Die News von heute im stern-Ticker.

Die News von heute im stern-Ticker:   

12.39 Uhr: Hinterbliebenen-Expedition zum „Estonia“-Wrack unterwegs

Neue Expedition zum Wrack der 1994 gesunkenen Ostsee-Fähre „Estonia“: Ein privat finanziertes Expertenteam aus Estland ist am Wochenende zur Unglücksstelle aufgebrochen. Im Auftrag der Hinterbliebenen-Organisation der Opfer der Schiffskatastrophe stach ein Forschungsschiff am Samstag im niederländischen Eemshaven in See. Es soll voraussichtlich am Mittwoch am Unglücksort eintreffen und dort neue Untersuchungen einleiten, berichtete die estnische Zeitung „Postimees“. Dabei sollen verschiedene Sonargeräte zum Einsatz kommen, um das Schiff und den Meeresboden zu untersuchen.

Geleitet wird die parallel zu einer offiziellen Untersuchung durch staatliche Behörden erfolgende Expedition vom früheren estnischen Staatsanwalt und „Estonia“-Ermittler Margus Kurm. Der Untergang der „Estonia“ gilt als die schwerste Schiffskatastrophe in Europa nach dem Zweiten Weltkrieg. Die Fähre war in der Nacht zum 28. September 1994 mit 989 Menschen an Bord auf ihrem Weg von Tallinn nach Stockholm vor der finnischen Südküste gesunken. 852 Menschen starben, nur 137 überlebten.


Die abgebrochene Bugklappe der "Estonia"

12.33 Uhr: Kreml bewertet Parlamentswahl in Russland als „frei und fair“

Trotz massiver Manipulationsvorwürfe sieht der Kreml keinen Grund für Zweifel an der Rechtmäßigkeit der Parlamentswahl in Russland. Die Abstimmung sei „frei und fair“ gewesen, sagte Sprecher Dmitri Peskow in Moskau der Agentur Interfax zufolge. „In dieser Hinsicht bewerten wir die Wahl ziemlich positiv.“ Die unabhängigen Wahlbeobachter der Organisation Golos haben dagegen Tausende Verstöße aufgelistet. Das Team des inhaftierten Kremlgegners Alexej Nawalny sprach von der „schmutzigsten Wahl“ seit Jahren.

Zugleich zeigte sich der Kreml mit dem Abschneiden der Regierungspartei Geeintes Russland zufrieden. „Die Partei hatte die Aufgabe, ihre führende Position zu verteidigen. Diese Aufgabe wurde sicherlich erfüllt“, sagte Peskow. Die Partei, die den Kurs von Präsident Wladimir Putin stützt, lag nach Auszählung von mehr als 95 Prozent der Stimmen bei 49,6 Prozent, wie die Zentrale Wahlkommission mitteilte.

12.31 Uhr: Große Mehrheit junger Menschen misstraut Politik bei Nachhaltigkeit

Fast drei Viertel der jungen Menschen in Deutschland zwischen 15 und 24 Jahren misstrauen laut einer Studie der Umweltschutzorganisation Greenpeace der Politik beim Thema Nachhaltigkeit. „Ich fühle mich von der Politik beim Thema Umgang mit der Umwelt im Stich gelassen“, sagten 71 Prozent in einer Befragung des Instituts Aris für Greenpeace-Nachhaltigkeitsbarometer 2021. Dagegen vertrauen demnach hier 80 Prozent auf den Einsatz von Nichtregierungsorganisationen, ähnliche viele auch auf Wissenschaft und Forschungseinrichtungen (79 Prozent) sowie auf Initiativen wie Fridays for Future (76 Prozent).

68 Prozent der Teilnehmerinnen und Teilnehmer stimmten der Aussage zu: „Ich habe das Gefühl wir jungen Menschen müssen die Fehler der Älteren im Umgang mit der Umwelt ausbaden.“ Ebenso viele äußerten Ängste hinsichtlich Klimawandel, Verlust der Artenvielfalt und neue durch Tiere übertragene Krankheiten. „Der Schutz von Ökosystemen muss Vorrang vor menschlicher Nutzung haben“, forderten 71 Prozent. 80 Prozent verlangten, „dass unser heutiges Verhalten auch nachfolgenden Generationen Chancen und Ressourcen lassen muss“.

11.59 Uhr: Zwei Männer in Berlin auf offener Straße angeschossen

In Berlin sind in der Nacht zwei Männer auf offener Straße angeschossen worden. Im Bezirk Lichtenberg wurde zunächst auf einen 36-Jährigen und rund anderthalb Stunden später in einem anderen Teil des Bezirks auf einen 27-Jährigen geschossen, wie Polizei und Staatsanwaltschaft heute mitteilten. Die beiden schwer verletzten Männer kamen den Angaben zufolge mit Schussverletzungen ins Krankenhaus. Die Kriminalpolizei und die Mordkommission übernahmen die weiteren Ermittlungen. Ein Zusammenhang zwischen beiden Taten werde geprüft, hieß es.

11.56 Uhr: Gurt abgelegt – 18-Jähriger wird aus Autofenster geschleudert

Bei einem abrupten Ausweichmanöver ist in Karlsruhe ein 18-Jähriger gestern aus dem Fenster eines Autos geschleudert und schwer verletzt worden. Wie die Polizei heute mitteilte, hatte der Beifahrer seinen Sicherheitsgurt gelöst und sich danach mit dem Oberkörper aus dem geöffneten Fenster gelehnt. Kurz darauf habe der 19 Jahre alte Fahrer des Autos einem Tier ausweichen müssen, das plötzlich über die Fahrbahn gelaufen sei. Der 18-Jährige sei dadurch auf die Straße geschleudert worden. Der Mann kam in ein Krankenhaus.

11.33 Uhr: Münchner Gericht verbietet einstweilig Plakate „Hängt die Grünen“

Das Landgericht München I hat der rechtsextremen Splitterpartei III. Weg das Aufhängen von Wahlplakaten mit dem Slogan „Hängt die Grünen!“ verboten. Das Gericht habe der Partei mit Beschluss vom Freitag per einstweiliger Verfügung untersagt, den Slogan öffentlich zu verwenden, erklärte eine Sprecherin heute. Sollten Vertreter des III. Weges Widerspruch einlegen, müsse öffentlich verhandelt werden. Die Formulierung jemanden „zu hängen“ werde in der Regel dahin verstanden, jemanden aufzuhängen, in sonstiger Weise zu töten oder körperlich zu verletzen, heißt es in dem Beschluss. Mit der Äußerung werde das allgemeine Persönlichkeitsrecht der Antragstellerinnen, also der Grünen, verletzt.

Das Verwaltungsgericht Chemnitz hatte hingegen entschieden, dass Plakate mit diesem Slogan trotz eines Verbots der Stadt Zwickau hängen bleiben dürfen, allerdings nur mit 100 Metern Abstand zu Plakaten der Grünen. An dem Urteil gab es bundesweit Kritik. Zwickau hat dagegen Beschwerde beim Oberverwaltungsgericht Bautzen eingelegt.

11.30 Uhr: Mann schießt in Spanien auf fünf Menschen – Schwangere verliert Kind

Ein Mann hat am Morgen in der spanischen Stadt Sabadell bei Barcelona fünf Menschen niedergeschossen, die an einer Party unter freiem Himmel teilnahmen. Eines der Opfer, eine im siebten Monat Schwangere, habe wegen ihrer Verletzungen ihr Kind verloren, berichtete die Zeitung „La Vanguardia“ unter Berufung auf die Polizei. Ein anderes Opfer sei von vier Kugeln lebensgefährlich verletzt worden. Dessen Freundin habe der Polizei gesagt, sie vermute, dass es sich bei dem Täter um ihren Ex-Freund handelte, der erst vor Kurzem aus dem Gefängnis entlassen worden sei. Die anderen drei Opfer wurden der Polizei zufolge nur leicht verletzt. Nach dem Täter werde gefahndet, hieß es. Es wird auch nicht ausgeschlossen, dass es sich um eine Abrechnung im Bandenmilieu gehandelt haben könnte.

11.28 Uhr: Manöver mit Tausenden Soldaten in Westukraine gestartet

Vor dem Hintergrund der Spannungen mit Russland hat in der Westukraine ein Manöver auch mit Nato-Truppen begonnen. Knapp 25 Kilometer vom EU-Staat Polen entfernt werden etwa 6000 Soldaten aus rund einem Dutzend Staaten Kampfeinsätze trainieren, wie das Verteidigungsministerium in Kiew mitteilte. Geübt werden bei dem jährlichen US-amerikanisch-ukrainischen Manöver Rapid Trident (Schneller Dreizack) noch bis Freitag kommender Woche auch Offensiv- und Luftlandeoperationen. Die Bundeswehr entsandte einen Beobachter.

Die Ukraine trainiert seit den 1990er-Jahren regelmäßig mit Einheiten aus Nato-Staaten. Seit 2019 ist das Ziel eines Beitritts zum westlichen Militärbündnis in der Verfassung verankert. In den letzten Monaten hatten wiederholt Militärübungen des Westens und Russlands für Spannungen gesorgt. Im Juni hatte die russische Schwarzmeerflotte nach eigenen Angaben ein britisches Kriegsschiff mit Warnschüssen und Bombenabwürfen an der Halbinsel Krim zum Kurswechsel gezwungen.

11.13 Uhr: Mann gesteht tödlichen Messerstich auf 16-Jährigen in Flensburg

Ein 20 Jahre alter Mann, der an Karfreitag in Flensburg einen 16-Jährigen erstochen haben soll, muss sich seit heute am Landgericht Flensburg wegen Totschlags verantworten. Der zur Tatzeit 19-jährige Deutsche soll den Jugendlichen laut Staatsanwaltschaft gegen 18.20 Uhr auf einer Aussichtsplattform in der Nähe der Duborgskolen nach einem Streit mit einem Küchenmesser ins Gesicht gestochen haben. Zuvor soll der 16-Jährige den Angeklagten am Kragen gepackt und mit einem Faustschlag in das Gesicht attackiert haben. Der Jugendliche erlag wenig später im Krankenhaus seinen Verletzungen.

Der Angeklagte hat vor Gericht den Messerstich eingeräumt. Seiner Aussage zufolge kannte er den 16-Jährigen flüchtig und dieser habe ihn im Vorfeld bereits mehrfach beleidigt. Den Grund dafür kenne er nicht. Auch am Tatabend sei der 16-Jährige auf ihn zugekommen und habe ihn an den Kragen gepackt und beleidigt. Als er den Jugendlichen gefragt habe, was dieser für ein Problem mit ihm habe, habe dieser ihn geschlagen. Daraufhin habe er das Messer gezogen und zugestochen.

11.06 Uhr: 63,1 Prozent aller Menschen in Deutschland vollständig geimpft

Bei den Corona-Impfungen in Deutschland sind nun 63,1 Prozent der Bevölkerung vollständig geimpft. Die dafür meist nötige zweite Spritze erhielten 52,5 Millionen Menschen, wie aus Daten des Bundesgesundheitsministeriums hervorgeht. Mindestens eine erste Impfung bekommen haben fast 55,9 Millionen Menschen oder 67,2 Prozent aller Einwohner.

Minister Jens Spahn (CDU) hob hervor, dass damit nun 78 Prozent der Erwachsenen in Deutschland mindestens einmal geimpft sind – voll geimpft sind laut Robert-Koch-Institut 73,8 Prozent der über 18-Jährigen. Unter den Kindern zwischen 12 und 17 Jahren sind demnach mittlerweile 39 Prozent mindestens einmal geimpft und 29,1 Prozent vollständig geimpft. „Jede einzelne Impfung hilft allen für einen sicheren Winter“, schrieb Spahn auf Twitter.

10.36 Uhr: Scholz doch persönlich im Ausschuss zu Geldwäsche-Ermittlungen

Anders als erwartet ist Finanzminister Olaf Scholz (SPD) doch persönlich im Finanzausschuss zu Geldwäsche-Ermittlungen im Zusammenhang mit einer Zollbehörde erschienen. Weniger als eine Woche vor der Bundestagswahl stellte sich der SPD-Kanzlerkandidat in Berlin den Fragen der Abgeordneten – ohne dass der Ausschuss ihn eigens herbeizitieren musste. FDP, Grüne und Linke hatten die Sondersitzung des Bundestagsausschusses beantragt, nachdem die Osnabrücker Staatsanwaltschaft eine Durchsuchung beim Finanz- und beim Justizministerium durchgeführt hatte.

Hintergrund der Aktion sind Ermittlungen gegen Mitarbeiter der FIU, einer Anti-Geldwäsche-Spezialeinheit des Zolls in Köln, die Scholz‘ Finanzministerium zugeordnet ist. FIU-Mitarbeiter sollen Hinweise auf Terrorfinanzierung nicht rechtzeitig an Justiz und Polizei weitergeleitet haben. In diesem Zusammenhang wollten die Ermittler Unterlagen aus beiden Ministerien einsehen, darunter E-Mails zwischen FIU und Finanzministerium und Korrespondenz der beiden Ministerien.

10.14 Uhr: Massaker an russischer Uni – Ermittler melden jetzt acht Tote

Bei dem Angriff eines Mannes auf eine Universität in der russischen Stadt Perm am Ural sind nach neuesten Angaben der Ermittler acht Menschen getötet und rund 20 verletzt worden. Nach Angaben der Hochschule wurde der Angreifer ebenfalls getötet. Die Nachrichtenagentur AFP meldet dagegen, der Mann, ein Student, sei den Ermittlern zufolge festgenommen und dabei verletzt worden.

9.59 Uhr: Hungerstreikende in Berlin setzen Ultimatum und drohen mit Verschärfung

Klimaaktivistinnen und -aktivisten im Hungerstreik in Berlin haben der Politik ein neues Ultimatum für Gespräche gesetzt – manche von ihnen wollen bei Nichtbeachtung auch keine Flüssigkeit mehr zu sich nehmen. Sie riefen die Spitzenkandidatin der Grünen, Annalena Baerbock, sowie die Spitzenkandidaten von CDU und SPD, Armin Laschet und Olaf Scholz, bis Donnerstag um 19 Uhr erneut zu einem Gespräch auf, wie die Gruppe am Morgen mitteilte. Sollten die Politiker den Termin nicht wahrnehmen, wollen die Hungerstreikenden unterschiedlich reagieren. Einige der Aktivistinnen und Aktivisten, die inzwischen seit mehr als drei Wochen hungern, haben für diesen Fall damit gedroht, ihre Aktion zu verschärfen und auch keine Flüssigkeit mehr zu sich zu nehmen. Die anderen wollen diesem „trockenen Hungerstreik“ nicht folgen. Unklar ist, ob sie dennoch in der bisherigen Form weitermachen oder die Aktion ganz beenden wollen.

Alle drei Kanzlerkandidaten hatten die Hungernden aufgefordert, ihre Protestaktion abzubrechen. Dann seien sie zu Diskussionen bereit, allerdings nach der Bundestagswahl, einzeln und nicht öffentlich.


Hungerstreik in Berlin: Aktivisten hungern für radikalere Klimapolitik

9.49 Uhr: Mann schießt an Uni in Russland um sich – fünf Tote

Ein Mann hat in der russischen Stadt Perm an einer Universität um sich geschossen und nach Angaben der Ermittler fünf Menschen getötet. Auf Videos im sozialen Netzwerk Telegram und auf Twitter ist zu sehen, wie Menschen aus Fenstern des Universitätsgebäudes in der Stadt rund 1200 Kilometer östlich von Moskau springen. Dozenten verschanzten sich eigenen Angaben zufolge vor dem maskierten Mann in ihren Büros. Studenten wurden aufgefordert, sich in den Hörsälen einzuschließen.

Mittlerweile wurde der Angreifer nach Angaben der Hochschule gefasst.

9.26 Uhr: Russlands Regierungspartei holt nach eigener Aussage Zweidrittelmehrheit

Die Regierungspartei von Präsident Wladimir Putin hat bei den russischen Parlamentswahlen nach eigenen Angaben die für Verfassungsänderungen wichtige Zweidrittelmehrheit verteidigt. Der Generalsekretär von Geeintes Russland, Andrej Turtschak, erklärte, seine Partei habe mindestens 315 der 450 Sitze gewonnen und sprach von einem „klaren und sauberen“ Sieg, obwohl es massive Betrugsvorwürfe gibt. Turtschak zufolge gewann seine Partei 195 der insgesamt 225 zur Wahl stehenden Direktmandate sowie 120 Sitze über die Parteiliste. Nach Auszählung von 85 Prozent der Stimmen kam die Kreml-Partei auf 49,8 Prozent. Das waren weniger als in der vorherigen Wahl, wo Geeintes Russland noch 54,2 Prozent der Stimmen und inklusive der Direktmandate 334 Sitze im Parlament auf sich vereinen konnte.

Verbündete des inhaftierten Kreml-Kritikers Alexej Nawalny erklärten, die dreitägige Wahl sei massiv gefälscht worden. In den vergangenen Monaten waren die russischen Behörden zudem massiv gegen die Opposition vorgegangen, viele Regierungsgegner sitzen hinter Gittern oder sind ins Ausland geflohen. Nur sehr wenige dezidiert Putin-kritische Kandidaten wurden zur Wahl zugelassen. Der Sieg von Geeintes Russland galt bereits als nahezu sicher.

8.39 Uhr: Stärkster Anstieg der Erzeugerpreise seit 1974

Der Preisauftrieb in Deutschland legt von bereits hohem Niveau aus weiter zu. Im August erhöhten sich die Preise, die Hersteller für ihre Waren erhalten, gegenüber dem Vorjahresmonat um 12 Prozent, wie das Statistische Bundesamt in Wiesbaden mitteilte. Das ist der höchste Zuwachs seit Ende 1974, als die Erzeugerpreise während der ersten Ölkrise stark gestiegen waren. Im Juli dieses Jahres hatte die Steigerungsrate 10,4 Prozent betragen, im Juni waren es 8,5 Prozent gewesen. Schon das waren ungewöhnlich hohe Zuwächse.

Entscheidend für die Entwicklung sind den Angaben zufolge kräftige Preissteigerungen von Energie und Vorleistungsgütern. Energie war im August durchschnittlich fast ein Viertel teurer als ein Jahr zuvor. Besonders deutlich stiegen die Preise für Erdgas, die um gut 44 Prozent zulegten. Daneben verteuerten sich viele Vorleistungsgüter wie Holz erheblich. Hintergrund sind die hohe Nachfrage wegen der weltweiten Konjunkturerholung nach dem Corona-Schock und teils erhebliche Probleme im internationalen Warenhandel, die für Knappheiten sorgen.

8.28 Uhr Uhr: Spaniens Regierungschef sagt nach Vulkanausbruch schnelle Hilfe zu

Spaniens Regierungschef Pedro Sánchez hat nach dem Vulkanausbruch auf der Kanareninsel La Palma allen Geschädigten schnelle Hilfe zugesagt. „Die Bürger der Insel können beruhigt sein, weil der Staat genügend Mittel und Personal zur Verfügung hat“, sagte Sánchez. Er sagte einen geplanten USA-Besuch ab und flog auf die Insel.

Der Vulkan war gestern erstmals seit 50 Jahren wieder aktiv geworden. Mehrere Lavaströme wälzten sich auch die Nacht über mit einer Geschwindigkeit von etwa 700 Metern pro Stunde bergab in Richtung bebauter Gebiete. Mehrere Häuser seien bereits zerstört oder beschädigt worden, berichtet der staatliche TV-Sender RTVE. Etwa 5000 Menschen wurden bisher nach Angaben der Polizei aus gefährdeten Gebieten evakuiert.

7.42 Uhr: 57 Stunden umsonst geflogen: Glücklose Pfuhlschnepfe muss umdrehen

Großes Pech für einen Zugvogel: Wegen widriger Wetterbedingungen ist eine Phulschnepfe auf ihrem Weg nach Neuseeland umgekehrt und Tausende Kilometer zurück nach Alaska geflogen. Das Tier, dessen Migration vom neuseeländischen Department of Conservation mittels eines Funksenders am Bein verfolgt wird, sei im Yukon-Kuskokwim-Delta in Alaska in Richtung Südpazifik gestartet, teilte die Behörde mit. Nach 2000 Kilometern sei der ausgewachsene Vogel aber auf so starke Winde gestoßen, dass er umdrehen musste. Nach einem 57-stündigen Nonstop-Flug landete er wieder in Alaska.

Forscher interessiere besonders, was der Vogel als nächstes tue, wie lange er sich ausruhe und ob er doch noch den ganzen Weg nach Neuseeland schaffe, erklärte Zoologie-Professor Phil Battley von der neuseeländischen Massey University. „Er hat noch Zeit. Er hat sicher nicht seine ganze Energie verbraucht“, so der Experte. „Er hat gemerkt, dass er mit Gegenwind konfrontiert war und dachte, das sei kein guter Start für einen zehntägigen Flug.“

7.37 Uhr: Unregelmäßigkeiten bei Russland-Wahl beklagt

Bei der Auszählung der Stimmen zur Parlamentswahl in Russland haben Gegner der Kremlpartei und Beobachter Unregelmäßigkeiten in der Hauptstadt Moskau beklagt. Auch mehr als zwölf Stunden nach Schließung der Wahllokale gab es am Morgen keine Ergebnisse der Online-Abstimmung für die Staatsduma. „Wir sind überzeugt, dass die Stimmen der elektronischen Abstimmung noch nicht veröffentlicht sind, weil sie so die Wahlen fälschen wollen“, teilte der parteilose Kandidat Michail Lobanow mit. Der Hochschullehrer und sein Stab kündigten an, um jede Stimme zu kämpfen.

Auch Medien in der Hauptstadt wunderten sich, dass Stimmzettel von Hand schneller ausgezählt wurden als die der Online-Abstimmung. Die Wahllokale hatten am Sonntag um 20 Uhr (19 Uhr MESZ) geschlossen. Aus anderen Teilen des Landes waren die Ergebnisse der Online-Abstimmung wenige Stunden nach Schließung der Wahllokale veröffentlicht worden.

7.27 Uhr: Mann wirft Baby aus erstem Stock – US-Polizist fängt Säugling

Ein US-Polizist hat ein Baby aufgefangen, nachdem es aus dem ersten Stock eines Gebäudes in Jersey City geworfen wurde. Der erst einen Monat alte Säugling sei bei dem Vorfall nicht verletzt worden, berichten US-Medien. Ein Anrufer habe die Polizei in der Nachbarstadt von New York City am Samstag davor gewarnt, dass ein Kind in Gefahr sei. Ein Mann habe dann vor den herbeigerufenen Beamten damit gedroht, das Baby über einen Balkon im ersten Stock zu werfen. In welcher Beziehung er zu dem Kind steht, ist unklar. Die Polizisten hätten das Gebiet abgesperrt, um mit dem Mann zu verhandeln, doch dieser habe das Baby letztlich vom Balkon geworfen, schrieb Bürgermeister Steven Fulop auf Instagram. Polizist Eduardo Matute reagierte schnell und fing das Baby auf. Fulop dankte den Beamten für ihre Arbeit und veröffentlichte ein Foto, das Matute mit dem Säugling auf dem Arm im Krankenhaus zeigt.

Der Tatverdächtige sei festgenommen worden, sagte eine Sprecherin der Stadt dem Sender CNN. Er wurde demnach wegen versuchten Mordes, schwerer Körperverletzung und Kindeswohlgefährdung angeklagt. Das Baby sei vorsorglich in ein örtliches Krankenhaus gebracht und später wieder entlassen worden.

5.47 Uhr: Studie: Zahl der Koalas in Australien sinkt rapide

Die Koalas sind in Gefahr: Die Zahl der australischen Beutelsäuger nimmt einer neuen Studie zufolge rapide ab und ist allein in den vergangenen drei Jahren um 30 Prozent geschrumpft. Der Bestand sei in allen Regionen des Landes zurückgegangen, besonders aber im Bundesstaat New South Wales an der Ostküste, teilte die Australian Koala Foundation (AKF) mit. Hier sei die Zahl sogar um 41 Prozent zurückgegangen. In vielen Landesteilen seien Koalas bereits ausgestorben.

Der Stiftung zufolge leben heute schätzungsweise noch zwischen etwa 32.000 und 58.000 Koalas auf dem fünften Kontinent. 2018 waren es noch zwischen 46.000 und 82.000. Die verheerenden Buschfeuer im Sommer 2019/2020 hätten erheblich zur Dezimierung der possierlichen Eukalyptus-Esser beigetragen, sagte die AKF-Vositzende Deborah Tabart. Allerdings sei dies nicht der einzige Grund für den Rückgang: Auch Dürren, Hitzewellen und Wassermangel bedrohten die Tiere.

5.29 Uhr: Bienen töten mehr als 60 seltene Brillenpinguine in Südafrika

In Südafrika sind dutzende Brillenpinguine nach dem Angriff eines Bienenschwarms gestorben. Um die Augen der 63 toten Tiere seien Bienenstiche festgestellt worden, sagte der Tierarzt David Roberts von der Südafrikanischen Stiftung zur Bewahrung der Küstenvögel der Nachrichtenagentur AFP. Auch tote Bienen seien bei den Pinguinen gefunden worden. 

„Das ist ein sehr seltenes Ereignis. Wir gehen nicht davon aus, dass so etwas oft vorkommt, es war ein Zufall“, sagte Roberts. Die Brillenpinguine gehörten zu einer Kolonie in Simonstown, einer Kleinstadt in der Nähe von Kapstadt. Die Weltnaturschutzunion (IUCN) stuft die Vögel auf der Roten Liste als stark gefährdet ein.

4.25 Uhr: RKI meldet wieder steigende Corona-Inzidenz 

Der Abwärtstrend bei den Infektionszahlen ist vorerst gestoppt. Nachdem die 7-Tage-Inzidenz an sechs Tagen hintereinander gefallen war, stieg sie nun wieder leicht. Das Robert.Koch-Institut gab den Wert der Neuinfektionen pro 100.000 Einwohner und Woche am Morgen mit 71,0 an, am Vortag hatte er bei 70,5 gelegen, vor einer Woche bei 81,9. Die Gesundheitsämter meldeten dem RKI binnen eines Tages 3736 Corona-Neuinfektionen, vor einer Woche waren es 5511. Deutschlandweit wurden binnen 24 Stunden 13 Todesfälle verzeichnet, vor einer Woche waren es 12. Die Zahl der Genesenen gab das RKI mit 3.897.800 an. Die Zahl der Menschen, die an oder unter Beteiligung einer nachgewiesenen Infektion mit Sars-CoV-2 gestorben sind, stieg auf 92.971.

Die Zahl der in Kliniken aufgenommenen Corona-Patienten je 100.000 Einwohner innerhalb von sieben Tagen gab das RKI zuletzt am Freitag mit 1,89 an (Vortag: 1,87). Ein Wochen- oder Monatsvergleich ist wegen einer hohen Zahl an Nachmeldungen nicht möglich. Ein bundesweiter Schwellenwert, ab wann die Lage kritisch zu sehen ist, ist für die Hospitalisierungs-Inzidenz unter anderem wegen großer regionaler Unterschiede nicht vorgesehen. Der bisherige Höchstwert lag um die Weihnachtszeit bei rund 15,5.

4.04 Uhr: Kanadas Premier muss bei vorgezogener Parlamentswahl um seine Wiederwahl bangen

In Kanada findet heute die vorgezogene Parlamentswahl statt. Premierminister Justin Trudeau hatte den Urnengang Mitte August vorgezogen, um sich eine stabile Mehrheit im Parlament und vier weitere Jahre als Regierungschef zu verschaffen. Seit seiner Wiederwahl 2019 führt er eine Minderheitsregierung. Umfragen sagen ein Kopf-an-Kopf-Rennen zwischen Trudeaus Liberalen und den Konservativen von Erin O’Toole voraus.

Nachdem Trudeau bei seinem ersten Wahlsieg 2015 noch als Erneuerer gefeiert worden war, hat der 49-Jährige mittlerweile nicht zuletzt wegen einer Reihe politischer Affären seiner Regierung deutlich an Rückhalt in der Bevölkerung verloren. Mit großzügigen Hilfszahlungen zur Überwindung der Coronakrise konnte Trudeau seine Umfragewerte aber wieder verbessern.

1.17 Uhr: 53-Jährige tot in Wohnung gefunden

Eine 53 Jahre alte Sexarbeiterin ist tot in ihrer Wohnung in Hannover gefunden worden. Ein Nachbar hatte sie gestern Abend gefesselt auf ihrem Boden liegend entdeckt, wie eine Sprecherin der Polizei sagte. Die Frau nutzte ihre Wohnung nicht nur privat, sondern auch als Bordell. Die Polizei geht bei dem Tod von Fremdeinwirkung aus. Weitere Details, sowie die Hintergründe der Tat sind nicht bekannt.

1 Uhr: Spahn rechnet Anfang 2022 mit Corona-Impfstoff für Unter-12-Jährige 

Bundesgesundheitsminister Jens Spahn erwartet Anfang kommenden Jahres die Zulassung für einen Corona-Impfstoff für die Jüngsten. „Ich gehe davon aus, dass die Zulassung für einen Impfstoff für Kinder unter zwölf Jahren im ersten Quartal 2022 kommt“, sagte der CDU-Politiker der Funke Mediengruppe. „Dann könnten wir auch die Jüngeren noch besser schützen.“ Der Minister wies zugleich darauf hin, zwischen der Zulassung und einer Impfempfehlung durch die Stiko könne dann noch einmal Zeit vergehen. „Eine Empfehlung der Ständigen Impfkommission wird auch in diesem Fall zeitlich etwas später kommen.“

0.33 Uhr: Hälfte aller neuen Verkehrsprojekte eröffnete Scheuer 2021 in Bayern

Die Hälfte aller freigegebenen Verkehrsprojekte im Wahljahr 2021 hat Bundesverkehrsminister Andreas Scheuer (CSU) laut einem Medienbericht in seinem Heimatland Bayern eröffnet. Vier von acht Verkehrsfreigaben habe der Minister in Bayern absolviert, berichtete das Redaktionsnetzwerk Deutschland unter Berufung auf eine Antwort des Bundesverkehrsministeriums auf eine Frage des FDP-Abgeordneten Oliver Luksic zur Eröffnung neuer Straßen. „Das Bundesverkehrsministerium ist unter jahrelanger CSU-Führung bekanntermaßen auf den Freistaat Bayern ausgerichtet worden“, kritisierte Luksic. Scheuer tue „alles für die Außendarstellung in der Heimat, seine Bilanz als Verkehrsminister allerdings bleibt desaströs“.

Auch der Chemnitzer SPD-Bundestagsabgeordnete Detlef Müller sagte dem RND: „Das ist einfach dreiste Spezlwirtschaft.“ Solch ein Vorgehen befördere „Politikverdrossenheit in extremem Maße“.

0.28 Uhr: Mutmaßliche Leiche von Gabby Petito in Wyoming gefunden

Ermittler haben im US-Bundesstaat Wyoming die mutmaßliche Leiche der vermissten Gabby Petito gefunden. Die Identität sei noch nicht zu hundert Prozent bestätigt, sagte Charles Jones vom FBI in Denver am Sonntagnachmittag (Ortszeit). Die Beschreibung von Gabby passe aber zur gefundenen Leiche. Die Todesursache sei unklar, sagte Jones. Die Leiche sei im Bereich des Spring Creek Campingplatzes gefunden worden.

Petito und ihr Freund waren im Sommer zu einer Reise durch die USA aufgebrochen – nur der 23 Jahre alte Freund der jungen Frau kehrte zurück. Die Polizei in Florida suchte unterdessen auch nach Petitos Freund, der mittlerweile ebenfalls verschwunden ist. Der 23-Jährige war am Freitag von seiner Familie als vermisst gemeldet worden. Der Fall schlägt in den USA hohe Wellen, nicht zuletzt, weil das Paar aus Florida zahlreiche Bilder und Videos von seiner Reise in sozialen Netzwerken geteilt hatte.

mad
DPA
AFP



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