Bruderpaar
Fünf Jahre nicht gesprochen: Robert und Christoph Harting erklären, wie es zum Bruderkrieg kam

Robert und Christoph Harting klatschen sich mit der Hand ab

Robert und Christoph Harting 2018 beim Leichtathletik-Meeting in Berlin. Damals reichte es gerade so zum Abklatschen.

© Christof Stache / DPA

Sie holten beide olympische Gold – und waren zutiefst zerstritten: Robert und Christoph Harting haben sich versöhnt. In einem Interview erklären sie, wie es zum Zerwürfnis kam.

Sie haben fünf Jahre nicht miteinander gesprochen, sich nicht mal „Guten Tag“ gesagt: Die Olympiasieger und Brüder Robert und Christoph Harting schienen unversöhnlich zerstritten zu sein. Eine Situation unter denen nicht nur das Brüderpaar selbst, sondern auch die Eltern litten. Doch in diesem Jahr gab es zum ersten Mal seit 2016 wieder gemeinsame Weihnachten.

„Ich habe Christoph zu mir nach Hause eingeladen, wir waren mit meiner Frau Julia, unseren Zwillingen, unseren Eltern und Oma Renate zusammen“, sagte Robert Harting der „Bild am Sonntag“ in einem Doppel-Interview mit seinem Bruder. „Es ist vor allem für unsere Eltern eine große Erleichterung, uns jetzt wieder zusammen zu sehen. Sie haben, wie wir alle, unter dieser Situation sehr gelitten“, sagte Christoph Harting.

Der Grund für den Bruderstreit waren unterschiedliche Lebenskonzepte und vor allem ihr unterschiedlicher Charakter. „Als Christoph auch als Diskuswerfer nach Berlin kam, sollte er wie ich sein“, sagte Robert. Da sie auch sportlich in einer Konkurrenzsituation gestanden hätten, habe es keine Möglichkeit gegeben, die Unstimmigkeiten beizulegen. „Wir wussten nicht, was die Lösung ist.“

Robert und Christoph Harting sprechen von „Reset“

Ein gemeinsamer TV-Auftritt im März hat dann das Eis gebrochen und die Versöhnung eingeleitet. Beide haben sich ausgesprochen und ihren Weg gefunden, miteinander umzugehen. „Wir haben uns vor allem gegenseitig entschuldigt“, erklärte Robert Harting. Inzwischen akzeptieren beide Brüder, dass sie unterschiedliche Herangehensweise und Lebensentwürfe haben. „Wir haben einfach alles auf null gestellt, quasi einmal Reset“, sagte Christoph Harting.

Robert Harting holte 2012 bei den Olympischen Spielen in London im Diskuswerfen Gold – der größte sportlicher Erfolg des inzwischen 37-Jähirgen. Vier Jahre später, 2016 in Rio de Janeiro, folgte ihm sein Bruder Christoph. Der sechs Jahre jüngere Hartung-Spross holte – völlig überraschend – ebenfalls Gold.

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