Ursprung: Die Varroamilbe stammt aus Asien und bedroht die westlichen Bienenvölker. Sie können sich gegen den Parasiten nicht wehren.

Sobald nur eine einzige Milbe in den Bienenstock gelangt, nistet sie sich in den verpuppten Zellen ein und legt ein Ei. Daraus entwickeln sich weitere Milben, die sich vermehren und die lebenswichtige Hämolymphe, die nährstoffreiche Körperflüssigkeit, der Larven trinken. Auch saugt sich die Milbe an erwachsene Arbeiterbienen an und ernährt sich von deren Hämolymphe.

Varroamilbe: Nur eine bestimmte Rasse Bienen kann sich gegen den Parasiten wehren.
Varroamilbe: Nur eine bestimmte Rasse Bienen kann sich gegen den Parasiten wehren. (Quelle: IgorChus/getty-images-bilder)

Es kommt zu Symptomen wie einem verkürzten Hinterleib und Flügeldeformationen sowie zu einer verkürzten Lebenserwartung. Werden die Milben durch einen zu milden Winter oder die fehlende Hilfe des Imkers nicht getötet, können ganze Bienenvölker absterben.

Auswirkungen des Klimawandels

Durch wärmere Temperaturen fangen viele Pflanzen früher an zu blühen. Der Rhythmus der Bienen kann sich so schnell nicht anpassen und kommt durcheinander. Außerdem stressen lange Trockenphasen und milde Winter die Tiere zusätzlich.

Bienen: Die Landwirtschaft ist von den Bienen abhängig, da sie die Pflanzen bestäuben.
Bienen: Die Landwirtschaft ist von den Bienen abhängig, da sie die Pflanzen bestäuben. (Quelle: RugliG/getty-images-bilder)

In der konventionellen Landwirtschaft werden Insektenvernichtungsmittel eingesetzt. Diese töten Schädlinge und sollen Obst, Gemüse und andere Nutzpflanzen schützen. Aber die Insektizide greifen auch die nützlichen Insekten, wie die Bienen, an. Systematische Insektizide benetzen alle Pflanzenteile und treffen so auch Pollen und Nektar, welche von den Tieren aufgenommen werden.

Monotone Agrarbewirtschaftung

Beim landwirtschaftlichen Ackerbau fehlt es häufig an Blühstreifen, um den Bienenvölkern die Möglichkeit zu geben, Nektar aus diversen Pflanzen zu sammeln. Monokulturen können auch dazu führen, dass Wildbienen ein Lebensraum- und Nahrungsmangel droht.

Imker bekämpfen Parasiten

Im Kampf gegen die Varroamilbe setzen Imker meist Ameisensäure ein. Diese kann beispielsweise auf ein Schwammtuch aufgetragen werden, das auf dem Bienensitz, also dem “Wohnsitz” des Bienenvolkes, platziert wird. Durch die Dampfkonzentration der Säure werden die in der verdeckelten Brut lebenden Milben getötet.

Wenn das effizient und zur richtigen Zeit gemacht wird, ist das einigermaßen erfolgreich. Der nachhaltige und bessere Weg ist aber, Bienen zu züchten, die mit der Milbe zurechtkommen.

Parasitenbefall: Die Varroamilbe sitzt auf einer Bienenlarve. Sie ist ein tödlicher Gegner für die Bienen.
Parasitenbefall: Die Varroamilbe sitzt auf einer Bienenlarve. Sie ist ein tödlicher Gegner für die Bienen. (Quelle: Frank Sorge/imago-images-bilder)

So können Sie die Bienen unterstützen

Wären kaum noch Bienen da, dann wäre unser Nahrungsangebot deutlich eingeschränkt, sowohl qualitativ als auch quantitativ. Es würde deutliche Verluste in der Nahrungsmittelproduktion geben. Ohne Bienen gäbe es viel weniger Kirschen, Äpfel und Pflaumen. Allein in Deutschland sind nach Angaben des Deutschen Imkerbundes (DIB) 80 Prozent aller Blühpflanzen drauf angewiesen, dass Bienen und andere Insekten sie bestäuben.



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