Raketentest
UN-Sicherheitsrat: Nordkorea erhöht Gefahr der Eskalation

Nordkorea testet Rakete

Testabschuss einer Hyperschallrakete. (Das Bild wurde von der staatlichen nordkoreanischen Nachrichtenagentur KCNA zur Verfügung gestellt und kann nicht eindeutig verifiziert werden.) Foto: -/KCNA/dpa

© dpa-infocom GmbH

Nach einem Raketentest Nordkoreas haben Länder des UN-Sicherheitsrats Sorge bezüglich einer weiteren Destabilisierung der Region geäußert. Nun soll es einen weiteren Raketenabschuss gegeben haben.

Westliche Länder des UN-Sicherheitsrats haben den jüngsten Raketentest Nordkoreas als Gefahr für die regionale Stabilität bezeichnet.

Die Schritte der Autokratie in Pjöngjang «erhöhen das Risiko von Fehleinschätzungen und Eskalationen», hieß es am Montag in einer gemeinsamen Stellungnahme der USA, Großbritanniens, Frankreichs, Irlands und Albaniens zusammen mit Japan. Jeder neue Raketenstart fördere nicht nur die Waffenprogramme des abgeschotteten Landes, sondern erweitere auch die Möglichkeiten illegaler Waffenverkäufe Nordkoreas überall auf der Welt.

Nordkorea hatte vergangene Woche von einem erfolgreichen zweiten Test einer Hyperschall-Rakete innerhalb von vier Monaten gesprochen. Beim jüngsten Test habe die Rakete ein seitliches Manöver über 120 Kilometer ausgeführt und ein festgelegtes Ziel im Japanischen Meer (koreanisch: Ostmeer) in 700 Kilometer Entfernung getroffen. Laut dem Nachbarland Südkorea ergaben Analysen allerdings, dass die Rakete kürzer flog, bei einer Höhe von unter 50 Kilometern. Im Vergleich zum Raketenstart im September stelle der Test keinen technologischen Fortschritt dar.

Südkorea meldet erneut Raketentest

Südkoreanische Militärs meldete inzwischen den erneuten Abschuss einer Rakete in Richtung offenes Meer. Bei dem Geschoss handele es sich möglicherweise um eine ballistische Rakete, teilte der Generalstab in Seoul mit.

Die Rakete sei nach dem Start im Landesinneren in Richtung Japanisches Meer (koreanisch: Ostmeer) geflogen. Um welchen Raketentyp es sich genau handelte und wie weit sie flog, war zunächst unklar.

UN-Resolutionen verbieten Nordkorea Tests mit ballistischen Raketen, die je nach Bauart auch einen Atomsprengkopf tragen können.

dpa



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