News vom Wochenende: 29-Jähriger sticht Frau in Berlin in den Hals


Die News vom Wochenende im stern-Ticker.

Die News vom Wochenende im stern-Ticker:

14.14 Uhr: Schüsse und Militär in den Straßen von Guineas Hauptstadt

Im Zentrum von Conakry, der Hauptstadt Guineas, sind Soldaten aufmarschiert und es ist zu anhaltenden Schusswechseln gekommen. Das Militär war vor allem auf den Straßen der Halbinsel Kaloum zu sehen, wo sich das Präsidialamt und zahlreiche Regierungsinstitutionen des westafrikanischen Landes befinden, wie ein AFP-Reporter berichtete. Telefonisch kontaktierte Bewohner von Kaloum sprachen von heftigem, anhaltendem Beschuss. Die Straßen seien voller Soldaten, welche die Bewohner aufforderten, in ihre Häuser zurückkehren und diese nicht zu verlassen.

Guinea, das trotz beträchtlicher Bodenschätze zu den ärmsten Ländern der Welt zählt, wird seit Monaten von einer tiefen politischen und wirtschaftlichen Krise erschüttert, die durch die Corona-Pandemie noch verschärft wurde. Präsident Alpha Condé hatte vergangenes Jahr eine Verfassungsänderung durchgesetzt, die ihm eine dritte Amtszeit ermöglicht. Im Oktober ging er nach offiziellen Angaben aus der von Gewalt begleiteten, umstrittenen Wahl als Sieger hervor, was wiederum zu Massenprotesten führte.

13.35 Uhr: 58-Jähriger soll Mutter und Bruder getötet haben

Ein 58-jähriger Mann soll in Bad Salzuflen (Kreis Lippe) seine Mutter und seinen Bruder getötet haben. Wie die Polizei und Staatsanwaltschaft in Bielefeld mitteilten, hatten Polizisten die 84-jährige Frau und ihren 63-jährigen Sohn gestern Abend nach einem Hinweis tot in einem Haus gefunden. Die Leichen wiesen Schussverletzungen auf. Der dringend tatverdächtige 58-Jährige wurde am Tatort festgenommen. Die Beamten stellten eine Schusswaffe sicher. Die Hintergründe des Verbrechens sind noch unklar. Eine Mordkommission ermittelt.

13.24 Uhr: Mindestens acht Tote und Dutzende Verletzte bei Busunfall in Ägypten

Bei einem Busunfall in Ägypten sind mindestens acht Menschen ums Leben gekommen und 38 weitere verletzt worden. Der Bus überschlug sich in der Nacht auf der Strecke zwischen dem Badeort Scharm el-Scheich auf der Sinai-Halbinsel und der Hauptstadt Kairo, wie die staatliche Nachrichtenseite „Al-Ahram“ berichtete. Die Zeitung „Al-Masri Al-Jum“ berichtete sogar von zwölf Todesopfern, darunter auch Kinder. Der Bus eines Touren-Anbieters sei gegen eine Betonabsperrung gefahren.

13.07 Uhr: Merkel trifft Kollegen von umgekommenen Feuerwehrleuten

Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) hat in Schalksmühle im Sauerland Kollegen zweier im Hochwasser-Einsatz gestorbener Feuerwehrleute getroffen. Der Besuch sei ein „besonderes Geschenk“, sagte der Leiter der Freiwilligen Feuerwehr Schalksmühle, Dirk Kersenbrock. Merkel wurde von Ministerpräsident Armin Laschet (CDU) begleitet. Anschließend wollte sie sich in Hagen am Rande des Ruhrgebiets eine Brücke ansehen, die während der Flut schwer beschädigt worden war, aber schon wieder aufgebaut ist.

Während der Flutkatastrophe war am 14. Juli in Altena ein 46 Jahre alter Feuerwehrmann nach der Rettung eines Mannes ins Wasser gestürzt und abgetrieben. Seine Kollegen konnten ihn kurz darauf nur noch tot bergen. Knapp zwei Stunden später war ein 52 Jahre alter Feuerwehrmann kollabiert und gestorben.

12.31 Uhr: Tote und Verletzte bei Schlägerei in russischem Straflager

Bei einer Schlägerei in einem Straflager im äußersten Osten Russlands sind zwei Menschen getötet worden. Sechs weitere seien verletzt worden, teilten die Behörden der Agentur Interfax zufolge mit. Die genauen Hintergründe der Auseinandersetzung in dem Lager in der Stadt Amursk etwa 6000 Kilometer östlich von Moskau werden demnach noch untersucht. Es gehe dabei auch um die Frage, ob die Gefängniswächter alles unternommen hätten, um die Schlägerei zu verhindern.

Der Agentur Interfax zufolge sollen Häftlinge Messer verwendet haben. Zwei Gruppen waren demnach aneinandergeraten. Eine Partei habe sich mit Anweisungen der Lagerleitung einverstanden erklärt, die andere nicht, so Interfax. Die Lage sei mittlerweile unter Kontrolle.

12.27 Uhr: „Weißer Riese“ in Duisburg gesprengt

Mit einem lauten Knall ist am Mittag in Duisburg ein fast 50 Jahre altes Hochhaus gesprengt worden. Der 63 Meter hohe Wohnblock, im Volksmund „Weißer Riese“ genannt, fiel in sich zusammen, es bildete sich eine riesige Staubwolke. Zurück blieben 50.000 Tonnen Schutt. Die spektakuläre Sprengung wurde im WDR-Fernsehen übertragen. Die Stadt hatte Schaulustige gebeten, zu Hause zu bleiben. Rund um den Sprengort galt eine Evakuierungszone von 200 Metern. 1750 Duisburger hatten ihre Wohnungen verlassen müssen.

Das 23-geschossige Hochhaus aus dem Jahr 1972 hatte einst 320 Wohnungen beherbergt, von denen aber viele schon lange leerstanden. Die Stadt will mit der Entfernung von insgesamt drei Hochhäusern den als problematisch geltenden Stadtteil Hochheide aufwerten. An der Stelle der riesigen Wohnblöcke ist eine Grünanlage geplant.

12.16 Uhr: Defekter Brautwagen rollt mit Braut auf Abgrund zu

Ein Drama wie in einem schlechten Hollywoodfilm erlebte eine Braut im Allgäu – glücklicherweise aber mit einem Happy End: Die Frau saß gestern in Ofterschwang auf der Rücksitzbank ihres Brautautos, als die Handbremse des abgestellten Oldtimers versagte, wie die Polizei in Kempten mitteilte. Der Oldtimer sei daraufhin unkontrolliert rückwärts losgerollt und habe ein Brückengeländer durchbrochen.

Nur weil das Auto aufgesetzt sei, sei es nicht zu einem Absturz in etwa vier Metern Tiefe in ein Bachbett gekommen. Der hintere Bereich des Autos mit der Braut habe sich beim Halten des Fahrzeugs bereits über dem Abgrund befunden. Die Braut habe dann aber selbständig von der Rücksitzbank nach vorne klettern und über die Fahrerseite unverletzt das Auto verlassen können.

11.59 Uhr: Schiedskommission lehnt Parteiausschluss von Wagenknecht ab

Die Linken-Politikerin und nordrhein-westfälische Spitzenkandidatin zur Bundestagswahl, Sahra Wagenknecht, wird nicht aus ihrer Partei ausgeschlossen. Die Landesschiedskommission habe die beiden vorliegenden Anträge auf Parteiausschluss einstimmig abgelehnt, teilten die NRW-Landessprecher Christian Leye und Nina Eumann mit. „Wir sind froh, dass es eine Entscheidung in diesem wirklich unnötigen Verfahren gibt.“

Wagenknecht ist Mitglied des NRW-Landesverbandes der Linken. Mit ihrem Buch „Die Selbstgerechten“ war sie auch in den eigenen Reihen in die Kritik geraten. Mehrere Mitglieder der Linkspartei hatten daraufhin im Juni ein Parteiausschlussverfahren gegen Wagenknecht bei der Landesschiedskommission beantragt. Die Spitzen der Bundespartei und -fraktion hatten die Ausschlussanträge kritisiert und sich hinter Wagenknecht gestellt.

11.30 Uhr: 29-Jähriger sticht Frau in Berlin in den Hals

Ein Mann soll eine 58-Jährige in einer Berliner Grünanlage durch Messerstiche in den Hals lebensgefährlich verletzt haben. Gestern Mittag habe der 29-Jährige die Landschaftsgärtnerin in Wilmersdorf angesprochen, weil er sich mutmaßlich daran störte, dass sie als Frau arbeitete, wie die Polizei heute mitteilte. Dann soll er ihr plötzlich mit einem Messer mehrfach in den Hals gestochen haben. Er attackierte den Angaben zufolge auch einen zur Hilfe eilenden 66 Jahre alten Passanten mit dem Messer und verletzte ihn schwer.

Der Tatverdächtige wurde noch am Tatort festgenommen. Laut Polizei besteht der Verdacht einer psychischen Erkrankung des Afghanen. Die Generalstaatsanwaltschaft und das Landeskriminalamt ermitteln nun auch unter dem Aspekt eines möglichen islamistisch motivierten Angriffs. Der 29-Jährige soll noch heute einem Haftrichter vorgeführt werden.

10.52 Uhr: Titel gegen Geld? Mitarbeiter von Prinz Charles lässt Amt ruhen

Weil er dabei geholfen haben soll, einem saudischen Großspender einen Ehrentitel zu organisieren, lässt ein enger Mitarbeiter von Prinz Charles sein Amt als Chef einer Wohltätigkeitsorganisation ruhen. Der Geschäftsmann Mahfus Marai Mubarak hatte mindestens 1,5 Millionen Pfund (1,75 Millionen Euro) für Projekte der Prince’s Foundation gespendet und war im November 2016 in einer privaten Zeremonie vom Thronfolger als CBE (Commander of the Most Excellent Order of the British Empire) ehrenhalber ausgezeichnet worden. Die Zeitungen „Sunday Times“ und „Mail on Sunday“ berichteten nun, Michael Fawcett habe Beratern von Mahfus zugesichert, dass er und andere Mitarbeiter von Charles dabei helfen würden, eine Ehrung zu sichern.

Ein Sprecher von Mahfus sagte den Zeitungen, der Großspender habe keinen Einfluss auf die Entscheidung genommen und keine Gegenleistung erwartet. Die Prince’s Foundation leitete eine Untersuchung ein und betonte, sie nehme die Vorwürfe sehr ernst. Fawcett, der die Organisation seit 2018 leitet, habe seine Unterstützung zugesichert.

10.42 Uhr: Streit um Überholmanöver: Traktor spießt Auto auf

Ein Traktorfahrer in den Niederlanden hat nach einem Streit einen Autofahrer niedergeschlagen und dessen Wagen aufgespießt. Zu dem Zeitpunkt saß in dem Auto noch die Ehefrau des 73-jährigen Fahrers, wie die Polizei mitteilte. Der Autofahrer hatte demnach gestern auf einer schmalen Straße bei Roosendaal versucht, den Traktor zu überholen, der aber nach links zog, um das zu verhindern. Nach dem zweiten Versuch stoppte der 43-jährige Traktorfahrer, er und der Rentner stiegen aus und lieferten sich ein Wortgefecht. Nach einem Gerangel schlug der Traktorfahrer den Angaben zufolge den Senior zu Boden und gab ihm noch einen Tritt.

Dann stieg er wieder in den Traktor und fuhr mit hoher Geschwindigkeit rückwärts gegen das Auto, in dem noch die 70 Jahre alte Ehefrau saß. Einer der Heuwender am Traktor durchbohrte dabei die Motorhaube des Autos. Danach fuhr der Traktorfahrer weg. Die Polizei nahm den Mann in seiner Wohnung fest und ermittelt nun wegen Misshandlung und versuchten Totschlags. Schwer verletzt wurde das Rentnerpaar nicht.

10.39 Uhr: Rheinland-Pfälzischer AfD-Abgeordneter verlässt Partei und Fraktion

Der AfD-Abgeordnete im rheinland-pfälzischen Landtag, Matthias Joa, hat seinen Austritt aus Partei und Fraktion erklärt. In einem unter anderem an Landtagspräsident Hendrik Hering (SPD) gerichteten Brief erklärte er dies damit, dass für ihn „als Konservativen und Demokraten“ Grenzen in der politischen Arbeit überschritten worden seien. Damit schrumpft die AfD-Fraktion von neun auf acht Mitglieder. Joa verwies unter anderem auf die östlichen Landesverbände der Partei, „die offensichtlich kein Problem mit tatsächlichen Rechtsradikalen haben und diese nicht nur dulden, sondern diese bewusst integrieren“. Er habe parteiintern „immer wieder für einen gemäßigten Kurs geworben, muss aber heute leider erkennen, dass weite Teile der Partei kaum noch zu differenziertem Denken in der Lage sind“.

Joa kritisierte in dem Brief mit Datum 3. September auch den eigenen Landesverband in Rheinland-Pfalz. „Im AfD-Landesvorstand haben wir mittlerweile Personen sitzen, die definitiv nichts in einer demokratischen Partei zu suchen haben.“ Knapp ein halbes Jahr nach der Landtagswahl beginnt damit in der AfD-Fraktion eine Entwicklung wie in der vergangenen Wahlperiode, in der die Zahl der ursprünglich gewählten 14 Mitglieder auf elf zurückging.

10.03 Uhr: „Bild am Sonntag“ veröffentlicht leere Seite statt Baerbock-Interview

Die „Bild am Sonntag“ hat eine weitgehend leere Seite veröffentlicht, auf der ein Interview mit der Grünen-Spitzenkandidatin Annalena Baerbock hätte stehen sollen. „Das ist Ihre Seite, Frau Baerbock!“ stand darüber. Und weiter: „Die Kanzlerkandidatin der Grünen hätte hier erklären können, wie sie nach der Bundestagswahl regieren will, wie sie tickt, welche Werte sie prägen.“ Nach wochenlangem Zögern habe Baerbock ein Interview abgelehnt, weil sich kein Termin habe finden lassen. Als Fußnote schrieb das Blatt auf den unteren Rand der Seite, dass Baerbock die erste Grünen-Spitzenkandidatin sei, die vor einer Bundestagswahl keine Zeit für ein Interview mit der Zeitung habe.

Eine Grünen-Sprecherin teilte dazu der Deutschen Presse-Agentur mit: „Es gibt eine Vielzahl von Anfragen. Leider lassen sich aus Termingründen nicht alle bedienen.“

9.46 Uhr: 13 Polizisten bei IS-Angriff im Nordirak getötet

Im Norden des Iraks sind bei einem Angriff der Dschihadistenmiliz Islamischer Staat (IS) 13 Polizisten getötet worden. IS-Kämpfer hätten in der Nacht einen Kontrollpunkt der irakischen Bundespolizei südlich von Kirkuk attackiert, sagte ein hochrangiger Offizier der Nachrichtenagentur AFP. Der Angriff dauerte demnach mehrere Stunden.

9.40 Uhr: Auch heute Einschränkungen für Bahnreisende

Bahnreisende müssen sich wegen des Streiks der Lokführergewerkschaft GDL auch heute auf Verspätungen und Ausfälle einstellen. Der Ersatzfahrplan laufe aber stabil, sagte ein Bahnsprecher am frühen Morgen. Inzwischen würden auch 30 Prozent der Züge im bundesweiten Fernverkehr wieder fahren. Dies soll laut Bahn mehr Urlaubern die Abreise ermöglichen. Im Regional- und S-Bahnverkehr fahren nach Angaben des Unternehmens bundesweit rund 40 Prozent der Züge, allerdings mit regionalen Abweichungen. Die Gewerkschaft Deutscher Lokomotivführer (GDL) will den Streik nach einem Sieg vor Gericht bis zum geplanten Ende am Dienstag um 2 Uhr fortsetzen.

9.37 Uhr: Gleitschirmflieger aus NRW stürzt in Österreich 300 Meter in den Tod

Ein Gleitschirmflieger aus Wesseling bei Köln ist in Österreich tödlich verunglückt. Der 53-jährige erfahrene Pilot kam gestern nach Aussage eines Zeugen nach dem Start auf der Emberger Alm in Kärnten in Schwierigkeiten. Er stürzte demnach trotz aktivierten Notschirms in einem Spiralflug unkontrolliert aus rund 300 Meter Höhe ab. Laut Polizei waren die Helfer rasch an Ort und Stelle, der Notarzt konnte aber nur den Tod des Mannes feststellen. Der Freizeitsportler war bei sehr gutem Flugwetter von einem behördlich genehmigten Startplatz für Para- und Hängegleiter aus gestartet.

9.35 Uhr: Mann stirbt nach Haiangriff in Australien

In Australien ist ein Mann bei einer Hai-Attacke ums Leben gekommen. Das Tier habe den Mann am Vormittag an einem Strand bei Coffs Harbour, rund sechs Autostunden nördlich von Sydney angegriffen, teilten die Gesundheitsbehörden des Bundesstaats New South Wales mit. Die zur Hilfe gerufenen Sanitäter konnten den Verletzten demnach nicht mehr retten. „Der Patient erlitt eine kritische Verletzung an seinem Arm“, sagte ein Vertreter der Rettungsdienste. „Trotz der besten Bemühungen von Umstehenden, Ersthelfern und anderen Rettungsdiensten konnte der Patient nicht wiederbelebt werden.“

Es war nach Angaben des Umweltorganisation Taronga Conservation Society Australia der zweite tödliche Hai-Angriff in Australien in diesem Jahr. Im vergangenen Jahr gab es nach offiziellen Angaben 26 Hai-Attacken, von denen acht tödlich verliefen.

9.24 Uhr: Rezo veröffentlicht neues Video zur Klimapolitik

Der Youtuber Rezo hat ein weiteres Video veröffentlicht. Es trägt den Titel „Zerstörung Teil 2: Klima-Katastrophe“. Darin wirft Rezo etlichen Parteien und Politikern – vor allem von CDU und CSU – vor, in Sachen Klimaschutz untätig zu sein. Am Sonntagvormittag hatten das Video auf Youtube bereits 800.000 Menschen gesehen. Vor zwei Wochen hatte Rezo ein Video veröffentlicht mit dem Titel „Zerstörung Teil 1: Inkompetenz“. Auch einen dritten und letzten Teil kündigte Rezo an.

9.03 Uhr: Mehrere Verletzte bei Massenschlägerei von Fußballfans in Russland

Nach einem Fußballspiel in Russland ist es in der Stadt Twer unweit von Moskau zu einer Massenschlägerei zwischen Fans von Spartak Moskau und Zenit St. Petersburg gekommen. Mehr als 60 Menschen seien darin verwickelt gewesen, meldete die Staatsagentur Tass unter Berufung auf Sicherheitskreise. Mindestens sieben Beteiligte seien verletzt worden. Ein Fan erlitt demnach eine Wirbelsäulen-Verletzung. Videos, die von der Schlägerei gestern im Stadtzentrum von Twer stammen sollen, zeigen, wie verletzte Männer mit Blut an der Kleidung auf der Straße liegen. In einer anderen Szene ist zu sehen, wie ein Vermummter gegen den Kopf eines Mannes tritt und danach einen anderen Mann mit der Faust schlägt. Die meisten Beteiligten seien beim Eintreffen der Polizei geflohen, berichteten Sportmedien.

Zu der Schlägerei kam es demnach nach einem Spiel des Ersatzteams von Zenit St. Petersburg gegen den FC Twer (2:2). Die Polizei ermittelte und ging auch der Frage nach, weshalb Fans von Spartak Moskau nach Twer gefahren seien, obwohl deren Mannschaft dort gar nicht spielte.

8.55 Uhr: Japanischer Comedian Takeshi Kitano mit Spitzhacke angegriffen

In Japan hat ein Mann mit einer Spitzhacke das Auto des berühmten Comedian Takeshi Kitano („Takeshi’s Castle“) angegriffen. Der 74-jährige Fernsehstar, der im Inneren des Fahrzeugs saß, blieb bei dem Angriff gestern Abend örtlichen Medienberichten zufolge unverletzt. Der Angreifer, ein etwa 40- und 50-Jähriger aus der Region Chiba östlich von Tokio, zerstörte demnach die Windschutzscheibe und schlug auf andere Teile des Autos ein.

Nach Angaben des Senders NHK ereignete sich der Angriff auf dem Firmengelände des Senders TBS im Anschluss an Dreharbeiten für eine Nachrichten- und Unterhaltungssendung. Die Polizei nahm den Mann am Tatort fest, wie NTV berichtete. Sein Motiv blieb zunächst unklar.

7.25 Uhr: Mindestens 14 Tote bei Angriff im Nordosten Kongos

Bei einem Angriff von mutmaßlichen islamistischen Milizen im Nordosten der Demokratischen Republik Kongo sind laut eines Vertreters der örtlichen Zivilgesellschaft mindestens 14 Menschen getötet worden. Die Opfer seien enthauptet worden, sagte Dieudonné Malangayi unter Verweis auf Schilderungen von Überlebenden. Der Angriff ereignete sich demnach in den Hügeln nahe der Ortschaft Mapasana an der Grenze zu Nord-Kivu.

Malangayi, ein führender Vertreter der Zivilgesellschaft in der Region, machte die Gruppierung Allied Democratic Forces (ADF) für die Tat verantwortlich. Die ADF sind eine islamistische Miliz, die ursprünglich aus Uganda stammt. Sie verübt von allen rund hundert bewaffneten Gruppen im Osten Kongos die meisten Anschläge. Laut US-Regierung gibt es Verbindungen zwischen ADF und der Dschihadistenmiliz Islamischer Staat.

7 Uhr: Söder nennt Lage der Union „in der Tat sehr ernst“

CSU-Chef Markus Söder hat das Ziel der Union bekräftigt, stärkste Fraktion im Bundestag zu werden. „Wir müssen noch deutlicher machen, dass es nur zwei Möglichkeiten gibt. Entweder einen Linksrutsch mit der Linkspartei oder mit einer Ampel. Denn auch die Ampel mit der FDP ist ein verdünnter Linksrutsch“, sagte der bayerische Ministerpräsident der „Welt am Sonntag“. Die FDP werde als kleinster Partner in einem solchen Bündnis linke Politik nicht verhindern können. Am Ende von Rot-Grün sei Deutschland schon einmal mit fünf Millionen Arbeitslosen fast bankrott gewesen.

Zur Lage wenige Wochen vor der Wahl sagte Söder: „Es ist aber in der Tat sehr ernst, und es wird knapp.“ Und weiter: „Sollte die Union nicht in der Regierung sein, kommen schwerste Zeiten auf die Partei zu.“ In Umfragen liegt die Union derzeit teils deutlich hinter der SPD zurück.

6.58 Uhr: US-Generalstabschef hält Bürgerkrieg in Afghanistan für wahrscheinlich

US-Generalstabschef Mark Milley hat sich besorgt darüber geäußert, dass Afghanistan nach der Machtübernahme der Taliban und dem Abzug der internationalen Truppen in einen Bürgerkrieg abgleiten könnte. „Ich weiß nicht, ob die Taliban in der Lage sein werden, ihre Machtstellung zu festigen und eine Regierung zu etablieren“, sagte Milley dem Sender Fox News auf dem US-Luftwaffenstützpunkt Ramstein in Rheinland-Pfalz. „Meine militärische Einschätzung ist, dass sich die Lage wahrscheinlich zu einem Bürgerkrieg auswachsen wird.“

In dem Fall könnten Terrorgruppen das Machtvakuum in Afghanistan für sich nutzen, warnte Milley. Zu befürchten sei, dass sich Al-Kaida neu formiert, die Extremisten des sogenannten Islamischen Staates ihren Einfluss ausbauen „oder eine Vielzahl anderer Terrorgruppen“ sich am Hindukusch breit machen. „Es könnte sein, dass wir binnen 12, 24 oder 36 Monaten sehen werden, wie ausgehend von dieser Region der Terrorismus aufs Neue erstarkt. Und wir werden das beobachten.“

5.42 Uhr: Messerattentäter von Neuseeland sollte seit Jahren abgeschoben werden

Im Fall der Messerattacke von Auckland haben neuseeländische Behörden offenbar seit Jahren versucht, den aus Sri Lanka stammenden Täter abzuschieben. Wie Premierministerin Jacinda Ardern sagte, sei es „frustrierend“, dass der bei der Tat erschossene Mann, ein polizeibekannter Gefährder, frei herumlaufen durfte. Laut erst jetzt freigegebener Informationen war dem Islamisten bereits im April 2019 ein Abschiebungsbescheid zugestellt worden. Doch während sich sein Berufungsverfahren hingezogen hatte, griff sich der 32-Jährige am Freitag in einem Supermarkt in einem Vorort von Auckland ein Küchenmesser aus einem Schaukasten und begann, wahllos Menschen zu attackieren. Sieben wurden verletzt, drei davon schwer. Undercover-Beamte, die zur Beobachtung des Mannes abgestellt waren, erschossen ihn kurz darauf.

5.01 Uhr: Beschäftigte mit Tarifvertrag verdienen bis zu 50 Prozent mehr

Beschäftigte mit Tarifvertrag verdienen in Deutschland ja nach Branche bis zu 50 Prozent mehr als ohne Tarifvertrag. Das geht aus der Antwort der Bundesregierung auf eine Anfrage der Grünen im Bundestag hervor, die der Deutschen Presse-Agentur vorliegt. Demnach lag der mittlere Bruttostundenlohn etwa im verarbeitenden Gewerbe zuletzt bei knapp 27 Euro in Vollzeit mit Tarifbindung des Arbeitgebers, aber nur bei knapp 18 Euro ohne eine solche Bindung. Bei Land- und Forstwirtschaft, produzierendem Gewerbe und im Dienstleistungsbereich sind es 22 Euro mit Tarifverträgen und knapp 17 Euro ohne, im Gesundheits- und Sozialwesen 21 beziehungsweise 16 Euro. Beim Handel und der Auto-Instandhaltung und Reparatur sind es 19 beziehungsweise 16 Euro. Entsprechend verdienen die Beschäftigten mit Tarifverträgen je nach Branche 800 bis 1200 Euro brutto mehr im Monat.

Die Regierung beruft sich bei ihrer Antwort aufs Statistische Bundesamt und nennt als jüngste Zahlen die Werte von 2018.

4.22 Uhr: Mehr als vier Millionen Corona-Infizierte – Inzidenz steigt weiter

Seit Beginn der Corona-Pandemie haben sich laut Robert-Koch-Institut 4.005.641 Menschen in Deutschland nachweislich mit Sars-CoV-2 infiziert. Die tatsächliche Zahl dürfte höher liegen, da viele Infektionen nicht erkannt werden. Im Laufe des Samstags übermittelten die Ämter demnach 10.453 Fälle. Vor einer Woche waren es 8416. Die Sieben-Tage-Inzidenz der Corona-Neuinfektionen stieg erneut an auf 83,1 – am Vortag waren es 80,7, vor einer Woche 74,1. Deutschlandweit wurden binnen 24 Stunden 21 Todesfälle verzeichnet, vor einer Woche waren es 12.

Die Inzidenz der Neuinfektionen war Grundlage vieler Corona-Einschränkungen. Künftig sollen weitere Werte wie die Zahl der binnen sieben Tagen in Kliniken aufgenommenen Corona-Patienten je 100.000 Einwohner stärker berücksichtigt werden. Diese gab das RKI zuletzt am Freitag mit 1,83 an (Vortag 1,74). Ein bundesweiter Schwellenwert, ab wann die Lage kritisch zu sehen ist, ist für die Hospitalisierungs-Inzidenz unter anderem wegen großer regionaler Unterschiede nicht vorgesehen. Der bisherige Höchstwert lag um die Weihnachtszeit bei rund 15,5.

3.38 Uhr: Saudi-Arabien fängt Raketen aus Jemen

Saudi-Arabien hat laut eigenen Angaben drei aus dem Nachbarland Jemen abgefeuerte Raketen abgefangen. Die von Saudi-Arabien geführte Koalition, die im Jemen gegen die Huthi-Rebellen kämpft, erklärte gegenüber der Nachrichtenagentur AFP, sie habe neben den Raketen zudem „drei mit Sprengfallen versehene Drohnen“ abgefangen. Die Raketen hatten demnach die Städte Nadschran und Dschasan im Süden sowie einen ungenannten Ort im für die Ölindustrie wichtigen Osten des Landes zum Ziel.

Im Jemen herrscht seit 2015 Krieg zwischen den von Saudi-Arabien und anderen arabischen Staaten unterstützten Truppen von Präsident Abd Rabbo Mansur Hadi und den Huthi-Rebellen, hinter denen der Iran steht.

3.04 Uhr: Anonymer Fotojournalist aus Myanmar gewinnt wichtigen Preis

Ein Fotograf aus Myanmar ist mit einem prestigeträchtigen Fotojournalismus-Preis ausgezeichnet worden. Der Fotograf, der über die Proteste nach dem Militärputsch in Myanmar berichtet und aus Sicherheitsgründen ungenannt blieb, wurde in Abwesenheit mit dem Preis des Festivals „Visa Pour L’Image“ in Perpignan, Südwestfrankreich, geehrt. Seine Fotos zeigen mit Steinen bewaffnete Demonstranten, Soldaten, die mit scharfer Munition schießen, und Familien, die um ihre Toten trauern.

Mikko Takkunen, Asien-Fotoredakteur der „New York Times“, nahm den Preis im Namen des Fotografen entgegen. In einer Nachricht erklärte der Fotograf, er sei seit dem Putsch Anfang Februar jeden Tag auf der Straße. Bei seiner Arbeit sei er von „Kugelschüssen, Tränengas und ohrenbetäubenden Granaten“ umgeben. Er und seine Kollegen hätten aufgehört, Helme mit der Aufschrift „Presse“ zu tragen, „als wir merkten, dass die Soldaten auf Fotografen zielten“.

1.01 Uhr: Scholz kritisiert Haltung der Linkspartei zu Afghanistan-Rettungseinsatz

SPD-Kanzlerkandidat Olaf Scholz hat die Linke scharf für deren Haltung zum Bundeswehr-Rettungseinsatz in Afghanistan kritisiert. „Die Ablehnung der Bundeswehr-Rettungsentscheidung durch die Partei Die Linke war schlimm“, sagte er dem „Tagesspiegel“. „Wer in Deutschland Regierungsverantwortung übernehmen will, muss sich klar bekennen zur Zusammenarbeit mit den USA, zur transatlantischen Partnerschaft und dazu, dass wir die Nato für unsere Verteidigung und unsere Sicherheit brauchen. Er muss sich bekennen zu einer starken, souveränen Europäischen Union und dazu, dass wir solide mit dem Geld umgehen, dass die Wirtschaft wachsen muss.“ Diese Anforderungen seien unverhandelbar. Bei der Abstimmung im Bundestag über den Evakuierungseinsatz Ende August hatte sich die Mehrheit der Linken-Abgeordneten enthalten, es gab aber auch einige Ja- und Nein-Stimmen.

In Richtung der Grünen sagte Scholz: „Ich möchte gerne mit den Grünen zusammen regieren. Daran habe ich nie irgendeinen Zweifel gelassen. Ich habe in verschiedenen Regierungen schon mit den Grünen zusammengearbeitet, im Bund wie in Hamburg.“ Und weiter: „Wir sind unterschiedliche Parteien, wir haben unterschiedliche Zielsetzungen, aber wir haben viele Schnittmengen.“

0.02 Uhr: SPD baut Vorsprung vor der Union aus

Drei Wochen vor der Bundestagswahl hat die SPD mit Kanzlerkandidat Olaf Scholz ihren Vorsprung vor der Union um einen Prozentpunkt gegenüber der Vorwoche vergrößert und liegt nun bei 25 Prozent. Die CDU/ CSU mit ihrem Kanzlerkandidaten Armin Laschet kommt in der Insa-Umfrage für die „Bild am Sonntag“ auf 20 Prozent, ein Punkt weniger als vor einer Woche und laut der Zeitung ein historischer Tiefstand. Auf dem dritten Platz büßen die Grünen von Kanzlerkandidatin Annalena Baerbock einen Punkt ein und liegen nun bei 16 Prozent, gefolgt von der FDP, die unverändert bei 13 Prozent liegt. Jeweils einen Punkt zulegen können laut den Meinungsforschern die AfD mit 12 und die Linke mit 7 Prozent.

Auch mehrere Umfragen anderer Meinungsforschungsinstitute hatten die SPD zuletzt im Aufwind gesehen und teils deutlich vor der Union. So sieht das am Freitag veröffentlichte ZDF-„Politbarometer“ der Forschungsgruppe Wahlen die Sozialdemokraten ebenfalls bei 25 Prozent, die Union liegt dort bei 22 Prozent.

Die Nachrichten von Samstag, den 4. September:

21.28 Uhr: US-First Lady nimmt Lehrerjob wieder auf

US-First Lady Jill Lady nimmt ihren Job als Lehrerin wieder auf: Die Ehefrau von Präsident Joe Biden wird ab der kommenden Woche wieder unterrichten, wie ein Sprecher der First Lady bestätigte. Laut der „Washington Post“ wird sie an zwei Tagen pro Woche am Northern Virginia Community College nahe Washington in Präsenz Unterricht erteilen. Dort hatte sie bereits gearbeitet, als ihr Mann zwischen 2009 und 2017 unter Barack Obama Vizepräsident war. Jill Biden ist die erste First Lady der USA, die neben ihren Verpflichtungen als Ehefrau des Präsidenten einer beruflichen Tätigkeit nachgeht. Dem Zeitungsbericht zufolge wird sie an dem Community College – einer Art Zwischenstufe zwischen High School und Universität – Kurse im Schreiben von Aufsätzen geben.

20.45 Uhr: US-Militärhelikopter abgestürzt: Fünf Crew-Mitglieder für tot erklärt

Vier Tage nach dem Absturz eines amerikanischen Militärhubschraubers vor der Küste Kaliforniens hat die US-Marine die Rettungsaktion für die Besatzung eingestellt. Die fünf vermissten Crew-Mitglieder seien für tot erklärt worden, teilte die US Navy mit. Einsatzkräfte hätten mehr als 72 Stunden lang intensiv nach den Vermissten gesucht. Der Helikopter war nach Angaben des US-Militärs am Dienstag bei einem Routineflug nahe der Küstenstadt San Diego im Süden des Bundesstaates Kalifornien ins Meer gestürzt. Die Absturzursache werde untersucht.

20.18 Uhr: Tausende Schweizer demonstrieren für Ehe für alle

Tausende Schweizer haben in Zürich für die das Recht auf Heirat für Homosexuelle demonstriert. Bei einem Pride-Marsch forderten die nach Angaben der Organisatoren 20.000 Teilnehmer ein Ja bei der Volksabstimmung über die „Ehe für alle“ am 26. September. Zu dem Protestmarsch aufgerufen hatten mehr als 70 Organisationen.  Laut einer aktuellen Umfrage sind rund 69 Prozent der Schweizer für die Ehe für alle. Das Parlament hatte bereits im Dezember für deren Einführung gestimmt. Die konservative Eidgenössisch-Demokratische Union (EDU) berief jedoch eine Volksabstimmung ein. Regierung und Parlament haben zu einem Ja bei dem Referendum aufgerufen.

20.04 Uhr: Erneut Massenproteste in Frankreich gegen Corona-Politik von Macron

In Frankreich haben am achten Wochenende in Folge wieder Zehntausende Menschen gegen die verschärften Corona-Regeln demonstriert. Landesweit wurde am Samstag zu 200 Protestzügen aufgerufen. Die quer durch das Land organisierten Demonstrationen richteten sich gegen den von Präsident Emmanuel Macron und der Regierung verlangten Gesundheitspass zum Nachweis von Impfung, Genesung oder negativem Test sowie die Impfpflicht bestimmter Berufsgruppen, darunter Beschäftigte im Gesundheitswesen. In zahlreichen Städten wurden erneut Tausende Teilnehmer gezählt. Im südfranzösischen Montpellier sollen laut Präfektur mindestens 6000 Menschen auf die Straße gegangen sein, in Avignon rund 4000. Das französische Innenministerium ging für diesen Samstag wieder von bis zu 170.000 Teilnehmern landesweit aus. Im Juli und August waren an mehreren Samstagen jeweils mehr als 200.000 Menschen auf die Straße gegangen.

18.25 Uhr: „Unteilbar“: Tausende Menschen demonstrieren in Berlin

Tausende Menschen sind für „eine offene und solidarische Gesellschaft“ durch Berlin gezogen. Unter diesem Motto hatte ein breites Bündnis aus Gewerkschaften, Parteien und Vereinen zur „Unteilbar“-Demonstration in der Hauptstadt aufgerufen. In mehreren Blöcken zu unterschiedlichen Themen startete der Zug am frühen Nachmittag in der Leipziger Straße und erreichte bereits nach etwa zwei Stunden den Ort der Abschlusskundgebung in der Karl-Marx-Allee. Die Polizei schätzte die Zahl der Teilnehmenden am Samstag zunächst auf knapp unter 10.000 Menschen. Eine Sprecherin der Veranstaltung ging davon aus, dass wie erwartet rund 30.000 Menschen erschienen seien.

17.08 Uhr: Regionalligist Energie Cottbus meldet versuchte Spielmanipulation

Fußball-Regionalligist FC Energie Cottbus hat den Fußballlandesverband Brandenburg über versuchte Spielmanipulationen unterrichtet. Vor der Partie in der zweiten Runde des Landespokals beim Nordost-Oberligisten Ludwigsfelder SV am Samstag, die Cottbus mit 2:0 gewann, seien mehreren Energie-Spielern „hohe Geldsummen“ angeboten worden, teilte Cottbus am Samstag mit, als Gegenleistung für „einen entsprechenden Verlauf“ des Spiels. Die betroffenen Spieler haben die Angebote zur Manipulation dem Verein mitgeteilt, der dann sowohl den Landesverband als auch den Ludwigsfelder FC informierte.

16.36 Uhr: Polizei löst Party in Waldhütte mit 80 Feiernden auf

Ohne Genehmigung, ohne Masken, ohne Abstand: Die Polizei in Schwetzingen in Baden-Württemberg hat eine Party in einer Waldhütte mit rund 80 jungen Gästen aufgelöst. Wie die Polizei am Samstag mitteilte, trafen die Beamten bei einer Streifenfahrt in der Nacht auf die Feiernden. Die Mehrheit der Partygäste flüchtete beim Anblick der Polizei in den angrenzenden Wald, etwa 30 Menschen blieben vor Ort.

Die Polizei nahm Personalien auf und leitete Überprüfungen beim zuständigen Ordnungsamt ein – denn der Veranstalter hatte zwar für eine Musikanlage samt DJ-Pult gesorgt, jedoch keine Genehmigung für die Feier und kein Hygienekonzept. Anzeigen gab es auch wegen Beamtenbeleidigung sowie des Verdachts auf einen Verstoß gegen das Betäubungsmittelgesetz.

15.42 Uhr: Wegen Entführung der eigenen Kinder – Deutscher in Spanien in U-Haft

Ein Deutscher sitzt in Spanien unter dem Vorwurf der Entführung der eigenen Kinder hinter Gittern. Die zuständige Ermittlungsrichterin auf Teneriffa habe gestern Untersuchungshaft ohne Recht auf Freilassung auf Kaution angeordnet, berichteten Medien heute unter Berufung auf Justizsprecher der Kanaren-Insel. Der seit Jahren von der Mutter getrennt lebende 44-Jährige soll im Dezember vorigen Jahres in Hamburg seine beiden Kinder (10 und 11 Jahre alt) bei einem Besuch verschleppt und sich mit ihnen nach Spanien abgesetzt haben. Er werde auch wegen Bedrohung beschuldigt.

Der Mann war vor eineinhalb Wochen in Portugal im Beisein der Kinder festgenommen und nach Spanien überstellt worden. Gefasst wurde er in Caldas da Rainha etwa 80 Kilometer nördlich von Lissabon. Die Tochter und der Sohn waren amtlichen Angaben zufolge „bei bester Gesundheit“. Sie wurden wenig später der in Hamburg lebenden Mutter übergeben.

14.45 Uhr: Supermarkt brennt komplett ab

Ein Supermarkt ist im nordrhein-westfälischen Ratingen trotz eines Großeinsatzes der Feuerwehr komplett ausgebrannt. Zeugen hätten in der Nacht zum Samstag zunächst einen Brand in einer Bäckerei in dem Gebäude gemeldet, doch als die Einsatzkräfte dort ankamen, habe bereits der gesamte Supermarkt in Flammen gestanden, teilte die Feuerwehr heute mit. Der helle Schein der Flammen sei weithin zu sehen gewesen. 55 Einsatzkräfte waren vor Ort, verletzt wurde niemand. Nun ermittelt die Polizei zur Brandursache.

14.25 Uhr: Alkoholisierter 15-Jähriger baut schweren Autounfall

Ein 15-Jähriger hat im alkoholisierten Zustand im Stadtgebiet von Erfurt einen schweren Autounfall verursacht. Seine Fahrt auf einer in beiden Fahrtrichtungen zweispurigen Straße endete in der Nacht zum Samstag mit einem Crash gegen Bäume und einem Überschlag, wie ein Polizeisprecher in Erfurt mitteilte. Dabei wurde ein 48 Jahre alter Mann auf dem Beifahrersitz schwer verletzt, der Mann habe unter anderem Knochenbrüche erlitten. Der Teenager selbst kam mit leichten Blessuren davon. Wie viel Promille er hatte, ist noch unklar. Am Auto entstand Totalschaden. Laut Polizei gehörte das Auto nicht dem verletzten Beifahrer, der den Jugendlichen ans Steuer gelassen habe. Es sei dem Beifahrer vom Halter des Fahrzeugs überlassen worden.

14.23 Uhr: „Unteilbar“-Demonstranten versammeln sich in Berlin

Mehrere tausend Menschen haben sich in Berlin zur „Unteilbar“-Demo versammelt. Die Polizei spricht  von einer niedrigen vierstelligen Zahl an Teilnehmern. Es gebe weiter starken Zulauf. Das Auftaktprogramm begann in der Leipziger Straße. Vor zahlreichen weiteren Bühnen versammelten sich die Menschen auch auf der Straße des 17. Juni, der Ebertstraße sowie am Potsdamer Platz. Am Nachmittag soll sich der Demonstrationszug nach und nach in Bewegung setzen. Insgesamt wurden etwa 30.000 Demonstrierende unter dem Motto „Eine offene und solidarische Gesellschaft“ erwartet.

Das Aktionsbündnis „Unteilbar“ vereint unterschiedliche Initiativen. Mit dabei sind unter anderem Gewerkschaften, die Menschenrechtsorganisation Amnesty International oder die Klimabewegung Fridays for Future.

14.15 Uhr: Mann in Russland soll Frau tagelang eingesperrt und missbraucht haben

In Russland soll ein 39-Jähriger eine junge Frau neun Tage in einem Keller eingesperrt und sexuell missbraucht haben. Er sei nun festgenommen worden, teilten die Ermittler mit. Der Mann soll die 23-Jährige demnach über eine Dating-Plattform in der Stadt Nischni Nowgorod etwa 400 Kilometer östlich von Moskau kennengelernt haben. Beim Treffen habe er sie mit einem Messer bedroht und zu dem Garagenkeller gebracht, habe die Frau der Polizei berichtet. „Dank guter Ermittlungsarbeit“ sei die 23-Jährige von den Beamten gefunden worden, hieß es. Details wurden zunächst nicht genannt.

Die Ermittler veröffentlichten ein Video von dem Keller mit mehreren Räumen, darunter ein Zimmer mit Badewanne, Toilette und Bett. Russische Medien berichteten, dass der 39-Jährige von seiner Ehefrau über soziale Medien gesucht worden sei, weil er nicht mehr nach Hause gekommen war. Er sitzt nun in Untersuchungshaft.

13.42 Uhr: Autofahrer rasen mit 120 km/h durch Aachens Innenstadt

Mit über 120 Kilometern in der Stunde sind zwei Autofahrer in der Nacht zum Samstag durch die Innenstadt von Aachen gerast. Dabei entging ihnen der Umstand, dass sie im Visier einer hinter ihnen fahrenden Polizeistreife waren. An einer Ampel beendete die Polizei das Rennen. Die beiden Männer im Alter von 31 und 44 Jahren mussten ihre Führerscheine abgeben. Ihre Wagen wurden sichergestellt. Gegen die Fahrer sei ein Strafverfahren eingeleitet worden, teile die Polizei mit.

13.37 Uhr: Mehr als 61 Prozent der Bevölkerung in Deutschland vollständig geimpft

In Deutschland sind mehr als 61 Prozent der Menschen vollständig gegen das Coronavirus geimpft. Das teilte Gesundheitsminister Jens Spahn (CDU) auf Twitter mit. Demnach haben mehr als 54 Millionen Menschen (65,7 Prozent) eine Erstimpfung erhalten. Fast 51 Millionen Menschen (61,2 Prozent) haben den vollen Impfschutz, für den es meist eine zweite Spritze braucht. „Das ist gut – aber wir brauchen noch mindestens 5 Millionen Impfungen für einen sichereren Herbst und Winter“, schrieb der CDU-Politiker.

In Deutschland macht sich allerdings zusehends eine Corona-Impfmüdigkeit breit. Hauptgrund ist aus Sicht des Berliner Charité-Virologe Christian Drosten eine gewisse Gleichgültigkeit in der Bevölkerung, wie er im Podcast „Das Coronavirus-Update“ von NDR Info sagte. Deutschland werde deshalb im Herbst „mit Sicherheit“ wieder Kontaktbegrenzungen brauchen. Gelassen in den Herbst zu gehen, sei eine gewagte Vorstellung.

13 Uhr: Niederländische Polizei stoppt Menschenschmuggel mit Jachtschiff

Niederländische Fahnder haben vor der seeländischen Küste Menschenschmuggler mit einem Jachtschiff gestoppt, mit dem 16 Albaner transportiert wurden. Bei dem Einsatz gestern Abend wurden zwei Ukrainer unter dem Verdacht des Menschenschmuggels festgenommen, teilte die niederländische Gendarmerie heute mit. Neben der Grenz- und Bundespolizei war auch die Küstenwache an dem Einsatz beteiligt. Die Gendarmerie hat die Ermittlungen übernommen. Wo genau das Schiff aufgebracht wurde, teilten die Fahnder nicht mit.

12.47 Uhr: Spätsommerhoch hat Sonne und Wärme im Gepäck

Hoch „Hermelinde“ sorgt weiter für Sonne und spätsommerliches Wetter. „Schönheitsfehler“ gebe es allerdings im Norden, teilte der Deutsche Wetterdienst in Offenbach mit. Denn dort ziehen auch mal dichtere, teils hochnebelartige Wolkenfelder durch. In der Nacht zu Sonntag wird es den Meteorologen zufolge 6 bis 13 Grad frisch. Im Norden und Osten ist Hochnebel zu erwarten, ansonsten ist es nur gering bewölkt oder klar. Tagsüber klettern die Werte im Norden, Osten und an den Alpen auf 20 bis 25 Grad, ansonsten liegen sie zwischen 24 und 29 Grad. Es ist meist heiter bis sonnig, im Norden kann es weiterhin teils hochnebelartig bewölkt sein. Kurze Schauer und Gewitter seien im Mittelgebirgsraum und im südlichen Bergland möglich.

Die neue Woche startet am Montag mit Tageshöchstwerten zwischen 21 und 28 Grad. Auch im Verlauf der Woche erwarten die Meteorologen eine Hochdruckzone, „die zunächst stabil erscheint“.

12.27 Uhr: Mehrere Tote nach Schlammlawine im Nordkaukasus

Beim Abgang einer Schlammlawine im Nordkaukasus sind fünf Menschen ums Leben gekommen. Mehrere Tage nach dem Unglück sei die Leiche eines Mannes aus Moskau gefunden worden, teilten die Behörden der russischen Teilrepublik Dagestan mit. Zuvor waren bereits drei Bewohner der bergigen Region Gunibski und ein Tourist aus St. Petersburg tot aufgefunden worden. Vor mehr als einer Woche hatten heftige Regenfälle die Schlammlawine ausgelöst. Bei dem Unwetter waren zudem Häuser und Straßen beschädigt worden. Dagestan im Norden des Kaukasus liegt am Kaspischen Meer.

12.12 Uhr: SPD-Mitglieder stimmen Schwarz-Rot-Grün in Sachsen-Anhalt zu

Die SPD in Sachsen-Anhalt hat dem Entwurf eines Koalitionsvertrags mit CDU und FDP zugestimmt. In einem Mitgliedervotum sprachen sich 63,4 Prozent der Sozialdemokraten für das schwarz-rot-gelbe Regierungsbündnis aus, wie die Vorsitzenden Andreas Schmidt und Juliane Kleemann bekanntgaben. 36,6 Prozent stimmten dagegen. Die Abstimmung der SPD galt als höchste Hürde für das geplante Bündnis, viele Mitglieder hatten erhebliche Bedenken gegen eine Zusammenarbeit mit Konservativen und Liberalen geäußert.

Nach der SPD müssen nun noch die beiden anderen potenziellen Koalitionspartner zustimmen. Die CDU befragt ebenfalls ihre Mitglieder. Das Votum läuft noch bis zum 7. September, am 10. September will die Partei das Ergebnis verkünden. Am gleichen Tag entscheidet die FDP auf einem Landesparteitag über den Eintritt in die Regierung, die Zustimmung der beiden Parteien gilt als sicher.

11.51 Uhr: Tödlicher Unfall mit Tretboot – Sechsjährige ertrinkt

Bei einem Unfall mit einem Tretboot ist in Österreich ein sechsjähriges Mädchen ertrunken. Wie die Polizei berichtete, war das Kind gestern mit den Eltern und der achtjährigen Schwester auf dem Fluss Mur bei Graz unterwegs, als das Tretboot vermutlich aufgrund eines Lecks plötzlich unterging. Der Vater versuchte, beide Mädchen ans Ufer zu bringen, konnte aber nur die Achtjährige retten, die von einer Passantin reanimiert wurde. Das kleinere Mädchen ging unter. Es konnte von Tauchern nur noch tot geborgen werden. Die 30 Jahre alte Mutter der afghanische Familie konnte sich selbst in Sicherheit bringen.

11.47 Uhr: Zusammenstöße bei Frauen-Demo in Kabul

Bei einer Demonstration für Frauenrechte in der afghanischen Hauptstadt Kabul ist es zu Zusammenstößen gekommen. Mindestens eine Frau sei dabei verletzt worden, berichteten lokale Journalisten. Sie teilten das Video einer Frau, der Blut vom Kopf läuft. Videos von lokalen TV-Sendern und Aktivistinnen zufolge kam es bei der Demonstration zu chaotischen Szenen.

Rund zwei Dutzend Frauen hatten zunächst friedlich in der Nähe des Präsidentenpalastes demonstriert, wie auf in sozialen Medien geteilten Bildern zu sehen war. Sie hielten Schilder in der Hand, auf denen etwa „Wir sind nicht die Frauen von vor 20 Jahren“ stand oder „Gleichheit – Gerechtigkeit – Demokratie!“. Auf Videos ist dann zu sehen, wie die Frauen von 50 oder mehr Sicherheitskräften der Taliban umzingelt sind und sich Schreiduelle mit Taliban liefern. Mehrere von ihnen husten. Die Videos und Angaben konnten zunächst nicht unabhängig verifiziert werden.

11.30 Uhr: Corona-Leugner stürmen slowenisches Staatsfernsehen

Eine Gruppe von Corona-Leugnern und Impfgegnern ist gestern am späten Abend in das Gebäude des slowenischen Staatsfernsehens RTVS eingedrungen. Sie verlangten, dass der Sender ihre Meinung zu diesem Thema darstelle. Die Polizei beendete den Angriff umgehend und nahm 20 Eindringlinge im Nachrichtenstudio des Senders fest, wie die slowenische Nachrichtenagentur STA jetzt berichtete. „Dies ist ein inakzeptabler Angriff auf die Medien, den Journalismus und die Demokratie“, sagte der Nachrichtenredakteur des Senders, Manica Janezic Ambrozic. Sloweniens Journalistenverband DNS erklärte, der Vorfall sei nur „die Spitze des Eisbergs“ in der „Hasskampagne“, die die Regierung von Premier Janez Jansa gegen die Medien führe.

Die Corona-Leugner protestieren seit vier Monaten immer wieder vor dem Fernsehgebäude und belästigen dort dessen Angestellte. Hinter dem Vorfall stehe eine Bewegung, die vom früheren Armeeoffizier Ladislav Troha geleitet werde, einem Veteranen des slowenischen Unabhägigkeitskriegs von 1991, berichtete STA weiter.

11.02 Uhr: Schüsse und Verletzte in Triest – Banden-Streit?

In der norditalienischen Stadt Triest sind bei einem Zwischenfall am Morgen auf offener Straße Schüsse gefallen. Nach Medienberichten wurden acht Menschen verletzt, eine Person davon schwer. Die Schüsse sollen ersten Erkenntnissen zufolge bei einer Massenschlägerei zwischen zwei Banden von Kosovaren gefallen sein, berichteten etwa der öffentlich-rechtliche Sender Rai und italienische Tageszeitungen. Die Polizei habe zwei Verdächtige kurz nach der Tat festgenommen. Ein Augenzeuge sagte der Nachrichtenagentur Ansa, das Geschehen, bei dem zunächst Stühle und Barhocker geworfen wurden, habe rund zehn Minuten gedauert.

10.54 Uhr: GDL setzt Streik fort – Ersatzverkehr läuft

Die Lokführergewerkschaft GDL hat ihren Streik fortgesetzt. Nach Angaben der Bahn lief der Ersatzverkehr erneut „planmäßig an“, jedoch wiederholte das Unternehmen seinen Ratschlag an Fahrgäste, Reisen wenn möglich zu verschieben. Über das Wochenende will die Bahn 30 Prozent der Züge im Fernverkehr anbieten, an den vergangenen Streiktagen waren es 25 Prozent. Im Nahverkehr sind rund 40 Prozent der Züge unterwegs.

Zugleich gab die Bahn Zahlen zur Streikbeteiligung bekannt: Demnach legten seit Beginn der jüngsten Welle am Mittwoch 6057 Lokführer von insgesamt rund 19.700 DB-Triebfahrzeugführerinnen und -führern die Arbeit nieder. Mitarbeitende der Infrastrukturgesellschaften der DB seien hingegen „kaum“ in den Ausstand getreten. In den Bereichen Netz, in der Instandhaltung und an den Bahnhöfen habe die GDL auch zum Arbeitskampf aufgerufen.

9.54 Uhr: Fast acht Stunden im All: Kosmonauten verlegen Kabel an Raumstation

Bei einem fast achtstündigen Außeneinsatz an der Internationalen Raumstation ISS haben zwei Kosmonauten erste Arbeiten am neuen russischen Forschungsmodul absolviert. Dabei bewies der russische Kosmonaut Pjotr Dubrow, dass er selbst im schweren Raumanzug durchaus schnell reagieren kann: Er schnappte die Abdeckung eines Steckers, die in den Weltraum zu fliegen drohte. Allerdings hätten Dubrow und sein Kollege Oleg Nowizki nicht alle geplanten Aufgaben erledigen können, teilte die russische Raumfahrtbehörde Roskosmos mit. Das solle nun am Donnerstag nachgeholt werden. Insgesamt sind elf Außeneinsätze in den nächsten Monaten geplant.

Der US-Raumfahrtbehörde Nasa zufolge wurde aber das Hauptziel des Ausstiegs ins All erreicht: Stromkabel am neuen Modul „Nauka“ (Wissenschaft) mit dem Modul „Sarja“ (Morgenröte) zu verbinden. Damit könne „Nauka“ mit Strom aus dem US-Segment der ISS versorgt werden.

9.05 Uhr: Korruptionsermittlungen gegen Guatemalas Präsidenten

In Guatemala steht Präsident Alejandro Giammattei im Zentrum von Korruptionsermittlungen. Guatemalas Antikorruptionsstaatsanwaltschaft gab bekannt, dass sie Hinweisen nachgehe, wonach ein russischer Geschäftsmann Giammattei bestochen habe. Ein Sprecher sagte der Nachrichtenagentur AFP, die Ermittlungen gingen auf Berichte in örtlichen Medien und den Online-Netzwerken zurück. Demnach richten sich die Ermittlungen streng genommen nicht direkt gegen den Staatschef, da dieser über Amtsimmunität verfüge. Es gehe darum „festzustellen, ob dieses angebliche Verbrechen stattgefunden hat“. Sollten ausreichende Beweise gefunden werden, könnte die Staatsanwaltschaft demnach die Aufhebung der Immunität beantragen.

Der abgesetzte Korruptionsermittler Juan Francisco Sandoval hatte die Vorwürfe gegen Giammattei erstmals geäußert. Generalstaatsanwältin Consuelo Porras, eine enge Freundin des Präsidenten, entließ Sandoval daraufhin seines Amtes als Leiter des Sonderermittlungsbüro für den Kampf gegen Straflosigkeit (FECI), woraufhin er Ende Juli außer Landes floh.

7.23 Uhr: Facebook-Algorithmus verwechselt schwarze Menschen mit Affen

Ein Algorithmus von Facebook hat schwarze Menschen mit Affen verwechselt. Eine Sprecherin des Unternehmens bestätigte das Problem, das bei einem Video des britischen Boulevard-Blatts „Daily Mail“ aufgetreten war. Facebook-Nutzer, die sich das Video mit dem Titel „Weißer Mann ruft Polizei wegen schwarzen Männern am Hafen“ angesehen hatten, wurden anschließend gefragt, ob sie „weiterhin Videos über Primaten sehen möchten“, wie die „New York Times“ berichtete.

Die Sprecherin sprach von einem „eindeutig inakzeptablen Fehler“. Die verantwortliche Software sei sofort vom Netz genommen worden. „Wir entschuldigen uns bei jedem, der diese beleidigenden Empfehlungen gesehen hat“.

6.10 Uhr: Bahn bietet während Streikzeit tausende Leihfahrräder 30 Minuten kostenlos an

Die Deutsche Bahn hat bis zum Ende der Lokführerstreiks eine Freiminuten-Aktion bei tausenden Leihrädern angekündigt. Das Angebot gelte für bundesweit 9000 Leihräder in etwa 80 Städten und Regionen, teilte das Unternehmen am Morgen der Nachrichtenagentur AFP mit. Demnach ist bei diesen Rädern die erste halbe Stunde dann kostenlos. Unterstützt wird die Aktion von den Städtepartnern der Bahn und den Kommunen.

5.01 Uhr: Seit Brexit nur noch halb so viel deutsche Studierende an britischen Unis

Die Zahl deutscher Studentinnen und Studenten an britischen Universitäten ist nach dem Brexit deutlich zurückgegangen. Zum Start des akademischen Jahres in diesem Herbst haben lediglich 800 Deutsche einen Platz an britischen Universitäten, wie aus aktuellen Zahlen der zentralen Vergabestelle UCAS (Universities & Colleges Admissions Service) hervorgeht. Im Vorjahr, das noch eine Brexit-Übergangsphase mit weitgehend gleichen Regeln wie zuvor war, waren es noch 1600.

Während es vor Großbritanniens EU-Austritt sehr unkompliziert war, im britischen Ausland zu studieren und zu forschen, ist nun durch neue Visa-Bestimmungen mehr Aufwand notwendig. Auch kurzfristige Studienaufenthalte sind komplizierter geworden. Mit dem Brexit ist das Vereinigte Königreich auch aus dem EU-eigenen Austauschprogramm Erasmus ausgestiegen, über das Tausende junge Menschen aus der EU jahrelang ihre Auslandssemester auf der Insel verbrachten.

4.23 Uhr: RKI registriert 10.835 Corona-Neuinfektionen –Inzidenz steigt weiter

Die Sieben-Tage-Inzidenz der Corona-Neuinfektionen ist erneut angestiegen. Nach Angaben des Robert-Koch-Instituts liegt sie bei 80,7, am Vortag waren es 80,2, vor einer Woche 72,1. Die Gesundheitsämter in Deutschland meldeten dem RKI binnen eines Tages 10.835 Corona-Neuinfektionen. Vor einer Woche waren es 10.303. Die Zahl der in Kliniken aufgenommenen Corona-Patienten je 100.000 Einwohner innerhalb von sieben Tagen gibt das RKI nun mit 1,83 an (Vortag 1,74). Ein bundesweiter Schwellenwert, ab wann die Lage kritisch zu sehen ist, ist für die Hospitalisierungs-Inzidenz unter anderem wegen großer regionaler Unterschiede nicht vorgesehen. Der bisherige Höchstwert lag um die Weihnachtszeit bei rund 15,5.

Deutschlandweit wurden den neuen Angaben zufolge binnen 24 Stunden 24 Todesfälle verzeichnet, vor einer Woche waren es 22. Das RKI zählte seit Beginn der Pandemie 3.995.188 nachgewiesene Infektionen mit Sars-CoV-2. Die tatsächliche Gesamtzahl dürfte deutlich höher liegen, da viele Infektionen nicht erkannt werden.

4.01 Uhr: Fußgänger klaut Cabriofahrer Luxusuhr vom Handgelenk

Aus seinem offenen Cabrio heraus ist einem Autofahrer in Nordrhein-Westfallen seine wertvolle Luxus-Armbanduhr vom Handgelenk gestohlen worden. Der 61-Jährige stand mit seinem Wagen bei roter Ampel an einer Kreuzung in Langenfeld, als ein Mann auf die Straße trat und ihm die Uhr entriss. Das teilte die Polizei am frühen Morgen mit. Der Wert der Uhr liegt demnach im mittleren fünfstelligen Bereich.

Nach dem Diebstahl gestern Nachmittag flüchtete der Tatverdächtige zu Fuß. Der Bestohlene versuchte ihm noch hinterherzulaufen, verlor ihn jedoch wenig später aus den Augen. Zeugen berichteten außerdem von einem weiteren Mann, der an der Tat beteiligt gewesen sein soll, wie die Polizei weiter mitteilte. Er soll den Vorfall vom Gehweg aus beobachtet haben und ebenfalls geflüchtet sein.

3.42 Uhr: Einstweilige Verfügung gegen Abtreibungsgesetz in Texas erlassen

Im hitzigen Kampf um ein äußerst rigides Gesetz zu Schwangerschaftsabbrüchen im US-Bundesstaat Texas haben Frauenrechtler einen Etappensieg errungen. Übereinstimmenden Medienberichten zufolge erreichte die Gesundheitsorganisation Planned Parenthood, die sich für sexuelle Aufklärung einsetzt, zu Familienplanung berät und Abtreibungen vornimmt, vor einem texanischen Gericht eine einstweilige Verfügung. Diese richtet sich gegen die Anti-Abtreibungs-Organisation „Texas Right to Life“, weil deren Absichten „unmittelbaren, irreparablen Schaden“ für Kliniken und Arbeitnehmer von Planned Parenthood bedeuten würden.

„Texas Right to Life“ arbeitet an vorderster Front daran, das Gesetz zur Anwendung zu bringen und hat unter anderem eine Webseite eingerichtet, bei der Menschen angeschwärzt werden können. Die einstweilige Verfügung bedeutet nun, dass die Organisation bis auf Weiteres keine Klagen gegen Planned Parenthood einreichen kann.

1.46 Uhr: Kuba startet Corona-Impfkampagen für Kinder ab zwei Jahren

Kuba hat mit einer Corona-Impfkampagne bei Kindern im Alter zwischen zwei und 18 Jahren begonnen. Zunächst sollen Kinder ab zwölf Jahren die in Kuba entwickelten Vakzine Abdala und Soberana erhalten, ab dem 15. September sind die jüngeren Kinder dran. Die Regierung des Karibikstaates sieht in der Impfkampagne eine Voraussetzung für die Wiederaufnahme des Präsenzunterrichts.

Wegen der Corona-Pandemie waren Kubas Schulen seit März 2020 die meiste Zeit geschlossen. Die Kinder und Jugendlichen wurden via Fernsehen unterrichtet. Wenn am Montag das neue Schuljahr in Kuba beginnt, sollen alle Schüler solange Fernunterricht bekommen, bis alle für eine Corona-Impfung in Frage kommenden Kinder und Jugendliche die Impfspritzen erhalten haben.

1.01 Uhr: Kompromiss zur Impf-Auskunftspflicht geht Laschet nicht weit genug

Unionskanzlerkandidat Armin Laschet hält den Koalitionskompromiss zur Impf-Auskunftspflicht in Unternehmen für nicht ausreichend. „Aus Gründen der Betriebssicherheit sollte es Arbeitgebern erlaubt sein, sich nach Impfungen in der Belegschaft zu erkundigen – natürlich unter der Voraussetzung, dass diese Informationen vertraulich bleiben“, sagte der CDU-Vorsitzende der Funke-Mediengruppe. „Leider war das im Bund mit der SPD für alle Unternehmen nicht zu machen.“

Union und SPD hatten sich am Donnerstag darauf geeinigt, dass Arbeitgeber von Beschäftigten in Kitas, Schulen und Pflegeheimen künftig Auskunft über eine Corona-Impfung oder eine überstandene Covid-Erkrankung verlangen können. Die entsprechende Gesetzesänderung soll am Dienstag im Bundestag beschlossen werden. Gewerkschaften lehnen das geplante Auskunftsrecht als zu weitgehend ab. Arbeitgeber fordern eine Ausweitung auf die gesamte Wirtschaft.

0.07 Uhr: UN richten humanitäre Konferenz für Afghanistan aus

Angesichts der drohenden humanitären Katastrophe in Afghanistan haben die Vereinten Nationen eine hochrangig besetzte Hilfskonferenz für das Land angekündigt. Das Treffen auf Ministerebene soll am 13. September im Beisein von UN-Generalsekretär António Guterres in Genf stattfinden, wie die Welt-Organisation in New York mitteilte. „Die Konferenz wird sich für eine rasche Aufstockung der Finanzierung einsetzen, damit die lebensrettende humanitäre Operation fortgesetzt werden kann“, hieß es. Nach Einschätzung der UN droht sonst eine humanitäre Katastrophe in dem Land, wie sie auch Bundesaußenminister Heiko Maas (SPD) im kommenden Winter fürchtet.

mad
DPA
AFP



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