So wird die Frühwarnung vor Hochwasser verlässlicher



Bei einem Hochwasser wie dem, das in der vergangenen Woche Rheinland-Pfalz und Nordrhein-Westfalen traf, sind die Voraussetzungen ganz anders. Auch hier kann die Erde in Bewegung geraten. Zunächst aber treten Flüsse über das Ufer, Bäche laufen über. Manchmal kommt es dann zu Erdrutschen. Denn anstatt eines Erdbebens wird Hochwasser in Deutschland durch Schneeschmelzen, Dauerregen oder wie im Falle von Rheinland-Pfalz und NRW durch Starkregen ausgelöst.

Wenn Gewässer dann plötzlich ungewöhnlich hoch stehen, wird das schnell bemerkt: An Messstationen überall im Bundesgebiet sind sogenannte „Pegelhäuser“ aufgebaut. Darin befindet sich ein Schwimmer, der den Wasserstand misst und direkt an die zuständige Behörde übermittelt. Zudem messen Sensoren oft auch den Abfluss, also wie viel Wasser gerade vorbei strömt. Das Problem: „Als man die Pegelhäuser gebaut hat, ging man nicht davon aus, dass es mal so hohe Pegel geben würde“, erklärt Birgit Kaiser de Garcia, Pressesprecherin des LANUV. An mancher Stelle waren die Messstationen daher überfordert. Zusätzlich ist aber in den Pegelhäusern noch ein Druckmesser verbaut, sodass auch bei Versagen des Schwimmers die Pegelstände nachberechnet werden können. Jedenfalls solange die Stationen noch stehen: Einige Messstellen wurden von der Flut mitgerissen und zerstört.



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