Die News von heute im stern-Ticker.

Die News von heute im stern-Ticker:

8.58 Uhr: 14-Jähriger muss sich wegen Mordes vor Gericht verantworten

Wegen Mordes an einem 13 Jahre alten Jungen muss sich ein 14-Jähriger vom 20. Oktober an vor dem Landgericht Heidelberg verantworten. Für den Prozess seien vorerst bis 6. Dezember mehrere Verhandlungstermine angesetzt, sagte eine Gerichtssprecherin. Weil der Angeklagte minderjährig sei, werde der Prozess voraussichtlich unter Ausschluss der Öffentlichkeit stattfinden. Zunächst hatte die Zeitung “Badische Neueste Nachrichten” berichtet.

Der 14-Jährige soll im Februar 2021 einen 13-Jährigen in Sinsheim hinterrücks mit mehreren Messerstichen getötet haben. Dabei folgte er nach Auffassung der Staatsanwaltschaft einem geraume Zeit zuvor gefassten detaillierten Tatplan. Ein Motiv des 14-Jährigen sei seine Eifersucht wegen eines Mädchens gewesen. Für die Tat sieht das Gesetz bei Jugendlichen eine Jugendstrafe bis zu zehn Jahren vor.

8.35 Uhr: Defizit im Haushalt von Bund und Ländern gewachsen

Das Defizit im Gesamthaushalt von Bund, Ländern und Gemeinden ist im ersten Halbjahr 2021 weiter gestiegen. In den ersten sechs Monaten betrug das Finanzierungsdefizit 131,1 Milliarden Euro, was damit noch einmal deutlich über dem Defizit im Corona-Halbjahr 2020 lag, wie das Statistische Bundesamt in Wiesbaden mitteilte. Grund sind der Bundesbehörde zufolge vor allem höhere Ausgaben durch Zuweisungen und Zuschüsse für Corona-Hilfen. Diese wurden zum Beispiel für Corona-Unternehmenshilfen oder für Zahlungen zur Unterstützung der Krankenhäuser verwendet.

Insgesamt stiegen die Ausgaben des Öffentlichen Gesamthaushalts in den ersten sechs Monaten dieses Jahres Im Vergleich zum Vorjahreszeitraum um 10,8 Prozent auf 883,2 Milliarden Euro. Die Einnahmen kletterten um sechs Prozent auf 752,1 Milliarden Euro.

8.28 Uhr: Stärkster Anstieg der Baupreise in Deutschland seit 51 Jahren

Der Neubau von Wohnungen in Deutschland hat sich im August so stark verteuert wie seit 1970 nicht mehr. Die Preise für den Neubau konventionell gefertigter Wohngebäude lagen um 12,6 Prozent über dem Niveau des Vorjahresmonats, wie das Statistische Bundesamt in Wiesbaden mitteilte. Ein stärkerer Anstieg wurde den Angaben zufolge zuletzt im November 1970 mit 13,1 Prozent gegenüber dem Vorjahresmonat gemessen.

Aktuell treibt unter anderem die große Nachfrage nach Baumaterialien wie Holz, Stahl und Dämmstoffen auf den Weltmärkten die Preise. Überdurchschnittlich stark verteuerten sich im August Zimmer- und Holzbauarbeiten.

8.15 Uhr: UN: Afghanischer Wirtschaft droht der Kollaps

Nach der Machtübernahme durch die Taliban steht die Wirtschaft Afghanistans nach Einschätzung der Vereinten Nationen kurz vor dem Kollaps. Die weit verbreitete humanitäre Not, steigende Preise, eingefrorene Vermögen und eingestellte Entwicklungsprojekte hätten zu einer Liquiditätskrise mit ungenügenden Mitteln an Bargeld geführt. Das sagte die Afghanistan-Beauftragte der Welternährungsorganisation WFP, Mary-Ellen McGroarty. Es könne sich nur noch um Wochen handeln, bis die Ökonomie des Landes zusammenbreche.

Eine Dürre in dem Land und der anstehende harte Winter mit steigenden Treibstoffpreisen würden die Situation weiter verschärfen. “Die Menschen werden Schwierigkeiten haben, sich selbst zu ernähren und sich warm zu halten. Ich bin schon lange bei der WFP, und es ist das erste Mal, dass ich eine Krise so schnell eskalieren sehe wie diese”, so McGroarty weiter. Mitte August hatten die militant-islamistischen Taliban in Afghanistan die Macht übernommen. Seitdem hat sich die wirtschaftliche Lage des Landes immer weiter verschlechtert. Jeder dritte Afghane ist vom Hunger bedroht.

7.00 Uhr: Studie: Konflikte und ökologische Bedrohungen sind Teufelskreis

Politische Konflikte und ökologische Bedrohungen hängen einer aktuellen internationalen Analyse zufolge eng miteinander zusammen. Die Zerstörung von Umweltressourcen mache Konflikte wahrscheinlicher, und diese wiederum führten zu einer weiteren Zerstörung, schreiben die Forscher der Denkfabrik Institute for Economics and Peace in ihrem aktuellen “Ecological Threat Report”, der in London vorgestellt wurde.

Auf Basis einer Auswertung von Daten aus 178 Staaten kommen die Wissenschaftler zu folgendem Schluss: 11 der 15 Staaten, die am stärksten unter ökologischen Bedrohungen leiden, darunter viele afrikanische Länder sowie Afghanistan und Pakistan, sind aktuell auch von Konflikten betroffen. Bei den restlichen ist das Risiko hoch, dass sich ihre Stabilität verschlechtern könnte.

6.05 Uhr: Corona: Zehntausende Kinder in USA verlieren Elternteil oder Betreuer

Mehr als 140.000 Kinder in den USA haben einer Analyse zufolge im Zuge der Corona-Pandemie mindestens ein Elternteil oder eine für sie sorgende Betreuungsperson verloren. Diese Hochrechnung gelte allein für den Zeitraum April 2020 bis Juni 2021, berichten Forscher um Susan Hillis von der US-Gesundheitsbehörde CDC im Fachjournal “Pediatrics”. Etwa jedes 500. Kind in den USA sei betroffen.

5.51 Uhr: Impfquote von 70 Prozent: Großraum Sydney lockert Corona-Regeln

Aufatmen im australischen Bundesstaat New South Wales und in der Millionenstadt Sydney: Weil dort inzwischen 70 Prozent der Bevölkerung vollständig geimpft sind, hat die Regionalregierung weitreichende Lockerungen der strikten Corona-Beschränkungen angekündigt. Bereits ab Montag dürfen vollständig Geimpfte – erstmals seit 100 Tagen – wieder in Restaurants essen und ins Fitnessstudio gehen. Zudem können sich wieder zehn statt wie bisher fünf Erwachsene in Privathäusern treffen, im Freien sind Versammlungen von 30 statt wie bisher 20 Menschen erlaubt, wie Regionalpremier Dominic Perrottet erklärte. Ab dem 18. Oktober sollen zudem schrittweise die Schulen wieder aufmachen.

4.30 Uhr: RKI registriert 11.644 Corona-Neuinfektionen – Inzidenz steigt leicht

Bei der Sieben-Tage-Inzidenz in Deutschland gibt es derzeit wenig Dynamik. Das Robert Koch-Institut (RKI) gab den Wert der Neuinfektionen pro 100 000 Einwohner und Woche am Donnerstagmorgen mit 62,6 an. Zum Vergleich: Am Vortag hatte der Wert bei 62,3 gelegen, vor einer Woche bei 63,0. Die Gesundheitsämter in Deutschland meldeten dem RKI binnen eines Tages 11.644 Corona-Neuinfektionen. Das geht aus Zahlen hervor, die den Stand des RKI-Dashboards von 5.38 Uhr wiedergeben. Vor einer Woche hatte der Wert bei 12 150 Ansteckungen gelegen.

3.10 Uhr: Perus Kabinettschef tritt zurück und löst Regierungskrise aus

Rund zwei Monate nach dem Amtsantritt der neuen Regierung in Peru hat der umstrittene Kabinettschef von Staatsoberhaupt Pedro Castillo seinen Posten geräumt. “Wir akzeptieren den Rücktritt des Präsidenten des Ministerrats, Guido Bellido”, sagte Castillo in einer Ansprache im peruanischen Fernsehen. Der Rücktritt des Kabinettschefs zieht den Rücktritt aller Minister nach sich. Castillo kündigte die Vereidigung des neuen Kabinetts für den weiteren Abend an.

2.20 Uhr: Katastrophenschutzbehörde: Mindestens 20 Tote bei Erdbeben im Süden Pakistans

Bei einem Erdbeben im Südwesten Pakistans sind nach Behördenangaben mindestens 20 Menschen ums Leben gekommen und rund 300 weitere verletzt worden. Das Erdbeben ereignete sich den Angaben zufolge am frühen Donnerstagmorgen, während die meisten Menschen schliefen, und erschütterte unter anderem die Stadt Quetta. Nach Angaben der US-Erdbebenwarte USGS hatte das Beben eine Stärke von 5,7 und ereignete sich in einer Tiefe von etwa 20 Kilometern. Viele der Todesopfer seien von einstürzenden Dächern und Mauern verschüttet worden, sagte Suhail Anwar Hashmi von Baluchistans Provinzregierung. Unter den Opfern waren demnach eine Frau und sechs Kinder.

2.10 Uhr: Hausärzte warnen vor Anstieg von Infektionskrankheiten

Der Deutsche Hausärzteverband warnt vor einem starken Anstieg von Infektionskrankheiten infolge der Corona-Pandemie. “Das liegt auch daran, dass die Menschen wegen der Corona-Beschränkungen eineinhalb Jahre kaum Kontakt zu verschiedenen Viren hatten”, sagte der Bundesvorsitzende Ulrich Weigeldt der “Passauer Neuen Presse”. “Insofern ist ihr Immunsystem nicht gut trainiert gegen viele Viren, mit denen wir normalerweise gut fertig werden. Das Resultat: Erkältungskrankheiten fallen stärker ins Gewicht. Die Lockdowns haben also nicht nur Vorteile gebracht.”

2.00 Uhr: Jüdische Studierende prangern alltäglichen Antisemitismus an

Nach den Antisemitismus-Vorwürfen gegen ein Leipziger Hotel haben jüdische Studierende alltäglichen Judenhass in Deutschland angeprangert. “Der antisemitische Vorfall im Westin Hotel Leipzig hat erneut gezeigt, wie verbreitet Antisemitismus in allen gesellschaftlichen Milieus ist, und dass Jüdinnen und Juden mit diesem überall im Alltag konfrontiert werden”, sagte die Vorsitzende der Jüdischen Studierendenunion, Anna Staroselski, der “Rheinischen Post”. Sie erlebten Judenhass in der Schule, Uni, U-Bahn oder auf der Straße. In den letzten Jahren sei ein Anstieg antisemitischer Taten und Äußerungen zu verzeichnen, wie sich etwa auf den Corona-Demonstrationen oder den antisemitischen Protesten im Mai und Juni gezeigt habe.

1.33 Uhr: Mann bei Massenschlägerei in Hamburg lebensgefährlich verletzt

Bei einer Massenschlägerei in Hamburg-Harburg ist am Mittwochabend eine Person lebensgefährlich verletzt worden. Der Mann wurde mit einer Stichwunde am Rücken und einer Platzwunde am Kopf ins Krankenhaus gebracht, wie ein Polizeisprecher sagte. Vorangegangen war demnach eine Schlägerei mit bis zu 20 Beteiligten. Nicht weit vom Tatort fanden die Beamten demnach ein Messer, mit dem das Opfer verletzt worden sein soll. Drei Männer seien festgenommen worden.

0.24 Uhr: Mutmaßliche IS-Frauen aus Syrien nach Deutschland zurückgebracht

Die Bundesregierung hat acht deutsche Frauen samt 23 Kindern aus Syrien zurückgeholt, die sich in der Vergangenheit mutmaßlich der Terrormiliz IS angeschlossen hatten. Die Maschine landete am Mittwochabend kurz vor Mitternacht auf dem Frankfurter Flughafen. Die Frauen sollen sich vor mehreren Jahren den sunnitischen Extremisten des Islamischen Staats (IS) angeschlossen haben. Zuletzt lebten sie mit ihren Kindern in einem Gefangenenlager im Nordosten Syriens, der unter kurdischer Verwaltung steht. Ein Großteil der Rückkehrerinnen sei nach der Landung in Haft genommen worden, teilte Außenminister Heiko Maas (SPD) mit. An Bord der Chartermaschine waren zudem 3 Frauen und ihre 14 Kinder, die von Dänemark zurückgeholt wurden. Die Rückholaktion wurde von den USA unterstützt.

cl
DPA
AFP



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