News von heute: Gericht der EU bestätigt Milliardenstrafe für Google

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Die News von heute im stern-Ticker.

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Die News von heute im stern-Ticker:  

13.14 Uhr: Zahl überschuldeter Verbraucher auf Tiefstand gefallen

Inmitten der Corona-Krise ist die Zahl der überschuldeten Verbraucher in Deutschland auf einen Tiefstand gefallen. In diesem Jahr seien rund 6,16 Millionen Bürgerinnen und Bürger überschuldet gewesen – so wenige wie noch nie seit Beginn der Datenerhebung 2004, teilte die Auskunftei Creditreform am Mittwoch mit. Im Vergleich zu 2020 ergab sich damit ein Rückgang um 700.000 Fälle oder gut zehn Prozent. Die Betroffenen verteilten sich auf gut drei Millionen Haushalte.

„Die positiven Zahlen sind in Anbetracht der lang anhaltenden Corona-Lage ein Überschuldungs-Paradoxon“, erklärte der Leiter des Bereichs Wirtschaftsforschung bei Creditrefom, Patrik-Ludwig Hantzsch. Die andauernden staatlichen Hilfsmaßnahmen, insbesondere das Kurzarbeitergeld und die Überbrückungshilfen, stützten massiv die Unternehmen und damit auch Arbeitsplätze und Verbraucher.

13.13 Uhr: Corona-Warn-App nutzt für Check-in auch QR-Codes der Luca-App

Die offizielle Corona-Warn-App des Bundes hat ihre Check-in-Funktion erweitert, mit der vor allem risikoreiche Begegnungen von Menschen in Innenräumen besser erfasst werden sollen. Die Anwendung kann nun zum Einchecken auch die Klötzchengrafiken (QR-Codes) verwenden, die mit der Luca-App erstellt wurden. Damit müssen Veranstalter nur noch einen QR-Code für die unterschiedlichen Apps erzeugen. Dabei fließen keine Daten in das Luca-System.

Die Corona-Warn-App (CWA) und die Luca-App verfolgen zwei unterschiedliche Konzepte, um die Infektionsraten mit dem Corona-Virus einzudämmen, die sich ergänzen. Die CWA registriert anonymisiert Personen, die sich für längere Zeit in einem Abstand von zwei Metern oder weniger befunden haben, als Risikokontakte. Bei der Luca-App werden gesichert Kontaktdaten der Besucher erfasst, die bei Bedarf dem Gesundheitsamt zur Verfügung gestellt werden.

13.12 Uhr: Belgien will allen Bürgern Corona-Auffrischungsimpfung ermöglichen

Gegen nachlassenden Corona-Impfschutz soll in Belgien jeder die Möglichkeit zu einer Auffrischungsimpfung bekommen. Die Gesundheitsminister des Landes einigten sich auf einen grundsätzlichen Beschluss für den sogenannten Booster, wie mehrere Medien berichteten. Details sollen demnach Ende des Monats geklärt werden – etwa die Fragen, nach welcher Zeitspanne und mit welchem Impfstoff aufgefrischt wird.

Die Corona-Lage in Belgien ist trotz recht hoher Impfquote angespannt. Zwar sind nach offiziellen Angaben 75 Prozent der Gesamtbevölkerung komplett geimpft. Dennoch steigen die Infektionszahlen seit Wochen dramatisch. Die 14-Tage-Inzidenz – also die Zahl der Neuinfektionen je 100.000 Einwohner in den vergangenen zwei Wochen – liegt bei knapp 960.

13.05 Uhr: Linksfraktion im Saarland spaltet sich wenige Monate vor Landtagswahl auf

Weniger als fünf Monate vor der Landtagswahl im Saarland hat sich die Linksfraktion im Landesparlament aufgespalten. Heute konstituierte sich eine neue Fraktion namens Saar-Linke, wie der Landtag in Saarbrücken mitteilte. Die neue Fraktion besteht aus den beiden Linken-Politikerinnen Barbara Spaniol und Dagmar Ensch-Engel. Spaniol wurde vor rund einer Woche aus der Fraktion ausgeschlossen, Ensch-Engel war schon länger nicht mehr Mitglied.

Spaniol ist zugleich Landtagsvizepräsidentin. Da dieses Amt nicht mit ihrer neuen Funktion als Fraktionsvorsitzende vereinbar ist, legte sie es nach Angaben des Landtags mit sofortiger Wirkung nieder.

12.27 Uhr: EMA will binnen zwei Monaten über Zulassung von Moderna für Kinder entscheiden

Die Europäische Arzneimittel-Agentur (EMA) will binnen zwei Monaten entscheiden, ob sie den Corona-Impfstoff von Moderna auch für sechs- bis elfjährige Kinder zulässt. „Der aktuelle Zeitplan für die Bewertung sieht eine Stellungnahme in ungefähr zwei Monaten vor, es sei denn es sind zusätzliche Informationen oder Analysen erforderlich“, erklärte die EMA.

Das US-Unternehmen Moderna hatte am Dienstag eine Zulassung seines Corona-Impfstoffs für Sechs- bis Elfjährige bei der EMA beantragt. Der Impfsoff Spikevax ist in der EU bisher ab einem Alter von zwölf Jahren zugelassen und soll nach dem Willen von Moderna nun auf jüngere Kinder ausgeweitet werden.

In Deutschland empfiehlt die Ständige Impfkommission (Stiko) für unter 30-Jährige seit heute nur noch Impfungen mit dem Corona-Impfstoff von Biontech und Pfizer. Die Stiko begründete ihre aktualisierte Impfempfehlung mit einer neuen Datenlage: Demnach wurden bei Jungen und jungen Männern sowie Mädchen und jungen Frauen bei Verwendung des Moderna-Impfstoffs häufiger Herzmuskelentzündungen festgestellt als beim Biontech-Impfstoff.

12.25 Uhr: Inflation erreicht im Oktober höchsten Stand seit 1993

Die Inflationsrate ist im Oktober auf einen Wert von 4,5 Prozent im Jahresvergleich geklettert und hat damit den höchsten Wert seit 1993 erreicht. Eine höhere Inflation gab es laut dem Statistischen Bundesamt in Wiesbaden zuletzt im August 1993 mit 4,6 Prozent. Gegenüber September dieses Jahres stiegen die Preise im Oktober um 0,5 Prozent.

Angetrieben wurde der Trend vor allem durch die Energiepreise. Die Preise für Energieprodukte zogen den Statistikern zufolge im Oktober verglichen mit dem Vorjahresmonat um 18,6 Prozent an. Deutlich teurer wurden auch Nahrungsmittel (plus 4,4 Prozent), vor allem Molkereiprodukte und Eier (plus 6,0 Prozent) sowie Brot und Getreideerzeugnisse (plus 5,0 Prozent).

12.04 Uhr: Merkel bittet Putin um Intervention in Belarus

Vor dem Hintergrund der angespannten Flüchtlingssituation an der Grenze zwischen Belarus und Polen hat die scheidende Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) den russischen Präsidenten Wladimir Putin um ein Eingreifen gebeten. Merkel habe in einem Telefonat mit Putin unterstrichen, „dass die Instrumentalisierung von Migranten gegen die Europäische Union durch das belarussische Regime unmenschlich und vollkommen inakzeptabel sei“, erklärte Regierungssprecher Steffen Seibert am Mittwoch. Sie habe Putin gebeten, „auf das Regime in Minsk einzuwirken“.

Im Grenzgebiet zwischen Belarus und Polen sitzen derzeit tausende Migranten bei eisigen Temperaturen fest. Beide Länder haben Soldaten in dem Gebiet stationiert. Beobachter befürchten eine Eskalation der Lage. Die EU wirft dem belarussischen Machthaber Alexander Lukaschenko vor, absichtlich Migranten aus dem Nahen Osten in die EU-Staaten Lettland, Litauen und Polen zu schleusen, um auf diese Weise Vergeltung für Brüsseler Sanktionsbeschlüsse zu üben. Polens Regierungschef Mateusz Morawiecki beschuldigte Russland, hinter dem Flüchtlingsstreit zwischen Belarus und der EU zu stecken.

12.01 Uhr: Rechnungshof sieht Bundesfinanzen in „kritischem Zustand“

Der Bundesrechnungshof sieht die Finanzlage des Bundes nach der Coronakrise „in einem kritischen Zustand“. Der Schuldenberg drohe bis Ende 2022 auf nahezu 1,5 Billionen Euro anzusteigen, heißt es in einer Analyse, die der Rechnungshof an den Bundestag schickte. „Der Bund hat seinen finanziellen Spielraum damit ausgereizt.“ Zur Konsolidierung werde es nicht ausreichen, abzuwarten und auf wirtschaftlich bessere Zeiten zu hoffen. Das habe zwar nach der Finanzkrise funktioniert, werde sich angesichts der Herausforderungen wie Klimawandel und Digitalisierung aber nicht wiederholen.

Um die Finanzen wieder tragfähig zu machen, müsse eine neue Bundesregierung vielmehr rasch handeln. Nötig sei eine entschlossene Prioritätensetzung auf wichtige Zukunftsfelder wie Klimaschutz, Energiewende, Digitalisierung und Bildung. Förderprogramme müssten auf den Prüfstand und klimaschädliche Subventionen abgebaut werden.

11.39 Uhr: Polen will Grenze zu Belarus womöglich dicht machen

Polen erwägt laut Regierungssprecher Piotr Müller, die Grenze zu Belarus komplett zu schließen. Dies werde als Option in weiterreichenden Szenarien berücksichtigt, sagte er dem Portal „Wirtualna Polska“. Die belarussischen Behörden seien informiert worden, dass eine solche Möglichkeit bestehe, wenn sie ihre Aktivitäten nicht einstellten. Eine Rückmeldung von belarussischer Seite habe es dazu bislang nicht gegeben.

11.29 Uhr: Österreich meldet erstmals fünfstellige Zahl an Corona-Neuinfektionen

Die Corona-Pandemie hat mit knapp 11.400 Neuinfektionen in Österreich einen Rekordwert erreicht. Binnen 24 Stunden wurde erstmals eine fünfstellige Zahl registriert, wie aus den Zahlen des Gesundheits- und des Innenministeriums hervorging. Die Sieben-Tage-Inzidenz stieg über 700 und war damit dreimal so hoch wie in Deutschland.

Wegen des rasanten Anstiegs wurde Anfang November die 3G-Regel am Arbeitsplatz eingeführt. Am Montag trat für Lokale, Veranstaltungen und einige Dienstleistungen wie Friseursalons die 2G-Regel in Kraft. Ungeimpfte haben dort keinen Zutritt mehr. Die Regierung möchte dadurch nicht nur Ansteckungen verhindern, sondern auch die Impfbereitschaft erhöhen. Derzeit sind knapp 65 Prozent der Gesamtbevölkerung vollimmunisiert. Im Bundesland Oberösterreich, wo die Impfrate am niedrigsten und die Inzidenz am höchsten ist, wurde heute eine Impflotterie als Anreiz vorgestellt. Als Hauptpreis winkt ein Elektro-Auto.

11.16 Uhr: Prozessstart nach Gardasee-Unfall – Deutscher bittet um Entschuldigung

Beim Prozessauftakt um den tödlichen Motorbootunfall vom Gardasee ist es zur emotionalen Begegnung eines der angeklagten Deutschen mit den Hinterbliebenen gekommen. Der Münchner ging nach einer kurzen Eröffnungssitzung im Gerichtssaal von Brescia zu den Eltern von Greta Nedrotti und bat um Entschuldigung. „Es tut mir von Herzen leid“, sagte er leise auf Italienisch. Bei den vielen Angehörigen und Freunden der zwei getöteten Italiener überwog im Gerichtssaal die Empörung darüber, dass es fast fünf Monate dauerte, bis sich der Deutsche persönlich bei ihnen meldete. Sein ebenfalls angeklagter Freund erschien nicht zum Prozess.

Dem Unternehmer wird vorgeworfen, in der Nacht des 19. Juni zusammen mit dem Freund in einem Luxus-Motorboot über den Gardasee gerast zu sein und ein kleines Holzboot überfahren zu haben. Darin saßen Nedrotti (25) und ihr Freund Umberto Garzarella (37), sie wurden getötet. Die Deutschen fuhren demnach weiter und gaben später an, den Unfall nicht bemerkt zu haben.

11.14 Uhr: Gericht der EU bestätigt Milliardenstrafe für Google

Das Gericht der EU hat eine Wettbewerbsstrafe der EU-Kommission in Höhe von 2,42 Milliarden Euro zulasten von Google bestätigt. Das Gericht in Luxemburg habe festgestellt, dass Google seinen eigenen Shopping-Vergleichsdienst gegenüber konkurrierenden Diensten bevorzugt hat, hieß es. Konkret wirft die Kommission Google vor, Google Shopping einen unrechtmäßigen Vorteil verschafft zu haben. Der Konzern habe „seine marktbeherrschende Stellung als Suchmaschinenbetreiber missbraucht, indem es seinen eigenen Preisvergleichsdienst in seinen Suchergebnissen ganz oben platziert und Vergleichsdienste der Konkurrenz herabgestuft hat“, monierte die auch heute noch für Wettbewerb zuständige EU-Kommissarin Margrethe Vestager 2017.

Gegen das Urteil kann noch Einspruch beim Europäischen Gerichtshof eingelegt werden. Es ist das erste Urteil in einer Reihe von Rechtsstreitigkeiten zwischen der für Wettbewerb in der EU zuständigen EU-Kommission und dem US-Konzern. Seit 2017 hat die Brüsseler Behörde gegen Google mehrere Strafen in teils historischem Ausmaß verhängt. Bislang summieren sich die drei EU-Wettbewerbsstrafen für Google auf mehr als acht Milliarden Euro.

11.06 Uhr: Dänemarks Königin Margrethe zu Staatsbesuch in Berlin eingetroffen

Die dänische Königin Margrethe II. ist zu einem viertägigen Staatsbesuch in Deutschland eingetroffen. Sie landete zusammen mit ihrem Sohn, Kronprinz Frederik, auf dem Berliner Flughafen. Auf dem Programm stand zum Auftakt der Empfang durch Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier und seine Frau Elke Büdenbender im Schloss Bellevue. Anschließend ist ein Gespräch mit der scheidenden Bundeskanzlerin Angela Merkel im Kanzleramt geplant.

Nachmittags will Berlins Regierender Bürgermeister Michael Müller die Königin und den Kronprinzen am Humboldt-Forum begrüßen. Für den Abend ist ein Staatsbankett in Bellevue vorgesehen und für Donnerstag  unter anderem ein Besuche des Dokumentationszentrums Stiftung Flucht, Vertreibung, Versöhnung. Am Freitag und Samstag setzt Königin Margrethe II. den Staatsbesuch in München fort, wo sie von Bayerns Ministerpräsident Markus Söder empfangen wird.

10.30 Uhr: „Wirtschaftsweise“ senken Konjunkturprognose für 2021

Die „Wirtschaftsweisen“ rechnen für dieses Jahr nur noch mit einem Wachstum des Bruttoinlandsprodukts um 2,7 Prozent in Deutschland, im März hatten sie noch mit 3,1 Prozent gerechnet. Ein starker Aufschwung nach dem coronabedingten Einbruch der Wirtschaftsleistung 2020 wird erst im kommenden Jahr erwartet, wie aus dem Jahresgutachten hervorgeht, das der Sachverständigenrat an die geschäftsführende Kanzlerin Angela Merkel (CDU) übergeben hat. Zwar habe sich die Erholung der deutschen Wirtschaft im Sommer fortgesetzt. Allerdings werde sie durch Lieferengpässe gedämpft, hieß es.

Wenn sich im nächsten Jahr die private Nachfrage nach Dienstleistungen und die Industrieproduktion normalisieren, dürfte das Wirtschaftswachstum weiter anziehen. Für 2022 rechnen die „Wirtschaftsweisen“ mit 4,6 Prozent Wachstum. Allerdings gebe es bedeutsame Risiken für die Konjunktur wie länger andauernde Lieferengpässe und ein erneut stark aufflammendes Pandemiegeschehen im Winter.

10.14 Uhr: TV-Sender berichtet von Unfällen am Set von „Expendables 4“

Bei den Dreharbeiten zum Actionfilm „Expendables 4“ in Griechenland ist es einem Medienbericht zufolge zu mehreren Unfällen gekommen. Ein bulgarischer Techniker sei vor einigen Tagen bei Arbeiten im Ort Vasilika gestürzt und dabei lebensgefährlich verletzt worden, berichtet der griechische TV-Sender Mega. Der Mann werde in Thessaloniki im Krankenhaus behandelt und schwebe weiterhin in Lebensgefahr, die Produktionsfirma habe seine Familie anreisen lassen. Außerdem habe es seit Wochenbeginn zwei weitere Unfälle gegeben. Bei dem einen habe ein Stuntman einen Techniker verletzt, außerdem habe sich ein weiterer Stuntman Verletzungen zugezogen, als er beim Dreh von einem Auto auf einen Lkw gesprungen sei.

„Expendables 4“ soll 2022 in die Kinos kommen. Neben Action-Star Jason Statham stehen in Thessaloniki auch Schauspielerin Megan Fox und Rapper 50 Cent vor der Kamera. Zur Besetzung zählen außerdem Sylvester Stallone, Dolph Lundgren und Andy Garcia. 

10.10 Uhr: NRW erlaubt in neuer Schutzverordnung Schunkeln ohne Maske

Das Land Nordrhein-Westfalen hat kurz vor dem Start der Karnevalssession am 11.11. die Coronaschutz-Verordnung verändert und erlaubt nun unter anderem ausdrücklich Schunkeln ohne Maske. Wer drinnen an einer Karnevalsparty teilnehmen will, muss – wenn er nicht geimpft oder genesen ist – einen PCR-Test oder einen tagesaktuellen Schnelltest vorweisen (3Gplus-Regel).

In der seit heute gültigen Verordnung heißt es, dass man auf eine Maske bei „Karnevalsveranstaltungen und vergleichbaren Brauchtumsveranstaltungen mit Mitsingen, Schunkeln oder Tanzen in Innenräumen“ verzichten kann. Voraussetzung für den Zutritt ist aber wie zum Beispiel bereits in Diskotheken die 3Gplus-Regel.

9.42 Uhr: Westfälische Präses Kurschus zur neuen EKD-Ratsvorsitzenden gewählt

Die Präses der westfälischen Landeskirche, Annnette Kurschus, ist neue Ratsvorsitzende der Evangelischen Kirche in Deutschland (EKD). Die 58-Jährige wurde von der Synode der EKD und den Vertretern der Kirchenleitungen der 20 Landeskirchen gewählt. Sie folgt damit auf den bisherigen EKD-Ratsvorsitzenden Heinrich Bedford-Strohm, der nicht erneut für das Amt kandidierte.

9.33 Uhr: Stiko rät unter 30-Jährigen nur noch zu Impfung mit Biontech

Menschen unter 30 Jahren sollen laut der Ständigen Impfkommission (Stiko) künftig nur noch mit dem Impfstoff von Biontech/Pfizer (Comirnaty) gegen Corona geimpft werden. Aktuelle Meldeanalysen zeigten, dass Herzmuskel- und Herzbeutelentzündungen bei Jungen und jungen Männern sowie bei Mädchen und jungen Frauen nach der Impfung mit Moderna (Spikevax) häufiger beobachtet würden als nach der Biontech-Impfung. Der Verlauf der Herzmuskel und Herzbeutelentzündungen sei nach bisher vorliegenden Sicherheitsberichten „überwiegend mild“, schreibt die Stiko.

9.13 Uhr: Gericht in Oklahoma hebt historisches Opioid-Urteil gegen Johnson & Johnson auf

Der Oberste Gerichtshof des US-Bundesstaats Oklahoma hat ein historisches Urteil zur Rolle des Pharmakonzerns Johnson & Johnson in der Opioid-Krise aufgehoben. Ein Richter hatte das Unternehmen 2019 zu einer Geldstrafe in Höhe von 465 Millionen Dollar (rund 400 Millionen Euro) verurteilt, weil J&J aufgrund des „irreführenden“ Marketings von suchtgefährdenden Schmerzmitteln eine Mitschuld an der Verbreitung von Opioiden trage. Das Oberste Gericht von Oklahoma befand nun, dass der Richter sich nicht auf den Paragraphen zum „öffentlichen Ärgernis“ hätte stützen dürfen.

Die Unternehmen Allergan, Endo Health Solutions, Johnson & Johnson, Purdue Pharma und Teva Pharmaceutical Industries waren beschuldigt worden, in ihrem Marketing absichtlich verschleiert oder verharmlost zu haben, dass die rezeptpflichtigen Schmerzmittel süchtig machen können. Viele der abhängig gewordenen Patienten seien später zu Drogen wie Heroin oder synthetischen Opiaten gewechselt.

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9.03 Uhr: Schwache Umfragewerte für mögliche Bewerber um CDU-Vorsitz

Im Ringen um den CDU-Vorsitz bleiben die Umfragewerte für die bislang genannten möglichen Bewerber eher schwach. In einer Forsa-Umfrage erklärten nur jeweils 17 Prozent, sie hielten den Wirtschaftsexperten Friedrich Merz oder den Außenpolitiker Norbert Röttgen für das Amt für geeignet. Unter den Unionsanhängern erreichte Merz 29 Prozent, Röttgen 19 Prozent.

Ebenfalls als mögliche Bewerber gelten Unions-Fraktionschef Ralph Brinkhaus und neuerdings auch Kanzleramtschef Helge Braun. Anwärter auf die Nachfolge von CDU-Chef Armin Laschet können sich bis zum 17. November melden. Sie benötigen dafür die Unterstützung eines Landes- oder Bezirksverbands. Danach ist eine Mitgliederbefragung geplant.

8.52 Uhr: Amnesty wirft Tigray-Rebellen in Äthiopien Vergewaltigungen vor

In Äthiopien sollen Rebellen der Volksbefreiungsfront von Tigray (TPLF) Frauen, die einer anderen Volksgruppe angehören, aus Rache vergewaltigt haben. Die Taten sollen in der Stadt Nifas Mewcha, in der Region Amhara stattgefunden haben, berichtete die Menschenrechtsorganisation Amnesty International. In dem eskalierenden Konflikt mit der TPLF, wird die Zentralregierung von Milizen aus Amhara unterstützt.

Amnesty sprach mit 16 Frauen, die berichteten, von TPLF-Kämpfern vergewaltigt worden zu sein. 14 dieser Frauen seien Opfer von Massenvergewaltigungen geworden, sagte Amnesty. Teilweise sollen die Taten vor den Augen der eigenen Kinder stattgefunden haben. Rebellen der TPLF sollen die Vergewaltigungen als Racheakte für die sexualisierte Gewalt von äthiopischen Streitkräften gegenüber Frauen in Tigray bezeichnet haben, berichtete Amnesty.

8.31 Uhr: Leopoldina fordert Impfpflicht für bestimmte Gruppen und mehr 2G

Angesichts der weiter steigenden Corona-Zahlen dringt die Nationale Akademie der Wissenschaften Leopoldina auf die Ausweitung von 2G-Regeln und Impfpflichten für bestimmte Berufsgruppen. Nötig seien jetzt „Impfpflichten für Multiplikatoren“, sagte Leopoldina-Präsident Gerald Haug dem „Spiegel“. Dies seien nicht nur Pflegerinnen und Pfleger, sondern auch Lehrpersonal und weitere Berufsgruppen mit viel Kontakt zu anderen Menschen.

Die 2G-Regel, wonach nur geimpfte oder genesene Menschen Zutritt zu Veranstaltungen bekommen, solle „eine größere Geltungsreichweite“ erhalten, forderten Haug und die Leopoldina-Forscherinnen und -forscher weiter. In der Arbeitsschutzverordnung solle zudem „eine angemessene Regelung zur Offenlegung des Impfstatus“ von Beschäftigten festgeschrieben werden. Bislang dürfen Arbeitgeber den Impfstatus ihrer Beschäftigten nicht erfragen. Die Forderungen der Leopoldina gehen deutlich über die Pläne der Ampel-Parteien SPD, Grüne und FDP hinaus.

8.15 Uhr: Winzige Froschart in Australien entdeckt

Bei einer neu entdeckten Froschart in Australien tragen die Männchen die Kaulquappen an ihren Körpern. Forscher fanden die nur 16 Millimeter kleinen Tieren auf einem Berg im Wollumbin-Nationalpark. Bei nur vier der weltweit bekannten 4000 Froscharten sei dies der Fall, zitierte das Umweltministerium von News South Wales den Wissenschaftler Michael Mahony von der University of Newcastle. Genetische Analysen hätten ergeben, dass es sich um eine eigenständige Spezies handele, die eng mit dem „Assa darlingtoni“ (Beutel – oder Hüfttaschenfrosch genannt) verwandt sei. Die winzigen Amphibien, die offenbar nur auf einer Fläche von etwa 2000 Hektar auf dem Mount Warning (von den Ureinwohnern Mount Wollumbin genannt) leben, wurden in Anlehnung an ihren Fundort „Assa Wollumbin“ getauft.

7.39 Uhr: Explosion auf Rheinmetall-Gelände in Niedersachsen

Nach einer Explosion auf dem Gelände von Rheinmetall im niedersächsischen Unterlüß ermittelt die Polizei. Die Explosion ereignete sich am frühen Morgen im Bereich der Munitionsbunker, wie die Polizei in Celle mitteilte. Menschen wurden nach ersten Angaben der Ermittler nicht verletzt, es kam lediglich zu Gebäudeschäden. Der betroffene Bereich wurde weiträumig abgesperrt. Die Werksfeuerwehr war im Einsatz. Die Polizei warnte davor, den Bereich aufzusuchen.

7.26 Uhr: Österreich bietet Polen Hilfe beim Grenzschutz an

Angesichts des Andrangs tausender Migranten an der polnischen Grenze zu Belarus hat Österreich Polen Hilfe beim Grenzschutz angeboten. Wien werde Warschau „solidarisch zur Seite stehen“, sagte der österreichische Innenminister Karl Nehammer der „Welt“. „So wie wir die EU-Außengrenze in Griechenland und Litauen gesichert haben, bieten wir auch Polen unsere Unterstützung an.“

Wie bereits Bundesinnenminister Horst Seehofer (CSU) forderte auch Nehammer die EU-Kommission auf, die Regierung in Warschau beim Grenzschutz stärker zu unterstützen. „Die EU-Kommission muss Polen bei der Sicherung der EU-Außengrenze unterstützen und die nötigen Mittel für die Errichtung eines robusten Grenzzaunes bereitstellen.“ Hilfe bei der Registrierung von Migranten anzubieten, sei hingegen „das völlig falsche Signal“. 

5.45 Uhr: AfD-Fraktion ist unzufrieden mit Redezeit im neuen Bundestag

Die AfD-Fraktion treibt die Sorge um, sie könne bei der Verteilung der Redezeit im Bundestag künftig im Vergleich zu den anderen Fraktionen zu kurz kommen. Sollten die normalen Plenardebatten wie geplant 31 Minuten oder 67 Minuten lang sein, wäre dies nur für die AfD ungünstig, sagte der erste parlamentarische Geschäftsführer Bernd Baumann der Deutschen Presse-Agentur. „Das ist ein Plan zur Benachteiligung der AfD, anders lässt sich das nicht erklären.“ Hätte man die Debattenlänge auch nur minimal länger gewählt, hätte seine Fraktion jeweils eine Minute mehr Zeit am Rednerpult gehabt, sagte Baumann. So wären es jetzt nur drei beziehungsweise sieben Minuten.

In der vergangenen Legislaturperiode war die Standard-Debatte 30 Minuten lang, der AfD standen dabei vier Minuten Redezeit zu. Für lange Debatten wurde eine Redezeit von 60 Minuten angesetzt, davon sieben Minuten für die AfD – hier wäre ihre Redezeit also künftig unverändert, allerdings bei einer etwas längeren Gesamtdauer der Plenardebatte. Wer wie lange in den Plenarsitzungen reden darf, richtet sich nach der Größe der jeweiligen Fraktion.

4.14 Uhr: „Wie Crocodile Dundee“ – Australier wehrt Krokodil mit Gürtelmesser ab

Ein Australier hat in Queensland die Attacke eines großen Salzwasserkrokodils nur mittels eines kleinen Gürtelmessers abgewehrt. Das Tier habe den 60-Jährigen, der an einem abgelegenen Abschnitt des McIvor River gefischt habe, plötzlich angegriffen und an den Füßen zu packen bekommen, berichtete der Sender 9News. Der Mann habe sich an einen Mangrovenzweig geklammert, aber das Reptil habe es dennoch geschafft, ihn in Richtung Wasser zu zerren.

Dem Australier sei es gelungen, ein kleines Messer aus seinem Gürtel zu ziehen und auf den Kopf des Krokodils einzustechen bis das Tier von ihm abließ. Medien feierten ihn als „echten Crocodile Dundee“. Er habe es noch selbst geschafft, in ein nahe gelegenes Krankenhaus zu fahren, von wo aus er in eine Klinik in Cairns geflogen wurde, wo er eine Woche später noch in Behandlung war. Sein Zustand sei „stabil“, hieß es aus dem Gesundheitsministerium. Der Mann sei durch den Vorfall jedoch „ziemlich traumatisiert“. „Es ist eine absolut grauenhafte Erfahrung. Das wird er nicht so schnell vergessen“, sagte ein Ministeriumssprecher.

4.11 Uhr: US-Bundesgericht genehmigt Herausgabe von Akten zu Erstürmung des US-Kapitols

Ein US-Bundesgericht hat die Herausgabe der Akten zur Erstürmung des Kapitols genehmigt. Wie aus veröffentlichten Gerichtsdokumenten hervorgeht, dürfen die Unterlagen an einen parlamentarischen Untersuchungsausschuss des Kongresses übergeben werden. Der frühere US-Präsident Donald Trump, dessen Anhänger im Januar das Kapitol gestürmt hatten, hatte gegen die Herausgabe der Dokumente geklagt.

4.09 Uhr: RKI registriert Höchststand an Corona-Neuinfektionen

Die Gesundheitsämter in Deutschland haben dem Robert-Koch-Institut so viele Corona-Neuinfektionen gemeldet wie nie seit Beginn der Pandemie. Sie übermittelten 39.676 neue Fälle binnen eines Tages, wie aus Zahlen des RKI hervorgeht. Der bisherige Höchststand war am Freitag mit 37.120 gemeldet (Vorwochenwert: 20 398) worden. Die Sieben-Tage-Inzidenz liegt bei 232,1. Sie hat damit den dritten Tag in Folge einen Höchstwert erreicht.

3.48 Uhr: Geldstrafen für Green Bay Packers und Aaron Rodgers wegen Corona-Verstößen

Die Green Bay Packers müssen für Verstöße gegen die Corona-Regeln der NFL 300.000 Dollar Strafe zahlen. Quarterback-Superstar Aaron Rodgers und Passempfänger Allen Lazard bekommen zudem eine Strafe von je 14.650 Dollar, weil sie als ungeimpfte Footballer an einer Halloweenparty teilgenommen haben. Darüber berichteten das NFL-Network und der Sender ESPN übereinstimmend.

Rodgers verpasste wegen eines positiven Coronatests das Spiel gegen die Kansas City Chiefs am Montag (7:13). In der Folge stellte sich heraus, dass er entgegen der Annahme nicht geimpft ist. Wegen gegenteiliger Aussagen steht Rodgers seither massiv in der Kritik.

2.43 Uhr: Apple-1-Computer für 400.000 Dollar in Kalifornien versteigert

Ein Apple-Computer, der vor 45 Jahren von den Firmen-Gründern Steve Jobs und Steve Wozniak eigenhändig zusammengebaut wurde, ist in Kalifornien für 400.000 Dollar (345.000 Euro) versteigert worden. Der noch funktionstüchtige Apple-1, Ur-Urgroßvater des heutigen Macbooks, war vom Auktionshaus John Moran zuvor auf 600.000 Dollar geschätzt worden. Der sogenannte „Chaffey College“ ist einer von nur 200 Computern, die Jobs und Wozniak zu Beginn ihrer Karriere bauten, die in einer Garage begann. Die meisten davon wurden damals für die Summe von 666,66 Dollar verkauft.

Das Besondere an dem versteigerten Modell: Die Computerhülle besteht aus dem Holz der in Hawaii heimischen Koa-Akazie. Nur eine Handvoll der ersten 200 Computer wurden damit hergestellt. Laut dem Auktionshaus existieren heute nur noch sechs Exemplare davon.

2.07 Uhr: Migranten durchbrechen laut Medienbericht Grenze von Belarus nach Polen

Zwei größere Gruppen von Flüchtlingen haben auf ihrem erhofften Weg in die EU einem polnischen Medienbericht zufolge die Grenze von Belarus nach Polen durchbrochen. Mehreren Dutzend Migranten sei es gelungen, Zäune in der Nähe der Dörfer Krynki und Bialowieza zu zerstören und die Grenze zu passieren, berichtete die polnische Nachrichtenagentur PAP unter Berufung auf den örtlichen Sender Bialystok. Der Sender zitierte eine Sprecherin des Grenzschutzes, dass in beiden Fällen Zäune und Barrieren gewaltsam niedergerissen worden seien. Einige der Flüchtlinge seien nach Belarus zurückgebracht worden, andere seien auf freiem Fuß.

1.36 Uhr: Friedensnobelpreisträgerin Malala hat geheiratet

Die pakistanische Friedensnobelpreisträgerin Malala Yousafzai hat geheiratet. „Heute ist ein kostbarer Tag in meinem Leben. Asser (Malik) und ich haben den Bund fürs Leben geschlossen“, erklärte Malala auf Twitter, wo sie auch Hochzeitsfotos veröffentlichte. Es habe eine kleine Zeremonie im Kreise der Familien in Birmingham gegeben. „Schickt uns Eure Gebete. Wir sind aufgeregt, die vor uns liegende Reise zusammen zu machen“, fügte Malala hinzu.

Malala war 2014 im Alter von 17 Jahren mit dem Friedensnobelpreis ausgezeichnet worden. Die Tochter eines Schulleiters hatte sich schon als Elfjährige in einem BBC-Blog für den Schulbesuch von Mädchen stark gemacht. Vier Jahre später schossen Taliban-Kämpfer ihr in den Kopf. Die 15-Jährige überlebte schwer verletzt und wurde zur Behandlung ins britische Birmingham ausgeflogen, wo sie seitdem mit ihrer Familie lebt.

0.22 Uhr: Nach Tod von zwei Deutschen in Paraguay Verdächtiger festgenommen

Nach dem mutmaßlichen Raubmord an einem deutschen Forscher und seiner Tochter in Paraguay hat die Polizei des südamerikanischen Landes einen Deutschen festgenommen. Mindestens zwei weitere deutsche Staatsbürger würden gesucht, erklärte die Nationalpolizei im Radiosender Monumental. Alle drei würden verdächtigt, an der Tat beteiligt gewesen und möglicherweise die Hintermänner zu sein. Als mögliches Motiv nannte Grance den Raub wertvoller, alter Instrumente, die der Getötete besessen habe.

Die Leichen des 62-Jährigen und des 14 Jahre alten Mädchens waren im Haus der Familie nahe Areguá, rund 30 Kilometer südöstlich der Hauptstadt Asunción, entdeckt worden. Der Vorfall ereignete sich nach Angaben des Auswärtigen Amtes am 22. Oktober. Beide Opfer seien durch Schüsse gestorben, vermutlich aus derselben Waffe, sagte der Rechtsmediziner Héctor Meza. Der Vater – ein Wissenschaftler aus Bayern – wurde demnach mit einem Genickschuss getötet – es gebe Anzeichen dafür, dass er vorher gefoltert worden sei. Seine Tochter sei in einer mit Wasser gefüllten Badewanne gefunden worden. 

0.03 Uhr: Maas droht Belarus in Flüchtlingsstreit mit weiteren Sanktionen

Bundesaußenminister Heiko Maas hat dem belarussischen Machthaber Alexander Lukaschenko im Flüchtlingsstreit mit einer Ausweitung und Verschärfung der EU-Sanktionen gedroht. Die Europäische Union sei „nicht erpressbar“, erklärte der SPD-Politiker in der Nacht. „All diejenigen, die sich an der gezielten Schleusung von Migrantinnen und Migranten beteiligen, werden wir sanktionieren“, hieß es in einer Erklärung des Außenministers.

mad
AFP
DPA



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