Ohne Gesundheitspass zukünftig kein Zugang zu Cafés, Restaurants und öffentlichen Einrichtung und Verkehrsmittel. Maghreb-Post


Gesundheitspass
Marokko führt Gesundheitspass als Nachweis für den eigenen Coronavirus bzw. COVID-19 Status ein.

Gesundheitsministerium kündigt baldige Neuregelungen für die Teilhabe am öffentlichen Leben an.

Rabat – Seit mehr als einer Woche versuchen die marokkanischen Behörden über die Medien den Bürgerinnen und Bürgern den neuen Gesundheitspass, in Form einer Plastikkarte nahezubringen. Die Bürgerinnen und Bürger können sich bei ausgesuchten Geschäften einen Gesundheitspass mit Hilfe ihres Personalausweises erstellen lassen. Der Gesundheitspass in Form einer Bank- oder Kreditkarte verfügt über einen auslesbaren QR-Code und soll so den Nachweis über den eigenen Gesundheitsstatus (vollständig geimpft, genesen und geimpft oder aktuell getestet) vereinfachen. Das die Bürgerinnen und Bürger den eigenen Status zunehmend nachweisen müssen, macht die bereits laufende Medienkampagne klar. Um öffentliche Einrichtungen und allgemein zugängliche Orte ungehindert besuchen bzw. nutzen zu können, wird der Nachweis über die eigene aktuelle Situation zur Pflicht werden.

Dies gab das Gesundheitsministerium mit Hilfe eines Videos bekannt, das am Freitagabend, dem 3. September 2021, ins Internet gestellt wurde, ohne ein genaues Datum des Inkrafttretens der Regelung zu nennen.

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Ohne COVID-19 – Gesundheitspass keine Reisen und kein Besuch von allgemein zugänglichen Einrichtungen.

Wie das Gesundheitsministerium in dem Video ankündigt, wird der Gesundheitspass bald für den Zugang zu mehreren Lebensbereichen eine Rolle spielen, so wie es bereits der Gesundheitspass in Frankreich vorgemacht hat. Das Dokument, das derzeit für Reisen zwischen Städten verwendet wird, wird bald für den Zugang zu Cafés, Restaurants, Hammams, Theatern, Kinos, Fußballstadien, Hotels sowie großen Einkaufszentren und Verkehrsmitteln erforderlich sein, sagte das Ministerium. Dies ist die erste offizielle Ankündigung des Gesundheitsministeriums in dieser Hinsicht. Dies ist auch eine gute Nachricht für die Wirtschaft, insbesondere für die Betreiber von Restaurants und Cafés, denn sie werden täglich auf die Einhaltung der Kapazitätsgrenze überprüft, die seit dem 23. Juli bei 50 % liegt. Sobald diese neue Maßnahme in Kraft tritt, können sie Kunden einlassen, die besonders kontrolliert werden, und sogar die Öffnungszeiten verlängern.

Die Unterschiede zwischen Impf- und Gesundheitspass.

Der Impfpass, der derzeit in Marokko verwendet wird, bescheinigt lediglich, dass eine Person vollständig geimpft worden ist.

Der Gesundheitspass, der z.B. in Frankreich am 1. Juli in Kraft getreten ist, umfasst drei verschiedene Arten von Covid-19-Bescheinigungen:

Impfbescheinigung: Angabe der Art und des Herstellers des Impfstoffs, der Anzahl der verabreichten Dosen und des Datums der Impfung;

Testzertifikat: mit Angabe der Art des Tests, des Datums und der Uhrzeit des Tests sowie des Ortes, an dem der Test durchgeführt wurde, und des Ergebnisses;

Genesungsbescheinigung: mit Angabe des Datums des positiven Testergebnisses und der Gültigkeitsdauer, die je nach Land zwischen 4 und 6 Monaten liegt.

Gesundheitspass
Marokkanischer COVID-19 Gesundheitspass mit QR-Code

Alle Angaben sollen per QR-Code digital verifiziert werden können. Zugleich werden alle Informationen bereits jetzt zentral digital verwaltet und können von den Bürgerinnen und Bürgern auf dem sog. Liqahcorona-Portal heruntergeladen werden. Dies gilt auch für den eigenen PCR-Test. In einem weiteren Schritt versucht Marokko eine Anerkennung des Gesundheitspassen in Europa zu erhalten, so dass auch Ausreisen möglich werden. Doch der hauptsächlich in Marokko verwendete Impfstoff Sinopharm hat in der EU noch keine Zulassung und wird daher nicht anerkannt.

Viele Menschen verzichten auf ihre 2. Impfung

Marokko ist auf dem afrikanischen Kontinent an der Spitze, wenn es um Impfungen gegen das Coronavirus SARS-COV 2 bzw. COVID-19 geht. Mehr als 80% aller Impfungen in Afrika werden in Marokko durchgeführt und kostenfrei angeboten. Im Land selbst besteht keine Impfpflicht, aber eine dringliche Aufforderung sich mit den angebotenen Impfstoffen von Sinopharm, AstraZeneca, Johnson&Johnson und neuerdings mit Pfizer-BioNTech schützen zu lassen. Aktuell werden Schülerinnen und Schüler ab dem 12. Lebensjahr geimpft, um den Präsenzunterricht zu ermöglichen.

Dabei investiert das Land mehrere Milliarden US-Dollar für den Import der Impfstoffe und investiert mehr als eine halbe Milliarde US-Dollar für den Bau einer eigenen Impfstoffproduktion, voranging des Impfstoffes von Sinopharm aus China. Dabei nimmt das Land für den Impfschutz seiner Bürgerinnen und Bürger und zum Schutz der eigenen Wirtschaft auch einen Anstieg der Staatsverschuldung in Kauf. Zusätzlich zu der Impfskepsis schleicht sich eine Impfmüdigkeit ein. Das Ministerium beklagt zunehmend, das Versäumen von 2. Impfungen und weist auf den dann nicht ausreichenden Impfschutz hin. Das neue Vorgehen soll den Anreiz sich impfen zulassen erhöhen.



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