News vom Wochenende: US-Militärhelikopter abgestürzt: Fünf Crew-Mitglieder für tot erklärt


Die News vom Wochenende im stern-Ticker.

Die News vom Wochenende im stern-Ticker:

21.28 Uhr: US-First Lady nimmt Lehrerjob wieder auf

US-First Lady Jill Lady nimmt ihren Job als Lehrerin wieder auf: Die Ehefrau von Präsident Joe Biden wird ab der kommenden Woche wieder unterrichten, wie ein Sprecher der First Lady am Samstag bestätigte. Laut der „Washington Post“ wird sie an zwei Tagen pro Woche am Northern Virginia Community College nahe Washington in Präsenz Unterricht erteilen. Dort hatte sie bereits gearbeitet, als ihr Mann zwischen 2009 und 2017 unter Barack Obama Vizepräsident war. Jill Biden ist die erste First Lady der USA, die neben ihren Verpflichtungen als Ehefrau des Präsidenten einer beruflichen Tätigkeit nachgeht. Dem Zeitungsbericht zufolge wird sie an dem Community College – einer Art Zwischenstufe zwischen High School und Universität – Kurse im Schreiben von Aufsätzen geben.

20.45 Uhr: US-Militärhelikopter abgestürzt: Fünf Crew-Mitglieder für tot erklärt

Vier Tage nach dem Absturz eines amerikanischen Militärhubschraubers vor der Küste Kaliforniens hat die US-Marine die Rettungsaktion für die Besatzung eingestellt. Die fünf vermissten Crew-Mitglieder seien für tot erklärt worden, teilte die US Navy am Samstag mit. Einsatzkräfte hätten mehr als 72 Stunden lang intensiv nach den Vermissten gesucht. Der Helikopter war nach Angaben des US-Militärs am Dienstag bei einem Routineflug nahe der Küstenstadt San Diego im Süden des Bundesstaates Kalifornien ins Meer gestürzt. Die Absturzursache werde untersucht.

20.18 Uhr: Tausende Schweizer demonstrieren für Ehe für alle

Tausende Schweizer haben in Zürich für die das Recht auf Heirat für Homosexuelle demonstriert. Bei einem Pride-Marsch forderten die nach Angaben der Organisatoren 20.000 Teilnehmer ein Ja bei der Volksabstimmung über die „Ehe für alle“ am 26. September. Zu dem Protestmarsch aufgerufen hatten mehr als 70 Organisationen.  Laut einer aktuellen Umfrage sind rund 69 Prozent der Schweizer für die Ehe für alle. Das Parlament hatte bereits im Dezember für deren Einführung gestimmt. Die konservative Eidgenössisch-Demokratische Union (EDU) berief jedoch eine Volksabstimmung ein. Regierung und Parlament haben zu einem Ja bei dem Referendum aufgerufen.

20.04 Uhr: Erneut Massenproteste in Frankreich gegen Corona-Politik von Macron

In Frankreich haben am achten Wochenende in Folge wieder Zehntausende Menschen gegen die verschärften Corona-Regeln demonstriert. Landesweit wurde am Samstag zu 200 Protestzügen aufgerufen. Die quer durch das Land organisierten Demonstrationen richteten sich gegen den von Präsident Emmanuel Macron und der Regierung verlangten Gesundheitspass zum Nachweis von Impfung, Genesung oder negativem Test sowie die Impfpflicht bestimmter Berufsgruppen, darunter Beschäftigte im Gesundheitswesen. In zahlreichen Städten wurden erneut Tausende Teilnehmer gezählt. Im südfranzösischen Montpellier sollen laut Präfektur mindestens 6000 Menschen auf die Straße gegangen sein, in Avignon rund 4000. Das französische Innenministerium ging für diesen Samstag wieder von bis zu 170.000 Teilnehmern landesweit aus. Im Juli und August waren an mehreren Samstagen jeweils mehr als 200.000 Menschen auf die Straße gegangen.

18.25 Uhr: „Unteilbar“: Tausende Menschen demonstrieren in Berlin

Tausende Menschen sind für „eine offene und solidarische Gesellschaft“ durch Berlin gezogen. Unter diesem Motto hatte ein breites Bündnis aus Gewerkschaften, Parteien und Vereinen zur „Unteilbar“-Demonstration in der Hauptstadt aufgerufen. In mehreren Blöcken zu unterschiedlichen Themen startete der Zug am frühen Nachmittag in der Leipziger Straße und erreichte bereits nach etwa zwei Stunden den Ort der Abschlusskundgebung in der Karl-Marx-Allee. Die Polizei schätzte die Zahl der Teilnehmenden am Samstag zunächst auf knapp unter 10.000 Menschen. Eine Sprecherin der Veranstaltung ging davon aus, dass wie erwartet rund 30.000 Menschen erschienen seien.

17.08 Uhr: Regionalligist Energie Cottbus meldet versuchte Spielmanipulation

Fußball-Regionalligist FC Energie Cottbus hat den Fußballlandesverband Brandenburg über versuchte Spielmanipulationen unterrichtet. Vor der Partie in der zweiten Runde des Landespokals beim Nordost-Oberligisten Ludwigsfelder SV am Samstag, die Cottbus mit 2:0 gewann, seien mehreren Energie-Spielern „hohe Geldsummen“ angeboten worden, teilte Cottbus am Samstag mit, als Gegenleistung für „einen entsprechenden Verlauf“ des Spiels. Die betroffenen Spieler haben die Angebote zur Manipulation dem Verein mitgeteilt, der dann sowohl den Landesverband als auch den Ludwigsfelder FC informierte.

16.36 Uhr: Polizei löst Party in Waldhütte mit 80 Feiernden auf

Ohne Genehmigung, ohne Masken, ohne Abstand: Die Polizei in Schwetzingen in Baden-Württemberg hat eine Party in einer Waldhütte mit rund 80 jungen Gästen aufgelöst. Wie die Polizei am Samstag mitteilte, trafen die Beamten bei einer Streifenfahrt in der Nacht auf die Feiernden. Die Mehrheit der Partygäste flüchtete beim Anblick der Polizei in den angrenzenden Wald, etwa 30 Menschen blieben vor Ort.

Die Polizei nahm Personalien auf und leitete Überprüfungen beim zuständigen Ordnungsamt ein – denn der Veranstalter hatte zwar für eine Musikanlage samt DJ-Pult gesorgt, jedoch keine Genehmigung für die Feier und kein Hygienekonzept. Anzeigen gab es auch wegen Beamtenbeleidigung sowie des Verdachts auf einen Verstoß gegen das Betäubungsmittelgesetz.

15.42 Uhr: Wegen Entführung der eigenen Kinder – Deutscher in Spanien in U-Haft

Ein Deutscher sitzt in Spanien unter dem Vorwurf der Entführung der eigenen Kinder hinter Gittern. Die zuständige Ermittlungsrichterin auf Teneriffa habe gestern Untersuchungshaft ohne Recht auf Freilassung auf Kaution angeordnet, berichteten Medien heute unter Berufung auf Justizsprecher der Kanaren-Insel. Der seit Jahren von der Mutter getrennt lebende 44-Jährige soll im Dezember vorigen Jahres in Hamburg seine beiden Kinder (10 und 11 Jahre alt) bei einem Besuch verschleppt und sich mit ihnen nach Spanien abgesetzt haben. Er werde auch wegen Bedrohung beschuldigt.

Der Mann war vor eineinhalb Wochen in Portugal im Beisein der Kinder festgenommen und nach Spanien überstellt worden. Gefasst wurde er in Caldas da Rainha etwa 80 Kilometer nördlich von Lissabon. Die Tochter und der Sohn waren amtlichen Angaben zufolge „bei bester Gesundheit“. Sie wurden wenig später der in Hamburg lebenden Mutter übergeben.

14.45 Uhr: Supermarkt brennt komplett ab

Ein Supermarkt ist im nordrhein-westfälischen Ratingen trotz eines Großeinsatzes der Feuerwehr komplett ausgebrannt. Zeugen hätten in der Nacht zum Samstag zunächst einen Brand in einer Bäckerei in dem Gebäude gemeldet, doch als die Einsatzkräfte dort ankamen, habe bereits der gesamte Supermarkt in Flammen gestanden, teilte die Feuerwehr heute mit. Der helle Schein der Flammen sei weithin zu sehen gewesen. 55 Einsatzkräfte waren vor Ort, verletzt wurde niemand. Nun ermittelt die Polizei zur Brandursache.

14.25 Uhr: Alkoholisierter 15-Jähriger baut schweren Autounfall

Ein 15-Jähriger hat im alkoholisierten Zustand im Stadtgebiet von Erfurt einen schweren Autounfall verursacht. Seine Fahrt auf einer in beiden Fahrtrichtungen zweispurigen Straße endete in der Nacht zum Samstag mit einem Crash gegen Bäume und einem Überschlag, wie ein Polizeisprecher in Erfurt mitteilte. Dabei wurde ein 48 Jahre alter Mann auf dem Beifahrersitz schwer verletzt, der Mann habe unter anderem Knochenbrüche erlitten. Der Teenager selbst kam mit leichten Blessuren davon. Wie viel Promille er hatte, ist noch unklar. Am Auto entstand Totalschaden. Laut Polizei gehörte das Auto nicht dem verletzten Beifahrer, der den Jugendlichen ans Steuer gelassen habe. Es sei dem Beifahrer vom Halter des Fahrzeugs überlassen worden.

14.23 Uhr: „Unteilbar“-Demonstranten versammeln sich in Berlin

Mehrere tausend Menschen haben sich in Berlin zur „Unteilbar“-Demo versammelt. Die Polizei spricht  von einer niedrigen vierstelligen Zahl an Teilnehmern. Es gebe weiter starken Zulauf. Das Auftaktprogramm begann in der Leipziger Straße. Vor zahlreichen weiteren Bühnen versammelten sich die Menschen auch auf der Straße des 17. Juni, der Ebertstraße sowie am Potsdamer Platz. Am Nachmittag soll sich der Demonstrationszug nach und nach in Bewegung setzen. Insgesamt wurden etwa 30.000 Demonstrierende unter dem Motto „Eine offene und solidarische Gesellschaft“ erwartet.

Das Aktionsbündnis „Unteilbar“ vereint unterschiedliche Initiativen. Mit dabei sind unter anderem Gewerkschaften, die Menschenrechtsorganisation Amnesty International oder die Klimabewegung Fridays for Future.

14.15 Uhr: Mann in Russland soll Frau tagelang eingesperrt und missbraucht haben

In Russland soll ein 39-Jähriger eine junge Frau neun Tage in einem Keller eingesperrt und sexuell missbraucht haben. Er sei nun festgenommen worden, teilten die Ermittler mit. Der Mann soll die 23-Jährige demnach über eine Dating-Plattform in der Stadt Nischni Nowgorod etwa 400 Kilometer östlich von Moskau kennengelernt haben. Beim Treffen habe er sie mit einem Messer bedroht und zu dem Garagenkeller gebracht, habe die Frau der Polizei berichtet. „Dank guter Ermittlungsarbeit“ sei die 23-Jährige von den Beamten gefunden worden, hieß es. Details wurden zunächst nicht genannt.

Die Ermittler veröffentlichten ein Video von dem Keller mit mehreren Räumen, darunter ein Zimmer mit Badewanne, Toilette und Bett. Russische Medien berichteten, dass der 39-Jährige von seiner Ehefrau über soziale Medien gesucht worden sei, weil er nicht mehr nach Hause gekommen war. Er sitzt nun in Untersuchungshaft.

13.42 Uhr: Autofahrer rasen mit 120 km/h durch Aachens Innenstadt

Mit über 120 Kilometern in der Stunde sind zwei Autofahrer in der Nacht zum Samstag durch die Innenstadt von Aachen gerast. Dabei entging ihnen der Umstand, dass sie im Visier einer hinter ihnen fahrenden Polizeistreife waren. An einer Ampel beendete die Polizei das Rennen. Die beiden Männer im Alter von 31 und 44 Jahren mussten ihre Führerscheine abgeben. Ihre Wagen wurden sichergestellt. Gegen die Fahrer sei ein Strafverfahren eingeleitet worden, teile die Polizei mit.

13.37 Uhr: Mehr als 61 Prozent der Bevölkerung in Deutschland vollständig geimpft

In Deutschland sind mehr als 61 Prozent der Menschen vollständig gegen das Coronavirus geimpft. Das teilte Gesundheitsminister Jens Spahn (CDU) auf Twitter mit. Demnach haben mehr als 54 Millionen Menschen (65,7 Prozent) eine Erstimpfung erhalten. Fast 51 Millionen Menschen (61,2 Prozent) haben den vollen Impfschutz, für den es meist eine zweite Spritze braucht. „Das ist gut – aber wir brauchen noch mindestens 5 Millionen Impfungen für einen sichereren Herbst und Winter“, schrieb der CDU-Politiker.

In Deutschland macht sich allerdings zusehends eine Corona-Impfmüdigkeit breit. Hauptgrund ist aus Sicht des Berliner Charité-Virologe Christian Drosten eine gewisse Gleichgültigkeit in der Bevölkerung, wie er im Podcast „Das Coronavirus-Update“ von NDR Info sagte. Deutschland werde deshalb im Herbst „mit Sicherheit“ wieder Kontaktbegrenzungen brauchen. Gelassen in den Herbst zu gehen, sei eine gewagte Vorstellung.

13 Uhr: Niederländische Polizei stoppt Menschenschmuggel mit Jachtschiff

Niederländische Fahnder haben vor der seeländischen Küste Menschenschmuggler mit einem Jachtschiff gestoppt, mit dem 16 Albaner transportiert wurden. Bei dem Einsatz gestern Abend wurden zwei Ukrainer unter dem Verdacht des Menschenschmuggels festgenommen, teilte die niederländische Gendarmerie heute mit. Neben der Grenz- und Bundespolizei war auch die Küstenwache an dem Einsatz beteiligt. Die Gendarmerie hat die Ermittlungen übernommen. Wo genau das Schiff aufgebracht wurde, teilten die Fahnder nicht mit.

12.47 Uhr: Spätsommerhoch hat Sonne und Wärme im Gepäck

Hoch „Hermelinde“ sorgt weiter für Sonne und spätsommerliches Wetter. „Schönheitsfehler“ gebe es allerdings im Norden, teilte der Deutsche Wetterdienst in Offenbach mit. Denn dort ziehen auch mal dichtere, teils hochnebelartige Wolkenfelder durch. In der Nacht zu Sonntag wird es den Meteorologen zufolge 6 bis 13 Grad frisch. Im Norden und Osten ist Hochnebel zu erwarten, ansonsten ist es nur gering bewölkt oder klar. Tagsüber klettern die Werte im Norden, Osten und an den Alpen auf 20 bis 25 Grad, ansonsten liegen sie zwischen 24 und 29 Grad. Es ist meist heiter bis sonnig, im Norden kann es weiterhin teils hochnebelartig bewölkt sein. Kurze Schauer und Gewitter seien im Mittelgebirgsraum und im südlichen Bergland möglich.

Die neue Woche startet am Montag mit Tageshöchstwerten zwischen 21 und 28 Grad. Auch im Verlauf der Woche erwarten die Meteorologen eine Hochdruckzone, „die zunächst stabil erscheint“.

12.27 Uhr: Mehrere Tote nach Schlammlawine im Nordkaukasus

Beim Abgang einer Schlammlawine im Nordkaukasus sind fünf Menschen ums Leben gekommen. Mehrere Tage nach dem Unglück sei die Leiche eines Mannes aus Moskau gefunden worden, teilten die Behörden der russischen Teilrepublik Dagestan mit. Zuvor waren bereits drei Bewohner der bergigen Region Gunibski und ein Tourist aus St. Petersburg tot aufgefunden worden. Vor mehr als einer Woche hatten heftige Regenfälle die Schlammlawine ausgelöst. Bei dem Unwetter waren zudem Häuser und Straßen beschädigt worden. Dagestan im Norden des Kaukasus liegt am Kaspischen Meer.

12.12 Uhr: SPD-Mitglieder stimmen Schwarz-Rot-Grün in Sachsen-Anhalt zu

Die SPD in Sachsen-Anhalt hat dem Entwurf eines Koalitionsvertrags mit CDU und FDP zugestimmt. In einem Mitgliedervotum sprachen sich 63,4 Prozent der Sozialdemokraten für das schwarz-rot-gelbe Regierungsbündnis aus, wie die Vorsitzenden Andreas Schmidt und Juliane Kleemann bekanntgaben. 36,6 Prozent stimmten dagegen. Die Abstimmung der SPD galt als höchste Hürde für das geplante Bündnis, viele Mitglieder hatten erhebliche Bedenken gegen eine Zusammenarbeit mit Konservativen und Liberalen geäußert.

Nach der SPD müssen nun noch die beiden anderen potenziellen Koalitionspartner zustimmen. Die CDU befragt ebenfalls ihre Mitglieder. Das Votum läuft noch bis zum 7. September, am 10. September will die Partei das Ergebnis verkünden. Am gleichen Tag entscheidet die FDP auf einem Landesparteitag über den Eintritt in die Regierung, die Zustimmung der beiden Parteien gilt als sicher.

11.51 Uhr: Tödlicher Unfall mit Tretboot – Sechsjährige ertrinkt

Bei einem Unfall mit einem Tretboot ist in Österreich ein sechsjähriges Mädchen ertrunken. Wie die Polizei berichtete, war das Kind gestern mit den Eltern und der achtjährigen Schwester auf dem Fluss Mur bei Graz unterwegs, als das Tretboot vermutlich aufgrund eines Lecks plötzlich unterging. Der Vater versuchte, beide Mädchen ans Ufer zu bringen, konnte aber nur die Achtjährige retten, die von einer Passantin reanimiert wurde. Das kleinere Mädchen ging unter. Es konnte von Tauchern nur noch tot geborgen werden. Die 30 Jahre alte Mutter der afghanische Familie konnte sich selbst in Sicherheit bringen.

11.47 Uhr: Zusammenstöße bei Frauen-Demo in Kabul

Bei einer Demonstration für Frauenrechte in der afghanischen Hauptstadt Kabul ist es zu Zusammenstößen gekommen. Mindestens eine Frau sei dabei verletzt worden, berichteten lokale Journalisten. Sie teilten das Video einer Frau, der Blut vom Kopf läuft. Videos von lokalen TV-Sendern und Aktivistinnen zufolge kam es bei der Demonstration zu chaotischen Szenen.

Rund zwei Dutzend Frauen hatten zunächst friedlich in der Nähe des Präsidentenpalastes demonstriert, wie auf in sozialen Medien geteilten Bildern zu sehen war. Sie hielten Schilder in der Hand, auf denen etwa „Wir sind nicht die Frauen von vor 20 Jahren“ stand oder „Gleichheit – Gerechtigkeit – Demokratie!“. Auf Videos ist dann zu sehen, wie die Frauen von 50 oder mehr Sicherheitskräften der Taliban umzingelt sind und sich Schreiduelle mit Taliban liefern. Mehrere von ihnen husten. Die Videos und Angaben konnten zunächst nicht unabhängig verifiziert werden.

11.30 Uhr: Corona-Leugner stürmen slowenisches Staatsfernsehen

Eine Gruppe von Corona-Leugnern und Impfgegnern ist gestern am späten Abend in das Gebäude des slowenischen Staatsfernsehens RTVS eingedrungen. Sie verlangten, dass der Sender ihre Meinung zu diesem Thema darstelle. Die Polizei beendete den Angriff umgehend und nahm 20 Eindringlinge im Nachrichtenstudio des Senders fest, wie die slowenische Nachrichtenagentur STA jetzt berichtete. „Dies ist ein inakzeptabler Angriff auf die Medien, den Journalismus und die Demokratie“, sagte der Nachrichtenredakteur des Senders, Manica Janezic Ambrozic. Sloweniens Journalistenverband DNS erklärte, der Vorfall sei nur „die Spitze des Eisbergs“ in der „Hasskampagne“, die die Regierung von Premier Janez Jansa gegen die Medien führe.

Die Corona-Leugner protestieren seit vier Monaten immer wieder vor dem Fernsehgebäude und belästigen dort dessen Angestellte. Hinter dem Vorfall stehe eine Bewegung, die vom früheren Armeeoffizier Ladislav Troha geleitet werde, einem Veteranen des slowenischen Unabhägigkeitskriegs von 1991, berichtete STA weiter.

11.02 Uhr: Schüsse und Verletzte in Triest – Banden-Streit?

In der norditalienischen Stadt Triest sind bei einem Zwischenfall am Morgen auf offener Straße Schüsse gefallen. Nach Medienberichten wurden acht Menschen verletzt, eine Person davon schwer. Die Schüsse sollen ersten Erkenntnissen zufolge bei einer Massenschlägerei zwischen zwei Banden von Kosovaren gefallen sein, berichteten etwa der öffentlich-rechtliche Sender Rai und italienische Tageszeitungen. Die Polizei habe zwei Verdächtige kurz nach der Tat festgenommen. Ein Augenzeuge sagte der Nachrichtenagentur Ansa, das Geschehen, bei dem zunächst Stühle und Barhocker geworfen wurden, habe rund zehn Minuten gedauert.

10.54 Uhr: GDL setzt Streik fort – Ersatzverkehr läuft

Die Lokführergewerkschaft GDL hat ihren Streik fortgesetzt. Nach Angaben der Bahn lief der Ersatzverkehr erneut „planmäßig an“, jedoch wiederholte das Unternehmen seinen Ratschlag an Fahrgäste, Reisen wenn möglich zu verschieben. Über das Wochenende will die Bahn 30 Prozent der Züge im Fernverkehr anbieten, an den vergangenen Streiktagen waren es 25 Prozent. Im Nahverkehr sind rund 40 Prozent der Züge unterwegs.

Zugleich gab die Bahn Zahlen zur Streikbeteiligung bekannt: Demnach legten seit Beginn der jüngsten Welle am Mittwoch 6057 Lokführer von insgesamt rund 19.700 DB-Triebfahrzeugführerinnen und -führern die Arbeit nieder. Mitarbeitende der Infrastrukturgesellschaften der DB seien hingegen „kaum“ in den Ausstand getreten. In den Bereichen Netz, in der Instandhaltung und an den Bahnhöfen habe die GDL auch zum Arbeitskampf aufgerufen.

9.54 Uhr: Fast acht Stunden im All: Kosmonauten verlegen Kabel an Raumstation

Bei einem fast achtstündigen Außeneinsatz an der Internationalen Raumstation ISS haben zwei Kosmonauten erste Arbeiten am neuen russischen Forschungsmodul absolviert. Dabei bewies der russische Kosmonaut Pjotr Dubrow, dass er selbst im schweren Raumanzug durchaus schnell reagieren kann: Er schnappte die Abdeckung eines Steckers, die in den Weltraum zu fliegen drohte. Allerdings hätten Dubrow und sein Kollege Oleg Nowizki nicht alle geplanten Aufgaben erledigen können, teilte die russische Raumfahrtbehörde Roskosmos mit. Das solle nun am Donnerstag nachgeholt werden. Insgesamt sind elf Außeneinsätze in den nächsten Monaten geplant.

Der US-Raumfahrtbehörde Nasa zufolge wurde aber das Hauptziel des Ausstiegs ins All erreicht: Stromkabel am neuen Modul „Nauka“ (Wissenschaft) mit dem Modul „Sarja“ (Morgenröte) zu verbinden. Damit könne „Nauka“ mit Strom aus dem US-Segment der ISS versorgt werden.

9.05 Uhr: Korruptionsermittlungen gegen Guatemalas Präsidenten

In Guatemala steht Präsident Alejandro Giammattei im Zentrum von Korruptionsermittlungen. Guatemalas Antikorruptionsstaatsanwaltschaft gab bekannt, dass sie Hinweisen nachgehe, wonach ein russischer Geschäftsmann Giammattei bestochen habe. Ein Sprecher sagte der Nachrichtenagentur AFP, die Ermittlungen gingen auf Berichte in örtlichen Medien und den Online-Netzwerken zurück. Demnach richten sich die Ermittlungen streng genommen nicht direkt gegen den Staatschef, da dieser über Amtsimmunität verfüge. Es gehe darum „festzustellen, ob dieses angebliche Verbrechen stattgefunden hat“. Sollten ausreichende Beweise gefunden werden, könnte die Staatsanwaltschaft demnach die Aufhebung der Immunität beantragen.

Der abgesetzte Korruptionsermittler Juan Francisco Sandoval hatte die Vorwürfe gegen Giammattei erstmals geäußert. Generalstaatsanwältin Consuelo Porras, eine enge Freundin des Präsidenten, entließ Sandoval daraufhin seines Amtes als Leiter des Sonderermittlungsbüro für den Kampf gegen Straflosigkeit (FECI), woraufhin er Ende Juli außer Landes floh.

7.23 Uhr: Facebook-Algorithmus verwechselt schwarze Menschen mit Affen

Ein Algorithmus von Facebook hat schwarze Menschen mit Affen verwechselt. Eine Sprecherin des Unternehmens bestätigte das Problem, das bei einem Video des britischen Boulevard-Blatts „Daily Mail“ aufgetreten war. Facebook-Nutzer, die sich das Video mit dem Titel „Weißer Mann ruft Polizei wegen schwarzen Männern am Hafen“ angesehen hatten, wurden anschließend gefragt, ob sie „weiterhin Videos über Primaten sehen möchten“, wie die „New York Times“ berichtete.

Die Sprecherin sprach von einem „eindeutig inakzeptablen Fehler“. Die verantwortliche Software sei sofort vom Netz genommen worden. „Wir entschuldigen uns bei jedem, der diese beleidigenden Empfehlungen gesehen hat“.

6.10 Uhr: Bahn bietet während Streikzeit tausende Leihfahrräder 30 Minuten kostenlos an

Die Deutsche Bahn hat bis zum Ende der Lokführerstreiks eine Freiminuten-Aktion bei tausenden Leihrädern angekündigt. Das Angebot gelte für bundesweit 9000 Leihräder in etwa 80 Städten und Regionen, teilte das Unternehmen am Morgen der Nachrichtenagentur AFP mit. Demnach ist bei diesen Rädern die erste halbe Stunde dann kostenlos. Unterstützt wird die Aktion von den Städtepartnern der Bahn und den Kommunen.

5.01 Uhr: Seit Brexit nur noch halb so viel deutsche Studierende an britischen Unis

Die Zahl deutscher Studentinnen und Studenten an britischen Universitäten ist nach dem Brexit deutlich zurückgegangen. Zum Start des akademischen Jahres in diesem Herbst haben lediglich 800 Deutsche einen Platz an britischen Universitäten, wie aus aktuellen Zahlen der zentralen Vergabestelle UCAS (Universities & Colleges Admissions Service) hervorgeht. Im Vorjahr, das noch eine Brexit-Übergangsphase mit weitgehend gleichen Regeln wie zuvor war, waren es noch 1600.

Während es vor Großbritanniens EU-Austritt sehr unkompliziert war, im britischen Ausland zu studieren und zu forschen, ist nun durch neue Visa-Bestimmungen mehr Aufwand notwendig. Auch kurzfristige Studienaufenthalte sind komplizierter geworden. Mit dem Brexit ist das Vereinigte Königreich auch aus dem EU-eigenen Austauschprogramm Erasmus ausgestiegen, über das Tausende junge Menschen aus der EU jahrelang ihre Auslandssemester auf der Insel verbrachten.

4.23 Uhr: RKI registriert 10.835 Corona-Neuinfektionen –Inzidenz steigt weiter

Die Sieben-Tage-Inzidenz der Corona-Neuinfektionen ist erneut angestiegen. Nach Angaben des Robert-Koch-Instituts liegt sie bei 80,7, am Vortag waren es 80,2, vor einer Woche 72,1. Die Gesundheitsämter in Deutschland meldeten dem RKI binnen eines Tages 10.835 Corona-Neuinfektionen. Vor einer Woche waren es 10.303. Die Zahl der in Kliniken aufgenommenen Corona-Patienten je 100.000 Einwohner innerhalb von sieben Tagen gibt das RKI nun mit 1,83 an (Vortag 1,74). Ein bundesweiter Schwellenwert, ab wann die Lage kritisch zu sehen ist, ist für die Hospitalisierungs-Inzidenz unter anderem wegen großer regionaler Unterschiede nicht vorgesehen. Der bisherige Höchstwert lag um die Weihnachtszeit bei rund 15,5.

Deutschlandweit wurden den neuen Angaben zufolge binnen 24 Stunden 24 Todesfälle verzeichnet, vor einer Woche waren es 22. Das RKI zählte seit Beginn der Pandemie 3.995.188 nachgewiesene Infektionen mit Sars-CoV-2. Die tatsächliche Gesamtzahl dürfte deutlich höher liegen, da viele Infektionen nicht erkannt werden.

4.01 Uhr: Fußgänger klaut Cabriofahrer Luxusuhr vom Handgelenk

Aus seinem offenen Cabrio heraus ist einem Autofahrer in Nordrhein-Westfallen seine wertvolle Luxus-Armbanduhr vom Handgelenk gestohlen worden. Der 61-Jährige stand mit seinem Wagen bei roter Ampel an einer Kreuzung in Langenfeld, als ein Mann auf die Straße trat und ihm die Uhr entriss. Das teilte die Polizei am frühen Morgen mit. Der Wert der Uhr liegt demnach im mittleren fünfstelligen Bereich.

Nach dem Diebstahl gestern Nachmittag flüchtete der Tatverdächtige zu Fuß. Der Bestohlene versuchte ihm noch hinterherzulaufen, verlor ihn jedoch wenig später aus den Augen. Zeugen berichteten außerdem von einem weiteren Mann, der an der Tat beteiligt gewesen sein soll, wie die Polizei weiter mitteilte. Er soll den Vorfall vom Gehweg aus beobachtet haben und ebenfalls geflüchtet sein.

3.42 Uhr: Einstweilige Verfügung gegen Abtreibungsgesetz in Texas erlassen

Im hitzigen Kampf um ein äußerst rigides Gesetz zu Schwangerschaftsabbrüchen im US-Bundesstaat Texas haben Frauenrechtler einen Etappensieg errungen. Übereinstimmenden Medienberichten zufolge erreichte die Gesundheitsorganisation Planned Parenthood, die sich für sexuelle Aufklärung einsetzt, zu Familienplanung berät und Abtreibungen vornimmt, vor einem texanischen Gericht eine einstweilige Verfügung. Diese richtet sich gegen die Anti-Abtreibungs-Organisation „Texas Right to Life“, weil deren Absichten „unmittelbaren, irreparablen Schaden“ für Kliniken und Arbeitnehmer von Planned Parenthood bedeuten würden.

„Texas Right to Life“ arbeitet an vorderster Front daran, das Gesetz zur Anwendung zu bringen und hat unter anderem eine Webseite eingerichtet, bei der Menschen angeschwärzt werden können. Die einstweilige Verfügung bedeutet nun, dass die Organisation bis auf Weiteres keine Klagen gegen Planned Parenthood einreichen kann.

1.46 Uhr: Kuba startet Corona-Impfkampagen für Kinder ab zwei Jahren

Kuba hat mit einer Corona-Impfkampagne bei Kindern im Alter zwischen zwei und 18 Jahren begonnen. Zunächst sollen Kinder ab zwölf Jahren die in Kuba entwickelten Vakzine Abdala und Soberana erhalten, ab dem 15. September sind die jüngeren Kinder dran. Die Regierung des Karibikstaates sieht in der Impfkampagne eine Voraussetzung für die Wiederaufnahme des Präsenzunterrichts.

Wegen der Corona-Pandemie waren Kubas Schulen seit März 2020 die meiste Zeit geschlossen. Die Kinder und Jugendlichen wurden via Fernsehen unterrichtet. Wenn am Montag das neue Schuljahr in Kuba beginnt, sollen alle Schüler solange Fernunterricht bekommen, bis alle für eine Corona-Impfung in Frage kommenden Kinder und Jugendliche die Impfspritzen erhalten haben.

1.01 Uhr: Kompromiss zur Impf-Auskunftspflicht geht Laschet nicht weit genug

Unionskanzlerkandidat Armin Laschet hält den Koalitionskompromiss zur Impf-Auskunftspflicht in Unternehmen für nicht ausreichend. „Aus Gründen der Betriebssicherheit sollte es Arbeitgebern erlaubt sein, sich nach Impfungen in der Belegschaft zu erkundigen – natürlich unter der Voraussetzung, dass diese Informationen vertraulich bleiben“, sagte der CDU-Vorsitzende der Funke-Mediengruppe. „Leider war das im Bund mit der SPD für alle Unternehmen nicht zu machen.“

Union und SPD hatten sich am Donnerstag darauf geeinigt, dass Arbeitgeber von Beschäftigten in Kitas, Schulen und Pflegeheimen künftig Auskunft über eine Corona-Impfung oder eine überstandene Covid-Erkrankung verlangen können. Die entsprechende Gesetzesänderung soll am Dienstag im Bundestag beschlossen werden. Gewerkschaften lehnen das geplante Auskunftsrecht als zu weitgehend ab. Arbeitgeber fordern eine Ausweitung auf die gesamte Wirtschaft.

0.07 Uhr: UN richten humanitäre Konferenz für Afghanistan aus

Angesichts der drohenden humanitären Katastrophe in Afghanistan haben die Vereinten Nationen eine hochrangig besetzte Hilfskonferenz für das Land angekündigt. Das Treffen auf Ministerebene soll am 13. September im Beisein von UN-Generalsekretär António Guterres in Genf stattfinden, wie die Welt-Organisation in New York mitteilte. „Die Konferenz wird sich für eine rasche Aufstockung der Finanzierung einsetzen, damit die lebensrettende humanitäre Operation fortgesetzt werden kann“, hieß es. Nach Einschätzung der UN droht sonst eine humanitäre Katastrophe in dem Land, wie sie auch Bundesaußenminister Heiko Maas (SPD) im kommenden Winter fürchtet.

mad
DPA
AFP



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