News vom Wochenende: Bundesregierung schafft Hunderte neue Stellen für Spitzenbeamte

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Streamingportal Twitch verklagt Nutzer wegen Hasskampagnen +++ Prinz Andrew erhält Klageschrift wegen sexuellen Missbrauchs einer Minderjährigen +++ Eurojackpot geknackt +++ Die News vom Wochenende im stern-Ticker.

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Die News vom Wochenende im stern-Ticker: 

15.10 Uhr: Großdemo in Berlin für bezahlbare Mieten

In Berlin sind am Samstag nach Veranstalterangaben rund 20.000 Menschen mit der Forderung nach bezahlbaren Mieten auf die Straße gegangen. „Das riesige Wohnproblem in unserem Land muss endlich gelöst werden“, forderte der Berliner Mieterbund, der die Veranstaltung gemeinsam mit dem „Berliner Bündnis gegen Verdrängung und Mietenwahnsinn“ koordiniert hatte. Die Demonstration stand unter dem Motto „Wohnen für alle“. Los ging es mit einer Auftaktkundgebung am Alexanderplatz, von dort startete der Demonstrationszug in Richtung Schlusskundgebung auf der Straße des 17. Juni. 

In Berlin können die Wählerinnen und Wähler am 26. September parallel zur Bundestags- und  Abgeordnetenhauswahl über den Volksentscheid „Deutsche Wohnen & Co. enteignen“ abstimmen. Die Initiative will die mehr als 240.000 Wohnungen der großen Immobilienkonzerne in Berlin in eine Anstalt des öffentlichen Rechts überführen, wo sie „demokratisch, transparent und gemeinwohlorientiert“ verwaltet werden sollen.

13.54 Uhr: Straußenbaby im Krefelder Stadtwald – Besitzer gesucht

Am Stadtwald in Krefeld haben zwei Passanten ein freilaufendes Straußenbaby entdeckt und eingefangen. Das Tier sei 1,40 Meter groß und zwischen vier und fünf Monaten alt, sagte der Sprecher des Tierheimes Krefeld am Samstag. Die Passanten hatten am Freitagabend die Feuerwehr kontaktiert, die nach eigenen Angaben den Krefelder Zoo anrief. Von dort sei der junge Strauß allerdings nicht entlaufen. 

Eine Tierärztin des Zoos untersuchte den Laufvogel noch am Abend. Er sei in gutem gesundheitlichen Zustand, sagte der Tierheim-Sprecher. Die Nacht verbrachte das Jungtier in Obhut des Krefelder Jagdbeauftragten. Am Morgen kam der Strauß dann ins Tierheim. Bisher habe sich kein Besitzer gemeldet, sagte der Sprecher. Er vermutete, dass das Tier ausgesetzt wurde.

13.35 Uhr: 45 weitere Deutsche aus Afghanistan ausgeflogen

Mit einem zweiten Passagierflug der Gesellschaft Qatar Airways sind am Freitag auch 45 Bundesbürger mit Familienangehörigen aus der afghanischen Hauptstadt Kabul gebracht worden. Das teilte das Auswärtige Amt am Samstag in Berlin mit. Es werde intensiv an weiteren Ausreisemöglichkeiten gearbeitet, sagte ein Sprecher. Betroffene würden kontaktiert. Mit einem ersten zivilen Evakuierungsflug waren am Donnerstag bereits 15 Deutsche aus Afghanistan ins arabische Emirat Katar geflogen worden.

13.48 Uhr: Streamingportal Twitch verklagt Nutzer wegen Hasskampagnen

Das US-Streamingportal Twitch hat zwei Nutzer aus Österreich und den Niederlanden wegen rassistischer und homophober Hasskampagnen gegen Streamer verklagt. Laut der bei einem Zivilgericht in San Francisco eingereichten Klageschrift verlangt die Plattform von den beiden Nutzern Schadenersatz in unbestimmter Höhe. Ziele der Hassangriffe der beiden Nutzer waren demnach oft Mitglieder ethnischer Minderheiten oder der LGBTQ-Gemeinschaft.

Statt der echten Namen der verklagten Nutzer nannte Twitch in den Gerichtsdokumenten nur deren Accountnamen. Hinter dem Account „CruzzControl“ verbirgt sich demnach ein in den Niederlanden ansässiger Nutzer, „CreatineOverdose“ soll in Wien leben. Die richtigen Namen musste Twitch demnach noch herausfinden und wollte sie nachreichen.

13.21 Uhr: 267,5 neue Stellen für Spitzenbeamte der Bundesregierung seit 2017

Die Zahl der Stellen für Spitzenbeamte in der Bundesregierung ist einer FDP-Auswertung zufolge in den vergangenen vier Jahren um 16,3 Prozent gestiegen. Konkret wurden demnach 267,5 neue Stellen geschaffen, für die derzeit mindestens ein Grundgehalt von 8762 Euro pro Monat gezahlt wird. Die Auswertung lag der Deutschen Presse-Agentur vor.  Die meisten neuen Top-Stellen wurden der Auswertung zufolge im Bundesinnenministerium von Ressortchef Horst Seehofer (CSU) geschaffen. Die FDP-Auswertung verzeichnet hier ein Plus von 48,6 Prozent beziehungsweise 54 Stellen. Ebenfalls deutlich nach oben ging die Zahl im Wirtschaftsministerium von Peter Altmaier (CDU) mit 41 zusätzlichen Stellen (26,1 Prozent). Im Gesundheitsministerium entstanden 18 neue Stellen (31,6 Prozent) für Spitzenbeamte, vor allem zwischen 2019 und 2020 wurde hier deutlich aufgestockt. Das Bundesministerium für Forschung und Wissenschaft erhielt 24 neue Top-Stellen, was einem Plus von 27,3 Prozent entspricht.

13.06 Uhr: Fahnder stellen mehr als zwei Tonnen Kokain vor englischer Küste sicher

Die britischen Behörden haben mehr als zwei Tonnen Kokain auf einer Luxusjacht vor der Küste bei Plymouth im Südwesten Englands sichergestellt. Wie die Nationale Kriminalbehörde NCA mitteilte, wurden sechs Männer im Alter von 24 bis 49 Jahren festgenommen. Die beschlagnahmten Drogen haben demnach einen Marktwert von umgerechnet rund 187 Millionen Euro. Bei den Festgenommenen handelt es sich den Angaben zufolge um einen Briten und fünf Nicaraguaner.

12.57 Uhr: Laschet hat kein Verständnis für Proteste gegen IAA

Unionskanzlerkandidat Armin Laschet hat kein Verständnis für die Proteste gegen die Automesse IAA Mobility in München. „Das ist die grünste IAA, die es je gegeben hat“, sagte der CDU-Chef auf dem Parteitag der Schwesterpartei CSU in Nürnberg. Noch nie sei so viel von Klimaneutralität, Nachhaltigkeit und Umweltschutz die Rede gewesen. „Dass man dagegen noch demonstriert, Straßen blockiert und den Kampf gegen diese Industrie führt, zeigt: Manchen geht es nicht um Umweltschutz, sondern um Systemveränderung.“ Rund um die IAA kommt es seit Tagen zu Aktionen und Demonstrationen. Am Freitag hatte es dabei auch Zusammenstöße zwischen Polizei und Hunderten Aktivisten gegeben, bei denen die Beamten Schlagstöcke und Pfefferspray einsetzten.

12.48 Uhr: Französische Marine rettet erneut mehr als hundert Migranten im Ärmelkanal

Die französische Marine hat erneut mehr als hundert Migranten beim Versuch des Übersetzens nach Großbritannien aus dem Ärmelkanal gerettet. Die französischen Behörden teilten mit, dass 43 Menschen – darunter Frauen und kleine Kinder – auf einem ersten Boot von einem Patrouillenboot in Sicherheit gebracht worden seien, nachdem ihr Boot vor dem Hafen von Dünkirchen in Seenot geraten war. Ein anderes Schiff rettete 40 Menschen in der Fahrrinne des Hafens von Calais sowie weitere 43 Menschen vor der Küste von Dünkirchen.

12.04 Uhr: Zwei Festnahmen in Norddeutschland – Staatsschutz ermittelt

In Hamburg und Mecklenburg-Vorpommern sind zwei Männer nach Ermittlungen des für politische Delikte zuständigen Staatsschutzes in Gewahrsam genommen worden. Bei den Männern handelte es sich der Polizei zufolge um einen 17 Jahre alten Deutsch-Afghanen und einen 21 Jahre alten Deutsch-Algerier. Nach einer Gefahrenprognose sei entschieden worden, die beiden in Gewahrsam zu nehmen, sagte ein Polizeisprecher.  Der 17-Jährige wurde den Angaben der Polizei zufolge im Hamburger Stadtteil Hausbruch festgenommen, der 21-Jährige in Mecklenburg-Vorpommern. Der Ältere sei dann auf eigenen Wunsch nach Hamburg gebracht worden. Die Ermittlungen dauern der Polizei zufolge an.

11.14 Uhr: CSU-Parteitag empfängt Laschet mit viel Jubel

Mit viel Jubel und langem Applaus hat die CSU am Samstag Unionskanzlerkandidat Armin Laschet in Nürnberg auf ihrem Parteitag begrüßt. „Ich weiß nicht, ob du überall so euphorisch begrüßt wirst, bei uns wirst du es“, sagte CSU-Chef Markus Söder nach dem minutenlangen Einzug mit Laschet in die Messehalle. „Wir wollen, dass du Kanzler der Bundesrepublik Deutschland wirst. Die Bühne gehört dir“, sagte Söder zu Laschet. In der CSU hatte es in den vergangenen Wochen immer wieder viele kritische Töne gegen Laschet gegeben. In den Umfragen liegen CDU und CSU derzeit klar hinter der SPD und kommen nur auf Werte von 20 bis 25 Prozent.

11 Uhr: Prinz Andrew erhält Klageschrift wegen sexuellen Missbrauchs einer Minderjährigen

Der britische Prinz Andrew hat eine Klageschrift wegen sexuellen Missbrauchs einer Minderjährigen in den USA erhalten. Den seit Freitag einsehbaren Gerichtsakten zufolge überreichte ein Vertreter der Klägerin Virginia Giuffre am 27. August die Unterlagen einem Polizisten am Eingang zur Residenz des Prinzen im englischen Windsor. Giuffre gibt an, von dem Sexualstraftäter Jeffrey Epstein als Minderjährige an Andrew für den sexuellen Missbrauch „ausgeliehen“ worden zu sein.

Giuffre hatte die Klage am 9. August vor einem Zivilgericht in New York eingereicht, eine erste Anhörung ist für Montag angesetzt. An dieser muss Andrew allerdings nicht teilnehmen. Die heute 38-Jährige verlangt Schadenersatz von dem 61-jährigen Prinzen.

Andrew habe sie vor mehr als 20 Jahren im Haus von Epsteins damaliger Freundin Ghislaine Maxwell in London missbraucht, wirft Giuffre dem Prinzen vor. Die damals 17-Jährige ist laut ihrer Klageschrift von Epstein, Maxwell und Prinz Andrew „gegen ihren Willen zum Geschlechtsverkehr mit Prinz Andrew gezwungen worden“. Außer in London habe der Prinz sie auch in Epsteins Haus in New York und auf Epsteins Privatinsel in der Karibik missbraucht.

10.30 Uhr Mehrere Tote bei Gasexplosion in Wohnhaus in Russland

Bei einer Gasexplosion in einem Wohnhaus in Russland sind mehrere Menschen gestorben, darunter ein Kind. Es seien drei Leichen aus den Trümmern nahe der Stadt Jelez rund 350 Kilometer südlich von Moskau geborgen worden, meldeten mehrere Agenturen unter Berufung auf die Ermittler. Unter den Toten war demnach ein elf Jahre altes Mädchen. Sechs Menschen wurden bei dem Unglück in der Nacht zum Samstag verletzt. Rettungskräfte setzten auch am Tag die Suche nach möglichen weiteren Opfern fort.

10.29 Uhr: Disney will restliche neue Filme des Jahres zuerst im Kino zeigen

US-Filmriese Disney hat angekündigt, dass alle neuen Filme, die bis Ende des Jahres Premiere haben, zuerst im Kino gezeigt werden sollen. So soll der Animationsfilm „Encanto“ am 24. November in die Kinos kommen und erst am 24. Dezember auf Disneys Streamingplattform erscheinen, teilte das Unternehmen am Freitag mit. Für die Kino-Branche bedeutet das eine große Erleichterung.

9.37 Uhr: Deutsche Bahn bietet GDL neue „Entgeltkomponente“ an

Im Tarifkonflikt bei der Deutschen Bahn geht das Unternehmen nach eigenen Angaben einen weiteren Schritt auf die Lokführergewerkschaft GDL zu. Ein neues Angebot enthalte nun eine „Entgeltkomponente“, teilte die Bahn am Samstag mit. „Der Konzern erklärt sich außerdem bereit, den Anwendungsbereich der GDL-Tarifregelungen in den heutigen GDL-Mehrheitsbetrieben zu überprüfen.“ Personalvorstand Martin Seiler sagte, es lägen tragfähige Lösungen auf dem Tisch. „Ein Tarifabschluss mit der GDL ist überfällig.“

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Die GDL hatte gedroht, von Montag an den nächsten Streik vorzubereiten, sollte die Bahn bis dahin kein „verhandlungsfähiges Angebot“ vorlegen. Sie und der Konzern haben sich trotz monatelanger Tarifauseinandersetzung nicht auf einen Abschluss verständigen können. Die Gewerkschaft fordert 3,2 Prozent mehr Lohn bei einer Laufzeit von 28 Monaten sowie eine Corona-Prämie von 600 Euro. Die Bahn will die Tariferhöhung über einen längeren Zeitraum strecken und bietet eine Laufzeit von 36 Monaten an. Zudem stimmte sie der Corona-Prämie zu.

8.47 Uhr: Greta Thunberg rechnet mit brasilianischer Umweltpolitik ab

Klimaaktivistin Greta Thunberg geht mit Brasiliens Umweltpolitik hart ins Gericht. „Was die führenden Politiker Brasiliens heute in Bezug auf die Natur und die indigenen Völker machen, ist absolut beschämend“, sagte die Schwedin am Freitag (Ortszeit) in einer Video-Anhörung des brasilianischen Senats zum jüngsten Bericht des Weltklimarats (IPCC). Thunberg verwies auf Studien, wonach das Amazonasgebiet mehr klimaschädliches Kohlendioxid abgibt als es aufnimmt. „Und das alles geschieht, während wir zusehen. Es wird sogar direkt von Ihrer Regierung angeheizt.“

In weiten Teilen Brasiliens herrschen derzeit Wassermangel und Trockenheit. Zudem verzeichnet das brasilianische Amazonas-Gebiet die schlimmste Abholzung und die schlimmsten Brände seit Jahren. Kritiker werfen dem rechten Präsidenten Jair Bolsonaro vor, eine Stimmung geschaffen zu haben, in der sich Bauern zur Landnahme für landwirtschaftliche Nutzung ermutigt fühlen.

8.27 Uhr: 49 Millionen Euro aus dem Eurojackpot gehen nach Bayern

Der Eurojackpot wurde geknackt: Eine Spielerin oder ein Spieler aus Bayern hat rund 49 Millionen Euro gewonnen. Mit den Gewinnzahlen 2, 14, 18, 23 und 42 und den Eurozahlen 5 und 10 erzielte sie oder er bei der Ziehung am Freitag 49.327.084,70 Euro, wie Westlotto mitteilte. Zwei einstellige Millionengewinne gingen in den Südwesten und Norden: Tipper in Baden-Württemberg und Schleswig-Holstein kamen auf jeweils 1.170.614,70 Euro. Die Chance, beim Eurojackpot die höchste Klasse zu knacken, liegt bei rund 1 zu 95 Millionen.

Eine Hand füllt Kästchen für den Eurojackpot aus

An diesem Freitag ist der Der Eurojackpot geknackt worden

© Monika Skolimowska / DPA

6.24 Uhr: Nasa: Gesteinsproben vom Mars weisen auf Kontakt mit Wasser hin

Die vom Mars-Rover „Perseverance“ entnommenen Gesteinsproben vom Roten Planeten deuten ersten Erkenntnissen zufolge auf Kontakt mit Wasser hin. Dies teilte die US-Raumfahrtbehörde Nasa am Freitag mit. „Es sieht so aus, als ob unsere ersten Steine eine potenziell bewohnbare, dauerhafte Umgebung enthüllen“, erklärte der verantwortliche Wissenschaftler Ken Farley. Es sei eine „große Sache“, dass auf dem Planeten „lange Zeit“ Wasser gewesen sei.

Der Rover hatte am Montag und am Mittwoch insgesamt zwei Gesteinsproben entnommen. Bei einer handelt es sich den Angaben zufolge vermutlich um Basalt, womit sie vulkanischen Ursprungs wäre. Zudem sei das Vorhandensein von Salzen in den Proben ein Indikator für günstige Bedingungen für den möglichen Nachweis von Spuren frühen Lebens.

6.15 Uhr: ÖPNV-Abonnenten können Fahrkarte auch anderswo nutzen

Wer ein Nahverkehrsabo besitzt, kann damit von Montag an für zwei Wochen bundesweit nahezu alle Nahverkehrsangebote ohne Zusatzkosten nutzen. Damit bedanken sich die Verkehrsunternehmen bei denjenigen, die auch während der Pandemie Bus und Bahn als Stammkunden die Treue halten. Die Aktion läuft nach Angaben des Verbands Deutscher Verkehrsunternehmen bis zum 26. September und umfasst mehr als 95 Prozent aller Tarif- und Verkehrsverbünde. Wer das Angebot nutzen will, muss sich vorher online registrieren. Mit einem Nahverkehrsabo erhalten die Teilnahmeberechtigten auch bestimmte Bahncards für den Fernverkehr günstiger.

5.10 Uhr Umweltschützer: Waldbrände in Russland haben historisches Ausmaß

Bei den historisch größten Wald- und Flächenbränden in Russland ist bislang eine Fläche halb so groß wie Deutschland vernichtet worden. Nach Einschätzung der Umweltorganisation Greenpeace verbrannten in den vergangenen Monaten landesweit mehr als 17,6 Millionen Hektar Wald und Steppe. Damit sei der Negativrekord aus dem Jahr 2012 mit rund 16 Millionen Hektar gebrochen worden.

Greenpeace stützt sich nach eigenen Angaben auf öffentlich zugängliche Daten aus der Weltraumüberwachung und beklagte zuletzt, dass diese Satellitendaten der Fortschutzbehörde nicht mehr verfügbar gewesen seien. „Die Lage ist deshalb schwer einzuschätzen“, sagte Grigori Kuksin von Greenpeace der Deutschen Presse-Agentur in Moskau.

5.09 Uhr: RKI registriert 11.214 Corona-Neuinfektionen

Die Sieben-Tage-Inzidenz liegt laut Robert Koch-Institut (RKI) aktuell bei 82,8. Das geht aus Angaben des Instituts vom Samstagmorgen hervor. Am Vortag hatte der Wert bei 83,8 gelegen, vor einer Woche bei 80,7. Die Gesundheitsämter in Deutschland meldeten dem RKI binnen eines Tages 11.214 Corona-Neuinfektionen. Die Zahlen geben den Stand des RKI-Dashboards von 4.12 Uhr wieder. Vor einer Woche hatte der Wert bei 10.835 Ansteckungen gelegen.

Die Zahl der in Kliniken aufgenommenen Corona-Patienten je 100.000 Einwohner innerhalb von sieben Tagen gab das RKI am Freitag mit 1,95 an (Vortag 1,89). Ein bundesweiter Schwellenwert, ab wann die Lage kritisch zu sehen ist, ist für die Hospitalisierungs-Inzidenz unter anderem wegen großer regionaler Unterschiede nicht vorgesehen. Der bisherige Höchstwert lag um die Weihnachtszeit bei rund 15,5

4.08 Uhr: Großdemonstration in Berlin für bezahlbare Mieten

Ein breites Bündnis von Organisationen und Verbänden ruft für Samstag, 13 Uhr,  in Berlin zu einer Großdemonstration für bezahlbare Mieten auf. Unter dem Motto „Wohnen für alle“ soll mit einem Protestzug durch das Stadtzentrum auf das Problem knappen Wohnraums und hoher Mieten aufmerksam gemacht werden. Die Initiatoren fordern „einen radikalen Kurswechsel in der Mieten- und Wohnungspolitik von der zukünftigen Bundesregierung“, wie es im Aufruf zu der Demo heißt.

Hinter der Kundgebung stehen die Initiativen „Mietenstopp“, „Aktionsbündnis gegen Verdrängung und Mietenwahnsinn“ sowie „Deutsche Wohnen und Co. enteignen“. Zu den Unterstützern zählen der Deutsche Mieterbund, der Paritätische Gesamtverband und die Berliner Landesverbände mehrerer Gewerkschaften.

1.01 Uhr: Seehofer: Behörden haben 23 Anschläge seit 2000 verhindert

Nach Angaben von Bundesinnenminister Horst Seehofer (CSU) konnten die deutschen Sicherheitsbehörden seit dem Jahr 2000 knapp zwei Dutzend terroristische Attentate vereiteln. „Unsere Behörden haben seit dem Jahr 2000 23 Terroranschläge verhindert“, sagte Seehofer den Zeitungen der Funke Mediengruppe zum 20. Jahrestag der Terroranschläge in den USA am Samstag.

Zugleich hob der Innenminister hervor, dass weiterhin eine Gefahr von Anschlägen in Deutschland bestehe. „Wir haben Terroranschläge verhindert, aber die Gefahr eines Anschlages besteht auch heute noch.“ Einem Bericht des „Tagesspiegel“ (Samstagsausgabe) zufolge hält das Bundesamt für Verfassungsschutz (BfV) rund 2000 Islamisten in Deutschland für besonders gefährlich.

anb
DPA
AFP



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