Die News von heute im stern-Ticker. 

Die News von heute im stern-Ticker:   

12.44 Uhr: Kabinett stimmt Erhöhung des Hartz -IV-Regelsatzes zu

Die Hartz-IV-Sätze werden zum Jahreswechsel um wenige Euro ansteigen. Das Bundeskabinett stimmte einer Erhöhung des Regelsatzes für alleinstehende Erwachsende um drei Euro auf 449 Euro zu. Der Regelsatz für Jugendliche ab 14 Jahren steigt um ebenfalls drei Euro auf 376 Euro. Ehegatten und Partner erhalten künftig 404 Euro, Erwachsene unter 25 Jahren ohne eigenen Haushalt 360 Euro. Auch hier liegt das Plus bei jeweils drei Euro im Monat.

Zudem beträgt der Regelsatz für Kinder bis fünf Jahre statt bisher 283 Euro im neuen Jahr 285 Euro pro Monat. Für die Sechs- bis 13-Jährigen erhöht sich der Satz um ebenfalls zwei Euro auf 311 Euro. Die Kabinettsvorlage stammt aus dem SPD-geführten Bundessozialministerium.

12.32 Uhr: Neun Hongkonger Aktivisten zu Haftstrafen verurteilt

Vor dem Hintergrund der andauernden Verfolgung der Hongkonger Demokratiebewegung sind neun Aktivisten und ehemalige Abgeordnete in der chinesischen Sonderverwaltungsregion am Mittwoch zu Haftstrafen von bis zu zehn Monaten verurteilt worden. Drei weitere Aktivisten erhielten Bewährungsstrafen. Der Gruppe von zwölf Angeklagten wurde vorgeworfen, im vergangenen Jahr an einer Kerzenandacht für die Opfer der blutigen Niederschlagung der Demokratiebewegung am 4. Juni 1989 in Peking teilgenommen zu haben.

Die Polizei hatte die jährliche Mahnwache im Hongkonger Victoria Park im vergangenen Jahr zum ersten Mal seit drei Jahrzehnten verboten und dies mit der Gefährdung durch die Coronavirus-Pandemie begründet. Kritiker sahen in dem Schritt jedoch den Versuch, die Hongkonger Opposition weiter zu unterdrücken. Trotz des Verbots der Behörden waren Tausende Menschen mit Kerzen in den Park geströmt.

12.23 Uhr: Dänemark: Radfahrer auf Autobahn gestoppt

Ein Radfahrer, der auf der Autobahn an der deutsch-dänischen Grenze bei Ellund gestoppt worden ist, hat sich nach eigenen Angaben verfahren. Der 25 Jahre alte Mann aus Libyen habe angegeben, vor einigen Tagen mit einem Fahrrad in Ungarn gestartet zu sein, teilte die Bundespolizei mit. Der Mann, der keine Ausweispapiere bei sich hatte, habe gesagt, er habe eigentlich einen Freund in Italien besuchen wollen. Über Landkarte oder Handy habe er nicht verfügt, als dänische Grenzbeamte ihn am Samstag der Bundespolizei übergaben.

12.14 Uhr: Bauchfrei-Debatte: Uni-Studio erlaubt Training nur im Sport-BH

Nach einer öffentlichen Debatte um nackte Bäuche beim Work-out lässt ein Fitnessstudio in Dänemark nun doch das Training im Sport-BH zu. Die seit Jahren geltenden Regelungen des Studios werden geändert, wie das Fitnesszentrum der Süddänischen Universität in Odense, SDU Fitness, nach einer außerordentlichen Vorstandssitzung zu dem Thema auf Facebook mitteilte. Die Regeln sollten zeitgemäßer werden und denen der großen dänischen Fitnessstudio-Ketten stärker ähneln. „Das Training im Sport-BH wird somit ebenfalls zugelassen“, machte SDU Fitness klar.

12.11 Uhr: Papst Franziskus lehnt Amtsverzicht von Hamburger Erzbischof Heße ab

Der Hamburger Erzbischof Stefan Heße hat sich nach der Ablehnung seines Amtsverzichts durch Papst Franziskus in einer ersten Reaktion zurückhaltend geäußert. Er übernehme „nach dem Willen des Papsts ausdrücklich wieder Verantwortung“, erklärte Heße in Hamburg. „Dabei ist mir durchaus bewusst, dass es nicht unbedingt leicht sein wird, meinen Dienst wieder aufzunehmen.“

Heße hatte im März im Zusammenhang mit Vorwürfen der Vertuschung von sexuellem Missbrauch im Erzbistum Köln, wo er früher in leitender Funktion tätig gewesen war, seinen Amtsverzicht angeboten. Der Papst nahm diesen nun allerdings nicht an. Seit März war Heße eine Auszeit gewährt worden. An seiner Stelle leitete Generalvikar Ansgar Thiem das Hamburger Erzbistums.

12.01 Uhr: Klimaschützer blockieren erneut Londoner Ringautobahn

Klimaaktivisten der Gruppe Insulate Britain haben erneut Teile der Londoner Ringautobahn M25 mit Sitzblockaden lahmgelegt. Die Gruppe will damit erreichen, dass die Regierung mehr für die Wärmeisolierung von Häusern und Wohnungen macht. 25 Menschen wurden bei den Protesten festgenommen, wie die Polizei in der Grafschaft Surrey mitteilte. Bereits am Montag hatten die Aktivisten für Staus und Verzögerungen auf Großbritanniens befahrenster Autobahn gesorgt. Auch die Zufahrt zum Flughafen Heathrow war zeitweise dicht. Dabei war es zu 30 Festnahmen gekommen.

11.48 Uhr: Mann gesteht Tötung von zwei Frauen in Wien

Nach dem Tod zweier Frauen in einer Wohnung in Wien hat der Verdächtige ein umfassendes Geständnis abgelegt. Der 28-Jährige gab laut Polizei an, seine Ex-Frau und eine Bekannte erstochen zu haben. Er wollte nach seiner Tat am Montag zudem noch einen Mann töten. Dies misslang dem 28-Jährigen jedoch, weil er zu betrunken war. Auch seine Vernehmung hatte sich wegen der starken Alkoholisierung verzögert.

In der Wohnung seiner 37-jährigen Ex-Frau und Mutter seiner vierjährigen Tochter entbrannte Montagvormittag ein Streit rund um SMS-Nachrichten. Danach wartete der Mann in der Wohnung auf eine Freundin seiner Ex-Frau, die regelmäßig zu Besuch kam. Bereits stark alkoholisiert stach er auch auf die 35-Jährige ein.

Der verdächtige Somalier kontaktierte danach einen 36-Jährigen, um sich mit ihm vor der Wohnung zu treffen. Der Mann konnte aber nach rascher Einschätzung der Gefahr flüchten und die Polizei verständigen. In welchem Verhältnis die beiden Männer zueinander standen, war zunächst nicht klar. Der 28-Jährige sollte noch am Mittwoch in ein Gefängnis eingeliefert werden. 

11.34 Uhr: Australien hebt nächtliche Ausgangssperre in Corona-Hotspots in Sydney auf

Australien hebt angesichts stabiler Corona-Infektionszahlen und einer steigenden Impfquote die nächtliche Ausgangssperre in stark betroffenen Stadtteilen der Metropole Sydney auf. Wie die Regierungschefin des Bundesstaates New South Wales, Gladys Berejiklian, ankündigte, wird die von 21.00 Uhr bis 05.00 Uhr geltende Ausgangssperre am Mittwoch aufgehoben. Sie appellierte aber an die Bevölkerung, vorsichtig zu bleiben und sich an die weiter geltenden Ausgangsbeschränkungen zu halten.

Sydney ist seit nunmehr elf Wochen im Lockdown, die Menschen dürfen nur in dringenden Fällen ihre Wohnungen verlassen. Zuletzt waren die Infektionszahlen aber nicht mehr weiter angestiegen, sondern hatten sich bei etwa 1300 Neuinfektionen pro Tag eingependelt.

11.24 Uhr: Wahlkämpfer von Querdenker-Partei „Die Basis“ in Berlin angegriffen

Zwei Wahlkämpfer der Querdenker-Partei „Die Basis“ sind in Berlin bei einem Einsatz von zwei Radfahrern angegriffen worden. Die 64- und 70-jährigen Männer sprühten am Dienstagabend mit Kreidespray das Logo ihrer Partei auf eine Straße in Berlin-Friedrichshain, als die beiden unbekannten Radfahrer sie zunächst beschimpft haben sollen, wie die Polizei in der Hauptstadt mitteilte. Kurz danach soll der jüngere der beiden Radfahrer den 64-jährigen Wahlkämpfer geschlagen und getreten haben, wodurch dieser stürzte. Anschließend soll er den Mann über die Straße gezogen und mit dem Kopf auf dort verlegte Straßenbahnschienen gestoßen haben. Dabei erlitt der Angegriffene Hautabschürfungen an der Stirn und an einer Hand.

Währenddessen habe der 70-jährige Wahlkämpfer versucht, den anderen Radfahrer festzuhalten. Dieser soll sich dagegen mit Tritten gewehrt und befreit haben. Die beiden Angreifer flüchteten mit ihren Fahrrädern und konnten von alarmierten Einsatzkräften nicht gefunden werden. Die Ermittlungen durch den Staatsschutz dauerten an.


News von heute: Messerattacke auf Gehweg in Hagen – zwei Opfer in Lebensgefahr

11.20 Uhr: Vater geht rauchen – Zug fährt mit Kleinkindern davon

Wegen einer Zigarette hat ein Vater in Bad Kleinen (Nordwestmecklenburg) zwei Kleinkinder allein Zug fahren lassen. Wie ein Sprecher der Bundespolizei sagte, ereignete sich der Vorfall am Dienstag bei einem Regionalzug zwischen Bad Kleinen und Schwerin. Der Mann aus dem Kreis Vorpommern-Rügen war kurz vor der Abfahrt zum Rauchen auf den Bahnsteig gegangen – seine neun Monate alte Tochter im Kinderwagen und der zweijährige Sohn blieben zurück im Waggon.

Plötzlich schlossen sich die Türen, der 26-jährige Vater blieb auf dem Bahnsteig zurück. Die sofort alarmierte Bundespolizei stieg etwa eine Viertelstunde später in Schwerin in den Zug, der dort planmäßig endete, und kümmerte sich um die beiden Kleinkinder. Der sichtlich erschrockene Vater kam mit dem nächsten Zug hinterher und nahm die Kleinen eine Stunde nach der unerwarteten Trennung wieder in Empfang. „Die Kinder haben keinen unzufriedenen Eindruck gemacht“, sagte der Sprecher. Ob die Familie ihren Ausflug fortsetzte, sei nicht bekannt.

11.17 Uhr: Messerattacke auf Gehweg in Hagen – zwei Opfer in Lebensgefahr

Ein 42-Jähriger hat in Hagen (NRW) auf einem Gehweg einen Mann und eine Frau mit einem Messer attackiert und lebensgefährlich verletzt. Wie Polizei und Staatsanwaltschaft mitteilten, fügte der Tatverdächtige der Frau (43) und dem Mann (41) in der Nähe eines Supermarkt-Parkplatzes Stiche in den Bauch zu. Die Frau habe in das Auto einer 22-jährigen Zeugin flüchten können, das an einem Fußgängerüberweg stand. Das männliche Opfer schaffte es noch in einen Imbiss. Beide wurden in ein Krankenhaus gebracht. Gegen den Verdächtigten ermittelt eine Mordkommission wegen eines versuchten Tötungsdelikts.

Der stark alkoholisierte Mann hatte sich vom Tatort entfernt, wurde aber von Passanten bis zum Eintreffen der Polizei festgehalten. Das Motiv blieb zunächst unklar. Die drei Personen kannten sich Ermittler-Angaben zufolge vor der Gewalttat vom Dienstagabend.

11.16 Uhr: 62,4 Prozent der Bevölkerung vollständig gegen Corona geimpft

Mehr als 62 Prozent aller Menschen in Deutschland sind vollständig gegen das Coronavirus geimpft. Das entspricht 51,9 Millionen Menschen (62,4 Prozent), wie Gesundheitsminister Jens Spahn via Twitter mitteilte. 66,7 Prozent oder 55,5 Millionen Menschen sind demnach mindestens einmal geimpft. Der CDU-Politiker warb erneut für die Impfung. „Aktuell ist es besonders einfach, sich impfen zu lassen. Überall im Land gibt es niedrigschwellige Angebote.“ Bis Sonntag läuft eine bundesweite Aktionswoche in der Impfungen zum Beispiel in speziellen Bussen auf Parkplätzen oder in einer Berliner S-Bahn angeboten werden.

11.06 Uhr: Fünf Verletzte nach Brandserie innerhalb einer Nacht in Rheinland-Pfalz

Bei einer Brandserie im rheinland-pfälzischen Kaiserslautern sind innerhalb einer Nacht fünf Menschen verletzt worden. Sie wurden mit Rauchvergiftungen vorsorglich ins Krankenhaus gebracht, wie die Polizei mitteilte. Demnach brachen die Feuer am späten Dienstagabend im Stadtgebiet auf einem Firmengelände und an vier Mehrfamilienhäusern aus. Eine 39-Jährige musste mit ihrer siebenjährigen Tochter vom Balkon gerettet werden. Schwere Verletzungen gab es offenbar nicht. Ein Haus war nach dem Brand unbewohnbar. Den Sachschaden schätzten die Beamten auf mehrere Hunderttausend Euro. Alle Tatorte liegen nah beieinander, die Polizei geht von Brandstiftung aus. Ein Zusammenhang zwischen den Bränden werde geprüft.

10.25 Uhr: Karlsruher Zoll entdeckt mehrere Elfenbeinfiguren in Postsendung

Der Karlsruher Zoll hat acht in einer Postsendung versteckte Elfenbeinfiguren entdeckt. Der Empfänger konnte für das aus der Schweiz versandte Paket keine Genehmigung vorlegen, wie das Hauptzollamt in Karlsruhe mitteilte. Die geschnitzten Figuren wurden deshalb beschlagnahmt. Die Einfuhr von Elfenbein ist nach dem Washingtoner Artenschutzübereinkommen ohne vorherige Genehmigung des Bundesamts für Naturschutz verboten. Trotzdem steht Elfenbein bei Sammlern hoch im Kurs. Auch der Handel mit artenschutzrelevanten Waren wie Tigerknochen und seltenen lebenden Tieren boomt laut Zoll weiterhin.

10.05 Uhr: EU sagt Afghanistan weitere 100 Millionen Euro an Hilfen zu

Die Europäische Union hat Afghanistan weitere 100 Millionen Euro an humanitärer Hilfe zugesagt. Damit wolle die EU eine „humanitäre Katastrophe“ in dem Land verhindern, sagte Kommissionspräsidentin Ursula von der Leyen in ihrer Rede zur Lage der Union in Straßburg. Die zusätzlichen Mittel sind nach ihren Worten Teil eines umfassenden EU-Hilfspakets, das in den kommenden Wochen vorgestellt werden soll. Zuvor hatte die EU für das laufende Jahr bereits Hilfsgelder in Höhe von 200 Millionen Euro für Afghanistan zugesagt. Auch andere Länder hatten ihre Mittel aufgestockt. Bei einer internationalen Geberkonferenz in Genf am Montag kam den Vereinten Nationen zufolge insgesamt mehr als eine Milliarde Euro zusammen. Deutschland gehört mit einer Zusage von 100 Millionen Euro zu den größten Geldgebern.

9.45 Uhr: Ifo-Institut rechnet 2021 mit drei Prozent Inflation

Die Verbraucherinnen und Verbraucher in Deutschland müssen sich in diesem Jahr auf eine Inflation von drei Prozent einstellen. Wichtigster Grund für den vergleichsweise starken Anstieg der Verbraucherpreise seien die niedrigen Preise im Vorjahr, erklärte das Ifo-Institut. „Vor allem die temporäre Mehrwertsteuersenkung in der zweiten Jahreshälfte 2020 und der Absturz der Energiepreise während der Coronakrise haben zu außergewöhnlich niedrigen Preisen im Jahr 2020 geführt“, erklärte Ifo-Konjunkturchef Timo Wollmershäuser.

Für das Jahr 2022 rechneten die Experten mit einem Rückgang der Inflationsrate auf zwei bis 2,5 Prozent. „Die Sonderfaktoren werden mit Beginn des Jahres 2022 ausklingen, da die Mehrwertsteuersenkung ein Jahr zuvor wieder aufgehoben wurde und die Energiepreise ihr Vorkrisenniveau erreichten“, erklärte Wollmershäuser.

9.26 Uhr: EU spendet 200 Millionen weitere Corona-Impfdosen für ärmere Länder

Die Europäische Union will 200 Millionen weitere Corona-Impfdosen für ärmere Länder spenden. Das kündigte EU-Kommissionspräsidentin Ursula von der Leyen in ihrer zweiten Rede zur Lage der Union in Straßburg an. Von der Leyen sprach von einer „Investition in die Solidarität und einer Investition in die weltweite Gesundheit“.

8.55 Uhr: Polizei in Baden-Württemberg schießt bewaffneten Angreifer nieder

Die Polizei in Baden-Württemberg hat einen bewaffneten Angreifer angeschossen und außer Gefecht gesetzt. Der 23-Jährige habe in der Nacht in einem Mehrfamilienhaus in Bammental im Rhein-Neckar-Kreis zwei Menschen durch Stiche schwer verletzt, erklärten die Beamten in Mannheim. Die hinzugerufene Polizei schoss ihn demnach an und verletzte ihn ebenfalls schwer. Bei der Festnahme des Manns seien zwei Stichwaffen beschlagnahmt worden, hieß es weiter. Die drei Verletzten seien nach notärztlicher Behandlung mit Rettungswagen in eine Klinik gebracht worden. Lebensgefahr bestehe nach ersten Erkenntnissen in keinem Fall. Die Hintergründe der Tat waren noch unklar. Die Ermittlungen übernahm die Kriminalpolizei in Heidelberg.

7.51 Uhr: Brandanschlag auf Impfzentrum im Vogtlandkreis

Im sächsischen Vogtlandkreis hat es nach Angaben der Polizei einen Brandanschlag auf ein Impfzentrum gegeben. Drei Unbekannte sollen am Dienstagabend Bierflaschen mit einer brennbaren Flüssigkeit auf das Gebäude in Treuen geworfen haben, wie die Polizei mitteilte. Es wurde den Angaben zufolge niemand verletzt, einen größeren Schaden gab es ebenfalls nicht. Laut Zeugen sollen die Täter in einer roten Limousine geflüchtet sein. Die Hintergründe der Tat sowie weitere Details waren zunächst nicht bekannt.

7.41 Uhr: 30 Verletzte nach Ausschreitungen bei Regionalliga-Spiel in Münster

Nach dem Regionalliga-Spiel des SC Preußen Münster gegen Rot-Weiss Essen sind bei Fan-Ausschreitungen 30 Menschen verletzt worden. Zu den Verletzten zählten auch mehrere eingesetzte Ordner, teilte die Polizei mit – einer von ihnen sei schwer verletzt worden. Auch sei ein Rentner von einer Treppe gestoßen und schwer verletzt worden. Es werde wegen gefährlicher Körperverletzung, Widerstands und Sachbeschädigung ermittelt.

Nach Angaben der Polizei waren 800 Fans von Rot-Weiss Essen zu dem Fußball-Spiel in Münster am Dienstagabend angereist. Nach dem Ende der Partie, die Essen durch ein spätes Tor mit 3:2 (0:2) gewann, seien Essener Ultras dann aus dem Gästeblock in Richtung von Fans der Heimmannschaft gestürmt. Nach Auseinandersetzungen im Stadion hätten Ultra-Gruppen beider Lager die Sportstätte schließlich verlassen – dann seien sie aber erneut aufeinander getroffen. Polizisten setzten den Angaben zufolge auch Pfefferspray ein, um weitere Ausschreitungen zu verhindern. 

7.09 Uhr: Neun Demokratieaktivisten in Hongkong zu monatelangen Haftstrafen verurteilt

In der chinesischen Sonderverwaltungszone Hongkong sind neun Demokratie-Aktivisten zu monatelangen Haftstrafen verurteilt worden. Die Aktivisten erhielten Haftstrafen zwischen sechs und zehn Monaten, weil sie im vergangenen Jahr an Tiananmen-Mahnwachen zum Gedenken an die Niederschlagung der Proteste 1989 am Tiananmen-Platz in Peking teilgenommen hatten. Drei weitere Aktivisten wurden unter anderem wegen des Vorwurfs der Teilnahme an einer illegalen Kundgebung zu Bewährungstrafen verurteilt.

6.07 Uhr: Südkorea: Nordkorea setzt Raketentests fort – mindestens zwei Geschosse abgefeuert

Wenige Tage nach dem Test von Marschflugkörpern hat Nordkorea nach Angaben des südkoreanischen Militärs mindestens zwei ballistische Raketen ins offene Meer abgefeuert. Die Raketen seien im Zentralteil des Nachbarlandes gestartet worden und dann in Richtung Japanisches Meer (koreanisch: Ostmeer) geflogen, teilte Südkoreas Generalstab mit. Über den Typ der Raketen und ihre Flugweite lagen zunächst keine Angaben vor. Zusammen mit US-Behörden werde der jüngste Raketentest durch Nordkorea analysiert, hieß es.

Am vergangenen Wochenende hatte Nordkorea nach eigenen Angaben den neuartigen Typ eines Marschflugkörpers mit großer Reichweite getestet. Die Tests solcher Waffen unterliegen nicht den Sanktionen gegen das Land.


News von heute: Messerattacke auf Gehweg in Hagen – zwei Opfer in Lebensgefahr

5.58 Uhr: Corona-Welle in China weitet sich aus

Die Delta-Variante des Coronavirus breitet sich in der südostchinesischen Provinz Fujian weiter aus. Wie die Behörden mitteilten, wurden in der Provinz 50 weitere Infektionen entdeckt. Seit dem Ausbruch der Delta-Variante am vergangenen Freitag gab es damit 152 Infizierte. In zwei Großstädten der Provinz, Putian und Xiamen, war daraufhin ein Lockdown angeordnet worden. 

Die chinesische Regierung verfolgt eine „Null-Covid-Strategie“. Zuletzt hatte es jedoch trotz strenger Maßnahmen eine Häufung lokaler Ausbrüche der Delta-Variante gegeben. Der aktuelle Ausbruch hatte seinen Ursprung in Putian. Es wurde vermutet, dass ein Familienvater nach seiner Rückkehr aus Singapur das Virus eingeschleppt hat. Der Mann war am 4. August zurück nach China gereist, verbrachte 21 Tage in Quarantäne und war neun Mal negativ auf das Virus getestet worden. Am vergangenen Freitag fiel ein Test dann aber positiv aus.

5.53 Uhr: Prognosen: Kaliforniens Gouverneur Newsom hält sich im Amt

Der demokratische Gouverneur des US-Bundesstaates Kalifornien, Gavin Newsom, hat ein Abwahlverfahren Prognosen zufolge erfolgreich abgewehrt. Bei einer Sonderabstimmung votierte am Dienstag die Mehrheit der Wähler dafür, Newsom als Gouverneur im Amt zu halten, wie in der Nacht zu Mittwoch aus übereinstimmenden Vorhersagen der Fernsehsender CNN, ABC und NBC hervorging.

Eine Gruppe von Republikanern hatte das Abwahlverfahren gegen Newsom angestrengt. Der 53-Jährige wurde von konservativer Seite unter anderem wegen seiner liberalen Einwanderungspolitik und strikten Corona-Vorschriften kritisiert. Kalifornien ist eine Hochburg der Demokraten. Hätte Newsom tatsächlich seinen Posten vorzeitig verloren und wäre er durch einen Republikaner ersetzt worden, wäre das eine Sensation gewesen und ein Desaster für die Demokratische Partei. 

5 Uhr: Großflächige Unwetterwarnung in Frankreich – weiterer Regen erwartet

In Teilen Südfrankreichs werden erneut große Regenmassen erwartet, während die Aufräumarbeiten nach einem heftigen Unwetter am Vortag noch andauern. Es wurde eine Unwetterwarnung der zweithöchsten Stufe Orange für 13 Departements ausgesprochen. Im am Dienstag bereits betroffenen Departement Gard sollten alle Schulen geschlossen bleiben. Etliche Straßen waren blockiert und Ortskerne von Wasser überflutet. Ein Mensch wurde am Abend noch vermisst, ein von einem Blitzschlag getroffener Arbeiter wurde leicht verletzt.

Innenminister Gérald Darmanin hatte die betroffene Region am Abend aufgesucht und Unterstützung zugesichert. Zeitnah solle der Katastrophenfall festgestellt werden, dies hilft den Betroffenen unter anderem bei der Abwicklung von Schäden über die Versicherung.

4.45 Uhr: RKI registriert 12.455 Corona-Neuinfektionen – Inzidenz bei 77,9

Die Sieben-Tage-Inzidenz in Deutschland ist etwas gefallen. Das Robert Koch-Institut gab den Wert der Neuinfektionen pro 100.000 Einwohner und Woche am Mittwochmorgen mit 77,9 an. Zum Vergleich: Am Vortag hatte der Wert bei 81,1 gelegen, vor einer Woche bei 82,7. Die Gesundheitsämter in Deutschland meldeten dem RKI binnen eines Tages 12.455 Corona-Neuinfektionen. Vor einer Woche hatte der Wert bei 13.565 Ansteckungen gelegen.

Deutschlandweit wurden den neuen Angaben zufolge binnen 24 Stunden 83 Todesfälle verzeichnet. Vor einer Woche waren es 35 Todesfälle gewesen. 

Die Zahl der in Kliniken aufgenommenen Corona-Patienten je 100.000 Einwohner innerhalb von sieben Tagen gab das RKI am Dienstag mit 1,86 an (Freitag: 1,79). Ein bundesweiter Schwellenwert, ab wann die Lage kritisch zu sehen ist, ist für die Hospitalisierungs-Inzidenz unter anderem wegen großer regionaler Unterschiede nicht vorgesehen. Der bisherige Höchstwert lag um die Weihnachtszeit bei rund 15,5.

4.38 Uhr: Entflohener Häftling stellt sich in Sydney nach 30 Jahren der Polizei

In Australien hat sich ein entflohener Häftling nach fast 30 Jahren der Polizei gestellt. Der heute 64-Jährige sei 1992 mithilfe einer Säge und eines Bolzenschneiders aus einem Gefängnis in Grafton im Nordosten des Bundesstaates New South Wales ausgebrochen, teilte die Polizei mit. Alle Versuche, den Flüchtigen ausfindig zu machen, seien damals gescheitert. Jetzt sei er überraschend bei den Behörden in Dee Why im Norden von Sydney vorstellig geworden. Was den Mann dazu bewog, sich nach fast drei Jahrzehnten zu ergeben, war zunächst unklar.

Der damals 35-Jährige war wegen des Anbaus einer verbotenen Pflanze in zwei Fällen zu dreieinhalb Jahren Haft verurteilt worden. Nach gut einem Jahr türmte er aus der Haftanstalt. Seither soll er lokalen Medienberichten zufolge in einem Vorort von Sydney gelebt haben. Ihm wird nun Flucht aus der rechtmäßigen Haft vorgeworfen. Ein Gericht lehnte am Dienstag eine Freilassung auf Kaution für den Mann ab. Am 28. September soll er erneut vor Gericht erscheinen.

4.00 Uhr: Söder lässt Gender-Sprachleitfäden an Unis überprüfen

Bayerns Ministerpräsident Markus Söder (CSU) lässt die Leitfäden der Hochschulen zur sprachlichen Gleichbehandlung der Geschlechter überprüfen. Zwar sollten alle darauf achten, Sensibilität und Respekt in der Sprache zu zeigen, sagte Söder der „Augsburger Allgemeinen“. „Es geht aber nicht, dass Sprache am Ende verordnet wird. Es kann nicht sein, dass wir eine Art Gendergesetz oder Genderstrafzettel bekommen.“

Daher könne es auch nicht sein, dass Studierende möglicherweise eine schlechtere Bewertung bekämen, nur weil sie keine Gendersternchen verwendeten. Er habe deshalb Wissenschaftsminister Bernd Sibler (CSU) um eine Überprüfung gebeten. An etlichen Hochschulen in Deutschland sind Leitfäden zur gendergerechten Sprache seit vielen Jahren etabliert. So sollen Frauen und Männer gleichermaßen angesprochen und Frauen sprachlich sichtbar gemacht werden.

3.50 Uhr: Meissener Porzellan-Sammlung in New York für Millionen versteigert

Eine umfangreiche Sammlung von Meissener Porzellan ist in New York für mehr als 15 Millionen Dollar (etwa 13 Millionen Euro) versteigert worden. Das sei mehr als fünfmal so viel wie zuvor erwartet, teilte das Auktionshaus Sotheby’s am Dienstag mit.

Die rund 100 Stücke stammen aus dem frühen 18. Jahrhundert. Sie wurden von Franz und Margarethe Oppenheimer gesammelt, bevor das Paar vor den Nationalsozialisten aus Deutschland fliehen musste. Ihre Porzellan-Sammlung wechselte danach mehrfach den Besitzer und landete schließlich in niederländischen Kunstmuseen, bevor sie dieses Jahr an die Erben des Paares zurückgegeben wurde.

3.27 Uhr: Mutmaßlicher Mafia-Boss in New York festgenommen

Der mutmaßliche Boss einer der ältesten italienischen Mafia-Familien in New York ist am Dienstag zusammen mit mehreren weiteren Mitgliedern festgenommen worden. Wie aus der bei einem Bundesgericht eingereichten Anklageschrift hervorgeht, werden ihnen unter anderem Erpressung und Geldwäsche vorgeworfen. Beschuldigt sind zehn Mitglieder der Colombo-Familie. 

Chef der Familie ist mutmaßlich der 87-jährige Andrew „Mush“ Russo. Unter den Angeklagten sind außerdem seine Nummer zwei, der 83-jährige Benjamin Castellazzo sowie sein Berater Ralph DiMatteo. Sie sollen laut der Vorwürfe versucht haben, eine Gewerkschaft zu unterwandern und die Kontrolle über sie zu übernehmen. Russo wurde bereits in sieben Fällen wegen Verbrechen verurteilt und war zuletzt 2013 aus der Haft entlassen worden. 

2.30 Uhr: Bewaffnete entführen rund 20 Migranten aus mexikanischem Hotel

Rund 20 Migranten sind aus einem Hotel in Mexiko entführt worden. Bewaffnete Männer fuhren nach Zeugenaussagen in drei Transportern am frühen Dienstagmorgen (Ortszeit) zum Zeitpunkt eines Schichtwechsels vor dem Hotel in der Stadt Matehuala vor, wie die Generalstaatsanwaltschaft des zentralmexikanischen Bundesstaates San Luis Potosí mitteilte. Sie richteten demnach Schäden in den Zimmern an und nahmen mehrere Gäste mit, bei denen es sich vermutlich um Männer und Frauen aus Haiti und Venezuela handelte. Einige Details waren den Angaben zufolge unklar, da auch das Gästeregister mitgenommen worden sei.

0.47 Uhr: Empörung über Tötung von mehr als 1400 Delfinen auf Färöer-Inseln

Die Tötung hunderter Delfine bei einer Jagd auf den Färöer-Inseln hat online und bei Umweltschützern für Empörung gesorgt. Die autonome Regierung der zu Dänemark gehörenden Inseln verteidigte am Dienstag die als „Grindadrap“ bezeichnete traditionelle Jagdpraxis, die „gut organisiert und vollkommen reguliert“ sei. Jäger hatten binnen eines Tages mehr als 1400 Delfine in einen Fjord getrieben und anschließend getötet. 

„Zweifellos ist die Waljagd auf den Färöer-Inseln ein dramatischer Anblick für Menschen, die mit der Jagd und dem Schlachten von Säugetieren nicht vertraut sind“, sagte ein Regierungssprecher der Nachrichtenagentur AFP. Normalerweise würden beim „Grindadrap“ Grindwale und nicht Delfine gejagt. Dass bei dieser Jagd so viele Delfine getötet wurden, sei ungewöhnlich, sagte ein lokaler Fernsehjournalist. Fotos der blutigen Kadaver am Strand lösten in Online-Netzwerken Empörung aus. Die Umweltschutzorganisation Sea Shepherd bezeichnete die Praxis als „barbarisch“. 

0.02 Uhr: Neue Corona-Kriterien und Impfstatus-Auskunft in Kraft getreten

Für den Kampf gegen die Corona-Pandemie im Herbst und Winter sind mehrere Neuregelungen in Kraft getreten. Dabei geht es unter anderem um Bewertungskriterien der Pandemielage und Auskünfte zum Impfstatus von Beschäftigten. Sie waren am Dienstag im Bundesgesetzblatt verkündet worden.

Wesentliche Messlatte zur Lage-Einschätzung soll demnach die Zahl der Corona-Patienten in den Kliniken sein. Diese soll die bisherige Orientierung an den Infektionszahlen ablösen, die angesichts der Impfungen nicht mehr als so aussagekräftig gelten. Berücksichtigt werden sollen aber auch „weitere Indikatoren“. Die Länder sollen dann jeweils festlegen können, wo kritische Schwellen liegen, ab denen weitergehende Alltagsbeschränkungen greifen.

Zudem sollen Beschäftigte in Kitas, Schulen und Pflegeheimen für die Zeit der Krise vom Arbeitgeber gefragt werden können, ob sie geimpft sind.

0.01 Uhr: Ehemaliger Drogenbaron in Mexiko zu 28 Jahren Haft verurteilt

Ein Gericht in Mexiko hat den ehemaligen Drogenbaron Vicente Carrillo Fuentes zu einer 28-jährigen Gefängnisstrafe verurteilt. Der 58-Jährige müsse wegen Drogendelikten, Geldwäsche und des Hortens von Schusswaffen ins Gefängnis, teilte die Staatsanwaltschaft mit. Fuentes, auch bekannt als „El Viceroy“, hatte mit dem Juárez-Kartell eines der führenden Drogenkartelle des Landes geleitet. Er war 2014 im nordmexikanischen Bundesstaat Coahuila wegen organisierten Verbrechens und Drogenhandels festgenommen worden. 

rw
DPA
AFP



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