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CNN-Moderator Chris Cuomo entlassen

Chris Cuomo

Wie tief war Chris Cuomo in die Verteidigung seines Bruders Andrew Cuomo verwickelt? Foto: Evan Agostini/Invision via AP/dpa

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Moderator Chris Cuomo ist neuen Informationen zufolge tiefer in die Verteidigung seines Bruders Andrew Cuomo, der frühere New Yorker Gouverneur, verwickelt, als bisher geahnt.

Wenige Tage nach seiner Suspendierung ist der CNN-Moderator und Bruder des früheren New Yorker Gouverneurs Andrew Cuomo, Chris Cuomo (51), von seinem Arbeitgeber entlassen worden. Das teilte der CNN am Samstag (Ortszeit) mit.

Chris Cuomo war am Mittwoch als Reaktion auf die Veröffentlichung neuer Dokumente in Zusammenhang mit den Vorwürfen sexueller Belästigung gegen Andrew Cuomo durch die New Yorker Staatsanwaltschaft freigestellt worden. Denen zufolge sollte Chris Cuomo enger in die Verteidigung seines Bruders eingebunden gewesen sein, als zunächst bekannt.

CNN erklärte, eine angesehene Anwaltskanzlei sei mit der Überprüfung (der Vorwürfe) beauftragt worden. «Während dieser Überprüfung sind zusätzliche Informationen ans Licht gekommen.» Chris Cuomo werde nun mit sofortiger Wirkung entlassen. Chris Cuomo selbst sagte, er habe nicht gewollt, dass seine Zeit bei CNN so ende, aber er habe bereits gesagt, warum und wie er seinem Bruder geholfen habe.

Der demokratische Politiker Andrew Cuomo war im August nach Vorwürfen sexueller Belästigung durch mehrere Frauen von seinem Amt als Gouverneur New Yorks zurückgetreten. Sein Bruder Chris Cuomo hatte damals schon mitgeteilt, dass er seinem Bruder Rat erteilt habe – die nun veröffentlichten Dokumente deuten aber auf ein intensiveres Engagement hin. Chris Cuomo arbeitet seit rund 20 Jahren als TV-Moderator, seit rund zehn Jahren bei CNN. Die nun veröffentlichten Dokumente der New Yorker Generalstaatsanwältin zeigen laut CNN, «dass Chris Cuomo neben seiner Tätigkeit als einer der Top-Moderatoren von CNN auch als unbezahlter Berater des Gouverneurs tätig war».

Chris Cuomo wies darauf hin, dass er nie über den Skandal berichtet oder versucht habe, sich in die Berichterstattung von CNN einzumischen. Das CNN-Management unterstützte Cuomo zunächst und ließ die Sendung «Cuomo Prime Time» im Programm. Einige CNN-Mitarbeiter sollen damit jedoch unzufrieden gewesen sein. «Cuomo Prime Time» war oft die Sendung mit den höchsten Einschaltquoten des Senders.

dpa



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