über die vom Bund bis 2040 für die Stromerzeugung auf See geplanten 40 Gigawatt (GW) Leistung hinaus. Flächen für die Wasserstoffproduktion müssten «da oben drauf kommen on top», es dürfe zu keiner Kannibalisierung kommen, sagte der Geschäftsführer des Clusters Erneuerbare Energien Hamburg (EEHH), Jans Rispens.

Zudem müssten zügig am Nordwestende der deutschen ausschließlichen Wirtschaftszone (AWZ) in der Nordsee Flächen für die Wasserstoffproduktion ausgewiesen werden, so die Verbände. Schließlich müsse ausdrücklich die Möglichkeit einer Wasserstoff-Pipeline im Raumordnungsplan für die Nordsee vorgesehen werden.

Helgolands Bürgermeister Jörg Singer sagte als Vorsitzender des Fördervereins Aquaventus, es gehe darum, nun die bisherigen Fortschritte beim Ausbau der Offshore-Stromerzeugung mit dem Thema Wasserstoff zu verbinden. «Wir sind überzeugt, dass die Nordsee für Europa ein Mekka werden wird, um uns in zukünftig mit klimafreundlicher Energie zu versorgen.»

«Grüner» Wasserstoff, der ausschließlich mit erneuerbarer Energie gewonnen wird, gilt als einer der Hoffnungsträger im Kampf gegen den Klimawandel. Er kann als Basis für Kraft- und Brennstoffe dienen, um etwa in Industrie und Verkehr die Nutzung von Kohle, Öl und Erdgas abzulösen. So gewonnener Wasserstoff kann auch zur Speicherung von eventuell überschüssig produziertem Ökostrom dienen.

dpa



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