Die News von heute im stern-Ticker.

Die News von heute im stern-Ticker:

14.47 Uhr: Einige AfD-Abgeordnete müssen in Bundestag auf Tribüne Platz nehmen

Mehrere AfD-Abgeordnete haben in der konstituierenden Sitzung des Bundestages am Dienstag statt im Plenarsaal auf der Tribüne Platz nehmen müssen. Grund war die für die Parlamentarierinnen und Parlamentarier geltende 3G-Regel zum Schutz vor der Corona-Pandemie. Die betroffenen AfD-Abgeordneten hatten es abgelehnt, einen Nachweis über eine Impfung, Genesung oder einen negativen Corona-Test vorzulegen.

14.45 Uhr: Österreichs Präsident empfängt Impfwillige persönlich

Österreichs Bundespräsident Alexander Van der Bellen hat am Dienstag persönlich die Tür an seinem Amtssitz in Wien für Impfwillige geöffnet. Am Dienstag war Nationalfeiertag in Österreich, und van der Bellen hatte dazu 300 Menschen zum Impfen in die Hofburg eingeladen. Das Hilfswerk Johanniter stand mit Impfdosen in den Räumen des Amtssitzes bereit. 230 Menschen meldeten sich zu dem Besuch an, die anderen reihten sich spontan ein, wie das Präsidentenbüro berichtete. Vor der Hofburg demonstrierten einige Impfgegner gegen alle Coronamaßnahmen.

14.40 Uhr: EU übererfüllt Klimaziel von Kyoto – wegen Corona

Die Europäische Union hat ihr Klimaziel aus dem Kyoto-Protokoll deutlich übererfüllt. Das sei auch der Corona-Pandemie geschuldet, heißt es in einem Klima-Fortschrittsbericht, den die EU-Kommission in Brüssel veröffentlichte, kurz vor Beginn des Weltklimagipfels am Sonntag in Glasgow. Danach sank der Treibhausgas-Ausstoß in der EU im vergangenen Jahr um 31 Prozent im Vergleich zu 1990. Das sind elf Prozentpunkte mehr als geplant.

Unter dem Kyoto-Protokoll hatte sich die EU verpflichtet, ihre Emissionen bis 2020 um 20 Prozent zu drosseln. „Die EU hat ihr Ziel deutlich übererfüllt“, stellte die Kommission nun mit Blick auf die Klimakonferenz COP26 fest.

14.36 Uhr: Vergebliche Suche nach vermisstem 71-jährigem Angler auf Ostsee

Auf der Ostsee vor Warnemünde haben Rettungskräfte bei einem Großeinsatz vergeblich nach einem vermissten Angler gesucht. Wie die Deutsche Gesellschaft zur Rettung Schiffbrüchiger (DGzRS) in Bremen mitteilte, wurde die Suche nach dem 71-Jährigen Mann am Dienstagmittag rund 15 Stunden nach der Alarmierung ergebnislos eingestellt. In der Nacht hatten die Retter nur dessen leere Kajak in dem Seegebiet entdeckt.

14.17 Uhr: Zunächst abgesagte Lesung über Xi Jinping findet nun doch statt

Eine zunächst auf chinesischen Druck abgesagte Lesung aus einer Biografie über den chinesischen Staatschef Xi Jinping in Duisburg findet nun doch statt. Die Online-Veranstaltung werde wie geplant an diesem Mittwochabend abgehalten, allerdings nicht vom Konfuzius-Institut an der Uni Duisburg-Essen, sondern vom Ostasieninstitut der Universität selbst, sagte eine Sprecherin der Hochschule. Die Universität werde den Einwahllink auf die Hochschulseite stellen. In Hannover wird die Lesung am Mittwoch hingegen nicht stattfinden, wie eine Sprecherin der Universität auf Anfrage mitteilte. Man sei mit dem Verlag im Gespräch für einen neuen Termin.

14.10 Uhr: Deutsche Bank kürzt Postbank-Filialnetz stärker zusammen

Die Deutsche Bank streicht das Filialnetz ihrer Marke Postbank deutlich stärker zusammen als bisher geplant. Bis Ende 2023 werde die Zahl der Postbank-Geschäftsstellen von derzeit etwa 750 auf rund 550 sinken, sagte der Vertriebschef des deutschen Privatkundengeschäfts der Deutschen Bank, Philipp Gossow, der Finanznachrichtenagentur dpa-AFX. Darauf habe man sich mit den Sozialpartnern und dem Geschäftspartner Deutsche Post verständigt. Bisher hatte das Management etwa 50 Filialschließungen im Jahr im Auge gehabt.

14.06 Uhr: Ausfall der Benzinversorgung: Iran macht Cyberangriff verantwortlich

Der Iran hat einen Cyberangriff für einen landesweiten Ausfall der Benzinversorgung verantwortlich gemacht. „Der Oberste Nationale Sicherheitsrat hat eine Cyberattacke auf das Computersystem zur Benzinverteilung bestätigt“, meldete das iranische Staatsfernsehen. Zuvor hatten die Staatsmedien Bilder geschlossener Tankstellen und langer Schlangen gezeigt.

14.05 Uhr: Umfrage: Vorbehalte gegen Künstliche Intelligenz gehen zurück

Vorbehalte gegen Künstliche Intelligenz gehen in der Bevölkerung einer Umfrage zufolge zurück. 14 Prozent der Menschen in Deutschland verbinden mit dem Begriff etwas eher oder sehr Negatives, wie die repräsentative Befragung im Auftrag des Tüv-Verbands ergab. Bei der vorherigen Ausgabe vor zwei Jahren waren es 28 Prozent gewesen. Der Anteil derer, die Künstliche Intelligenz eher oder sehr positiv sehen, stieg im selben Zeitraum von 46 Prozent auf 51 Prozent. Vor allem bei Frauen habe die Skepsis nachgelassen, teilte der Verband mit.

13.44 Uhr: Präsidentin von Berliner Humboldt-Universität tritt zu Jahresende zurück

Aus Protest gegen das Berliner Hochschulgesetz will die Präsidentin der Humboldt-Universität, Sabine Kunst, zum Jahresende zurücktreten. Die vom bisherigen rot-rot-grünen Senat auf den Weg gebrachte Gesetzesnovelle sei „gut gemeint, aber schlecht gemacht“, erklärte Kunst. Sie kritisierte unter anderem die damit einhergehenden Änderungen bei den Personalstrukturen der Universität. Kunst verwies auf die seit Jahren wachsende Unzufriedenheit und Kritik an den schwierigen und unsicheren Karrierewegen in der Wissenschaft, vor allem wegen der Vielzahl befristeter Verträge. Sie könne dies „gut verstehen und sehe die dringende Notwendigkeit von Veränderungen“. Allerdings könne sie diese politische Entscheidung nicht mittragen und trete von ihrem Amt zurück.

13.40 Uhr: Schlag gegen Darknet-Kriminalität: Ermittler nehmen 150 Menschen fest

Einen Schlag gegen die Kriminalität im sogenannten Darknet haben internationale Ermittler gelandet. Sie nahmen rund 150 Verdächtige fest – allein 47 davon in Deutschland. Mehr als 26 Millionen Euro seien beschlagnahmt worden, teilte die europäische Polizeibehörde Europol in Den Haag mit. Außerdem seien 234 Kilogramm Drogen und 45 Schusswaffen sichergestellt worden. Einige der Verdächtigen werden von Europol als „hochrangige Ziele“ eingestuft. Es war nicht die erste Aktion gegen das Darknet – im Januar 2021 hoben Ermittler einen der weltweit größten illegalen Marktplätze im Darknet aus, die Plattform „DarkMarket“.

Die meisten Verdächtigen, nämlich 65, wurden in den USA festgenommen, gefolgt von Deutschland (47) und Großbritannien (24). Zu den beschlagnahmten Drogen gehörten 152 Kilogramm Amphetamine, 27 Kilogramm Opiate und über 25 000 Ecstasy-Pillen. Im Zuge der Aktion hatte Italien zwei illegale Online-Marktplätze mit insgesamt mehr als 100.000 Angeboten illegaler Waren geschlossen.

13.26 Uhr: Migration über Belarus: Neues Ausländerrecht tritt in Polen in Kraft

In Polen ist eine Änderung des Ausländerrechts in Kraft getreten, nach der illegal eingereiste Migranten leichter des Landes verwiesen werden können. Hintergrund ist eine stark gestiegene Zahl illegaler Einreisen über Belarus. Laut der am Dienstag im amtlichen Anzeiger veröffentlichen Gesetzesänderung kann der Grenzschutzkommandeur sofort nach der Protokollierung eines unerlaubten Grenzübertritts den betroffenen Ausländer des Landes verweisen. Außerdem kann der Kommandeur die Wiedereinreise nach Polen und in den Schengen-Raum für eine Dauer von sechs Monaten bis drei Jahren verbieten.

13.20 Uhr: Afrika bekommt bis zu 110 Millionen Moderna-Dosen geliefert

Die Afrikanische Union erhält bis zu 110 Millionen Dosen des Corona-Impfstoffs vom US-Konzern Moderna. Bis Jahresende sollen die ersten 15 Millionen davon ausgeliefert sein. Der Corona-Beauftragte der Afrikanischen Union (AU), Strive Masiyiwa, begrüßte die Ankündigung am Dienstag als großen Schritt vorwärts.

Bisher seien insgesamt 17 Millionen Dosen von Corona-Impfstoffen ausgeliefert worden, in den kommenden drei Wochen werde man auf 35,2 Millionen Dosen kommen, sagte er auf einer Pressekonferenz der panafrikanischen Gesundheitsorganisation Africa CDC. Die AU kauft die Impfstoffe zentral für die Länder der Union, die Bestellungen aufgeben müssen.

12.56 Uhr: Anschlag auf Hagener Synagoge laut Ermittlern länger geplant

Der in Hagen verhaftete 16-Jährige soll den möglichen Anschlag auf die dortige Synagoge bereits über einen längeren Zeitraum geplant haben. Das gehe aus der bisherigen Auswertung der zahlreichen Datenträger hervor, die in dem Zusammenhang beschlagnahmt worden waren, berichtete die Düsseldorfer Generalstaatsanwaltschaft dem Landtag am Dienstag auf eine Anfrage der Grünen.

Die Ermittlungen und die Auswertung der 487 Gigabyte Daten, die bei dem Jugendlichen sichergestellt worden waren, dauere weiter an. Es sei dabei eine erhebliche Anzahl islamistischer Videos entdeckt worden, auch solche mit Hinrichtungen und anderen Gräueltaten. Der Minderjährige sitzt wegen des Verdachts der Vorbereitung einer schweren staatsgefährdenden Gewalttat in Untersuchungshaft.

12.52 Uhr: Kretschmann hält Auslaufen der „epidemischen Lage“ für falsches Signal

Der Vorstoß für eine Beendigung der epidemischen Lage ist nach Ansicht des baden-württembergischen Ministerpräsidenten Winfried Kretschmann (Grüne) ein „falsches Signal“ angesichts der steigenden Corona-Werte. Während Bundesgesundheitsminister Jens Spahn (CDU) diesen Schritt für richtig hält, seien die Ministerpräsidenten dagegen, betonte der Regierungschef in Stuttgart. „Ich war darüber wie die anderen Kollegen nicht sehr glücklich“, sagte Kretschmann.

Seit Tagen wird über dieses Thema kontrovers diskutiert, nicht zuletzt angesichts der derzeit steigenden Infektionszahlen in Deutschland und auch in Baden-Württemberg. Kritiker befürchten einen „Flickenteppich“ an Maßnahmen und Regelungen, wenn die „epidemische Lage nationaler Tragweite“ ausläuft. Das Robert Koch-Institut hatte die Zahl der Neuinfektionen pro 100.000 Einwohner und Woche am Sonntag erstmals mit einem klar dreistelligen Wert bekanntgegeben.

12.39 Uhr: Mehr als 20 Abgeordnete auf Tribüne für 3G-Verweigerer

Bei der konstituierenden Sitzung des Bundestags haben rund zwei Dutzend Abgeordnete die wegen Corona geltende 3G-Regelung nicht akzeptiert. Sie mussten deshalb am Dienstag auf einer eigens für sie reservierten Tribüne Platz nehmen. Dort saßen 23 Parlamentarier, die alle von der AfD waren, wie sich bei den Abstimmungen und bei Zwischenrufen zeigte. Prominente AfD-Abgeordnete wie Fraktionschefin Alice Weidel hielten sich allerdings an die Regelung und saßen unten im Plenarsaal.

Die Fraktionen hatten zuvor gemeinsam beschlossen, dass in den unteren Bereich des Plenarsaals im Reichstagsgebäude nur Abgeordnete kommen dürfen, die geimpft, genesen oder kurzfristig auf das Corona-Virus getestet sind. Beim entsprechenden Nachweis erhielten sie um ein Armgelenk ein schwarz-rot-goldenes Bändchen. Im Gegenzug galten dort keine Abstandsregeln mehr, so dass alle 736 Abgeordneten die Sitzung im Plenarsaal verfolgen konnten. Die AfD versuchte zwar, diese Regelung während der Sitzung zu kippen. Sie scheiterte damit aber am Widerstand der anderen Fraktionen.

12.18 Uhr: SPD schlägt vor, Bärbel Bas zur Bundestagspräsidentin zu wählen

Die SPD-Bundestagsfraktion schlägt Bärbel Bas zur Wahl als Bundestagspräsidentin vor. Da die Abgeordneten einzeln aufgerufen werden, wird der Wahlvorgang einige Zeit in Anspruch nehmen.

12.06 Uhr: RKI: Bundesweite Sieben-Tage-Inzidenz steigt auf 113,0

Die bundesweite Sieben-Tage-Inzidenz bei den Corona-Neuinfektionen ist erneut angestiegen. Wie das Robert Koch-Institut (RKI) am Vormittag mitteilte, erhöhte sich der Wert auf 113,0. Am Vortag hatte er bei 110,1 gelegen. Binnen eines Tages wurden demnach 10.473 Neuinfektionen registriert.

Die Zahl der Todesfälle in Deutschland im Zusammenhang mit einer Corona-Infektion stieg den Angaben zufolge um 128 Fälle auf 95.245. Die Gesamtzahl der nachgewiesenen Infektionen seit Beginn der Pandemie liegt laut RKI bei 4.483.203.

Der Inzidenzwert, der die Zahl der Corona-Neuinfektionen pro 100.000 Einwohner in den vergangenen sieben Tagen angibt, steigt seit anderthalb Wochen kontinuierlich an. Am vergangenen Freitag hatte die Inzidenz erstmals seit Mai wieder den Wert von 100 überschritten.

11.51 Uhr:  Bundestag lehnt AfD-Abgeordneten Gauland als Alterspräsident ab

Die AfD ist mit dem Versuch gescheitert, ihren Abgeordneten Alexander Gauland als Alterspräsident des Bundestags durchzusetzen. Ein Antrag der Fraktion zur Änderung der Geschäftsordnung fand bei der konstituierenden Sitzung des Bundestags in Berlin keine Mehrheit.

Gauland ist mit 80 Jahren der älteste Abgeordnete. Die Geschäftsordnung wurde vor der Bundestagswahl 2017 allerdings geändert, so dass der Alterspräsident nun der Abgeordnete mit den meisten Parlamentsjahren ist. Ohne eine Reform wäre damals voraussichtlich der AfD-Politiker Wilhelm von Gottberg Alterspräsident geworden. In dieser Legislaturperiode führte die Regelung nun dazu, dass der bisherige Bundestagspräsident Wolfgang Schäuble (CDU) der Alterspräsident ist.

11.40 Uhr: Schäuble mahnt rasche Änderung des Wahlrechts an

Der bisherige Bundestagspräsident Wolfgang Schäuble (CDU) hat erneut eine rasche Änderung des Wahlrechts angemahnt, um eine weitere Aufblähung des Bundestags zu verhindern. Dass der Bundestag zu seiner konstituierenden Sitzung trotz der Beschränkungen wegen der Corona-Pandemie erstmals wieder gemeinsam im Plenum zusammenkommen könne, habe eine überfraktionelle Verständigung möglich gemacht, sagte Schäuble, der am Dienstag als dienstältester Abgeordneter die Sitzung des neuen Bundestages in Berlin eröffnete. „Wenn uns das etwa beim Wahlrecht gelänge, wäre ich nach der auch für mich persönlich bitteren Erfahrung der vergangenen Legislaturperiode bestimmt nicht traurig“, ergänzte er.

Nach der Bundestagswahl verliert Schäuble sein Amt als Bundestagspräsident, nachdem die SPD am 26. September größte Fraktion geworden ist. Nun sagte er: „Eine Wahlrechtsreform, die ihren Namen verdient, ist allerdings keinen Deut leichter geworden – und trotzdem: Sie duldet ersichtlich keinen Aufschub.“

11.39 Uhr: 66,3 Prozent der Bevölkerung vollständig gegen Corona geimpft

66,3 Prozent der Menschen in Deutschland sind vollständig gegen das Coronavirus geimpft. Das sind rund 55,1 Millionen Menschen, wie aus Daten des Robert Koch-Instituts (RKI) hervorgeht. Demnach haben 76,8 Prozent aller Erwachsenen und 40,3 Prozent der Jugendlichen zwischen 12 und 17 den vollen Impfschutz. Fast 57,5 Millionen Menschen oder 69,2 Prozent der Gesamtbevölkerung wurden mindestens einmal gegen Corona geimpft. Eine Auffrischungsimpfung haben bislang 1,6 Millionen Menschen erhalten.

Durchschnittlich wurden in den vergangenen sieben Tagen etwa 125.000 Covid-Schutzimpfungen pro Tag in Deutschland vorgenommen – am Montag waren es 96.000, darunter rund 38.000 Zweitimpfungen und 36.000 Auffrischungen.

11.28 Uhr: Steinmeier beauftragt Merkel mit Fortführung der Regierungsgeschäfte

Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier hat Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) formal darum gebeten, die Regierungsgeschäfte bis zur Ernennung ihres Nachfolgers fortzuführen. Das teilte das Präsidialamt mit. Laut Grundgesetz endet die Amtszeit der bisherigen Regierung mit der konstituierenden Sitzung des Bundestags, die am Vormittag  begann.

Die geschäftsführende Regierung kann rein rechtlich gesehen so agieren wie eine normale. So kann sie Gesetze oder sogar einen neuen Haushalt in den Bundestag einbringen. Auch die Minister behalten ihre Befugnisse. Sie können Rechtsverordnungen und Verwaltungsvorschriften erlassen. Traditionsgemäß übt sich die geschäftsführende Bundesregierung aber in Zurückhaltung, um den Handlungsspielraum des künftigen Kabinetts nicht einzuschränken. Die Entlassungsurkunden überreicht Steinmeier Merkel sowie den Ministerinnen und Ministern am späten Nachmittag.

11.21 Uhr: AfD wirft im Bundestag anderen Fraktionen Verstoß gegen demokratische Regeln vor

Zum Auftakt der konstituierenden Sitzung des neuen Bundestags hat der Parlamentsgeschäftsführerder AfD, Bernd Baumann, den anderen Fraktionen einen Verstoß gegen demokratische Traditionen vorgeworfen: Baumann monierte im Plenum in Berlin, dass nicht der älteste Abgeordnete die Sitzung als Alterspräsident eröffnete, sondern der dienstälteste. Der älteste Abgeordnete ist der AfD-Politiker Alexander Gauland, der dienstälteste ist der Christdemokrat Wolfgang Schäuble. 

Ein Antrag der AfD auf eine entsprechende Änderung der Geschäftsordnung wurde aber mit den Stimmen aller anderen Fraktionen abgelehnt – damit fungiert Schäuble als Alterspräsident.

11.08 Uhr: US-Polizei: Kinder lebten anscheinend mit Leiche des Bruders

Polizisten haben bei einem Einsatz im US-Bundesstaat Texas drei Kinder entdeckt, die nach ersten Erkenntnissen seit längerer Zeit mit der Leiche eines Geschwisterkindes in der Wohnung lebten. Die Beamten fanden dort sterbliche Überreste eines Kindes vor, wie es in einer Mitteilung der zuständigen Polizei von Harris County hieß. Diese scheinen sich bereits seit einem längeren Zeitraum in der Wohnung befunden zu haben, sagte Sheriff Ed Gonzalez bei einer Pressekonferenz. Wie lange genau, werde untersucht. Gonzalez sprach von einer „entsetzlichen“ und „tragischen“ Situation.

Die Jungen im Alter von 7, 10 und 15 Jahren hätten nach Angaben des ältesten Kindes bereits seit Monaten ohne die Eltern in der Wohnung in der Metropolregion Houston gelebt. Der Jugendliche verständigte am Sonntag die Polizei und sagte, sein neun Jahre alter Bruder sei seit rund einem Jahr tot und befinde sich im Nebenzimmer. „Ich bin schon lange in diesem Geschäft, aber von einem solchen Szenario habe ich noch nie gehört“, sagte Gonzalez. Alle drei Kinder kamen der Polizei zufolge zunächst ins Krankenhaus. 

11.00 Uhr: Rhein wegen zweier festgefahrener Schiffe bei Germersheim gesperrt

Wegen zweier festgefahrener Schiffe ist der Rhein bei Germersheim in Rheinland-Pfalz für den Schiffsverkehr gesperrt worden. In der Nacht zum Dienstag fuhr sich ein mit Diesel beladenes Tankmotorschiff fest, wie ein Sprecher der Wasserschutzpolizei Germersheim am Dienstag der Nachrichtenagentur AFP sagte. Es sei kein Kraftstoff ausgetreten. Ebenso sei kein Wasser in das Schiff eingedrungen. Verletzt wurde niemand.

Nur rund hundert Meter entfernt hatte sich am späten Sonntagabend bereits ein Fahrgastschiff festgefahren. 90 Menschen saßen seitdem auf dem Schiff fest. Grund für den Unfall war offenbar eine „nautische Fehleinschätzung“ des Kapitäns. Zum Unfallzeitpunkt herrschten niedriger Wasserstand und dichter Nebel. Verletzt wurde ebenfalls niemand.

10.50 Uhr: Polizistinnen kommen wegen Flucht vor Schießerei vor Gericht

In Schwelm müssen sich Mitte November zwei Polizistinnen vor Gericht verantworten, weil sie ihren Kollegen während eines Schusswechsels nach einer Verkehrskontrolle nicht geholfen haben sollen. Die 37-Jährige aus Köln und die 32-Jährige sollen die Schüsse bemerkt haben und vom Ort des Geschehens geflohen sein, wie das Landgericht Hagen am Dienstag mitteilte. Verantworten müssen sie sich wegen versuchter Körperverletzung durch Unterlassen, weil sie dazu verpflichtet gewesen wären, einzugreifen.

Bei der Verkehrskontrolle im Mai vergangenen Jahres soll sich der kontrollierte Autofahrer Vitalij K. zunächst kooperativ verhalten haben. Später habe er jedoch eine Waffe aus seinem Auto geholt und unvermittelt auf zwei Polizisten geschossen, die das Feuer erwidert hätten. Insgesamt sollen 21 Schüsse abgegeben worden sein. K. wurde bereits zu einer Haftstrafe verurteilt.

10.36 Uhr: Mehr Fälle von sexuellem Missbrauch durch britische Polizisten

In Großbritannien sind zuletzt deutlich mehr Polizisten wegen sexuellen Missbrauchs angezeigt worden. Zwischen 2018 und 2021 gab es 66 Disziplinarverfahren gegen Beamte und Mitarbeiter, wie die unabhängige Behörde Independent Office for Police Conduct (IOPC) mitteilte. Davon wurden allein 42 im vergangenen Jahr eingeleitet. 2016 gab es demnach 10 Verfahren.

Die britische Polizei steht seit dem Mord an der Londonerin Sarah Everard unter besonderer Beobachtung. Ein Polizist hatte sein Amt missbraucht, um die 33-Jährige zu verschleppen. Anschließend vergewaltigte und tötete er die Frau. Dafür wurde er zu lebenslanger Haft verurteilt.

Die Behörde betonte, dass in der Polizei kein Platz für Sexualstraftäter sei. Die deutliche Zunahme der Disziplinarmaßnahmen sei auf verstärkte Sanktionsbemühungen zurückzuführen. Zudem sorge das erhöhte Bewusstsein dazu, dass mehr Fälle gemeldet wurden. In 63 der 66 Verfahren gegen Beamte konnte ein Fehlverhalten nachgewiesen werden.

10.35 Uhr: Südkoreas ehemaliger Präsident Roh Tae Woo gestorben

Der frühere südkoreanische Präsident Roh Tae Woo ist im Alter von 88 Jahren gestorben. Das Krankenhaus der Soul National University bestätigte seinen Tod am Dienstag, ohne jedoch die genaue Todesursache zu nennen. Roh, der das ostasiatische Land von 1988 bis 1993 regierte, litt nach einer Erkrankung an Prostatakrebs rund um die Jahrtausendwende zunehmend unter gesundheitlichen Problemen.

In seinem Heimatland ist Roh vor allem dafür bekannt, 1987 die ersten freien Wahlen Südkoreas gewonnen zu haben. Doch seine politische Karriere endete mit einem riesigen Korruptionsskandal. Roh hatte Bestechungsgelder in Höhe von umgerechnet über 500 Millionen Euro angehäuft. Seinen Ruf konnte Roh Tae Woo in der südkoreanischen Öffentlichkeit seither nicht mehr wieder herstellen.

Im Jahr 1995 entschuldigte sich der geschasste Politiker vor laufenden Fernsehkameras unter Tränen für sein Fehlverhalten: „Ich fühle mich unendlich beschämt“. 1996 wurde Roh unter anderem wegen Korruption zu einer 17-jährigen Gefängnisstrafe verurteilt. Bereits im Folgejahr wurde der Politiker jedoch begnadigt.

9.51 Uhr: Schwerer Raub nach Sexfalle am Essener Hauptbahnhof

Ein 35 Jahre alter Mann soll am Essener Hauptbahnhof nach mutmaßlich vorgetäuschtem sexuellem Interesse einer Frau von zwei Männern ausgeraubt worden sein. Dabei verletzten ihn die Unbekannten mit einer zerbrochenen Glasflasche am Unterarm, berichtete die Bundespolizei. Die Frau sprach ihn demnach zunächst am Sonntagabend an und wollte „näheren Kontakt“, wie es in der Mitteilung der Polizei hieß. Sie seien ein Stück gegangen. Dann seien die unbekannten Männer aufgetaucht, hätten den 35-Jährigen mit der Flasche angegriffen und seinen Rucksack sowie sein Handy geraubt. Im Anschluss flüchtete das Trio. Bundespolizisten leiteten den Angaben nach ein Strafverfahren wegen schweren Raubes ein und baten um Zeugenhinweise.

9.27 Uhr: 71-jähriger Angler vor Warnemünde vermisst

Auf der Ostsee bei Warnemünde haben Rettungskräfte in der Nacht zum Dienstag bei einem Großeinsatz vergeblich nach einem vermissten 71-jährigen Angler gesucht. Wie die Deutsche Gesellschaft zur Rettung Schiffbrüchiger (DGzRS) in Bremen mitteilte, wurde gegen 1.40 Uhr zunächst nur das leere Kajak des Manns in dem Seegebiet entdeckt. Es trieb rund sechseinhalb Kilometer vor der Küste von Mecklenburg-Vorpommern.

Die Suche nach dem Vermisste sollte nach DGzRS-Angaben heute fortgesetzt werden. Der Mann war am Montagabend nicht von einer Angeltour auf der Ostsee zurückgekehrt, seine Frau alarmierte die Rettungskräfte. An der nächtlichen Suche beteiligten sich unter anderem ein Seenotrettungskreuzer und mehrere Behördenschiffe. Aus der Luft unterstützten Hubschrauber und ein Ölüberwachungsflugzeug von Polizei und Marine. Darüber hinaus wurden Strände abgesucht.

9.19 Uhr: Schwangere Frau stirbt bei Zusammenstoß mit Linienbus

Eine 26-jährige Autofahrerin ist in der Nacht zum Dienstag im saarländischen Völklingen mit ihrem Wagen mit einem Bus zusammengestoßen und tödlich verletzt worden. Die schwangere Frau war aus Schaffhausen kommend Richtung Völklingen unterwegs, als sie aus zunächst unbekannten Gründen nach links von der Fahrbahn abkam und mit einem entgegenkommenden Linienbus zusammenstieß, wie die Polizei mitteilte. Dadurch wurde sie so schwer verletzt, dass sie später in einer Klinik starb. Auch ihr ungeborenes Kind konnte nicht gerettet werden.

Der 35-jährige Fahrer des Linienbusses zog sich bei dem Zusammenstoß schwere Verletzungen zu und musste ins Krankenhaus gebracht werden. Von den acht Fahrgästen des Linienbusses erlitten zwei leichte Verletzungen. Die Straße wurde zeitweise voll gesperrt. Nach derzeitigem Ermittlungsstand sei die Unfallursache noch unklar. Die Staatsanwaltschaft Saarbrücken gab ein Unfallgutachten in Auftrag.

8.58 Uhr: China stellt Millionenstadt unter Corona-Quarantäne

Im Kampf gegen eine neue Corona-Infektionswelle stellt China die Millionenstadt Lanzhou unter Quarantäne. Die vier Millionen Einwohner der Stadt im Nordwesten des Landes dürften ihre Wohnungen nur noch in Notfällen verlassen, erklärte die Stadtverwaltung. Zuvor waren in ganz China 29 Neuinfektionen mit dem Coronavirus registriert worden.

Bereits am Vortag waren in der Hauptstadt Peking gut hundert Tage vor Beginn der Olympischen Winterspiele neue Corona-Beschränkungen verhängt worden. Die Bewohner Pekings wurden aufgefordert, die Stadt nur noch in dringenden Fällen zu verlassen und auf größere Menschenansammlungen zu verzichten. Der für kommenden Sonntag geplante Marathon in Peking wurde auf unbestimmte Zeit verschoben. Mehrere Wohnkomplexe wurden abgeriegelt. 

8.15 Uhr: Samsung-Erbe wegen Drogenkonsum zu Geldstrafe verurteilt

Samsung-Erbe Lee Jae Yong ist wegen illegalen Drogenkonsums zu einer Geldstrafe verurteilt worden. Wie die Nachrichtenagentur Yonhap berichtet, verurteilte das zentrale Bezirksgericht in Seoul den 53-jährigen Vize-Aufsichtsratsvorsitzenden von Samsung Electronics zu einer Strafe von 70 Millionen Won (ca. 52 000 Euro). Bei der illegalen Substanz soll es sich um das Anästhetikum Propofol handeln. Lee soll das in Südkorea illegale Betäubungsmittel zwischen 2015 und 2020 über 40 Mal verabreicht bekommen haben. Nach südkoreanischem Recht ist auch das reine Empfangen illegaler Substanzen strafbar, also die Annahme beim Kauf.

7.15 Uhr: Intensivmediziner rechnen mit Zunahme der Covid-Patienten in Krankenhäusern

Intensivmediziner erwarten in den kommenden Wochen eine erneute Zunahme der Corona-Patienten in den Krankenhäusern. Damit sei saisonal bedingt und mit Blick auf steigende Inzidenzen der Corona-Neuinfektionen zu rechnen, sagte der Präsident der Deutschen Interdisziplinären Vereinigung für Intensiv- und Notfallmedizin (Divi), Gernot Marx, den Zeitungen der Funke Mediengruppe. Die Auffrischungsimpfungen könnten in diesem Zusammenhang „einen sehr wichtigen Part in der Bekämpfung der Pandemie“ spielen, sagte Marx.

6.05 Uhr: Thailand meldet kurz vor der Öffnung sinkende Neuinfektionen

Wenige Tage vor der Öffnung für den internationalen Tourismus hat Thailand erstmals seit Monaten weniger als 8000 Neuinfektionen innerhalb von 24 Stunden verzeichnet. Die Behörden meldeten am Dienstag 7706 neue Fälle – das ist der niedrigste Wert seit dem 8. Juli. 66 Menschen starben in Zusammenhang mit Covid-19. Der Verlauf des jüngsten Ausbruchs in dem südostasiatischen Urlaubsland mit 70 Millionen Einwohnern war lange ungewöhnlich: Zwar waren die Zahlen seit August – als ein Höchstwert von mehr als 23 000 Neuinfektionen verbucht worden war – gesunken, jedoch stagnierten sie wochenlang zwischen 9000 und 12 000 neuen Fällen am Tag.

5.00 Uhr: Erneut mehr Teilzeitstudierende in Deutschland

Die Zahl der Teilzeitstudierenden in Deutschland ist weiter gewachsen und hat mit 223.000 einen Höchststand erreicht. Bei insgesamt rund 2,9 Millionen Studierenden lag ihr Anteil im Wintersemester 2019/2020 bei 7,7 Prozent, wie aus einer Auswertung von Zahlen des Statistischen Bundesamtes durch das Centrum für Hochschulentwicklung (CHE) in Gütersloh hervorgeht. Das ein Plus von 0,2 Prozentpunkten. Die Auswertung liegt der Deutschen Presse-Agentur vor. Damit haben 2019/2020 rund 8000 Menschen mehr in Teilzeit studiert als im Vorjahreszeitraum.

4.50 Uhr: Facebook und Youtube schränken Nutzerkonten von Brasiliens Präsident ein

Als Reaktion auf ein Video von Brasiliens Präsident Jair Bolsonaro haben die Online-Netzwerke Facebook und Youtube dessen Nutzerkonten eingeschränkt. Facebook löschte das fragliche Video, Youtube verhängte eine einwöchige Sperre für den Präsidenten, wie die Onlineplattform mitteilte. In dem fraglichen Video hatte der Präsident von negativen Auswirkungen der Corona-Impfstoffe für HIV-Infizierte gesprochen.

2.05 Uhr: Drogenbeauftragte warnt vor Legalisierung von Cannabis

Die Drogenbeauftragte der Bundesregierung, Daniela Ludwig, hat die Nachfolger-Regierung vor einer Legalisierung von Cannabis gewarnt. „Zugunsten eines vermeintlichen Zeitgeistes die Gesundheit der Bevölkerung zu riskieren, kann und sollte nicht Ziel der neuen Bundesregierung sein“, sagte die CSU-Politikerin der Düsseldorfer „Rheinischen Post“. Regelmäßiger Konsum könne zu schweren psychischen Störungen führen – insbesondere bei Jugendlichen, die sich noch in der körperlichen Entwicklung befänden. „Kiffen ab 18 ist alles andere als harmlos und gibt außerdem keine Antwort auf die Frage nach besserem Jugendschutz“, sagte Ludwig.

2.00 Uhr: Ägyptens Präsident Al-Sisi hebt Ausnahmezustand auf

Rund viereinhalb Jahre nach seiner Verhängung hat Ägyptens Präsident Abdel Fattah al-Sisi den Ausnahmezustand aufgehoben. „Ägypten ist dank seiner großartigen Bevölkerung (…) zu einer Oase der Sicherheit und Stabilität in der Region geworden“, schrieb der Staatschef beim Onlinedienst Facebook. Der Ausnahmezustand war im April 2017 nach Bombenanschlägen auf zwei koptische Kirchen in Kairo mit mehr als 40 Toten verhängt worden.

1.30 Uhr: Facebook steigert Quartalsgewinn trotz Vorwürfen auf mehr als 9 Milliarden Dollar

Trotz der Kontroversen um den Umgang mit Hassnachrichten und Falschinformationen hat US-Internetriese Facebook eine Steigerung seines Quartalsgewinns auf mehr als 9 Milliarden US-Dollar (rund 7,8 Milliarden Euro) gemeldet. Die am Montag von dem Unternehmen veröffentlichten Zahlen zeigten einen Anstieg des Gewinns um 17 Prozent auf 9,2 Milliarden Dollar. Insgesamt nutzen nun 2,91 Milliarden Menschen Facebooks Dienste.

1.16 Uhr: Schüsse in Einkaufszentrum in Idaho – zwei Tote

Mindestens zwei Menschen sind in einem Einkaufszentrum im US-Bundesstaat Idaho erschossen worden. Mindestens vier weitere Menschen seien bei dem Vorfall am Montag in der Stadt Boise verletzt worden, darunter ein Polizist, hieß es in einer Pressekonferenz der Polizei. Der Verdächtige sei in Polizeigewahrsam. „Zu diesem Zeitpunkt gehen wir davon aus, dass nur ein einzelner Schütze beteiligt war und dass von diesem Vorfall keine Gefahr mehr für die Allgemeinheit ausgeht“, sagte der zuständige Polizist. Zum Motiv der Tat könne er noch nichts sagen.

cl/tkr
AFP
DPA



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