Die News von heute im stern-Ticker.

Die News von heute im stern-Ticker:  

18.42 Uhr: Kampfpanzer kollidiert mit Geländewagen – zwei Tote

Bei einem Unfall auf dem Truppenübungsplatz Bergen in Niedersachsen sind zwei Menschen ums Leben gekommen. Ein Kampfpanzer sei während einer Übung mit einem militärischen Geländewagen kollidiert, teilte die Bundeswehr mit. Zwei Bundeswehrangehörige seien tödlich verletzt worden. Der genaue Hergang wurde noch ermittelt. Der Truppenübungsplatz liegt im Süden der Lüneburger Heide. Wegen des Unfalls sagte das Verteidigungsministerium eine Serenade zur Verabschiedung des Parlamentarischen Staatssekretärs Thomas Silberhorn kurzfristig ab.

18.26 Uhr: Putin und Biden beenden Videogipfel schon nach etwa zwei Stunden

Russlands Präsident Wladimir Putin und sein US-Kollege Joe Biden haben ihren Video-Gipfel auch zu den wachsenden Spannungen im Ukraine-Konflikt bereits nach rund zwei Stunden beendet. Das meldeten russische Staatsmedien. Der Kreml hatte zuvor erklärt, es könne angesichts der Vielzahl von Konfliktthemen ein sehr langes Gespräch werden.

Bei dem Gespräch sollte es auch um mögliche gegenseitige Sicherheitsgarantien Russlands und der Nato gehen. Putin hatte das westliche Militärbündnis zuletzt zu einem Ende seiner Osterweiterung aufgefordert und dafür schriftliche Garantien verlangt. Die USA werfen Russland seit Wochen einen Truppenaufmarsch unweit der Grenze zur Ukraine vor. Befürchtet wird im Westen demnach eine russische Invasion der Ex-Sowjetrepublik.

18.07 Uhr: Chile führt gleichgeschlechtliche Ehe ein

Chile hat nach jahrelangem politischen Ringen die Einführung der gleichgeschlechtlichen Ehe endgültig beschlossen. Entsprechende Gesetzesänderungen wurden sowohl vom Senat als auch von der Abgeordnetenkammer in der Hafenstadt Valparaiso jeweils mit breiter Mehrheit angenommen. Der Gesetzgebungsprozess hatte über vier Jahre gedauert.

Bislang war das einzige Rechtsinstrument zur rechtlichen Vereinigung gleichgeschlechtlicher Paare in Chile die 2015 eingeführte eingetragene Partnerschaft, die Zugang zu vielen Rechten gewährt, die auch die Ehe vorsieht. Allerdings waren eingetragenen Partnern bislang Adoption und gemeinsame Elternschaft verwehrt. Nun werden dafür das Bürgerliche Gesetzbuch und andere Rechtsvorschriften entsprechend geändert.

17.35 Uhr: Helferin auf Therapie-Bauernhof in den USA von Schaf tödlich verletzt

Eine 73-jährige freiwillige Helferin ist auf einem Therapie-Bauernhof von einem Schaf angefallen und tödlich verletzt worden. Die Frau habe sich auf dem Bauernhof um Tiere gekümmert, als ein Schaf sie angegriffen habe, teilten die Besitzer des Hofes in der Nähe der Ostküsten-Metropole Boston und die lokalen Polizeibehörden mit. Sie sei verletzt worden, habe einen Herzstillstand erlitten und sei kurz darauf in einem Krankenhaus für tot erklärt worden. Der Vorfall werde untersucht. Die Frau habe seit etwas mehr als einem Jahr freiwillig auf dem Bauernhof ausgeholfen, wo Kindern mit psychischen Problemen mithilfe von Tieren geholfen werden soll.

17.27 Uhr: Frau in Indien nach Liebesheirat von Mutter und Bruder geköpft

Eine schwangere 19-Jährige in Indien ist von ihrer Mutter und ihrem Bruder mit einer Sichel geköpft worden. Der Grund: Die beiden seien wütend gewesen, dass sie mit ihrem Studienfreund zunächst durchgebrannt sei und ihn dann gegen den Willen ihrer Familie geheiratet habe, sagte ein Polizeisprecher dem “Indian Express”. Arrangierte Ehen sind in Indien die Regel, eine Hochzeit gilt als Verbindung zweier Familien und nicht nur eines Paares.

17.15 Uhr: Sachsen verschärft erneut Corona-Regeln

Sachsen verschärft erneut die Corona-Maßnahmen. Gastronomiebetriebe in Hotspots mit einer Inzidenz über 1500 Neuinfektionen pro 100.000 Einwohner binnen einer Woche sollen schließen müssen, wie das Landessozialministerium in Dresden nach einer Kabinettsitzung mitteilte. Die neue Verordnung solle am Freitag beschlossen werden. In Sachsen liegen derzeit laut Robert-Koch-Institut zwei Landkreise über einer Inzidenz von 1500. Der Landkreis Meißen hält mit knapp 2381 den bundesweiten Negativrekord.

Im Freistaat gelten schon seit Längerem strenge Corona-Maßnahmen, etwa 2G sowie verkürzte Öffnungszeiten in der Gastronomie. Auch im Einzelhandel führte Sachsen, das besonders stark von Corona-Infektionen betroffen ist und die bundesweit niedrigste Impfquote hat, als erstes Bundesland die 2G-Regel ein. Die neue Verordnung soll am Montag in Kraft treten und bis zum 9. Januar gelten.

17.09 Uhr: Omikron laut Fauci “nahezu sicher” nicht schlimmer als Delta-Variante

Die neue Omikron-Variante des Coronavirus ist nach Einschätzung des US-Experten Anthony Fauci offenbar nicht schlimmer als andere Varianten des Erregers. “Es ist nahezu sicher, dass sie nicht schlimmer ist als Delta”, sagte der oberste Corona-Berater von US-Präsident Joe Biden der Nachrichtenagentur AFP. Es gebe einige Hinweise darauf, dass Omikron sogar weniger schwerwiegend sein könnte.

16.45 Uhr: Verdächtiger bei Fahndung nach Khashoggi-Mördern in Paris festgenommen

Die französische Grenzpolizei hat in Paris ein mutmaßliches Mitglied des Killerkommandos festgenommen, das für die Ermordung des saudiarabischen Journalisten Jamal Kashoggi verantwortlich gemacht wird. Der 33-Jährige wurde am Morgen am Flughafen Roissy festgenommen, als er einen Flug Richtung Riad nehmen wollte, wie aus Justizkreisen verlautete.

Der 59-jährige Regierungskritiker Khashoggi war am 2. Oktober 2018 im saudiarabischen Konsulat in Istanbul ermordet worden. Nach offiziellen Angaben aus der Türkei und den USA wartete in der diplomatischen Vertretung ein 15-köpfiges Kommando, ermordete ihn und ließ seine Leiche verschwinden.

16.22 Uhr: Polizei hebt Neonazivertrieb in Zwickau aus

Die Polizei hat im sächsischen Zwickau einen Neonazivertrieb ausgehoben. Bei einer achtstündigen Durchsuchung wurden gestern im Wohnhaus eines 39-Jährigen mehr als hundert professionell hergestellte NS-Devotionalien gefunden, wie die Polizei in Zwickau heute mitteilte. Es handelte sich unter anderem um Schwibbögen, Räuchermännchen, Tassen, gravierte Gläser und Schieferplatten, Christbaumschmuck, Büsten, T-Shirts und Kalender mit NS-Symbolen oder Porträts von Nationalsozialisten, die offenbar verkauft werden sollten.

16.01 Uhr: Dröge und Haßelmann neue Grünen-Fraktionsvorsitzende

Die Grünen-Bundestagsfraktion hat eine neue Doppelspitze. Die Wirtschaftsexpertin Katharina Dröge und die bisherige Erste Parlamentarische Geschäftsführerin Britta Haßelmann wurden als neue Vorsitzende gewählt, wie die Deutsche Presse-Agentur aus Fraktionskreisen erfuhr. Dröge gehört dem linken Flügel der Grünen an, Haßelmann den Realos. Gemäß interner Regeln muss mindestens einer der beiden Chefposten mit einer Frau besetzt werden – weibliche Doppelspitzen sind damit auch möglich.

Die bisherigen Fraktionschefs Katrin Göring-Eckardt und Anton Hofreiter standen nicht mehr zur Wahl. Hofreiter ist als Vorsitzender des Europaausschusses im Gespräch, Göring-Eckardt soll Bundestagsvizepräsidentin werden.

15.50 Uhr: Israel stellt unterirdische Mauer entlang des Gazastreifens fertig

Nach rund vier Jahren Bauzeit hat Israel eine 65 Kilometer lange, unterirdische Mauer entlang des Gazastreifens fertiggestellt. Sie soll die Möglichkeit von Angriffen durch Tunnel der in dem Palästinensergebiet herrschenden Hamas komplett unterbinden. Teil der mit Sensoren ausgestatteten Anlage seien auch ein mehr als sechs Meter hoher überirdischer Sperrzaun, eine Seebarriere, Radarsysteme, Kameras und Wachräume, teilte das israelische Verteidigungsministerium am Dienstag mit. Während des Gaza-Krieges 2014 war es militanten Kämpfern mehrmals gelungen, durch Angriffstunnel auf israelisches Gebiet vorzudringen.

15.45 Uhr: FDP-Bundestagsfraktion wählt Christian Dürr zu Vorsitzendem

Einen Tag vor der Regierungsübernahme der Ampel-Koalition hat die FDP-Bundestagsfraktion den niedersächsischen Abgeordneten Christian Dürr zu ihrem Vorsitzenden gewählt. Der 44-Jährige löste damit den bisherigen Fraktionschef Christian Lindner ab, der morgen zum Bundesfinanzminister ernannt werden soll. Dürr erhielt nach Angaben aus Fraktionskreisen 94,44 Prozent der Stimmen.

15.17 Uhr: 19-Jähriger kollabiert in Kölner Polizeigewahrsam und stirbt in Krankenhaus

In Köln ist ein 19-Jähriger im Polizeigewahrsam kollabiert und wenige Tage später gestorben. Die Staatsanwaltschaft Köln nahm Ermittlungen zur Klärung der Todesumstände auf, wie die Behörde und die Polizei mittteilten. Bislang hätten sich keine Hinweise auf eine Fremdeinwirkung ergeben.

Der 19-Jährige aus Bonn war Samstagabend nach Streitigkeiten wegen Sachbeschädigung und Bedrohung mit einem Messer in Gewahrsam genommen worden. Zu diesem Zeitpunkt habe er unter dem Einfluss von Medikamenten, Drogen und Alkohol gestanden. Bei der letzten Zellenkontrolle zeigte er laut Polizei noch “deutliche Vitalfunktionen”. Als er zehn Minuten später entlassen werden sollte, habe er nicht mehr auf Ansprache reagiert. Er sei von einem Notarzt medizinisch versorgt und in ein Krankenhaus gebracht worden, wo er Montagnachmittag starb.

15.05 Uhr: Abstand zwischen Arm und Reich extrem gewachsen

Während der Corona-Pandemie haben die Superreichen laut dem Jahresbericht zur weltweiten Ungleichheit (World Inequality Report) ihren Anteil am globalen Vermögen in Rekordgeschwindigkeit vergrößert. Seit 1995 sei der von den Milliardären dieser Welt gehaltene Anteil am globalen Vermögen von ein Prozent auf drei Prozent gestiegen, hieß es in dem Bericht, der heute in Paris veröffentlicht wurde. “Dieser Anstieg hat sich während der Covid-Pandemie verschärft. De facto markiert das Jahr 2020 den steilsten Anstieg des Anteils der Milliardäre am aktenkundigen Vermögen.” Während das Vermögen der Milliardäre um mehr als 3,6 Billionen Euro gewachsen sei, seien weitere hundert Millionen Menschen weltweit in die extreme Armut abgerutscht.

Nach Ansicht der Forscher kann die immer größer werdende Kluft zwischen Arm und Reich nur durch eine “bescheidene und progressive” Besteuerung ab einer Million Dollar umgekehrt werden.

14.54 Uhr: Mutmaßlicher Maskenverweigerer erschießt zwei Menschen in Moskau

Bei einem Streit ums Maskentragen zum Schutz vor dem Coronavirus hat in Moskau ein Mann eine Pistole gezogen und mindestens zwei Menschen erschossen. Drei weitere Leute seien verletzt worden, darunter auch ein zehn Jahre altes Mädchen, so die Behörden. Der mutmaßliche Täter wurde festgenommen; der 45-Jährige werde psychologisch untersucht, hieß es.

Schauplatz war eines der sogenannten Multifunktionszentren im Südosten der russischen Hauptstadt, wo Bürger ihre persönlichen Dokumente beantragen und bearbeiten lassen können. Der Verdächtige soll sich trotz Aufforderung des Personals geweigert haben, einen Mund- und Nasenschutz aufzusetzen. Dann habe er die Pistole gezogen und geschossen.

14.32 Uhr: Berlin startet am 15. Dezember mit Kinder-Impfungen

Berlin will am 15. Dezember mit dem Impfen von fünf- bis elfjährigen Kindern gegen Corona beginnen. Dazu würden in den Impfzentren Tegel und Messe/ICC zusätzliche Kabinen bereitgestellt, kündigte Gesundheitssenatorin Dilek Kalayci (SPD) nach der Senatssitzung an. Daneben soll in Berlin auch an Schulen geimpft werden, die geeignete große Räume haben. Zudem soll es “kreatives Impfen” etwa im Naturkundemuseum und im Zoo geben.

Ende November hatte die europäische Arzneimittelbehörde Ema die Zulassung des Impfstoffs von Biontech/Pfizer für Kinder genehmigt. Eine Empfehlung der Ständigen Impfkommission (Stiko) in Deutschland steht noch aus.

14.23 Uhr: Biden gedenkt der Opfer von Pearl Harbor

80 Jahre nach dem japanischen Angriff auf die US-Pazifikflotte in Pearl Harbor auf Hawaii hat US-Präsident Joe Biden der Opfer gedacht. Gemeinsam mit First Lady Jill Biden besuchte der Präsident am Nationalen Pearl-Harbor-Gedenktag die Gedenkstätte zum Zweiten Weltkrieg in Washington. Das Weiße Haus teilte mit, die Bidens wollten die “amerikanischen Patrioten” ehren, die am 7. Dezember 1941 in Pearl Harbor ums Leben kamen.

Der Angriff markierte einen Wendepunkt im Zweiten Weltkrieg. Der japanische Überfall führte zum Eintritt der USA in den Krieg aufseiten der Alliierten gegen die Achsenmächte Deutschland, Italien und Japan.

13.38 Uhr: Auf Wunsch Hoden entfernt – achteinhalb Jahre Haft

Ein 67 Jahre alter Mann, der zugegeben hat, mehreren Männern auf deren Wunsch die Hoden entfernt zu haben, muss acht Jahre und sechs Monate ins Gefängnis. Das Landgericht München II verurteilte den Angeklagten wegen schwerer, gefährlicher und einfacher Körperverletzung. Ursprünglich war er auch wegen Mordes durch Unterlassen angeklagt gewesen, weil ein Mann nach der Behandlung gestorben war.

Der angeklagte Elektriker hatte eingeräumt, in Sadisten-Foren im Internet “Kastrationen” angeboten zu haben. Mehrere Männer zahlten ihm demnach Geld dafür, dass er sie beispielsweise folterte und die Hoden entfernte. Die Staatsanwaltschaft hatte wegen schwerer und gefährlicher Körperverletzung elf Jahre Haft, die Verteidigung nicht mehr als sieben Jahre gefordert.

13.32 Uhr: 38 Tote und 69 Schwerverletzte bei Gefängnisbrand in Burundi

Bei einem Feuer in einem überfüllten Gefängnis im ostafrikanischen Burundi sind nach Regierungsangaben 38 Menschen ums Leben gekommen. 69 weitere Menschen seien schwer verletzt worden, sagte Burundis Vize-Präsident Prosper Bazombanza. Der Brand hatte demnach am frühen Morgen im Zentralgefängnis der Hauptstadt Gitega gewütet, als viele der Häftlinge noch in ihren Zellen eingesperrt waren und schliefen. Nach offiziellen Statistiken von Ende November waren in dem Gefängnis, das auf 400 Häftlinge ausgelegt ist, zuletzt mehr als 1500 Insassen. Die meisten Häftlinge sind Männer, aber es gibt auch eine getrennte Abteilung für Frauen. Die Ursache für das Feuer ist noch unbekannt.

13.27 Uhr: Georgier in Berlin laut Bundesanwalt Opfer eines Auftragsmordes

Die Bundesanwaltschaft hat keinen Zweifel: Die Erschießung eines Georgiers tschetschenischer Abstammung im Sommer 2019 mitten in Berlin war ein Auftragsmord. Der Angeklagte habe einem “staatlichen Tötungsauftrag” Folge geleistet, sagte Bundesanwalt Lars Malskies zum Auftakt seines Plädoyers vor dem Berliner Kammergericht. Hintergrund des Tötungsauftrages sei die “Feindschaft zum russischen Staat” des Opfers gewesen, so Malskies.

Der sogenannte Tiergartenmord-Prozess läuft seit Oktober 2020 vor einem Staatsschutzsenat des Berliner Gerichts unter strengen Sicherheitsvorkehrungen. Es ist noch unklar, wann das Urteil gesprochen wird. Möglich ist es noch vor Weihnachten. Es dürfte erhebliche Auswirkungen auf das deutsch-russische Verhältnis haben.

11.35 Uhr: Paar gerät in heftigen Streit – Smartwatch löst Fehlalarm aus

Ein streitendes Paar und eine Smartwatch – diese Kombination hat in der Oberpfalz gestern einen Polizeieinsatz ausgelöst. Als die junge Frau und ihr Lebensgefährte in der gemeinsamen Wohnung in Hohenburg (Landkreis Amberg-Sulzbach) in einen lautstarken verbalen Konflikt gerieten, trug die Frau ihre elektronische Armbanduhr, wie die Polizei heute mitteilte. Die Smartwatch registrierte, dass der Puls der Frau während des Streits deutlich anstieg, und setzte automatisch einen Notruf ab.

Der Notrufdisponent hörte am Telefon nur Schreie, ein Gespräch kam nicht zustande. Er ging davon aus, dass die Frau in Not war, und schickte die Polizei nach Hohenburg. Vier Streifen fuhren dann zu der Wohnung. Dort stellten die Beamten fest, dass die Smartwatch einen Fehlalarm ausgelöst hatte. Mit Sicherheit werde die junge Frau die Alarmfunktionen ihrer Uhr nun neu einstellen, meinte ein Polizeisprecher.

11.32 Uhr: Scholz besteht auf Unverletzlichkeit der ukrainischen Grenze

Der designierte Bundeskanzler Olaf Scholz hat Russland vor einer Verletzung der Souveränität der Ukraine gewarnt. Es sei “klar, dass wir unmissverständlich auf dem bestehen, was für uns alle wichtig ist: der Unverletzlichkeit der Grenzen”, sagte der SPD-Politiker in Berlin. Angesichts des russischen Truppenaufmarsches an der Grenze zur Ukraine herrsche aktuell eine “sehr, sehr ernste Lage”, die nur diplomatisch entschärft werden könne. 

Scholz forderte Russland auf, die Krise durch diplomatische Mittel beizulegen. Die künftige Bundesregierung werde weiter auf Vermittlungsbemühungen im so genannten Normandie-Format mit Deutschland, Frankreich, Russland und der Ukraine setzen.

11.17 Uhr: Vereinigte Arabische Emirate führen Viereinhalb-Tage Woche ein

Die Vereinigten Arabischen Emirate kürzen die Arbeitswoche um einen halben Tag auf viereinhalb Tage pro Woche. Das Wochenende soll außerdem von Freitag und Samstag auf Samstag und Sonntag verschoben werden, wie die staatliche Nachrichtenagentur WAM berichtete. Die neuen Arbeitszeiten werden ab Januar Pflicht für Regierungseinrichtungen und sollen die Balance zwischen Arbeits- und Privatleben sowie die wirtschaftliche Wettbewerbsfähigkeit des Landes verbessern.

“Die Vereinigten Arabischen Emirate sind die erste Nation der Welt, die eine nationale Arbeitswoche von weniger als der üblichen Fünf-Tage-Woche einführt”, berichtete die offizielle Nachrichtenagentur weiter. Das verlängerte Wochenende soll am Freitagmittag beginnen, damit das für die Muslime wichtige Freitagsgebet wahrgenommen werden kann.

11.10 Uhr: 14,6 Millionen Menschen gegen Coronavirus “geboostert”

In Deutschland haben mittlerweile 14,6 Millionen Menschen eine Auffrischungsimpfung gegen das Coronavirus erhalten. Das entspricht 17,5 Prozent der Gesamtbevölkerung, wie aus den Zahlen des Robert-Koch-Instituts hervorgeht. Demnach sind allein gestern 523.000 Auffrischimpfungen gegen das Coronavirus verabreicht worden. Am Montag vor einer Woche waren es laut RKI 482.000 Dosen, in der Woche zuvor 311 000.

57,4 Millionen Menschen (69,1 Prozent der Gesamtbevölkerung) sind bislang vollständig gegen das Coronavirus geimpft. Das RKI geht davon aus, dass unter Erwachsenen vermutlich mehr Menschen geimpft sind, als die Daten nahelegen: Eine hundertprozentige Erfassung der Impfungen könne durch das Meldesystem nicht erreicht werden.

10.44 Uhr: Überlebender berichtet im Prozess gegen frühere KZ-Sekretärin

Im Prozess gegen eine 96 Jahre alte frühere Sekretärin im Konzentrationslager Stutthof bei Danzig hat der Überlebende Josef Salomonovic über das Schicksal seiner Familie berichtet. Der in Wien lebende 83-Jährige schilderte vor dem Landgericht Itzehoe zunächst von verschiedenen Stationen der Deportation, die er als kleines Kind erlebt hatte. Im KZ Stutthof und seinen Nebenlagern sowie auf den sogenannten Todesmärschen zu Kriegsende starben nach Angaben der für die Aufklärung von NS-Verbrechen zuständigen Zentralstelle in Ludwigsburg etwa 65 000 Menschen.

Die Staatsanwaltschaft wirft der Angeklagten Beihilfe zum Mord in mehr als 11.000 Fällen vor. Irmgard F. habe von Juni 1943 bis April 1945 in der Kommandantur des deutschen Konzentrationslagers gearbeitet. Das Verfahren gegen F. findet vor einer Jugendkammer statt, weil die Angeklagte zur Tatzeit erst 18 beziehungsweise 19 Jahre alt war.

10.28 Uhr: Zugpersonal der Deutschen Bahn kontrolliert ab Morgen 3G-Regel im Nahverkehr

Das Zugpersonal in den Nahverkehrszügen der Deutschen Bahn (DB) wird ab Morgen stichprobenartig die Einhaltung der 3G-Regel kontrollieren. “Letzte Schulungen dafür laufen”, erklärte die DB heute. Die 3G-Regel im Nah- und Fernverkehr gilt bereits seit zwei Wochen, zuvor wurde im Regionalverkehr mit Ansagen auf die Regelung hingewiesen, das DB-Sicherheitspersonal kontrollierte zudem bereits stichprobenartig.

In der Dienstanweisung an das Zugpersonal steht laut dem Redaktionsnetzwerk Deutschland ausdrücklich, dass der Eigenschutz “immer Vorrang” habe. Kontrolliert werden soll demnach nur in Begleitung von Sicherheitspersonal oder zu zweit. “Sofern sich Reisende bei Aufforderung zur 3G-Kontrolle aggressiv und unkooperativ verhalten, ziehen Sie sich zurück und fordern polizeiliche Hilfe […] an”, heißt es demnach in der Anweisung.

10.17 Uhr: Spanische Polizei verhaftet in Köln gesuchtes Mitglied von “Pink Panther”-Bande

Die Polizei in Spanien hat ein in Köln gesuchtes mutmaßliches Mitglied der berüchtigten “Pink Panther”-Diebesbande verhaftet. Der 33-jährige kroatische Staatsbürger soll sich zwischen 2015 und 2016 an Raubüberfällen in Köln sowie in Esslingen am Neckar beteiligt haben, wie die Kölner Staatsanwaltschaft und Polizei mitteilten. Ihm werden gemeinschaftlich schwerer Raub und Verstöße gegen das Kriegswaffenkontrollgesetz zur Last gelegt. Am Flughafen in Barcelona sei der Beschuldigte der Polizei im September dieses Jahres ins Netz gegangen. Auf Antrag der Staatsanwaltschaft Köln lieferte Spanien ihn aus. 

Die “Pink Panther”-Bande wird für Überfälle auf Juweliergeschäfte in aller Welt verantwortlich gemacht. Die aus dutzenden Mitgliedern bestehende Gruppe entstand in den 90er-Jahren während des Krieges im ehemaligen Jugoslawien und entwickelte sich zu einer der berüchtigsten Juwelen-Diebesbanden der Welt. Ihre Gesamtbeute wird mittlerweile auf mehrere hundert Millionen Euro geschätzt.

10.15 Uhr: Zahl der Toten nach Vulkanausbruch auf Java steigt weiter

Drei Tage nach dem Vulkanausbruch auf der indonesischen Insel Java haben Helfer weitere Leichen geborgen. Die Zahl der Toten bei der Eruption des 3700 Meter hohen Semeru sei auf 34 gestiegen, 16 weitere Menschen würden noch vermisst, teilte der örtliche Rettungsdienst am Dienstag mit. Viele Opfer sind nach Angaben des nationalen Katastrophenschutzes bis zur Unkenntlichkeit verbrannt. Bislang hätten erst etwa ein Dutzend Tote identifiziert werden können. Mindestens 68 Menschen wurden den Angaben zufolge verletzt. Viele Häuser waren bei dem Ausbruch fast komplett unter Asche begraben worden.

9.48 Uhr: “Ampel”-Pläne reduzieren laut ZEW Armutsrisiko für 2,4 Millionen Bundesbürger

Von den im Koalitionsvertrag der Ampel-Parteien vorgesehenen Maßnahmen profitieren nach einer Studie am stärksten Familien und von Armut bedrohte Menschen. Unter anderem die geplante Erhöhung des Mindestlohns und die Kindergrundsicherung würden dafür sorgen, dass mindestens 2,4 Millionen Menschen aus dem Armutsrisiko fallen würden, heißt es in einer Berechnung des Zentrums für Europäische Wirtschaftsforschung (ZEW), aus der die “Süddeutsche Zeitung” zitiert. Dazu gehörten 1,4 Millionen Kinder.

9.39 Uhr: Elf Tote bei Verkehrsunfall mit Kleinbus in der Ukraine

Der Zusammenstoß eines Kleinbusses mit einem Lastwagen in der Ukraine hat mindestens elf Menschenleben gefordert. Acht weitere Personen wurden verletzt, wie die Behörden mitteilten. Rund 120 Kilometer nordöstlich der Hauptstadt Kiew, im Gebiet Tschernihiw, seien die Fahrzeuge in der Nähe eines Dorfes frontal zusammengeprallt. Zu den Unfallursachen ermittelt die Polizei.

9.17 Uhr: SPD, Grüne und FDP unterzeichnen Koalitionsvertrag

SPD, Grüne und FDP haben das Programm ihrer gemeinsamen Regierungskoalition besiegelt. Die Spitzenvertreter der Ampel-Parteien unterzeichneten dafür am Morgen in Berlin ihren Koalitionsvertrag.

9.12 Uhr: Ermittlungen gegen Polizistin im Saarland wegen mutmaßlich gefälschter Impfpässe

Wegen mutmaßlich gefälschter Impfpässe hat die Staatsanwaltschaft Saarbrücken Ermittlungen gegen eine Polizeikommissarin aufgenommen. Die 32-Jährige aus Neunkirchen soll die Pässe gefälscht und an Dritte weitergegeben haben, wie die Landespolizei des Saarlands mitteilte. Demnach wurde die Polizistin bereits am Freitag vom Dienst suspendiert. Weitere Schritte würden geprüft.

Auch gegen einen Polizeioberkommissar aus Merzig würden “beamten- und disziplinarrechtliche Maßnahmen” geprüft, hieß es. Der 52-Jährige soll im November in Uniform eine Bäckerei betreten haben, ohne einen Mundschutz zu tragen. Auf Nachfrage habe er angegeben, dass er sich getestet habe und deshalb keine Maske tragen müsse. Gegen ihn wurde ein Ordnungswidrigkeitsverfahren eingeleitet. Er wurde für die Dauer der Prüfung des Vorfalls in den Innendienst versetzt.

hr: Großeinsatz der Feuerwehr wegen Lagerfeuers in Wohnzimmer

Mit einem Lagerfeuer in ihrem Wohnzimmer hat eine 51-Jährige im baden-württembergischen Schwäbisch Hall einen Großeinsatz der Feuerwehr ausgelöst. Wie die Polizei in Aalen heute mitteilte, entzündete die Frau das Feuer gestern Nachmittag in ihrer Dachgeschosswohnung in einem Tontopf. Die Feuerwehr wurde daraufhin wegen Rauchentwicklung alarmiert.

Sie rückte mit 43 Einsatzkräften in neun Fahrzeugen an, brachte den Tontopf ins Freie, löschte das Feuer und lüftete die Wohnung. Die Frau kam zur medizinischen Untersuchung in eine Klinik. Sachschaden entstand offenbar nicht.

8.31 Uhr: Korallenriffe im Indischen Ozean drohen laut Studie in 50 Jahren abzusterben

Die Korallenriffe im westlichen Indischen Ozean drohen in 50 Jahren zu verschwinden. Dies ist das Ergebnis einer in der jüngsten Ausgabe der Fachzeitschrift “Nature Sustainability” vorgestellten Studie. Die Forscher weisen darin auf die negativen Effekte der Erderwärmung und der Überfischung auf die Korallenriffe hin, die nur 0,2 Prozent des Meeresgrundes bedecken, aber mindestens ein Viertel der Flora und Fauna in den Meeren beheimaten.

Die von den Forschern vorgestellten Ergebnisse beziehen sich in erster Linie auf die Korallen an der Ostküste Afrikas. In dieser Weltregion drohe in den nächsten Jahrzehnten ein “völliges Zusammenbrechen des Ökosystems”. Die Schäden seien auf Jahrzehnte hinaus “irreversibel”.

7.23 Uhr: Haus in Frankreich stürzt nach Explosion ein – Menschen verschüttet

Nach einer Explosion sind in Südfrankreich Menschen unter den Trümmern eines Hauses verschüttet worden. Zwei Personen konnten gerettet werden, eine der beiden war bewusstlos, wie die zuständige Präfektur mitteilte. Nach weiteren Menschen werde gesucht. Die Explosion in dem dreigeschossigen Haus ereignete sich demnach in der Nacht in der Mittelmeer-Gemeinde Sanary-sur-Mer nahe Toulon. Es habe beim Eintreffen der Rettungskräfte stark nach Gas gerochen, hieß es.

6.59 Uhr: RKI meldet 36.059 Corona-Neuinfektionen – Inzidenz bei 432,2

Die bundesweite Sieben-Tage-Inzidenz ist leicht gefallen. Das Robert Koch-Institut (RKI) gab die Zahl der Neuinfektionen pro 100.000 Einwohner und Woche am Morgen mit 432,2 an. Zum Vergleich: Am Vortag hatte der Wert bei 441,9, gelegen, vor einer Woche bei 452,2 (Vormonat: 191,5). Die Gesundheitsämter in Deutschland meldeten dem RKI binnen eines Tages 36.059 Corona-Neuinfektionen. Das geht aus Zahlen hervor, die den Stand des RKI-Dashboards von 06.51 Uhr wiedergeben. Vor genau einer Woche waren es 45.753 Ansteckungen.

Bei der Bewertung des Infektionsgeschehens ist zu bedenken, dass Experten derzeit von einer merklichen Untererfassung ausgehen. Gesundheitsämter und Kliniken kommen demnach mit der Meldung von Fällen zumindest in einzelnen Regionen nicht mehr hinterher.

6 Uhr: Pendler stehen wieder mehr im Stau – Münchner am stärksten betroffen

Deutsche Pendler stehen wieder deutlich mehr im Stau. Eine Analyse des Verkehrsdatenanbieters Inrix ergab in den untersuchten deutschen Städten hochgerechnet 40 Stunden Zeitverlust für typische Auto-Pendler im Jahr 2021. Das sind 14 Stunden mehr als 2020, wie das Unternehmen mitteilte. Vergangenes Jahr hatte Corona die Pendlerströme ausgebremst, jetzt hat der Verkehr wieder zugenommen und der Zeitverlust ist wieder fast so hoch wie vor der Pandemie. 2019 waren es im Schnitt 46 Stunden.

5:18 Uhr: Chinas Exportwachstum langsamer – Aber Importe unerwartet stark

Chinas starkes Exportwachstum hat sich etwas verlangsamt. Doch übertrafen seine Importe im November die Erwartungen. Wie der in Peking berichtete, stiegen die Ausfuhren in US-Dollar berechnet nur noch um 22 Prozent im Vergleich zum Vorjahresmonat, nachdem der Zuwachs im Oktober noch bei 27,1 Prozent gelegen hatte. Überraschend stark legten die Einfuhren um 31,7 Prozent zu. Im Vormonat lag der Anstieg nur bei 20,6 Prozent.

Die deutschen Exporteure konnten nur wenig vom boomenden Außenhandel der zweitgrößten Volkswirtschaft profitieren. Die chinesischen Importe aus Deutschland stiegen nur um 3,3 Prozent. Hingegen legten die Exporte Chinas nach Deutschland kräftig um 28,9 Prozent zu.

5 Uhr: Wegen Omikron-Variante: Großbritannien verschärft Einreiseregeln

Reisende nach Großbritannien müssen von heute (5 Uhr MEZ) an einen negativen Corona-Test vorweisen, bevor sie ins Land kommen. Die Regelung gilt für alle Erwachsenen sowie Kinder und Jugendliche ab einem Alter von zwölf Jahren. Der PCR- oder Antigen-Test darf nicht älter als 48 Stunden sein. Mit der Maßnahme soll die Ausbreitung der Omikron-Variante des Coronavirus verlangsamt werden, wie das britische Gesundheitsministerium mitteilte.

Zuvor hatte die Regierung bereits einen PCR-Test nach Ankunft für alle Reisenden zur Pflicht gemacht. Bis zum Erhalt eines negativen Ergebnisses gilt eine Quarantänepflicht. Die Regierung in London hat zudem für Ankommende aus mehreren afrikanischen Ländern, darunter Südafrika und Nigeria, eine Pflicht zur zehntägigen Hotelquarantäne auf eigene Kosten verhängt.

4.13 Uhr: WHO rät von Behandlung Covid-Kranker mit dem Blut Genesener überwiegend ab

Die Weltgesundheitsorganisation (WHO) hat von der Behandlung von Covid-Patienten mit Plasma aus dem Blut Genesener in den meisten Fällen abgeraten. In einem im “British Medical Journal” veröffentlichten Artikel erklärte die WHO, dass die Behandlung bei Menschen mit leichter oder mittelschwerer Corona-Erkrankung nach “derzeitigen Erkenntnissen” weder “das Überleben verbessert” noch den Bedarf an künstlicher Beatmung verringert. Zudem sei es “kostspielig und zeitaufwändig”.

Die WHO empfahl, dass die Behandlung selbst bei Patienten mit schweren und kritischen Erkrankungen nur im Rahmen einer klinischen Studie erfolgen sollte. Demnach hatten die WHO-Forscher Erkenntnisse aus 16 Studien mit insgesamt 16.236 Patienten mit leichter, schwerer und kritischer Covid-19-Erkrankung ausgewertet.

4.11 Uhr: Zwei Teenager überleben Hai-Attacke in Australien

Zwei Teenager haben im Südosten Australiens eine Hai-Attacke überlebt. Die beiden Opfer – ein 15-jähriges Mädchen und ein 16-jähriger Junge – würden im Krankenhaus von Geelong 75 Kilometer südwestlich von Melbourne behandelt und seien in “stabilem Zustand”, berichteten lokale Medien. Der Angriff ereignete sich in Ocean Grove, einem Badeort im Bundesstaat Victoria. Die zuständigen Behörden teilten mit, ein Hai sei etwa 500 Meter vom Strand gesichtet worden.

Augenzeugen seien den Jugendlichen zu Hilfe geeilt, als sie deren Schreie gehört hätten, hieß es. “Das Mädchen hatte eine große Bisswunde am Bein, unter dem Knie”, sagte Dianne Hobbs, eine ehemalige Krankenschwester, die zufällig an dem Strand war. Sie sei auch an der Hand verletzt worden, während der Junge am Rücken verwundet worden sei. Es sei gelungen, die Blutungen unter anderem mit Handtüchern zu stoppen, bis die Krankenwagen eintrafen. Der Strand wurde bis auf weiteres geschlossen.

3.52 Uhr: Zahl der Toten nach Vulkanausbruch auf Java steigt weiter

Drei Tage nach dem Vulkanausbruch auf der indonesischen Insel Java ist die Zahl der Toten weiter gestiegen. Mindestens 22 Menschen seien bei der Eruption des 3700 Meter hohen Semeru ums Leben gekommen, 27 weitere würden noch vermisst, teilte der nationale Katastrophenschutz mit. Viele Opfer seien bis zur Unkenntlichkeit verbrannt. Bislang hätten erst 13 Tote identifiziert werden können.

Mindestens 68 Menschen wurden den Angaben zufolge verletzt und erlitten Brandwunden. Viele Häuser waren bei dem Ausbruch fast komplett unter Asche begraben worden. Etwa 2000 Betroffene wurden unter anderem in Moscheen und Regierungsgebäuden untergebracht.

2.28 Uhr: Rohingya-Flüchtlinge verklagen Facebook auf 150 Milliarden Dollar Schadenersatz

Rohingya-Flüchtlinge haben die US-Plattform Facebook auf 150 Milliarden Dollar (133 Milliarden Euro) Schadenersatz verklagt. In der Klage, die bei einem Gericht im US-Bundesstaat Kalifornien eingereicht wurde, heißt es, die Algorithmen des US-Unternehmens förderten Desinformation und extremistisches Gedankengut, das zu Gewalt in der realen Welt führe. Dies habe die Leben hunderttausender Rohingya zerstört.

“Facebook ist wie ein Roboter, der mit einer einzigen Aufgabe programmiert wurde: zu wachsen”, heißt es in dem Gerichtsdokument. “Die unbestreitbare Realität ist, dass das Wachstum von Facebook, das durch Hass, Spaltung und Fehlinformationen angeheizt wird, hunderttausende zerstörte Leben der Rohingya hinterlassen hat.” 

1.30 Uhr: Republikaner aus US-Kongress soll Trumps Medienunternehmen leiten

Der republikanische Kongressabgeordnete Devin Nunes soll künftig ein von Ex-Präsident Donald Trump gegründetes Medienunternehmen leiten. Das teilte die Firma Trump Media & Technology Group in Palm Beach in Florida mit. Nunes werde das US-Repräsentantenhaus verlassen und seine neue Rolle im Januar 2022 antreten. Der Abgeordnete aus Kalifornien sitzt seit 2003 in der Kongresskammer und hat sich in der Vergangenheit als eifriger Unterstützer Trumps hervorgetan, unter anderem in einem der Amtsenthebungsverfahren gegen den damaligen Präsidenten. Mehrere US-Medien, darunter CNN, berichteten, Nunes hätte bei der Kongresswahl im kommenden Jahr wegen eines Neuzuschnitts von Wahlkreisen ein schwierigeres Rennen vor sich gehabt.

mad / kng
DPA
AFP



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