Die News von heute im stern-Ticker.

Die News von heute im stern-Ticker:  

18.15 Uhr: Georgiens Ex-Präsident wegen Hungerstreiks in Gefängnisklinik

Nach wochenlangem Hungerstreik ist Georgiens inhaftierter Ex-Präsident Michail Saakaschwili in ein Krankenhaus gebracht worden. Der 53-Jährige sei mit einem Helikopter aus der Haftanstalt in der Stadt Rustawi in die Klinik geflogen worden, berichteten georgische Medien unter Berufung auf den Strafvollzug. Saakaschwili, der die Schwarzmeer-Republik zwischen 2004 und 2013 führte und anschließend in der Ukraine lebte, war Anfang Oktober nach der Rückkehr in seine Heimat festgenommen worden. Wegen Amtsmissbrauchs wurde er zuvor per Haftbefehl gesucht. Kurz nach seiner Inhaftierung verkündete Saakaschwili, in einen Hungerstreik getreten zu sein.

18.11 Uhr: Erneut Feuer in Kaufhaus am Berliner Alexanderplatz – Evakuierung

Gut eine Woche nach einem Feuer in einem Kaufhaus am Berliner Alexanderplatz hat es dort erneut gebrannt. Wie die Feuerwehr mitteilte, wurde das Gebäude evakuiert. Im Keller des Kaufhof-Warenhauses habe nach ersten Erkenntnissen Kleidung gebrannt, sagte ein Feuerwehrsprecher. Menschen seien offensichtlich nicht verletzt. Bereits am 30. Oktober musste das Gebäude wegen eines Feuers evakuiert werden. Damals waren drei Menschen verletzt worden. Die Polizei nahm einen 26-Jährigen fest. Er soll im vierten Stock des Warenhauses Gegenstände angezündet haben.

17.41 Uhr: Südafrikas Justizministerium erwägt Bewährung für Oscar Pistorius

Südafrikas Justizministerium erwägt eine Bewährung des wegen Totschlags verurteilten früheren Spitzensportlers Oscar Pistorius. Das Ministerium habe die Familie der von Pistorius getöteten Reeva Steenkamp bezüglich eines Opfer-Täter-Dialogs kontaktiert, der für die Genehmigung einer Entlassung auf Bewährung notwendig sei, sagte ein Sprecher des Justizministeriums am Montag. Der 2013 verurteilte Pistorius (34) hat rund acht Jahre seiner 15-jährigen Haftstrafe verbüßt.

Die Sprecherin der Steenkamp Familie, Tania Koen, sagte dem Fernsehsender eNCA, die Eltern des Opfers „fühlten den Schmerz noch immer täglich“. Ursprünglich war eine Entlassung auf Bewährung für Pistorius erst im März 2023 vorgesehen. Die Steenkamps müssten sich nun emotional auf den neuen Termin vorbereiten, so Koen. Pistorius Vater, Henke Pistorius, sagte derweil, die Familie des ehemaligen Sportstars fühle für die Steenkamps. „Wir schicken ihnen unser Mitgefühl und unser Beileid“, sagte Henke Pistorius. Der unterhalb beider Knie amputierte Oscar Pistorius hatte am Valentinstag 2013 seine Freundin Reeva Steenkamp in seinem Haus mit vier Schüssen durch eine Toilettentür in der Hauptstadt Pretoria getötet.

17.17 Uhr: Ermittlungen gegen Lina E. wegen Überfalls auf Prokuristin eingestellt

Die Generalstaatsanwaltschaft Dresden hat die Ermittlungen gegen die mutmaßliche Linksextremistin Lina E. wegen des Überfalls auf die Prokuristin einer Leipziger Immobilienfirma eingestellt. Die Tatbeteiligung habe nicht mit der für die Erhebung einer Anklage notwendigen Sicherheit nachgewiesen werden können, teilte die Staatsanwaltschaft mit. Die Prokuristin war 2019 in ihrer Wohnung überfallen und verletzt worden.

Auch die Ermittlungen gegen einen weiteren Verdächtigen seien eingestellt worden, erklärte die Staatsanwaltschaft weiter. Lina E. und drei weitere Angeklagte stehen seit September in Dresden vor Gericht. Sie sollen Überfälle auf Rechtsextreme begangen haben. E. wird vorgeworfen, in der Gruppe eine herausgehobene Stellung eingenommen und bei den Angriffen teils das Kommando geführt zu haben.

16.44 Uhr: Anwalt des ICE-Angreifers hält Frage nach Schuldfähigkeit für zentral

Der Verteidiger des mutmaßlichen ICE-Messerangreifers hält eine genaue psychiatrische Diagnostik in dem Verfahren gegen seinen Mandanten für wichtig. „Es soll eben genau nicht der Eindruck entstehen – auch nicht im Sinne der Verteidigung -, dass leichtfertig von einer Schuldunfähigkeit ausgegangen wird“, sagte der Nürnberger Rechtsanwalt Maximilian Bär. Der 27-jährige Syrer soll am Samstag vier Männer in dem Zug mit einem Messer angegriffen haben. Ein Gutachter kam in einer vorläufigen Einschätzung zu dem Schluss, dass der Mann unter einer „paranoiden Schizophrenie“ leidet, er wahnhafte Vorstellungen hat und seine Schuldfähigkeit zur Tatzeit aufgehoben war.

Laut dem Verteidiger ist es wichtig, Sicherheit in der Frage nach Schuldfähigkeit oder Schuldunfähigkeit zu bekommen. Ein ausführliches Gutachten des Sachverständigen sei einer der Punkte, der in so einem Verfahren höchste Relevanz habe, sagte der Anwalt. Den bisherigen Umgang der Ermittlungsbehörden mit dem Fall lobte er als „vorbildlich“, die Pressekonferenz am Sonntag als „fair und angemessen“. Es seien innerhalb kurzer Zeit unglaublich viele Ermittlungsergebnisse erbracht worden.

16.41 Uhr: Suche nach vermisstem Hundebesitzer im Nord-Ostsee-Kanal erfolglos

Taucher haben die Suche nach einem im Nord-Ostsee-Kanal vermissten Hundebesitzer am Montagnachmittag erfolglos abgebrochen. Der 44-Jährige war am Samstag bei dem Versuch, seine beiden Hunde aus dem Kanal zu retten, untergegangen. Auch nach Eingrenzung des Suchfeldes mittels Hunden und Sonar konnten die eingesetzten Taucher den Mann nicht finden, wie eine Polizeisprecherin am Montagnachmittag sagte. Die Hunde des Mannes hatten ersten Erkenntnissen zufolge ein Reh gejagt und waren dabei nahe Schafstedt in Schleswig-Holstein in den Kanal gesprungen.

Bei dem Versuch, die Tiere aus dem Wasser zu retten, geriet der Besitzer selbst in Not. Zeugen hatten Polizeiangaben zufolge noch gesehen, wie er mitten im Kanal um Hilfe rief. Dann sei er verschwunden. Seine Überlebenschancen müssten angesichts der Temperaturen als „unwahrscheinlich“ eingestuft werden, hieß es bereits am Samstag. Die Hunde konnten wohlbehalten untergebracht werden.

Die intensive Suche nach dem Hundebesitzer mit Tauchern sei vorerst eingestellt, sagte eine Polizeisprecherin. In welchem Umfang weiter gesucht werde, sei noch zu klären.

16.28 Uhr: Mindestens 24 Kinder bei Schulbrand im Niger getötet

Bei einem Brand in einer Schule im westafrikanischen Niger sind mindestens 24 Kinder getötet worden. Drei Klassenzimmer der aus Holz und Stroh gebauten Schule in der südlichen Stadt Maradi hätten am Mittag Feuer gefangen, sagte Gouverneur Chaibou Aboubacar der Deutschen Presse-Agentur. Rund 80 Mädchen und Jungen hätten schwere Verbrennungen erlitten, so Aboubacar. Die Ursache des Brandes blieb zunächst unklar.

Der Niger ist mit seinen rund 25 Millionen Einwohnern nach Angaben der Vereinten Nationen eines der ärmsten Länder der Welt und hat eine der niedrigsten Alphabetisierungsraten Afrikas. Aufgrund eines geringen Bildungsbudgets gibt es nicht genug Schulen im Land; viele Schulgebäude sind behelfsweise aus Holz, Stroh oder Wellblech gebaut. In manchen ländlichen Gebieten findet der Unterricht im Schatten von Bäumen statt.

15.40 Uhr: Entschädigung für Hinterbliebene nach Motorboot-Unfall am Gardasee

Rund viereinhalb Monate nach dem tödlichen Motorboot-Unfall vom Gardasee haben sich Hinterbliebene der zwei Opfer mit den beiden mutmaßlichen deutschen Bootslenkern nach Anwaltsangaben auf eine Entschädigungszahlung geeinigt. Das sagte Raimondo Dal Dosso, der Anwalt eines der im Juni getöteten Italiener, der Deutschen Presse-Agentur am Montag. „Wir haben eine gute Übereinkunft erzielt“, berichtete der Jurist, ohne eine Summe zu nennen. Diese werde wohl erst zum Prozessauftakt am Mittwoch (9.00 Uhr) in Brescia bekannt werden. Zuletzt war in italienischen Medien von einer Forderung von neun Millionen Euro die Rede gewesen.

Die zwei Münchner hatten den Ermittlungen zufolge in der Nacht von 19. auf 20. Juni mit ihrem Motorboot auf dem Gardasee den kleinen Kahn des italienischen Paares gerammt. Der 37 Jahre alte Mann starb auf der Stelle, seine 25 Jahre alte Begleiterin wurde vom Boot geschleudert und ertrank. Auf Überwachungsvideos ist zu sehen, wie das Boot mit hoher Geschwindigkeit regelrecht über das Holzboot springt. Die Deutschen gaben an, den Unfall nicht bemerkt zu haben.

14.52 Uhr: Auch SPD für Rückkehr zu kostenlosen Bürgertests

Corona-Schnelltests sollen angesichts der sich zuspitzenden Infektionslage in Deutschland voraussichtlich wieder kostenlos werden. Es sei richtig, „dass wir die kostenlosen Bürgertests wieder einführen wollen“, sagte SPD-Chefin Saskia Esken in Berlin. Zudem müsse die 3G-Regel, nach der es Zugang etwa zu Veranstaltungen nur für Geimpfte, Genesene und Getestete gibt, noch besser kontrolliert werden. „Wir sind da in Deutschland sehr lax“, sagte Esken. 

Der Co-Parteichef Norbert Walter-Borjans sagte, im Zweifel müsse der Staat auch rigidere Maßnahmen ergreifen. Es sei nicht nur eine Entscheidung für sich selbst, wenn man sich nicht gegen Corona impfen lasse. Eine hohe Quote Ungeimpfter berge eine höhere Gefahr weiterer Mutationen und von Impfdurchbrüchen. Walter-Borjans wollte sich aber ausdrücklich nicht dem Vorsitzenden des Weltärztebundes, Frank Ulrich Montgomery, anschließen, der von einer „Tyrannei der Ungeimpften“ gesprochen hatte.

14.28 Uhr: Zugverkehr rollt nach Flutkatastrophe im Ahrtal wieder an

Knapp vier Monate nach der Flutkatastrophe rollen wieder Züge auf einem ersten Abschnitt der Ahrtalbahn. Von Remagen aus fuhr ein Zug zum Bahnhof Ahrweiler in Bad Neuenahr-Ahrweiler (Rheinland-Pfalz). Der Fahrplan sieht zwei Züge pro Stunde und Richtung auf der zunächst eingleisigen Strecke vor, wie die Deutsche Bahn mitteilte. Mit dem Fahrplanwechsel am 12. Dezember soll ein weiterer Abschnitt der Ahrtalbahn zwischen dem Bahnhof Ahrweiler und Waldporzheim in Betrieb genommen werden. Wann die komplette, rund 30 Kilometer lange Strecke flussaufwärts bis Ahrbrück wieder hergestellt ist, lässt sich wegen der immensen Zerstörungen derzeit noch nicht abschätzen.


Ahrweiler: Mutter zeigt Haus nach Flutkatastrophe

14.20 Uhr: Weltweit mehr als 250 Millionen bestätigte Corona-Infektionen

Die Zahl der weltweit nachgewiesenen Coronavirus-Infektionen ist laut der Johns-Hopkins-Universität (JHU) in Baltimore seit Beginn der Pandemie auf mehr als 250 Millionen gestiegen. Mehr als fünf Millionen Todesfälle im Zusammenhang mit einer Infektion wurden demnach bislang weltweit gemeldet. Experten gehen bei beiden Werten von höheren Dunkelziffern aus. Die JHU-Webseite wird regelmäßig mit eingehenden Daten aktualisiert und zeigt einen etwas höheren Stand als die offiziellen Zahlen der Weltgesundheitsorganisation.

Die meisten bestätigten Infektionen gibt es den JHU-Daten zufolge mit rund 46 Millionen in den USA, einem Land mit rund 330 Millionen Einwohnern. Auf Platz zwei steht mit rund 34 Millionen Infektionen Indien mit einer Bevölkerung von rund 1,3 Milliarden Menschen, gefolgt von Brasilien mit fast 22 Millionen gemeldeten Corona-Fällen. In Deutschland gibt es den US-Forschern zufolge knapp 4,8 Millionen bestätigte Sars-CoV-2-Infektionen.

14.01 Uhr: Krankenhaus-Ampel in Bayern springt auf Rot

Die Krankenhaus-Ampel des bayerischen Gesundheitsministeriums ist wegen der hohen Zahl von mehr als 600 Corona-Patienten auf den Intensivstationen auf Rot gesprungen. Damit gelten ab morgen schärfere Zutritts- und Testregeln. Unter anderem ist dann an vielen Arbeitsplätzen die 3G-Regel verpflichtend: Zutritt haben nur noch Mitarbeiter, die geimpft, genesen oder getestet sind.

Wie aus dem Divi-Intensivregister hervorgeht, liegen aktuell 609 Menschen mit Covid-19 auf Bayerns Intensivstationen, mehr als die Hälfte davon müssen beatmet werden. Landesweit sind demnach nur noch 446 Intensivbetten frei, davon 155 Covid-spezifische Betten mit Beatmungsmöglichkeit. Um einen Kollaps des Gesundheitssystems zu vermeiden, treten bei Belegung von mehr als 450 (Ampel: gelb) beziehungsweise 600 Covid-Betten (Ampel: rot) mit jeweils einem Tag Verzögerung schärfere Regeln in Kraft.

13.44 Uhr: 20-Jähriger stirbt bei Absturz von Ultraleichtflugzeug

In Baden-Württemberg ist ein 20-Jähriger beim Absturz eines Ultraleichtflugzeugs ums Leben gekommen. Wie die Polizei in Mannheim mitteilte, ist die Ursache des Absturzes in der Nähe von Sinsheim unklar. Der junge Pilot war demnach gestern Nachmittag mit seinem Fluggerät über Feldern abgestürzt. Beamte der Kriminalpolizei sowie Fachleute der Bundesstelle für Flugunfalluntersuchung nahmen Ermittlungen zur Ursache aus. Die Bergung des Wracks gestaltete sich schwierig, weil zunächst eine Sprengkapsel von Entschärfern der Polizei unschädlich gemacht werden musste. Diese gehörte zu einem Rettungsfallschirmsystem des Flugzeugs, hatte laut Polizei allerdings nicht ausgelöst.

13.33 Uhr: Elfjähriger findet Panzerfaustgranate auf Pferdekoppel bei Paderborn

Ein Elfjähriger hat in der Nähe von Paderborn in Nordrhein-Westfalen eine Panzerfaustgranate auf einer Pferdekoppel entdeckt. Der Junge suchte am Samstag mit einem Metalldetektor eine Wiese in Bad Wünnenberg ab, wie die Polizei in Paderborn heute mitteilte. Als das Gerät anschlug, grub er demnach mit einer Schaufel und entdeckte in rund 20 Zentimetern Tiefe die verrostete Granate einer Panzerfaust.

Seine Mutter alarmierte daraufhin die Polizei, die wiederum den Kampfmittelräumdienst einschaltete. Dieser stufte den Fund den Angaben zufolge als gefährlich ein. Das Ordnungsamt sicherte den Fundort ab, bis die vermutlich noch scharfe Granate abgeholt wurde.

13.26 Uhr: Deutscher und sein Sohn tot in Portugal gefunden

Ein Deutscher und sein dreijähriger Sohn sind Medienberichten zufolge tot im Süden Portugals entdeckt worden. Jäger hätten gestern auf einem abgelegenen Weg südlich von Lissabon in der Nähe von Grândola in einem ausgebrannten Auto zunächst die Leiche des Dreijährigen und dann in der Nähe den toten Vater mit einer Schusswunde im Kopf gefunden, berichtet die Zeitung „Correio da Manhã“.

Die britische Mutter des Kindes, die von dem Vater getrennt gewesen sei, habe bereits vor einigen Tagen eine Entführung ihres Kindes angezeigt, nachdem der Vater den Sohn nicht wie verabredet zurückgebracht habe, schrieb die Zeitung. Weitere Einzelheiten sind noch nicht bekannt.

13.24 Uhr: Mehrheit in Umfrage gegen Wiedereinführung kostenloser Coronatests

Trotz rasant steigender Corona-Infektionszahlen ist die Mehrheit der Menschen in Deutschland gegen eine Wiedereinführung kostenloser Tests. In eine Umfrage des Meinungsforschungsinstituts YouGov im Auftrag der Deutschen Presse-Agentur sprechen sich 54 Prozent für eine Beibehaltung der aktuellen Regelung aus, nach der Coronatests nur in Ausnahmefällen nichts kosten. Nur 38 Prozent sagen, die Tests sollten wieder für alle kostenfrei sein. 8 Prozent machen keine Angabe.

Bund und Länder hatten im August entschieden, die im Frühjahr eingeführten kostenlosen Tests für alle zum 11. Oktober auslaufen zu laufen. Gratis sind die Tests aber noch für Menschen, die sich nicht impfen lassen können, darunter Kinder unter 12 Jahren. Bis zum Jahresende werden übergangsweise auch für 12- bis 17-Jährige und Schwangere noch kostenlose Tests angeboten.

13.18 Uhr: Polizei Passau durchsuchte nach Messerangriff in ICE weitere Wohnungen

Bei den Ermittlungen nach der Messerattacke im ICE Passau-Hamburg sind neben der Wohnung des Beschuldigten auch zwei weitere Wohnungen in Passau durchsucht worden. Es handle sich dabei um die Wohnungen von Freunden des 27-Jährigen, sagte eine Sprecherin der Staatsanwaltschaft Nürnberg-Fürth.

Die Ermittler hatten zunächst allgemein von Durchsuchungen am Wohnsitz des Mannes in Passau gesprochen. Die Wohnung des mutmaßlichen Täters war bereits am Samstag durchsucht worden, auch die anderen beiden Wohnungen wurden laut Staatsanwaltschaft bis spätestens Sonntagmittag durchsucht. Die Ermittler haben nach wie vor keine Hinweise darauf, dass der 27-jährige Syrer Mitwisser, Mithelfer oder Mittäter hatte.

13.06 Uhr: EU verurteilt Wahl in Nicaragua als „Farce“

Die Europäische Union hat die Präsidentschaftswahl in Nicaragua als undemokratisch verurteilt. Der EU-Außenbeauftragte Josep Borrell erklärte in Brüssel, in dem Land habe sich nun endgültig ein „autokratisches Regime“ installiert. Die Wahl sei durch die „systematische Inhaftierung“ und „Einschüchterung“ von Oppositionsführern gekennzeichnet gewesen. Aber auch Journalisten, Menschenrechtler oder Studenten seien drangsaliert worden.

Führende Politiker im Europaparlament nannten die Wahl eine „Farce“. Das Europaparlament könne das Ergebnis deshalb nicht anerkennen, erklärten der Vorsitzende des Auswärtigen Ausschusses, David McAllister (CDU) und die Zentralamerika-Expertin Tilly Metz von den luxemburgischen Grünen. Bei der umstrittenen Wahl wurde der langjährige Staatschef Daniel Ortega nach vorläufigen Ergebnissen klar im Amt bestätigt.

13.00 Uhr: Thüringen mit bundesweit höchstem Covid-Anteil auf Intensivstationen

Nirgendwo in Deutschland ist ein so hoher Anteil der Intensivbetten mit Corona-Patienten belegt wie in Thüringen. Am Morgen waren 21,2 Prozent und damit mehr als jedes fünfte betreibbare Bett mit Covid-19-Patienten belegt, wie aus Daten der Medizinervereinigung Divi hervorgeht. Demnach stieg die Zahl der Corona-Patienten auf Thüringer Intensivstationen im Vergleich zum Vortag um 17 auf 133 – 22 spezielle Covid-Intensivbetten waren noch frei. Landesweit waren 87,2 Prozent der Intensivbetten belegt.

Mitte April waren noch rund 220 Corona-Patienten auf den Intensivstationen behandelt worden. Laut Gesundheitsministerium ging die Zahl der Intensivbetten im Freistaat zurück. 2020 seien zeitweise bis zu 1100 Intensivbetten in Thüringen verfügbar gewesen. Noch im vergangenen Mai sei diese Zahl kurzzeitig wieder gemeldet worden. Ende Oktober habe die Zahl nur noch um 700 gependelt.

12.50 Uhr: Niedersachsen: 34-Jähriger vor Mehrfamilienhaus in Loxstedt erschossen

Bei einem Streit vor einem Wohnhaus im niedersächsischen Loxstedt ist ein Mann erschossen worden. Wie die Polizei in Cuxhaven mitteilte, waren die Hintergründe des Geschehens vom Freitag zunächst unklar. Demnach war es vor einem Mehrfamilienhaus im Ortsteil Stotel zu einem Konflikt mit mehreren Beteiligten gekommen.

Während der Auseinandersetzung wurde ein 34-Jähriger aus Stotel durch einen Schuss tödlich verletzt. Den mutmaßlichen Schützen fassten Polizisten nach kurzer Flucht mit einem Motorroller in der Nähe des Tatorts, er sitzt inzwischen in Untersuchungshaft. Auch er stammt laut Polizei aus Stotel. Die Ermittlungen dauerten an.

12.40 Uhr: Polizei gibt nach Drohung gegen Brücken an der A14 Entwarnung

Die Polizei in Halle hat nach einem Bürgerhinweis auf eine Bedrohungslage an der Autobahn 14 Entwarnung gegeben. „Nach intensiven Ermittlungen der Kriminalpolizei konnte sehr zeitnah von einer fehlenden Ernsthaftigkeit ausgegangen werden“, teilte die Polizeiinspektion Halle am Mittag mit.

Am Morgen kurz nach 9 Uhr hatte sich ein anonymer Zeuge demnach per E-Mail gemeldet. Den unspezifischen Hinweisen auf eine Drohung gegen Brücken an der Autobahn 14 ging die Polizei nach. Die Bauwerke wurden sehr eingehend geprüft, teilte die Polizei weiter mit. „Eine Gefahr für die öffentliche Sicherheit ergab sich dabei nicht.“

Es waren den Angaben nach zahlreiche Kräfte der Landespolizei Sachsen-Anhalt, unter anderem auch ein Polizeihubschrauber, im Einsatz. Zuerst hatten die „Bild“-Zeitung und Radio Brocken über den Polizeieinsatz berichtet.

12.21 Uhr: Spahn berät mit Ampel über Wiedereinführung kostenloser Tests

Der geschäftsführende Bundesgesundheitsminister Jens Spahn (CDU) berät mit den Parteien der voraussichtlichen Ampel-Koalition über die Wiedereinführung der kostenlosen Corona-Bürgertests. Das sagte ein Ministeriumssprecher in Berlin. Die Entscheidung von Bund und Ländern im August für ein Ende der Gratistests ab Oktober sei damals richtig gewesen. Seitdem sei bei den Erstimpfungen ein Anstieg zu erkennen, sagte der Sprecher. „Der Minister sieht es auch so, dass es genauso richtig ist, sie in dieser vierten Welle vorübergehend wieder einzuführen und er ist zu einem möglichen Neustart der kostenlosen Bürgertests im konstruktiven Austausch mit den Ampel-Koalitionären.“

Über das Thema wird vor dem Hintergrund der stark steigenden Infektionszahlen diskutiert. Kostenlose Schnelltests gibt es seit dem 11. Oktober nur noch in Ausnahmefällen, etwa für Menschen, die sich nicht impfen lassen können, darunter Kinder unter 12 Jahren, sowie übergangsweise für 12- bis 17-Jährige und Schwangere.

11.52 Uhr: Deutsche wollen im Schnitt 273 Euro für Weihnachtsgeschenke ausgeben

Die Deutschen wollen in diesem Jahr im Schnitt für 273 Euro Weihnachtsgeschenke kaufen. Das ist etwas mehr als im vergangenen Jahr, wie eine Umfrage des Handelsverbands Deutschland (HDE) ergab. Der Verband erwartet auf Basis der Umfragen und der allgemeinen wirtschaftlichen Lage, dass der Einzelhandel im November und Dezember zwei Prozent mehr Umsatz machen wird als im Vorjahreszeitraum – insgesamt knapp 112 Milliarden Euro.

Das Weihnachtsgeschäft ist für viele Branchen von großer Bedeutung. Traditionell machten klassische Geschenke-Branchen wie der Spielwarenhandel mehr als ein Fünftel ihres Jahresumsatzes in November und Dezember, so der HDE. Beliebtestes Geschenk sind wie schon in den Vorjahren Gutscheine.

11.43 Uhr: Große Migranten-Gruppe unterwegs von Belarus nach Polen

Eine größere Gruppe von Migranten bewegt sich nach Angaben der Behörden in Belarus zu Fuß auf die Grenze zum EU-Nachbarland Polen zu. Auf Fotos ist zu sehen, wie Hunderte Menschen ihr Hab und Gut tragen. Der Grenzschutz der autoritär geführten Ex-Sowjetrepublik erklärte nach einem Bericht der staatlichen Nachrichtenagentur Belta, man habe „alle notwendigen Maßnahmen“ ergriffen, um die Sicherheit zu gewährleisten.

Aus Sicht der polnischen Regierung könnte die Gruppe versuchen, in der Nähe des Ortes Kuznica Bialostocka die Grenze zu durchbrechen. „Nach neuesten Informationen steht diese riesige Gruppe von Migranten unter der Kontrolle von bewaffneten belarussischen Einheiten, die entscheiden, wohin sie gehen darf und wohin nicht“, schrieb Geheimdienstkoordinator Stanislaw Zaryn auf Twitter. Er sprach von einer weiteren feindlichen Aktion des Nachbarlandes gegen Polen. Die polnische Regierung berief deshalb einen Krisenstab ein.

11.36 Uhr: Klimaforscher melden drittwärmsten Oktober

Der vergangene Monat war weltweit gesehen der drittwärmste Oktober seit Beginn der Aufzeichnungen 1979. Das teilte der europäische Klimawandeldienst Copernicus mit. Nur die Oktober 2015 und 2019 waren wärmer – und das nur „geringfügig“, wie es hieß. Weltweit waren die Temperaturen 0,42 Grad wärmer als der Referenzdurchschnitt von 1991 bis 2020.

Vor allem im nördlichen Kanada, im Norden Russlands und in der westlichen Antarktis war es überdurchschnittlich warm. In Süd- und Südosteuropa war es hingegen etwas kälter als sonst.

11.20 Uhr: Verhaltensnoten in der Schule bringen nichts

Die heiß diskutierte Bewertung des Verhaltens von Schülern durch sogenannte Kopfnoten ist nach einer Analyse des Ifo-Instituts bedeutungslos für Bildungserfolg und Berufseinstieg. Die Forscher fanden bei einer Datenanalyse keine größeren Unterschiede zwischen Schülern mit und ohne die Bewertung, wie das Wirtschaftsforschungsinstitut aus München mitteilte. Die kontrovers geführten Debatten um diese Noten seien „viel Lärm um nichts“, sagte Ifo-Forscher Florian Schoner.

„Weder bei Schulleistungen, Charaktereigenschaften oder der Erwerbstätigkeit können wir bedeutsame Unterschiede für Schulkinder mit und ohne Verhaltensnoten nachweisen“, betonte Schoner. Ob Schüler und Schülerinnen mit guten Kopfnoten erfolgreicher waren als solche mit schlechten, untersuchten die Experten nicht. Sie hatten für ihre Analyse Daten aus Bundesländern genutzt, in denen sich die Kopfnoten-Praxis änderte – also wo diese Zensuren eingeführt oder abgeschafft wurden. Diese Unterschiede werteten sie aus.

11.15 Uhr: Deutsch-Türke in Türkei zu mehr als 23 Jahren Haft verurteilt

Ein 77-jähriger Deutsch-Türke ist in Ankara unter anderem wegen Spionagevorwürfen zu mehr als 23 Jahren Haft verurteilt worden. Enver Altayli erhielt wegen militärischer und politischer Spionage eine Strafe von 13 Jahren und vier Monaten, wie seine Tochter und Anwältin Dilara Yilmaz der Deutschen Presse-Agentur sagte. Das Gericht verurteilte Altayli zudem zu zehn Jahren Gefängnis wegen Mitgliedschaft in einer Terrororganisation. Damit ist die Gülen-Bewegung gemeint, die die türkische Führung für den Putschversuch im Jahr 2016 verantwortlich macht. Yilmaz bezeichnete das Urteil als politisch motiviert und kündigte Berufung an.

Altayli, der eigenen Angaben zufolge vor Jahrzehnten für den türkischen Geheimdienst MIT gearbeitet hat, war 2017 im südtürkischen Antalya festgenommen worden. Er sitzt seitdem im Hochsicherheitsgefängnis Sincan in Ankara in Einzelhaft.

10.51 Uhr: SPD-Vorstand nominiert einstimmig Esken und Klingbeil für Parteivorsitz

Der SPD-Vorstand hat Saskia Esken und Lars Klingbeil als künftige Parteivorsitzende nominiert. Die Entscheidung des Gremiums erfolgte am Vormittag nach Angaben aus Parteikreisen einstimmig. Der Vorstand folgte damit einem zuvor ebenfalls einstimmig beschlossenen Vorschlag des Parteipräsidiums. Die Wahl der neuen SPD-Spitze erfolgt auf einem Parteitag im Dezember.

10.44 Uhr: Mann in Höhle verunglückt – Umfangreiche Rettungsaktion in Wales

Mit einer groß angelegten Rettungsaktion versuchen Helfer, einen verunglückten Mann aus einer Höhle in Wales zu retten. Wie der Sender BBC berichtete, soll sich der Unfall bereits am Samstag ereignet haben. Der Mann habe sich bei einem Sturz Verletzungen zugezogen und könne die Höhle nicht mehr aus eigener Kraft verlassen, hieß es im Bericht. Rettungsteams aus ganz Großbritannien seien angereist, um zu helfen. Das Höhlensystem Ogof Ffynnon Ddu nahe der Ortschaft Penwyllt, in dem der Mann verunglückte, ist eines der längsten im ganzen Land.

10.14 Uhr: Nicaraguas Präsident Ortega in strittiger Wahl klar wiedergewählt

Nicaraguas Staatschef Daniel Ortega ist bei der umstrittenen Präsidentschaftswahl laut amtlichen Angaben mit deutlicher Mehrheit in seinem Amt bestätigt worden. Nach dem in der Nacht (Ortszeit) veröffentlichten Ergebnis der Auszählung von fast 50 Prozent der Stimmen lag Ortega bei 75 Prozent. Der seit 14 Jahren in Folge regierende Ex-Guerillakommandant hatte in den Monaten vor der Wahl mehrere führende Oppositionspolitiker einsperren lassen, womit ihnen eine Kandidatur bei der Präsidentschaftswahl verwehrt blieb.

9.48 Uhr: Söder fordert 3G-Pflicht für den Arbeitsplatz

Bayerns Ministerpräsident Markus Söder hat eine 3G-Regelung für den Arbeitsplatz gefordert. Zudem müssten die Datenschutzbestimmungen so geändert werden, dass Beschäftige um Auskunft über ihren Impfstatus gebeten werden können, sagte der CSU-Chef im Deutschlandfunk. Am Arbeitsplatz sollten dann nur diejenigen Beschäftigten erscheinen dürfen, die geimpft, getestet oder genesen seien.

In bestimmten Bereichen wie etwa in Alten- oder Pflegeheimen müsse über eine Impfpflicht nachgedacht werden, sagte der Ministerpräsident. Er warnte abermals vor einer allgemeinen Impfpflicht: Diese würde zu einer Spaltung der Gesellschaft führen. Söder forderte außerdem eine Wiedereröffnung der Impfzentren und die Wiedereinführung kostenloser Tests – deren Abschaffung sei ein „Fehler“ gewesen.

9.46 Uhr: Klingbeil und Esken wollen SPD als Parteichefs führen

Der bisherige Generalsekretär Lars Klingbeil und Parteichefin Saskia Esken wollen die SPD künftig gemeinsam als Vorsitzende führen. Das erklärten beide nach Informationen der Deutschen Presse-Agentur in einer SPD-Präsidiumssitzung. Das Präsidium nahm den Vorschlag an.

9.19 Uhr: Altmaier nennt Aufhebung der epidemischen Lage „schweren Fehler“

Der geschäftsführende Wirtschaftsminister Peter Altmaier (CDU) hat die von SPD, Grünen und FDP geplante Aufhebung der epidemischen Lage von nationaler Tragweite als schweren Fehler bezeichnet. Altmaier schrieb auf Twitter, die Ampel-Koalition habe eine faire Chance verdient, insbesondere für mehr Klimaschutz und Wachstum. „Die Aufhebung der pandemischen Lage wäre derzeit aber ein schwerer Fehler & das völlig falsche Signal. Es wäre ein Zeichen von Größe, das zu ändern.“

Die epidemische Lage endet am 25. November. Zuvor wollen die Fraktionen von SPD, Grünen und FDP neue Leitplanken zur Eindämmung der Corona-Pandemie beschließen. Über den Entwurf soll der Bundestag nach jetziger Planung am kommenden Donnerstag beraten.

9.16 Uhr: Chinas Militär baut Modelle von US-Kriegsschiffen für Zielübungen

Das chinesische Militär hat nach US-Angaben Attrappen eines Flugzeugträgers und zwei anderer Kriegsschiffe der USA für mögliche Zielübungen in der Wüste gebaut. Wie aus einem Bericht des US Naval Institutes hervorgeht, zeigen Satellitenaufnahmen die Nachbildungen in der Ruoqiang-Gegend der Taklamakan-Wüste in der nordwestchinesischen Region Xinjiang. Das Flugzeugträger-Modell sei praktisch flach in Originalgröße und dürfte auf dem Radar ähnlich wie ein Zielbild erscheinen. Es sei nicht das erste Mal, dass solche Ziele in der Wüste gebaut worden seien, doch seien diese Nachbildungen genauer und weiter entwickelt. Auf eine Frage nach dem Bericht sagte der Sprecher des Pekinger Außenministeriums: „Ich weiß nichts von dieser Sache.“

Der Bericht fällt in eine Zeit wachsender Spannungen zwischen beiden Ländern um Taiwan und Chinas umstrittene Territorialansprüche im Südchinesischen Meer.

9.08 Uhr: Erster Flug in die USA mit geimpften EU-Bürgern gestartet

Nach knapp 20 Monaten Corona-Einreisestopp ist am Morgen in Frankfurt ein erstes Flugzeug in die USA mit geimpften EU-Bürgern an Bord gestartet. Nach Angaben der Singapore Airlines war die Boeing 777 mit 264 Sitzplätzen nahezu komplett ausgelastet. Die Maschine soll laut Flugplan um 11.15 Uhr Ortszeit am New Yorker Flughafen John F. Kennedy landen.

8.43 Uhr: Göring-Eckardt will zehn bis 15 Prozent mehr beim Impfen

Die Grünen-Fraktionsvorsitzende Katrin Göring-Eckardt spricht sich für einen weiteren Ausbau der Impfkampagne aus. „Das alles Entscheidende wird sein, dass wir die zehn bis 15 Prozent zusätzlich beim Impfen hinbekommen“, sagte Göring-Eckardt im ARD-„Morgenmagazin“. Es stelle sich etwa die Frage, wie Menschen automatisch eine Einladung zum Impfen bekämen – über Apotheken, Praxen oder mobile Impfteams.

8.33 Uhr: Polizei durchsucht nach verdächtiger Nachricht Schule im Allgäu

Nach einer verdächtigen Nachricht durchsucht die Polizei in Marktoberdorf im Allgäu das örtliche Gymnasium. Eine Person habe am Morgen die Mitteilung erhalten und habe die Beamten alarmiert, sagte ein Polizeisprecher. Mit zahlreichen Einsatzkräften ist die Polizei in und an der Schule in Bayern im Einsatz. Schülerinnen und Schüler würden vor dem Gymnasium und am Bahnhof gesammelt, sagte der Sprecher. Er betonte, es bestünde an und in der Schule keine Gefahr.

8.26 Uhr: Australien will noch jahrzehntelang Kohle fördern

Australien will noch jahrzehntelang an seiner Kohleförderung festhalten. „Wir haben ganz klar gesagt, dass wir keine Kohleminen und keine Kohlekraftwerke schließen werden“, sagte Ressourcenminister Keith Pitt dem TV-Sender ABC. Es werde noch lange einen Markt für Kohle geben und so lange werde Australien den Rohstoff auch verkaufen. Er gehe davon aus, dass die Nachfrage für Kohle bis 2030 weiter ansteigen werde, sagte Pitt weiter. „Und wenn wir nicht den Markt gewinnen, dann macht es jemand anders.“

Bei der Weltklimakonferenz COP26 in Glasgow hatten vergangene Woche 40 Länder angekündigt, künftig auf die Nutzung von Kohle verzichten zu wollen. Australien und weitere wichtige Kohle-Länder wie China und die USA unterzeichneten jedoch nicht.

8.13 Uhr: Angreifer verletzt Polizisten im südfranzösischen Cannes mit Messer

Ein Angreifer hat einen Polizisten im südfranzösischen Cannes mit einer Stichwaffe attackiert. Wie die Nachrichtenagentur AFP aus Polizeikreisen erfuhr, wird von einem „terroristischen“ Angriff ausgegangen. Den Angaben zufolge näherte sich der Täter gegen 6.30 Uhr einem Einsatzfahrzeug vor einer Polizeiwache, öffnete die Tür und stach dem darin sitzenden Polizisten „in die Brust“. Die kugelsichere Weste des Beamten habe ihn jedoch „geschützt“.

Der mutmaßliche Angreifer ging dann um das Fahrzeug herum und griff den Fahrer an, hieß es weiter. Ein dritter Beamter verletzte ihn lebensgefährlich. Eine Sprecherin der Polizei sagte, auf den Angreifer sei geschossen worden. „Der Angreifer wurde neutralisiert“, schrieb Frankreichs Innenminister Gérald Darmanin auf Twitter. Der Minister sprach der Polizei seine Unterstützung aus, er werde sich unverzüglich auf den Weg nach Cannes machen.

8.04 Uhr: Fürstin Charlène zurück in Monaco

Monatelang hing Fürstin Charlène von Monaco wegen Gesundheitsproblemen nach einer komplizierten Operation in Südafrika fest – nun ist sie zurück bei ihrer Familie. „Sie ist heute Morgen in Monaco eingetroffen, sie ist Gott sei Dank wieder zu Hause“, erklärte ihr Vater Mike Wittstock der Deutschen Presse-Agentur in Johannesburg. Sie sei von einem Privatjet in der Hafenstadt Durban abgeholt worden.

7.51 Uhr: Suchtrupp findet drei Leichen im Himalaya-Gebiet

Rund zwei Wochen nach dem Verschwinden von drei französischen Bergsteigern im nepalesischen Himalaya-Gebiet hat ein Suchtrupp drei Leichen gefunden. Polizeiinspektor Rishi Raj Dhakal bestätigte der Nachrichtenagentur AFP, dass ein Hubschrauber mit einem Team von professionellen Bergführern losgeschickt worden sei, um die Toten zu bergen. Ihre Identität sei noch nicht festgestellt worden.

Seit Ende Oktober werden drei junge Bergsteiger aus Frankreich vermisst. Die Männer waren Teil einer achtköpfigen Expedition, die sich in zwei Gruppen aufgeteilt hatte. Die drei Bergsteiger wollten den Mingbo Eiger, einen 6000 Meter hohen Gipfel in der Nähe des Mount Everest, besteigen. Sie meldeten sich zuletzt am 26. Oktober über ein Satellitentelefon von ihrem Lager aus. Die Männer hatten ihren Versuch, den Gipfel zu erreichen, offenbar abgebrochen und waren umgekehrt, als eine Lawine niederging.

7.21 Uhr: Kosmonautin Wang Yaping absolviert als erste Chinesin Weltraumspaziergang

Die Astronautin Wang Yaping hat als erste Chinesin einen Weltraumspaziergang absolviert. Wie die chinesische Weltraumbehörde mitteilte, verließen Wang und ihr Kollege Zhai Zhigang die Raumstation Tiangong für sechsstündige Installationsarbeiten. Sie winkten einer Kamera zu, während sie eine Aufhängevorrichtung an der Station montierten. „Dies ist der erste Außenbordeinsatz der Shenzhou-13-Besatzung und auch der erste in der chinesischen Raumfahrtgeschichte, an dem eine weibliche Astronautin teilnimmt“, erklärte die Raumfahrtbehörde. Die Mission sei „reibungslos und erfolgreich“ verlaufen.

Die Raumfähre „Shenzhou 13“ mit Wang, Zhai und dem Militärpiloten Ye Guangfu hatte die Raumstation Mitte Oktober erreicht. Die Kosmonauten sollen ein halbes Jahr im Kernmodul der noch im Bau befindlichen Station Tiangong verbringen.

6.01 Uhr: Geimpfte Ausländer dürfen wieder in die USA einreisen

Ausländer dürfen nach einer vollständigen Impfung gegen das Coronavirus mit international anerkannten Präparaten ab sofort wieder in die USA einreisen. Die entsprechende Regelung trat nach einer Proklamation von US-Präsident Joe Biden um 0.01 Uhr Ortszeit (6.01 Uhr MEZ) in Kraft.

5.57 Uhr: Rapper Scott und Drake nach tödlicher Massenpanik verklagt

Nach einer Massenpanik mit acht Toten bei einem Musikfestival im US-Bundesstaat Texas sind die Rapper Travis Scott und Drake wegen „Anstiftung zum Chaos“ verklagt worden. Die Anwaltskanzlei Thomas J. Henry Law bestätigte, dass sie die Klage eingereicht habe. Kläger ist der 23-jährige Kristian Paredes, der bei der Massenpanik schwer verletzt wurde. Das Unglück ereignete sich am Freitagabend beim Astroworld-Festival im Zentrum von Houston. Acht Menschen starben, 25 weitere Festivalbesucher erlitten Verletzungen und mussten ins Krankenhaus eingeliefert werden, einige von ihnen mit einem Herzstillstand.

5.17 Uhr: Arme Länder laut Studie durch Klimawandel von massivem Wirtschaftseinbruch bedroht

Den am meisten von den Folgen der Erderwärmung betroffenen Staaten droht laut einer Studie in den nächsten Jahrzehnten ein drastischer klimabedingter Einbruch ihrer Wirtschaftskraft. Den 65 untersuchten armen Ländern und kleinen Inselstaaten drohe beim derzeit zu erwartenden Klimawandel bis 2050 im Schnitt ein Rückgang ihres Bruttoinlandsprodukts (BIP) um 19,6 Prozent, heißt es in der heute veröffentlichten Studie, die von der Klima-Analytikerin Marina Andrijevic von der Humboldt-Universität in Berlin koordiniert wurde.

Bis zum Jahr 2100 sei mit einem Rückgang von 63,9 Prozent zu rechnen, heißt es in der Studie im Auftrag der Nichtregierungsorganisation Christian Aid weiter. Diesen Zahlen liegt die Annahme zugrunde, dass die Erderwärmung im Jahr 2100 die Marke von 2,9 Grad über dem Niveau vorindustrieller Zeit erreicht hat. Sollte die Welt mit ihren Klimaschutzmaßnahmen auf den Pfad kommen, die Erderwärmung auf 1,5 Grad zu begrenzen, läge der BIP-Verlust durch den Klimawandel im Durchschnitt bei diesen Ländern noch immer bei 13,1 Prozent bis 2050 und bei 33,1 Prozent bis zum Ende des Jahrhunderts.

Besonders stark leidet den Studienautoren zufolge Afrika unter den wirtschaftlichen Folgen des Klimawandels: Dort befinden sich acht der zehn am stärksten betroffenen Länder. Die Studie wurde anlässlich des Themenschwerpunkts klimabedingte Schäden und Verluste bei der UN-Klimakonferenz in Glasgow veröffentlicht.

4.08 Uhr: Österreich verschärft ab heute Corona-Schutzmaßnahmen

Angesichts eines starken Anstiegs der Infektionsfälle gelten ab heute in Österreich deutlich verschärfte Corona-Maßnahmen. Für viele Bereiche des öffentlichen Lebens gibt es die sogenannte 2G-Regelung, der Besuch von Restaurants, Friseuren oder Veranstaltungen ab 25 Gästen ist also nur noch für Geimpfte und Genesene erlaubt. Bei der Arbeit sollen weiterhin auch Tests möglich sein.

Allerdings sollen für eine vierwöchige Übergangsfrist eine erste Impfdosis in Verbindung mit einem negativen PCR-Test ebenfalls anerkannt werden. Der „Grüne Pass“ soll demnach nur noch neun Monate ab der zweiten Impfung gültig sein, um die Menschen zu einer Auffrischungsimpfung zu bewegen. In Österreich sind bisher etwa 65 Prozent der Bevölkerung geimpft.

3.31 Uhr: Corona-Inzidenz steigt laut RKI auf höchsten Wert seit Pandemie-Beginn

Die bundesweite Sieben-Tage-Inzidenz bei den Corona-Neuinfektionen ist auf mehr als 200 angestiegen. Wie das Robert-Koch-Institut (RKI) unter Berufung auf Daten der Gesundheitsämter mitteilte, erhöhte sich der Wert auf 201,1. Am Vortag hatte er bei 191,5 gelegen, vor einer Woche bei 154,8. Der Wert gibt die Zahl der Neuinfektionen pro 100.000 Einwohner innerhalb von sieben Tagen an.

3.08 Uhr: Zahl der von Hunger bedrohten Menschen laut Uno deutlich erhöht

Die Zahl der weltweit vom Hunger bedrohten Menschen hat sich nach Angaben der UNO in diesem Jahr deutlich erhöht. Wurden zu Beginn des Jahres 42 Millionen dieser Menschen gezählt, so sind es nunmehr 45 Millionen, wie das UN-Welternährungsprogramm in Rom mitteilte. Die zusätzlichen vom Hunger Bedrohten wurden demnach vor allem in Afghanistan registriert. „Zig Millionen Menschen blicken in den Abgrund. Konflikte, Klimawandel und Covid-19 lassen die Zahl der Hungerleidenden in die Höhe schnellen“, erklärte WFP-Exekutivdirektor David Beasley.

In Krisenstaaten wie Syrien, dem Jemen und Afghanistan stiegen die Preise für Treibstoff, für Lebensmittel und für Dünger, was die Lage immer weiter verschärfe, hieß es. Allein in Syrien seien 12,4 Millionen Menschen in der Situation, nicht zu wissen, woher sie ihre nächste Mahlzeit bekommen sollen.

2.24 Uhr: Auch FDP fordert Wiedereinführung kostenloser Coronatests

Auch die FDP fordert die Wiedereinführung der kostenlosen Coronatests. „Die Abschaffung der kostenlosen Bürgertests war ein Fehler“, sagte der Parlamentarische Geschäftsführer der FDP-Bundestagsfraktion, Marco Buschmann, dem Redaktionsnetzwerk Deutschland. „Ihre Wiedereinführung wäre ein Beitrag, um Infektionsketten schneller zu unterbrechen.“

Vor gut einem Monat waren die kostenlosen Tests abgeschafft worden, um Impfunwillige zu einer Impfung zu motivieren. Da dies keinen Effekt hatte, mehren sich die Forderungen nach einer Wiedereinführung der Gratistests. Zuletzt hatten sich unter anderen die Bundesärztekammer, Grünen-Chef Robert Habeck, der Deutsche Städtetag und der Handelsverband dafür ausgesprochen.

   

1.59 Uhr: Letztes Bühnenkleid von Amy Winehouse teuer versteigert

Ein Minikleid, dass die 2011 gestorbene Sängerin Amy Winehouse bei ihrem letzten offiziellen Konzert trug, ist in Kalifornien teuer versteigert worden. Das grün-schwarze Trägerkleid, von ihrer Designerin und Stylistin Naomi Parry entworfen, erzielte bei der Auktion in Beverly Hills mehr als 243.000 Dollar (rund 210.000 Euro). „Julien’s Auction“ hatte den Schätzpreis vorab mit 15.000 bis 20.000 Dollar beziffert. Über den Käufer ist nichts bekannt. Winehouse trug das Kleid im Juni 2011 bei einem Konzert in Belgrad, bei dem sie bereits von ihrer Alkoholsucht gezeichnet war. Die 27-Jährige Britin torkelte über die Bühne und wurde ausgebuht. Kurz darauf sagte sie ihre geplante Tournee durch Europa ab. Am 23. Juli wurde sie tot in ihrer Londoner Wohnung gefunden.

Das Kleid war eines von mehr als 800 Andenken, die bei der zweitägigen Auktion unter den Hammer kamen. Viele Stücke wurden weit über ihrem Schätzpreis versteigert. Amys Eltern Mitch und Janis hatten die Auktion mit zusammengestellt. Ein Teil des Erlöses ist für einen guten Zweck bestimmt – das Geld geht an die Amy-Winehouse-Stiftung, die Jugendliche vor Alkohol- und Drogenmissbrauch schützen will. 

1.34 Uhr: Erneut Bus in Nordirland entführt und angezündet

Ein Linienbus, unterwegs im Vorort Newtownabbey der nordirischen Hauptstadt Belfast, ist gestern Abend von vier Männern überfallen und anschließend in Brand gesteckt worden. Wie der Sender BBC berichtet, hätten die Entführer die Fahrgäste zum Aussteigen gezwungen. Nachdem alle ausgestiegen waren, sei der rote Doppeldeckerbus auf offener Straße angezündet worden. Die Feuerwehr konnte das Fahrzeug nicht mehr retten.

Das ist der zweite Bus innerhalb einer Woche, der in Nordirland überfallen und abgebrannt wurde. Am vergangenen Montag hatten zwei bewaffnete und maskierte Männer einen Bus westlich von Belfast derselben Behandlung unterzogen. Die Motive der Brandstifter sind unklar.

1.03 Uhr: Deutscher Städtetag gegen generelles Böllerverbot an Silvester

Der Deutsche Städtetag hat sich gegen ein generelles Verbot von Silvesterfeuerwerk ausgesprochen. „Ein solches Verbot ist nicht nötig“, sagte der Städtetag-Hauptgeschäftsführer Helmut Dedy der „Neuen Osnabrücker Zeitung“. Dedy verwies auf die Tradition und sagte: „Silvesterfeuerwerk gehört für viele Menschen zum Jahreswechsel dazu.“ Damit stellte er sich gegen die Polizeigewerkschaften DPolG und GdP, die zuvor ein generelles Böllerverbot an diesem Silvesterfest gefordert und dies sowohl mit der Corona-Lage als auch Sicherheitsfragen begründet hatten.

„Noch ist es zu früh, um die Corona-Lage einzuschätzen, die uns zu Weihnachten und Silvester bevorsteht“, sagte Dedy. Allerdings spreche vieles dafür, das Zünden von Knallern und Raketen nach Bedarf vor Ort einzuschränken. Wo Feuerwerk verboten werden sollte, könnten aber die Städte am besten vor Ort entscheiden.

0.01 Uhr: Lehrerverband spricht von „erschreckenden Inzidenzen“ bei Kindern und Jugendlichen

Angesichts stetig steigender Corona-Fallzahlen bei Kindern und Jugendlichen fürchtet der Deutsche Lehrerverband, die Kontrolle über das Pandemiegeschehen an den Schulen zu verlieren. „Es gibt erschreckende Inzidenzen in der Gruppe der Kinder und Jugendlichen. Die Vielzahl der Corona-Ausbrüche an den Schulen muss uns große Sorgen bereiten“, sagte Verbandspräsident Heinz-Peter Meidinger dem Redaktionsnetzwerk Deutschland. „Die Gefahr ist immens, dass wir die Kontrolle über das Pandemiegeschehen an Schulen verlieren.“

Der Lehrervertreter plädierte zugleich dafür, weiter an der Maskenpflicht festzuhalten. „Ich halte es für höchst bedenklich, wenn Bundesländer sich entgegen der Empfehlung des Robert-Koch-Instituts von der Maskenpflicht an Schulen verabschieden, obwohl die Infektionen bei Schulkindern durch die Decke gehen.“

mad / tkr
AFP
DPA



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