Er galt als vermisst
Irische Sängerin Sinéad O’Connor trauert um 17-jährigen Sohn

Die irische Sängerin Sinéad O'Connor

Die irische Sängerin Sinéad O’Connor war 2018 zum Islam konvertiert, trägt seitdem Kopftuch

© Imago Images

Vor zwei Tagen verschwand der Sohn von Sängerin Sinéad O’Connor. Der 17-jährige Shane galt seitdem als vermisst. Jetzt wurde seine Leiche gefunden.

Die irische Popsängerin Sinéad O’Connor trauert um ihren 17 Jahre alten Sohn Shane. Das berichtete die britische Nachrichtenagentur PA am Samstag unter Berufung auf das Umfeld der 55-jährigen Künstlerin.

Die irische Polizei bestätigte zudem, dass in der Stadt Wicklow, südlich von Dublin, eine Leiche gefunden und ein Aufruf zu Hinweisen über den Verbleib des seit Donnerstag vermissten Jugendlichen beendet worden sei.

Sinéad O’Connor trauert um ihren Sohn

Auf einem nicht verifizierten Twitter-Account, der O’Connor zugeschrieben wird, waren ergreifende Zeilen zu lesen: „Mein wunderbarer Sohn, Nevi’im Nesta Ali Shane O’Connor, das Licht meines Lebens, hat heute beschlossen, seinen irdischen Kampf zu beenden und ist nun bei Gott. Möge er in Frieden ruhen und möge niemand seinem Beispiel folgen. Mein Baby. Ich liebe dich so sehr. Bitte sei in Frieden.“

Kurz nach der schrecklichen Meldung twitterte sie auch einen Bob-Marley-Song, den sie ihrem Sohn widmete. Sie schrieb: „Dies ist für meinen Shaney. Das Licht meines Lebens. Die Lampe meiner Seele. Mein blauäugiges Baby. Du wirst immer mein Licht sein. Wir werden immer zusammen sein. Keine Grenze kann uns trennen.‘

Hinweis für unsere Leser:innen: So berichten wir über Suizide

Suizide und Tötungen mit anschließendem Suizid sind sensible Themen. Der stern berichtet dabei mit großer Zurückhaltung über Suizide oder Tötungen mit anschließendem Suizid. Bei Berichten über Suizide und Tötungen mit anschließendem Suizid wägen wir das Informationsinteresse der Öffentlichkeit gegen die Interessen der Opfer und Betroffenen sorgfältig ab. Im Einklang mit dem Pressekodex nennen wir die Identität der Opfer nicht – außer Angehörige haben explizit zugestimmt oder wenn es sich bei dem Opfer um eine Person des öffentlichen Lebens handelt. Bei der Veröffentlichung von Fotos und der Schilderung näherer Begleitumstände zeigen wir Zurückhaltung.

Der 17-Jährige war seit Donnerstag verschwunden. Offenbar war er zuvor in einem Krankenhaus untergebracht. Das lässt zumindest ein weiterer Tweet der 55-jährigen Sängerin vermuten, die – nachdem Shane verschwunden war – einem Krankenhaus in den sozialen Medien mit einer Klage drohte, falls „meinem Sohn irgendetwas zustößt“, und behauptete, ihr Sohn sei aus dem Krankenhaus verschwunden, in dem er angeblich rund um die Uhr hätte beaufsichtigt werden sollen.

Mit „Nothing Compares 2 U“ wurde sie weltbekannt

Shane war eines von vier Kindern der irischen Sängerin, die1990 mit dem Hit „Nothing Compares 2 U“ weltbekannt wurde. Mit kontroversen Auftritten und Aussagen erregte O’Connor immer wieder Aufmerksamkeit, zum Beispiel zerriss sie 1992 bei einem Auftritt in der US-Sendung „Saturday Night Live“ vor laufenden Kameras ein Bild des Papstes Johannes Paul II. 2018 konvertierte sie zum Islam und änderte ihren Namen in Shuhada‘ Davitt.

Der Name Shuhada‘ ist der Plural zum arabischen Wort für Märtyrer und ein geläufiger weiblicher Vorname. Es ist nicht die erste Namensänderung der Sängerin. O’Connor nannte sich zuvor Magda Davitt. Sie ist für ihre spirituelle Experimentierfreude bekannt. Im Jahr 1999 machte sie Schlagzeilen, als sie sich von einer katholischen Splittergruppe zur Priesterin weihen ließ. Damals wollte sie Mutter Bernadette Mary genannt werden. Immer wieder hatte O’Connor auch mit psychischen Schwierigkeiten zu kämpfen. Im Juni dieses Jahres veröffentlichte sie unter dem Titel „Rememberings“ ihre Memoiren.

Sie haben suizidale Gedanken?

Hilfe bietet die Telefonseelsorge. Sie ist anonym, kostenlos und rund um die Uhr unter 0 800 / 111 0 111 und 0 800 / 111 0 222 erreichbar. Auch eine Beratung über E-Mail ist möglich. Eine Liste mit bundesweiten Hilfsstellen findet sich auf der Seite der Deutschen Gesellschaft für Suizidprävention.

Quellen:  Twitter, DPA

jek



Source link

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht.