Am James-Simon-Park in Berlin-Mitte hat die Polizei am Freitagabend Präsenz gezeigt, um die Sperrung der nahe der Museumsinsel gelegenen Grünanlage durchzusetzen. Polizisten kontrollierten im Park und an den Zugängen. Absperrgitter waren aufgestellt. Bei Regenwetter waren in dem Park an der Spree nur noch vereinzelt Menschen zu sehen. Die Gaststätten in den nahe gelegenen S-Bahn-Bögen durften weiter öffnen und waren ganz gut besucht: Menschen aßen dort Pizza, tranken Bier, rauchten Shisha.

Nach Ausschreitungen am vergangenen Wochenende hatte der Bezirk per Allgemeinverfügung den Besuch des Parks ab 20.00 Uhr untersagt. Die Anordnung gilt seit Freitag. Wer sich nicht daran hält, riskiere ein Bußgeld ab 25 Euro, hatte Bezirksbürgermeister Stephan von Dassel (Grüne) angekündigt. Der Bezirk Berlin-Mitte wollte außerdem darauf achten, dass das in der Infektionsschutzverordnung festgelegte Alkoholverbot im James-Simon-Park eingehalten wird.

In dem kleinen Park gegenüber dem Unesco-Welterbe Museumsinsel war es in der Vergangenheit mehrmals zu Auseinandersetzungen zwischen Besuchern und der Polizei gekommen. In der Nacht zum vergangenen Sonntag drängten sich dort laut Polizei zeitweise rund 2500 Menschen. Beamte wurden mit Flaschen und Steinen beworfen, 19 Einsatzkräfte wurden verletzt.

Die Gewerkschaft der Polizei (GdP) begrüßte die abendliche Schließung des Parks grundsätzlich. Der Sprecher des Berliner GdP-Landesverbands, Benjamin Jendro, wies aber darauf hin, es könne nicht Aufgabe der Polizei sein, diese Regeln dort dauerhaft zu kontrollieren. Schließlich gebe es auch viele andere Parks und Grünflächen, in denen Partys stattfinden und eskalieren könnten.

So war es in der Nacht zum Freitag zwar ruhig im James-Simon-Park. Im Mauerpark hingegen hatten einem Polizeisprecher zufolge etwa 1000 oft alkoholisierte Partygänger gefeiert. Dort sei „die Stimmung schlecht“ gewesen, als die Menschen von der Polizei zum Verlassen des Parks aufgefordert wurden.



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