Training in Marbella
Jetzt ermitteln auch spanische Behörden gegen Djokovic

Novak Djokovic beim Training in Australien

Novak Djokovic beim Training in Melbourne. Noch ist unklar, ob der Tennisstar in Australien bleiben darf.

© Graham Denholm / Getty Images

Novak Djokovic muss sich wegen seine Verhaltens in der Corona-Pandemie weitere Fragen gefallen lassen. Spanische Behörden sollen nun ebenfalls gegen den Tennisprofi ermitteln, weil er offenbar ohne Genehmigung in Marbella trainierte.

Neben den australischen Behörden ermitteln nun Spanien und Serbien im Fall Djokovic und schauen sich an, ob der Tennisstar gegen Corona-Auflagen verstoßen hat. Spanische Behörden untersuchen nach übereinstimmenden Medienberichten, ob Tennisprofi Novak Djokovic für seinen Trainingsaufenthalt in Marbella Ende Dezember bis Anfang Januar eine Ausnahmegenehmigung hatte. Seit September 2021 brauchen serbische Staatsbürger einen Corona-Impfnachweis oder im Falle einer Nichtimpfung eine Ausnahme-Genehmigung, um in das EU-Land einzureisen. Offenbar ist von einem Antrag auf eine solche Ausnahmegenehmigung weder im spanischen Außenministerium in Madrid noch in der spanischen Botschaft in Belgrad etwas bekannt.

In der Heimat des Weltranglistenersten in Serbien schauen sich die Behörden das Verhalten Djokovic ebenfalls genau an. Sie untersuchen, ob Djokovic sich an die Quarantäne-Bestimmungen gehalten hat, nachdem er am 16. Dezember positiv auf Corona getestet worden war.

Unterdessen setzt sich die Hängepartie in Australien fort. Medienberichten zufolge will Einwanderungsminister Alex Hawke am Freitag ein Entscheidung bekannt geben, ob er von seinem Ministerrecht gebraucht macht und Djokovic das Visum entzieht.

Spielte Alex Hawke auf Zeit?

Am Mittwoch war bekannt geworden, dass neue Informationen der Anwälte von Djokovic den Zeitrahmen für die Entscheidung Hawkes verschoben hatten. Nach dem Fiasko für die Regierung im ersten Gerichtsverfahren, als Djokovic das Visum wegen eines Formfehlers wieder ausgehändigt werden musste, will der Minister offenbar dieses Mal eine Entscheidung treffen, die den ganz sicher zu erwartenden Einsprüchen der Djokovic-Anwälte für den Fall einer erneuten Ausweisung standhält.

Vielleicht spielt Hawke auch auf Zeit. Desto näher der Beginn der Australian Open an diesem Montag rückt, desto weniger Zeit hätten die Anwälte von Djokovic, gegen eine erneute Ausweisung vor Gericht Berufung einzulegen. Die Tageszeitung „The Age“ schrieb am Donnerstag zwar, die Djokovic-Seite hoffe für den Fall einer negativen Entscheidung durch Hawke am Freitag darauf, das Gericht könnte sich dann am Wochenende mit dem Fall beschäftigten. Doch sicher ist das nicht.

Das Verständnis für eine medizinische Ausnahmegenehmigung für einen ungeimpft Tennis spielenden Multi-Millionär ist daher gering. Zumal es rund um die Genehmigung des Visums von Djokovic nach wie vor viele Fragen gibt. Die Erklärung des Serben bei Instagram am Mittwoch, in der er einige wenige Fehler einräumte, die Schuld dafür aber meist bei anderen suchte, war nicht der von ihm erhoffte Befreiungsschlag.

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Quellen: „The Age“, „Bild“, DPA

tis



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