Die News von heute im stern-Ticker.

Die News von heute im stern-Ticker:

8.05 Uhr: Drogenfund am Flughafen München: Über eine Tonne Khat beschlagnahmt

Etwa 1,2 Tonnen der Droge Khat haben Zollbeamte am Münchner Flughafen beschlagnahmt. Die Blätter und Zweigspitzen mit berauschender Wirkung sind in Deutschland verboten. Die Ware war am Donnerstag in einer Frachtsendung verpackt, angemeldet als „Tischdekoration“, wie das Hauptzollamt München mitteilte. „Das ist die größte sichergestellte Menge an Khat seit Bestehen des Münchner Airports“, erklärte Sprecher Thomas Meister. Die Sendung kam aus Dubai und war für die Vereinigten Staaten bestimmt. Gegen Sender und Empfänger wird nun ermittelt.

8 Uhr: Trotz Lieferengpässen: Hermes rechnet mit Paketboom zu Weihnachten

Der Paket-Dienstleister Hermes rechnet auch dieses Jahr mit Rekordmengen in der Weihnachtszeit. Man gehe davon aus, im vierten Quartal in Deutschland 137 Millionen Sendungen zu befördern und damit rund neun Prozent mehr als im Vorjahreszeitraum, teilte die  Firma in Hamburg mit. Vor einem Jahr hatte das prognostizierte Mengenplus für das damalige Weihnachtsgeschäft bei rund 20 Prozent gelegen, das Wachstum schwächt sich nun also ab. Da die Paketbranche 2020 wegen der Corona-Pandemie gewaltige Zuwächse verbucht hat und das Vergleichsniveau somit hoch ist, ist aber auch ein Plus von neun Prozent ein sehr guter Wert. Konkurrent DHL hatte unlängst eher zurückhaltend verlauten lassen, man bereite sich „auf mögliche Rekordmengen“ vor.

7.04 Uhr: Nordkorea testet nach Angaben aus Seoul erneut ballistische Rakete

Nordkorea hat nach südkoreanischen Informationen erneut eine ballistische Rakete getestet. Pjöngjang habe ein „nicht identifiziertes“ Geschoss von Sinpo aus ins Meer gefeuert, teilte das südkoreanische Militär mit. Experten zufolge könnte es sich um eine U-Boot-gestützte ballistische Rakete (SLBM) gehandelt haben. Nordkorea hatte in den vergangenen Wochen mehrfach Raketen getestet und damit international Besorgnis ausgelöst.


Raketentest Nordkorea

6.45 Uhr: Massenamnestie in Myanmar – Militärjunta lässt 5600 Gefangene frei

Die Militärjunta in Myanmar hat eine Massenamnestie für landesweit mehr als 5600 Gefangene angeordnet. Am Montagabend (Ortszeit) verließen erste Häftlinge die für ihre brutalen Foltermethoden bekannte Haftanstalt Insein in der größten Stadt Yangon. Alle waren im Zuge der Machtübernahme der Generäle Anfang Februar festgenommen worden. „Die Freilassungen sind eindeutig nicht darauf zurückzuführen, dass die Junta sich geändert hätte“, teilte der UN-Sonderberichterstatter für Menschenrechte in Myanmar, Tom Andrews, mit.

Vielmehr werten Beobachter den Schritt als eine direkte Reaktion auf die Ankündigung der südostasiatischen Staatengemeinschaft Asean, Junta-Chef Min Aung Hlaing von ihrem nächsten Gipfeltreffen Ende Oktober auszuschließen. Zur Begründung hatte die Asean mangelnde Fortschritte bei der Umsetzung eines Ende April vereinbarten Fünf-Punkte-Plans genannt. Darin ging es unter anderem um ein Ende der Gewalt und den Beginn eines Dialogs mit den gesellschaftlichen Kräften in dem Krisenland.

6 Uhr: IS-Unterstützerin Jennifer W. droht in München lebenslange Haft

Nach zweieinhalb Jahren soll Montag in München der deutschlandweit erste Prozess gegen eine IS-Rückkehrerin enden. Der inzwischen 30 Jahre alten Angeklagten Jennifer W. droht wegen des Tods eines fünf Jahre alten jesidischen Mädchens vor dem Oberlandesgericht eine lebenslange Haftstrafe, wenn es nach der Bundesanwaltschaft geht. W. und ihre Verteidiger halten die Vorwürfe dagegen zum großen Teil für falsch – geht es nach ihnen, soll die Frau aus Lohne in Niedersachsen bald wieder freikommen.

5.45 Uhr: Neuseeland meldet Corona-Rekord – „zu Hause bleiben und Leben retten“

Das Corona-Vorzeigeland Neuseeland hat am Dienstag 94 Neuinfektionen gemeldet – so viele wie noch nie seit Beginn der Pandemie. Der bisherige Rekord lag bei 89 neuen Fällen innerhalb eines Tages und wurde im April 2020 verzeichnet. „Es ist wichtig, dass wir uns daran erinnern, dass wir nicht machtlos sind. Wir haben die Fähigkeit, die Fallzahlen so niedrig wie möglich zu halten“, sagte Ministerpräsidentin Jacinda Ardern. Sie forderte die Menschen auf, möglichst zu Hause zu bleiben, damit Anderen das Leben zu retten und sich impfen zu lassen.

Bis Dienstag waren etwa 67 Prozent der erwachsenen Bevölkerung vollständig geimpft. Insgesamt hat das Land mit fünf Millionen Einwohnern bislang 4700 Infektionen verzeichnet. 28 Menschen sind in Verbindung mit Covid-19 gestorben. Neuseeland hatte lange eine sogenannte Null-Covid-Strategie verfolgt.

4.50 Uhr: Gericht: Kolumbien verantwortlich für Gewalt an Journalistin

Der Interamerikanische Menschenrechtsgerichtshof hat Kolumbien im Fall der kolumbianischen Journalistin Jineth Bedoya wegen Entführung, Folter und sexueller Gewalt für verantwortlich erklärt. Dies geht aus einer Mitteilung des Gerichts mit Sitz in Costa Ricas Hauptstadt San José hervor. Demnach ordnete das Gericht zudem verschiedene Maßnahmen zur Wiedergutmachung an. Bedoya, die heute für die Zeitung „El Tiempo“ arbeitet, war 2000 entführt worden, als sie als junge Reporterin auf ein Interview mit inhaftierten Paramilitärs im berüchtigten Gefängnis „La Modelo“ in Bogotá wartete. Sie wurde brutal vergewaltigt und gequält. Seitdem kämpfte sie für Gerechtigkeit – und schaffte nun einen Präzedenzfall im jahrzehntelangen bewaffneten Konflikt in Kolumbien.

4.40 Uhr: Hilfsorganisation warnt vor Wassernotstand in Nordsyrien und im Irak

Die Kinderrechtsorganisation Save the Children hat vor einem Wassernotstand in Nordsyrien und im Irak gewarnt. Familien litten in der Region bereits verstärkt unter den Auswirkungen des Klimawandels, teilte die Organisation mit Blick auf die bevorstehende UN-Klimakonferenz COP 26 mit. Rekordtemperaturen, eine anhaltende Dürre, Niedrigwasser und eine zerstörte Wasserinfrastruktur im Irak und im Nordosten Syriens gefährdeten das Leben von Kindern. Ernte- und Einkommensausfälle sowie Trinkwassermangel führten zu Krankheiten, Unterernährung und Hunger, warnte Save the Children. Millionen von Menschen seien in der Region bereits von den schwerwiegenden Folgen des Wassernotstands betroffen.

4.30 Uhr: Studie: Politiker redeten im Wahlkampf an Jugend vorbei

Politiker und Parteien haben im Bundestagswahlkampf einer Studie zufolge an Teenagern und jungen Erwachsenen weitgehend vorbeigeredet. 72 Prozent der 14- bis 24-Jährigen fühlten sich von deren Kommunikation im Wahlkampf „gar nicht“ oder „eher nicht“ angesprochen, wie eine repräsentative Umfrage von Infratest dimap im Auftrag der Vodafone Stiftung ergab, die der Deutschen Presse-Agentur vorliegt.

Nur jeder Fünfte stimmte der Aussage zu, dass die Anliegen und Interessen junger Menschen im Wahlkampf ausreichend berücksichtigt würden, die Mehrheit (75 Prozent) sah das nicht so. 92 Prozent der Wahlberechtigten unter den Befragten äußerten zwar die Absicht, wählen zu gehen, aber nur 42 Prozent fühlten sich durch die Kommunikation im Wahlkampf dazu motiviert. Befragt wurden mehr als 2000 14- bis 24-Jährige in den letzten drei Wochen vor der Wahl.

2.45 Uhr: Demonstrationen am Jahrestag der Anti-Regierungsproteste in Chile

Zwei Jahre nach Beginn der heftigen Proteste gegen die konservative Regierung sind in Chile erneut Tausende Menschen auf die Straße gegangen. In der Hauptstadt Santiago de Chile errichteten Demonstranten Barrikaden und schleuderten Steine und Feuerwerkskörper auf die Sicherheitskräfte, wie auf von der Polizei veröffentlichten Videos zu sehen war. Die Beamten setzten Wasserwerfer ein. Nach Einschätzung der Behörden beteiligten sich bis zu 10.000 Menschen an der Demonstration. Die Polizei hatte rund 5000 Beamte im Einsatz.

Vor zwei Jahren waren über Wochen hinweg jeden Tag Tausende Menschen gegen die Regierung von Präsident Sebastián Piñera auf die Straße gegangen. Die Protestwelle entzündete sich an einer Erhöhung der Metropreise. Bald forderten die Demonstranten aber auch einen besseren Zugang zu Gesundheitsversorgung und Bildung sowie eine Abkehr vom neoliberalen Wirtschaftssystem. Zudem setzten sie ein Referendum über eine neue Verfassung durch. Bei den Protesten kamen über 30 Menschen ums Leben, Hunderte wurden verletzt. Die Polizei ging teilweise mit extremer Gewalt gegen die Demonstranten vor.

0.35 Uhr: 90-Jährige mit Rollator wird von Zug erfasst und stirbt

Bei einem Unfall an einem Bahnübergang im bayerischen Neu-Ulm ist eine 90-jährige Fußgängerin getötet worden. Die Frau wollte mit ihrem Rollator den unbeschrankten Übergang im Ortsteil Gerlenhofen überqueren und übersah dabei den herannahenden Zug und die Signale, wie die Polizei mitteilte. Die 22-jährige Lokführerin konnte trotz eingeleiteter Bremsung einen Zusammenstoß nicht mehr vermeiden. Die 90-Jährige starb noch an der Unfallstelle. Die Lokführerin erlitt nach Polizeiangaben einen Schock, Fahrgäste wurden bei dem Vorfall nicht verletzt.

0.05 Uhr: Ärztevertreter für Abschaffung von Corona-Massentests an Schulen

Der Präsident des Berufsverbands der Kinder- und Jugendärzte, Thomas Fischbach, hat sich für eine Abschaffung der regelmäßigen Corona-Tests an Schulen ausgesprochen. „Wir brauchen die anlasslosen Corona-Massentests in Schulen nicht mehr“, sagte Fischbach der „Bild“. Denn Kinder erkrankten selten schwer an Covid-19. „Was uns aktuell wirklich Sorgen bereitet: Die Kinderstationen sind voll mit ganz jungen Patienten, die an Atemwegserkrankungen durch das RSV leiden“, sagte Fischbach.

Corona-Fälle seien die Ausnahme. Der riesige logistische Aufwand der Schnell-Tests lohne sich nicht und führe nicht selten zu falschen Ergebnissen. Das Robert Koch-Institut (RKI) hatte zuletzt von einem starken Anstieg der Krankenhaus-Einweisungen wegen Infektionen mit dem Respiratorischen Synzytial-Virus (RSV) bei Ein- bis Vierjährigen berichtet. Gefährlich kann dieser Infekt der oberen Luftwege insbesondere für Frühgeborene und vorerkrankte Kinder im ersten Lebensjahr werden.

cl
DPA
AFP



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