Die News von heute im stern-Ticker.

Die News von heute im stern-Ticker:

15.10 Uhr: Fast zwei Drittel fordern von Regierung mehr Priorität für Klimaschutz

Fast zwei Drittel der Deutschen fordern, dass die neue Bundesregierung dem Klimaschutz höhere Priorität einräumt. Das geht aus einer Auswertung des Dynata Global Consumer Trends hervor, der auch für andere Länder vorgenommen wurde. 64 Prozent äußerten demnach diese Auffassung. Etwa ebenso viele – 63 Prozent – sprachen sich dafür aus, dass Deutschland sich gemeinsam mit anderen Ländern zu konkreten Klimazielen verpflichten solle. 62 Prozent erwarten dies für den Bezug von Strom aus erneuerbaren Quellen und 57 Prozent für Vorschriften an Unternehmen zur Verbesserung der Energieeffizienz und der Reduzierung von Unternehmen.

15.06 Uhr: Coca-Cola übernimmt Sportgetränke-Hersteller BodyArmor

Der Getränkeriese Coca-Cola übernimmt den Sportgetränke-Hersteller BodyArmor. Der Konzern habe für 5,6 Milliarden US-Dollar (4,8 Mrd Euro) die noch fehlenden 85 Prozent der Anteile von Mitgründer Mike Repole und weiteren Eigentümern erworben, teilte Coca-Cola in Atlanta mit. BodyArmor wurde 2011 gegründet. Coca-Cola war schon 2018 mit 15 Prozent als Anteilseigner eingestiegen.

15.00 Uhr: Razzia wegen Schleuserkriminalität – 360 Beamte im Einsatz

Bei Ermittlungen gegen eine mutmaßliche Schleuserbande hat die Hamburger Staatsanwaltschaft Objekte in der Hansestadt, Niedersachsen und Schleswig-Holstein durchsuchen lassen. Es waren rund 360 Beamte im Einsatz, wie die Bundespolizei mitteilte. Sie sollten zwei Haftbefehle und mehrere Durchsuchungsbeschlüsse vollstrecken. Auch in Ungarn seien Beamte aktiv gewesen. Die Maßnahmen erfolgten demnach wegen des Verdachts des Einschleusens von Ausländern und des Menschenhandels zur sexuellen Ausbeutung.

14.48 Uhr: Petition gegen Killerroboter – Online-Filter zeigt Folgen

Die Menschenrechtsorganisation Amnesty International und das Netzwerk „Stop Killer Robots“ haben eine Petition gegen autonome Waffensysteme gestartet. Sie sammeln Unterschriften für das Verbot aller Waffen, die nicht mehr entscheidend von Menschenhand gesteuert werden. Vom 2. Dezember an beraten in Genf Regierungen wieder darüber, ob Verhandlungen über einen solchen Vertrag aufgenommen werden Autonome Waffen, auch Killerroboter genannt, sind Systeme – etwa Drohnen oder Raketen – die anhand von eingefütterten Daten lernen, wie ein Ziel aussieht, wie es sich bewegt und wann es angegriffen werden soll. Sie können auch zünden, ohne dass ein Mensch an der Entscheidung beteiligt ist.

14.41 Uhr: „Menschliche Tragödie“: Bewährung für 87-Jährigen nach Tod von Frau

Mehr als 40 Jahre pflegt ein Mann seine Ehefrau liebevoll nach einem Fahrradunfall, zeitweise liegt sie im Koma und zuletzt leben beide gemeinsam im Heim. Als er selbst immer gebrechlicher wird, glaubt er keinen anderen Ausweg zu haben, als sie zu töten. Am Muttertag 2020 nimmt der zunehmend demente Senior ein Küchenmesser und ersticht seine Frau. Er will mit ihr sterben, aber dafür fehlt dem im Gerichtssaal zitternden Angeklagten wohl die Kraft. Der 87-Jährige wurde am Montag vom Lüneburger Landgericht zu einer Bewährungsstrafe verurteilt, auch weil er alles gestanden hat. Richter Franz Kompisch sprach in seiner Begründung von einer menschlichen Tragödie, die sich in einem Heim abgespielt habe. Die kaum mehr ansprechbare, 87 Jahre alte Frau lag nach der Gewalttat mit gefalteten Händen auf ihrem Bett. „Das ist kein klassischer Totschlag“, sagte Kompisch. Die Tat sei von einem hochbetagten, verzweifelten Mann in einer psychischen Ausnahmesituation begangen worden.

14.37 Uhr: Studie: Extreme Eisschmelze in Grönland erhöht Überschwemmungsrisiko weltweit

Grönlands Eisschild ist einer neuen Studie zufolge in den vergangenen zehn Jahren um etwa 3,5 Billionen Tonnen geschmolzen und hat damit den Meeresspiegel um einen Zentimeter ansteigen lassen. Laut der in der Zeitschrift „Nature Communications“ veröffentlichten Studie fielen allein zwei Drittel davon in den Hitzesommern 2012 und 2019 an. Dies weise darauf hin, dass Hitzewellen infolge der globalen Klimaerwärmung eine besonders große Rolle bei der Eisschmelze spielen. Mit einer Fläche von fast 1,8 Millionen Quadratkilometern ist Grönlands Inlandeis der zweitgrößte Eisschild nach der Antarktis. Es bereitet den Wissenschaftlern besondere Sorge, da die Erwärmung in der Arktis dreimal so schnell verläuft wie in anderen Teilen der Welt.

14.20 Uhr: Auswärtiges Amt: Ausreise aus Afghanistan bleibt Nadelöhr

Deutsche Botschaften haben in den Nachbarländern Afghanistans bisher etwa 1600 Visa für eine Weiterreise Geflüchteter in die Bundesrepublik ausgestellt. Dieser Weg einer Ausreise auf dem Landweg sei bisher von rund 1200 Afghanen genutzt worden, sagte ein Sprecher des Auswärtigen Amtes. Davon nutzten 1100 die Möglichkeit eines organisierten Weiterflugs aus der pakistanischen Hauptstadt Islamabad nach Deutschland. In den Botschaften würden Visa auf Grundlage einer vom Bundesinnenministerium erteilten Aufnahmezusage sehr schnell erteilt, sagte der Sprecher. „Das Nadelöhr ist vielmehr die Ausreise aus Afghanistan und die Einreise in die Nachbarstaaten“, ergänzte er.

14.17 Uhr: Israel öffnet seine Grenzen für geimpfte Touristen

Mehr als anderthalb Jahre nach der Schließung wegen der Corona-Pandemie hat Israel seine Grenzen für geimpfte Reisende wieder geöffnet. Als Voraussetzung für die Einreise gilt laut Behördenangaben eine Impfbescheinigung, die nicht älter als sechs Monate ist. Außerdem muss ein negativer PCR-Test vorgelegt werden, der maximal 72 Stunden alt ist. Bei der Ankunft in Israel erfolgt dann ein zweiter Test. 

14.17 Uhr: Erdogan: Keine Teilnahme am Klimagipfel wegen mangelnder Sicherheit

Der türkische Präsident Recep Tayyip Erdogan hat seine Teilnahme am UN-Klimagipfel in Glasgow nach eigenen Angaben wegen mangelnder Sicherheitsstandards abgesagt. „Nachdem unseren Anforderungen nicht entsprochen wurde, haben wir darauf verzichtet, nach Glasgow zu reisen“, sagte Erdogan nach einer Meldung der staatlichen Nachrichtenagentur Anadolu im Flugzeug vor mitreisenden Journalisten. „Das ist eine Angelegenheit, die nicht nur unsere eigene Sicherheit betrifft, sondern auch das Ansehen unseres Landes“, sagte er. Sie hätten „in letzter Minute“ erfahren, dass den Anforderungen der Türkei nicht entsprochen werden könne. Einem anderen Land seien dieselben Standards aber ausnahmsweise genehmigt worden. „Das entsprach auch nicht den diplomatischen Gepflogenheiten. Das konnten wir nicht akzeptieren“, sagte er.

14.16 Uhr: Nach Spielabbruch in Hamburg: Zuschauer aus Krankenhaus entlassen

Der beim Handball-Bundesligaspiel des HSV Hamburg gegen die TuS Melsungen kollabierte Zuschauer ist auf dem Weg der Besserung. Das gab der HSVH  bekannt. Der Angehörige eines HSV-Profis sei noch am Sonntagabend aus dem Krankenhaus entlassen worden. Er werde sich in den nächsten Tagen weiteren Untersuchungen unterziehen, hieß es. Lebensgefahr habe nicht bestanden. Die Partie war beim Stand von 11:8 für Melsungen wegen des Notfalls in der ersten Halbzeit abgebrochen worden. Der HSVH sah sich „nach dem Schock nicht mehr in der Lage, das Spiel fortzusetzen“, teilte der Verein mit. Die Handball-Bundesliga-Vereinigung will kurzfristig entscheiden, ob das Spiel wiederholt oder gegen die Hamburger gewertet wird.

13.53 Uhr: Fünfjähriger gräbt Handgranate auf Kita-Spielplatz aus

Ein fünfjähriger Junge hat auf dem Spielplatz eines Kindergartens in Oldenburg eine Handgranate ausgegraben und mit nach Hause gebracht. Der Vater legte den gefährlichen Fund auf einem unbebauten Grundstück ab und alarmierte die Polizei, wie die Stadt mitteilte. Das Außengelände der Kita sei bis auf weiteres geschlossen worden. Eine Spezialfirma solle die Fläche absuchen. Die Kita liegt auf einem früheren Kasernengelände in Oldenburg bei Bremen, das bis 2007 von der Bundeswehr genutzt wurde. Die britische Handgranate war allerdings noch älter und stammte aus dem Zweiten Weltkrieg. Der Kampfmittelbeseitungsdienst transportierte sie ab. Bei der Umwandlung der Kaserne in ein Wohngebiet sei der Boden auf Munition abgesucht worden, teilte die Stadt mit. Unklar sei, wie die Granate unter einer Sandschicht übersehen werden konnte.

13.51 Uhr: Bundespolizei: Im Oktober fast 5300 illegale Einreisen aus Belarus

Im gesamten Oktober sind laut Bundespolizei insgesamt 5285 Menschen aus Belarus illegal nach Deutschland eingereist. Auf das ganze aktuelle Jahr gesehen gab es bereits 7832 unerlaubte Grenzübertritte mit Bezug zu dem osteuropäischen Land, wie das Bundespolizeipräsidium in Potsdam mitteilte. „Die deutsch-polnische Grenze ist dabei der Brennpunkt“, hieß es. Allein am Wochenende wurden demnach im Grenzgebiet zu Polen auf deutscher Seite 597 Menschen nach unerlaubter Einreise mit Belarus-Bezug festgestellt. Dabei handelte es sich in der Mehrzahl um irakische, gefolgt von syrischen, iranischen und afghanischen Staatsangehörigen. Zumeist seien in ihren Reisepässen belarussische Visa oder Einreisestempel gefunden worden.

13.47 Uhr: Ladendieb springt auf der Flucht in den Nord-Ostsee-Kanal

Auf der Flucht vor der Polizei ist ein Ladendieb in Brunsbüttel in den Nord-Ostsee-Kanal gesprungen. Anschließend hatten die Beamten keine Mühe, den tropfnassen 43-Jährigen festzunehmen. Denn das Wasser war so kalt, dass der Flüchtige umgehend wieder an Land kletterte, wie die Polizei mitteilte. Vorsorglich hatten die Beamten bereits einen Rettungswagen gerufen. Kurz vor seinen Sprung in den Kanal habe der Mann in einem Geschäft eine Flasche Wodka gestohlen. Verfolgt von einem Mitarbeiter und Polizisten hatte der Dieb sich offenbar auf die Kanalfähre flüchten wollen. Doch die war kurz vor seiner Ankunft am Anleger abgefahren.

13.41 Uhr: Liegestütze von Polizisten am Holocaust-Mahnmal in Berlin

Das Holocaust-Mahnmal in Berlin ist von Polizisten für das Training von Liegestützen missbraucht worden. Berlins Polizeipräsidentin Barbara Slowik entschuldigte sich und verurteilte die Aktion vom Pfingstwochenende. „Das Verhalten der Kollegen ist eine Missachtung dessen, wofür gerade dieses Mahnmal steht und entspricht nicht der Achtung, die ihm entgegengebracht werden muss und die ihm von der Polizei Berlin auch entgegengebracht wird“, teilte Slowik mit. „Es verletzt für mich zudem das Andenken an die Ermordeten.“ Die Polizisten waren an Pfingsten wegen Demonstrationen im Regierungsviertel nahe dem Holocaust-Mahnmal im Einsatz. Ein Foto in der „B.Z.“ zeigt uniformierte Polizisten, die an den Steinblöcken des Mahnmals Liegestütze machen.

13.41 Uhr: Zeitungen: Queen fährt Auto auf Gelände von Schloss Windsor

Der Queen scheint es besser zu gehen: Die britischen Zeitungen „The Sun“ und „Daily Mirror“ veröffentlichten Fotos von Königin Elizabeth II. bei einer Autofahrt – die 95-Jährige saß selbst hinter dem Steuer des grünen Jaguar. Sie habe eine Rundfahrt über das Gelände ihrer Residenz Schloss Windsor nahe London gemacht, hieß es. Dabei war die Monarchin mit einem Kopftuch und einer Sonnenbrille zu sehen. Dem Anschein nach saß die Queen alleine in dem Wagen. Ärzte hatten dem Staatsoberhaupt erst vor kurzem eine zweiwöchige Ruhephase ohne Reisen verordnet und nur leichte Arbeiten am Schreibtisch erlaubt. „Die Bilder werden zweifellos Royal-Fans beruhigen, die um ihre Gesundheit besorgt sind“, kommentierte die „Sun“ die drei veröffentlichten Fotos der Queen. Wie der „Mirror“ schrieb, war es das erste Mal seit einer Nacht im Krankenhaus vor rund zehn Tagen, dass die Königin im Freien gesehen wurde.

12.37 Uhr: Streit um Brexit-Regeln: Maskierte in Nordirland setzen Bus in Brand

In Nordirland haben mutmaßliche radikale Anhänger der Union mit Großbritannien einen Bus gestürmt und in Brand gesetzt. Zwei maskierte und bewaffnete Männer hätten den Doppeldeckerbus am frühen Montagmorgen angehalten und Benzin darin verschüttet, berichtete die Zeitung „Belfast Telegraph“. Passagiere waren nicht an Bord, der Fahrer konnte sich in Sicherheit bringen. Die Attacke in Newtownards östlich von Belfast wirft ein Schlaglicht auf den Streit um Brexit-Sonderregeln für die britische Provinz – das sogenannte Nordirland-Protokoll. Wie verschiedene Medien berichteten, wollten radikale Loyalisten mit der Tat darauf hinweisen, dass am Montag eine Frist der protestantischen-unionistischen Partei DUP verstrich. Die DUP droht damit, aus der Einheitsregierung mit der katholisch-republikanischen Partei Sinn Fein auszusteigen, falls es keine gravierenden Änderungen des Nordirland-Protokolls gibt. Die DUP sowie die ebenfalls loyalistische UUP verurteilten die Tat.


News von heute: Bremen: Vermisstenfall stellt sich nach einem Jahr als Mord heraus – drei Festnahmen

12.32 Uhr: Staatliche Schulen in Neu Delhi nach zwei Jahren wieder offen

Nach knapp zwei Jahren Pause wegen der Corona-Pandemie sind in der indischen Hauptstadt Neu Delhi seit Montag alle staatlichen Schulen wieder geöffnet. Zunächst darf jedoch nur die Hälfte der Kinder wieder zurück in die Klassenzimmer. Die restlichen Schülerinnen und Schüler sollten weiter online lernen. Doch beim Online-Unterricht im zweitbevölkerungsreichsten Land der Welt gibt es ein Problem: Weniger als die Hälfte der knapp 1,4 Milliarden Inder haben Zugang zu Internet. Die Vereinten Nationen warnen im Zusammenhang mit den Schulschließungen und verbreiteter Armut in Folge der Pandemie vor einer Zunahme von Kinderarbeit und Kinderehen.

12.23 Uhr: Bundesregierung hat keine Übersicht über Impfzentren

Die Bundesregierung hat keinen Überblick über die Zahl der noch betriebenen Impfzentren in Deutschland. „Dazu liegen mir keine Zahlen vor, da die Bundesländer die Impfzentren in eigener Zuständigkeit betreiben“, sagte ein Sprecher des Gesundheitsministeriums in Berlin. Einige Länder hätten ihre Impfzentren weiter in Betrieb, andere hätten sie auf Standby geschaltet. „Wieviele jetzt in Betrieb sind, kann ich nicht sagen“, so der Sprecher. Angesichts stark steigender Corona-Zahlen hatte der geschäftsführende Minister Jens Spahn (CDU) die Länder aufgefordert, ihre Impfzentren wieder hochzufahren. Denn die Menschen sollen auf einfache Weise an eine Auffrischungsimpfung gegen die nachlassende Wirkung des Impfstoffs kommen können.

12.21 Uhr: Vermisstenfall in Bremen entpuppt sich nach einem Jahr als Mord

Ein rund ein Jahr alter Vermisstenfall aus Bremen hat sich durch neue Erkenntnisse der Polizei als mutmaßlicher Mord herausgestellt. Wie die Beamten in der Hansestadt mitteilten, wurden drei Männer im Alter zwischen 31 und 40 Jahren festgenommen und sitzen in Untersuchungshaft. Gemeinsam sollen sie einen 46-Jährigen getötet und danach im benachbarten Niedersachsen vergraben haben. Sie sitzen inzwischen wegen des Verdachts des gemeinschaftlichen Mordes in Untersuchungshaft. Nach Angaben der Polizei wurde das Opfer vor rund einem Jahr im November 2020 als vermisst gemeldet, ein konkreter Verdacht auf ein Verbrechen ergab sich allerdings erst in diesem September durch eine nicht näher genannte „neue Spur“. Den Erkenntnissen zufolge wurde das Opfer demnach sogar bereits etwas mehr als ein halbes Jahr vor der Vermisstenmeldung im April 2020 in Bremen ermordet. Die Ermittlungen zum Motiv des Verbrechens und den genauen Tatbeteiligungen dauerten an und seien „umfangreich“, hieß es.

12.17 Uhr: Kretschmer nach Corona-Fall in der Familie in Quarantäne

Sachsens Ministerpräsident Michael Kretschmer (CDU) hat sich nach einem positiven Corona-Test in seiner Familie in häusliche Quarantäne begeben. Wie Regierungssprecher Ralph Schreiber mitteilte, steht das Ergebnis eines PCR-Tests bei Kretschmer noch aus. Zuerst hatte der MDR berichtet. Der Regierungschef sagte bis auf weiteres öffentliche Auftritte ab. Er arbeite nun von zu Hause aus, hieß es. Kretschmer ist doppelt geimpft mit dem Impfstoff von Astrazeneca.

11.00 Uhr: Großexperiment: Dänische Schüler messen Raumklima im Klassenzimmer

Wissen gegen muffige Luft: Tausende dänische Schulkinder überprüfen bei einer Großstudie, wie das Raumklima in ihren Klassenzimmern mit ihrem Wohlbefinden und ihrer Konzentration zusammenhängt. Beim „Masseeksperiment 2021“ (Massenexperiment 2021) sind rund 30.000 Schülerinnen und Schüler aus den in Dänemark bis zur neunten Klasse gehenden Grundschulen in den kommenden Wochen dazu angehalten, Messungen in ihren Klassenräumen durchzuführen sowie einen Fragebogen auszufüllen und einen Konzentrationstest zu machen. Dabei sollen die Schüler unter anderem die CO2-Konzentration, Lichtverhältnisse und Lärm messen.

10.58 Uhr: Rund 55,5 Millionen Menschen in Deutschland vollständig geimpft

Rund 67 Prozent der Bevölkerung in Deutschland sind vollständig gegen das Coronavirus geimpft. Das geht aus Zahlen des Robert Koch-Instituts hervor (Stand: 1.11., 10.40 Uhr). Demnach wurden am Sonntag rund 14.000 Impfdosen verabreicht. 57,7 Millionen Menschen (69,4 Prozent) haben mindestens eine Impfung verabreicht bekommen, 55,5 Millionen (66,7 Prozent) sind vollständig geimpft.

10.33 Uhr: AfD-Vorstand will Landesvorsitzenden Kestner rauswerfen

Der AfD-Bundesvorstand will den Landesvorsitzenden der Partei in Niedersachsen, Jens Kestner, loswerden. Laut der Nachrichtenagentur DPA sprach sich eine Mehrheit sich in einer Telefonkonferenz dafür aus, ein Parteiausschlussverfahren gegen den dem rechten Lager zugerechneten Landeschef zu beantragen. Eine Ämtersperre für Kestner sei jedoch nicht beschlossen worden, hieß es. Im Februar hatte der niedersächsische Landesvorstand bei der Landeswahlleitung Zweifel an der Gültigkeit der bisherigen Kandidatenliste für die Bundestagswahl geäußert, die im Dezember 2020 aufgestellt worden war.

10.28 Uhr: Weltbevölkerung wächst langsamer

Einer Datenanalyse zufolge hat sich das Wachstum der Weltbevölkerung im Zuge sinkender Geburtenraten in den letzten drei Jahrzehnten um etwa ein Drittel verringert. Wie die Deutsche Stiftung Weltbevölkerung berichtet, sank die Geburtenrate seit dem Jahr 1990 von durchschnittlich 3,2 Kindern pro Frau auf derzeit 2,3 Kinder. Die Geburtenraten der einzelnen Länder und Regionen variieren allerdings stark. Afrika südlich der Sahara verzeichnet laut DSW mit 4,7 Kindern pro Frau die höchste Geburtenrate, in Ländern mit hohem Einkommen liegt sie hingegen bei 1,8. Aktuell gibt es etwa 7,9 Milliarden Menschen auf der Welt.

10.19 Uhr: US-Verkehrsminister Buttigieg mit Sohn in Krankenhaus

US-Verkehrsminister Pete Buttigieg und sein Mann Chasten mussten mit ihrem kleinen Sohn Joseph August in die Klinik. „Wie ihr sehen könnt, verbringen wir dieses Halloween im Krankenhaus“, schrieb Chasten Buttigieg auf Instagram. „Gus hat eine schwere Zeit durchgemacht, aber wir bewegen uns in die richtige Richtung.“ Ein Foto zeigt die Väter und mit ihrem Säugling, der offenbar an Schläuche angeschlossen ist. Der kleine Gus liegt auf dem Schoß des amerikanischen Verkehrsministers und hält dessen Finger umklammert. Buttigieg hatte als Bewerber um die Präsidentschaftskandidatur der Demokraten für Furore gesorgt, er ist der erste offen schwule Verkehrsminister der USA.

10.14 Uhr: Seehofer: Reformen nach Versagen beim NSU-Komplex fast alle umgesetzt

Zehn Jahre nach Enttarnung der NSU-Terrorzelle sind nach Ansicht von Bundesinnenminister Horst Seehofer (CSU) die notwendigen Konsequenzen aus dem damaligen Versagen der Behörden gezogen. „Der NSU-Komplex wurde in Bund und Ländern aufgearbeitet. Es gab 13 Untersuchungsausschüsse, davon zwei auf Bundesebene“, sagte der geschäftsführende Minister. Zwar sei es nicht möglich gewesen, alle Fragen restlos zu beantworten. „Aber die Handlungsempfehlungen für die Bereiche Polizei, Justiz, Nachrichtendienste und Demokratieförderung sind weitestgehend umgesetzt.“


Collage: Frau mit falschem Schwangerschaftsbauch

10.11 Uhr: Bolsonaro-Sicherheitsleute greifen Journalisten an

Am Rande des G20-Gipfels in Rom sollen Sicherheitskräfte zum Schutz des brasilianischen Präsidenten Jair Bolsonaro nach Medienberichten gewaltsam gegen Journalisten vorgegangen sein. Beispielsweise sei ein brasilianischer Fernsehreporter in den Bauch geschlagen und gestoßen worden, berichtete die Zeitung „O Globo“. Zuvor habe der Reporter den Präsidenten während eines Spaziergangs durch die italienische Hauptstadt gefragt, warum er bei Veranstaltungen mit anderen Staats- und Regierungschefs gefehlt habe. Auf Videos waren teils chaotische Szenen zu erkennen. Ein direkter Angriff auf den Reporter Leonardo Monteiro, der für „TV Globo“ arbeitet, war nicht zu sehen.

9.57 Uhr: Thailand öffnet nach 18 Monaten wieder Grenzen für geimpfte Touristen

Zum ersten Mal seit 18 Monaten hat Thailand seine Grenzen für vollständig geimpfte Urlauber aus dem Ausland wieder geöffnet. An den Flughäfen der Hauptstadt Bangkok und der Ferieninsel Phuket trafen die ersten Urlauber ein. Der Betreiber der internationalen Flughäfen, Airports of Thailand, rechnet für den ersten Tag allein in Bangkok mit der Ankunft von 30.000 Passagieren.  Zugelassen sind vollständig gegen das Coronavirus geimpfte Touristen aus insgesamt 60 sogenannten Niedrigrisikoländern. Dazu zählen neben Deutschland und mehreren anderen EU-Ländern die USA, Großbritannien und China. Statt einer mindestens siebentägigen Hotelquarantäne müssen sie nach der Landung nur noch einen PCR-Test vornehmen lassen und das Ergebnis in einem von der Regierung dafür registrierten Hotel abwarten.

9.56 Uhr: London stellt Paris im Fischereistreit Ultimatum

Im Fischereistreit mit Frankreich hat Großbritannien nun seinerseits ein Ultimatum gestellt. „Dieses Problem muss innerhalb der nächsten 48 Stunden gelöst sein“, sagte Außenministerin Liz Truss. Ansonsten werde London den im Brexit-Vertrag vereinbarten Streitschlichtungsmechanismus auslösen, um Kompensationen einzufordern. „Hört auf, britischen Fischerbooten zu drohen. Hört auf, den Kanalhäfen zu drohen. Und akzeptiert, dass wir völlig im Recht sind, Fischereilizenzen im Einklange mit dem Handelsvertrag zu vergeben“, sagte Truss. Paris wirft London vor, französische Fischer bei der Erlaubnis zum Fang in britischen Gewässern zu benachteiligen.

9.52 Uhr: Forscher: Marke von fünf Millionen Corona-Toten überschritten

Seit Beginn der Corona-Pandemie sind weltweit mehr als fünf Millionen Menschen nach einer Infektion mit dem Virus gestorben. Das geht aus Daten der Johns-Hopkins-Universität in Baltimore hervor, die die Hochschule nun veröffentlicht hat. Die Schwelle von vier Millionen Corona-Toten weltweit war Anfang Juli überschritten worden. Nach den Daten der US-Forscher liegt die Zahl der bestätigten Infektionen inzwischen bei mehr als 246 Millionen Fällen. Experten gehen bei Infektionen und Todesfällen rund um den Globus zugleich von einer hohen Dunkelziffer aus.

9.34 Uhr: Fünf Verletzte bei Unfall mit Kutsche in Schleswig-Holstein

Bei einem Unfall mit einer Pferdekutsche sind in Schleswig-Holstein fünf Menschen teils schwer verletzt worden. Wie die Polizei in Neumünster mitteilte, ereignete sich das Unglück am Samstagmorgen auf einer Landstraße bei der Gemeinde Todenbüttel. Das Zugpferd ging bei der Begegnung mit einem Trecker durch und bog dabei mit der Kutsche nach rechts in eine andere Straße ab, wobei die Passagiere hinausfielen. Von den insgesamt sieben Insassen, die sich laut Polizei auf einem Familienausflug befanden, wurden drei schwer und zwei leicht verletzt. Das Pferd rannte mit der leeren Kutsche weiter, bevor es von Anwohnern gestoppt wurde. Nach Angaben der Beamten ereignete sich der Unfall, obwohl der Trecker sein Tempo drosselte.


News von heute: Bremen: Vermisstenfall stellt sich nach einem Jahr als Mord heraus – drei Festnahmen

9.33 Uhr: Untersuchungen zu Epstein-Verbindung: Barclays-Chef tritt zurück

Nach Untersuchungen der britischen Finanzaufsicht wegen seiner Verbindung zum mittlerweile gestorbenen Sexualstraftäter Jeffrey Epstein ist der Chef der Großbank Barclays, Jes Staley, zurückgetreten. Angesichts der Erkenntnisse, von denen die Bank und Staley unterrichtet worden seien, hätten sich das Unternehmen und der Manager auf einen Rückzug geeinigt, teilte Barclays in London mit. Staley wolle sich gegen die Feststellungen zur Wehr setzen. Der 64-Jährige hatte zu seiner Zeit bei der US-Bank JP Morgan Kontakt mit Epstein. Er sei der Untersuchung zufolge weder Zeuge von mutmaßlichen Verbrechen Epsteins gewesen, noch habe er Kenntnis von diesen gehabt, hieß es von Barclays weiter. Das sei auch der zentrale Grund gewesen, warum Barclays Staley nach der Verhaftung Epsteins im Sommer 2019 unterstützt habe.

9.05 Uhr: Unbekannte werden Fünf-Kilogramm-Stein in Wohnzimmer von Familie in Euskirchen

Unbekannte haben in Euskirchen am Halloween-Abend einen fünf Kilogramm schweren Stein durch ein Fenster in das Wohnzimmer einer vierköpfigen Familie geworfen. Nach Angaben der Polizei saß die Familie zu diesem Zeitpunkt auf dem Sofa, eine 44-Jährige und ein sieben Jahre altes Kind wurden durch den Stein und Glassplitter der Scheibe leicht verletzt. Sie mussten in einem Krankenhaus behandelt werden. Wie die Beamten in der nordrhein-westfälischen Stadt berichteten, ereignete sich die Tat am Sonntagabend gegen 21.30 Uhr. Der Stein wurde demnach aus einer Gruppe heraus geworfen, weitere Details waren unbekannt. Die Täter flüchteten. Die Polizei ermittelt nun.

9.04 Uhr: Die allermeisten Tarifbeschäftigten erhalten Weihnachtsgeld

Wer in Deutschland nach den Regeln eines Tarifvertrags beschäftigt ist, kann in diesen Tagen meistens mit einem Weihnachtsgeld rechnen. 87,2 Prozent aller Tarifbeschäftigten haben laut einer Auswertung des Statistischen Bundesamtes in diesem Jahr Anspruch auf eine Sonderzahlung. Diese beträgt im Schnitt 2677 Euro, was eine Steigerung um 1,9 Prozent seit dem Vorjahr darstellt. Im Westen ist das durchschnittliche Weihnachtsgeld mit 2695 Euro rund 5,5 Prozent höher als im Osten, wo 2554 Euro gezahlt werden. Dafür haben dort anteilig etwas mehr Tarifbeschäftigte (88 Prozent) einen Anspruch als im Westen (87 Prozent).

8.52 Uhr: 25 mutmaßliche Bankräuber bei Polizeieinsatz in Brasilien getötet

Bei einem Großeinsatz der brasilianischen Polizei gegen mutmaßliche Mitglieder einer auf Banküberfälle spezialisierten Bande sind mindestens 25 Menschen getötet worden. Bei der Razzia auf zwei Bauernhöfe in der Nähe der Stadt Varginha im Bundesstaat Minas Gerais hätten sich die Sicherheitskräfte am Sonntag ein Feuergefecht mit den Bewohnern geliefert, dabei seien in einem Hof 18 und im zweiten sieben mutmaßliche Bandenmitglieder getötet worden, sagte ein Polizeivertreter der Nachrichtenagentur AFP. Die Getöteten waren demnach gerade dabei, einen Überfall auf mehrere Bankfilialen in der Stadt vorzubereiten. Bei dem Einsatz seien zahlreiche Granaten, Waffen und Munition, kugelsichere Westen sowie mehrere gestohlene Fahrzeuge beschlagnahmt worden. An dem Einsatz waren laut dem Chef des Spezialkommandos der Polizei, Rodolfo Morotti Fernandes, auch Kräfte der Militärpolizei beteiligt. 

8.21 Uhr: „Kleine Zahl“ Verletzter nach Zugunfall in England im Krankenhaus

Nach dem Zugunfall in Südengland sind mehrere Menschen mit leichten Verletzungen in Krankenhäuser gebracht worden. Es handle sich um eine „kleine Zahl“, teilte die Transportpolizei mit. Darunter sei auch einer der Lokführer, der vorübergehend in seiner Kabine eingeklemmt gewesen sei. Es gebe keine Toten. Nach Informationen der BBC kamen 17 Menschen in Kliniken. Die Feuerwehr teilte mit, sie habe etwa 100 Menschen in Sicherheit gebracht. Am Sonntagabend war der letzte Waggon eines Passagierzugs kurz vor der Einfahrt in den Bahnhof von Salisbury gegen einen „Gegenstand“ gestoßen und von den Schienen abgekommen.

8.16 Uhr: John Bon Jovi mit Corona infiziert – Show abgesagt

US-Sänger Jon Bon Jovi hat wegen einer Coronavirus-Infektion ein Konzert in Miami Beach abgesagt. Der 59-Jährige habe sich laut US-Medien trotz Impfung mit dem Coronavirus infiziert. Der Sender NBC News zitierte seinen Sprecher, laut dem der Sänger komplett geimpft sei und es ihm gut gehe. Das geplante Konzert im US-Bundesstaat Florida wurde demnach abgesagt. Für Bon Jovis Band ist es nicht der erste Corona-Fall. Keyboarder David Bryan hatte bereits zu Beginn der Pandemie, im März 2020, seine Infektion bekannt gegeben

8.00 Uhr: Röttgen: Wird in verschiedenen Runden über CDU-Vorsitz gesprochen

Der CDU-Außenpolitiker Norbert Röttgen geht davon aus, dass die potenziellen Anwärter auf den Parteivorsitz in wechselnden Runden die Chancen einer einvernehmlichen Lösung ausloten werden. Die „Bild“-Zeitung berichtete über ein geplantes Treffen dazu von Friedrich Merz, Gesundheitsminister Jens Spahn und dem Wirtschaftspolitiker Carsten Linnemann an diesem Montag. Röttgen sagte, er wolle dies nicht kommentieren. Grundsätzlich gelte aber: „Die Drei werden sich treffen, es werden sich aber noch viel mehr treffen.“ Am Nachmittag kämen die nordrhein-westfälischen CDU-Abgeordneten, zu denen die drei Genannten ebenso wie Röttgen gehören, zu einer zweitägigen Klausurtagung zusammen. „Dass miteinander gesprochen wird, ist klar“, sagte Röttgen, der selbst auch als Anwärter auf den Vorsitz gilt. „Bild“ schrieb weiter, Merz wolle Spahn in sein Team holen. Eine Bestätigung war zu dem Bericht insgesamt zunächst nicht zu erhalten.

7.12 Uhr: RKI: Bundesweite Corona-Inzidenz steigt auf 154,8

Die bundesweite Sieben-Tage-Inzidenz bei den Corona-Neuinfektionen ist auf über 150 angestiegen. Wie das Robert Koch-Institut (RKI) unter Berufung auf Daten der Gesundheitsämter mitteilte, erhöhte sich der Wert auf 154,8. Am Vortag hatte er bei 149,4 gelegen, vor einer Woche bei 110,1. Der Wert gibt die Zahl der Neuinfektionen pro 100.000 Einwohner innerhalb von sieben Tagen an. Den jüngsten Angaben des RKI zufolge wurden binnen 24 Stunden 9658 Coronavirus-Neuinfektionen sowie 23 neue Todesfälle im Zusammenhang mit dem Virus verzeichnet. Die Gesamtzahl der registrierten Infektionsfälle in Deutschland seit Beginn der Pandemie stieg damit auf 4.607.208, die Gesamtzahl der verzeichneten Todesfälle im Zusammenhang mit einer Corona-Infektion auf 95.752. Die Sieben-Tage-Inzidenz steigt seit zwei Wochen kontinuierlich an.

6.58 Uhr: Maulwurf in Berliner Justiz mit Verbindung zu Verschwörungsideologen endeckt

Bei den Ermittlungen gegen den Verschwörungsideologen Attila Hildmann hat es Medienberichten zufolge in der Berliner Justiz offenbar einen Maulwurf gegeben. Eine ehemalige Mitarbeiterin der Berliner Generalstaatsanwaltschaft steht nach ARD-Recherchen in dem Verdacht, Informationen an den Beschuldigten Hildmann weitergegeben zu haben. Nach Informationen des ARD-Politikmagazins Kontraste und des Rechercheformats STRG_F, das der NDR produziert, handelt es sich um die 32-jährige M. aus Berlin. Sie soll unter anderem auf Unterlagen zum Ermittlungsverfahren gegen Hildmann zugegriffen haben. Ein Sprecher der Generalstaatsanwaltschaft Berlin bestätigte den Angaben zufolge auf Anfrage, dass gegen eine ehemalige Angestellte aus der IT-Abteilung der Behörde wegen des Verdachts der Verletzung des Dienstgeheimnisses und der versuchten Strafvereitelung ermittelt werde. Der Mitarbeiterin wurde demnach fristlos gekündigt.

6 Uhr: Ärzte fordern bessere Krankenhausfinanzierung

Klimawandel und künftige Hitzesommer in Deutschland dürften nach Einschätzung von Medizinern viele Krankheiten dramatisch verschärften. Daher müssten Bund und Länder die Krankenhausfinanzierung verbessern, forderte Martina Wenker, Beauftragte der Bundesärztekammer für Umweltmedizin und Präsidentin der Ärztekammer Niedersachsen, in Hannover. „Handeln ist das Gebot der Stunde“, so die 63-Jährige. „Die Länder müssen bei zukünftigen Krankenhausbauten mit berücksichtigen, dass es dort genug gekühlte Räume gibt.“ Künftig drohten nicht nur tropische Krankheiten wie Malaria, größere Gefahr gehe von Herz-Kreislauf-Erkrankungen aus.

5.51 Uhr: Erneut Journalist in Mexiko erschossen

In Mexiko ist erneut ein Journalist erschossen worden. Der Chef eines Online-Magazins in Acapulco starb im Krankenhaus, nachdem er vor wenigen Tagen angegriffen und durch Schüsse schwer verletzt worden war, wie die Behörden mitteilten. Alfredo Cardoso Echeverría war der Gründer der Website „Las Dos Costas“. Cardoso war Donnerstagnacht von Maskierten verschleppt worden, die bei ihm zuhause eindrangen. Seine Familie hatte nach Angaben der Journalistenorganisation RSF bereits zuvor Drohungen erhalten. In Mexiko sind in diesem Jahr bereits mindestens sieben Journalisten ermordet worden, seit dem Jahr 2000 waren es etwa hundert Journalisten. In dem lateinamerikanischen Land ist nicht zuletzt wegen der Brutalität der Drogenbanden die Gewalt und die Mordrate extrem hoch.

5.30 Uhr: Hype um Pop-Its-Spielzeuge erreicht die Grundschulen

Die seit Monaten große Beliebtheit sogenannter Pop-Its hat eine Diskussion über eine Nutzung der Spielzeuge auch im schulischen Alltag ausgelöst. Die bunten Silikonformen sind besonders unter Grundschülern sehr gefragt. Im schulischen Kontext seien es die Lehrkräfte, „die durch einen reflektierten Einsatz sinnvolle Varianten für den Umgang mit Pop-Its suchen und finden“, sagte Bildungsforscherin Sabine Martschinke vom Grundschulverband. Pop-Its haben kleine Noppen, die sich mit den Fingern umstülpen lassen und dabei ein Plopp-Geräusch machen. Als Belohnung für gute Mitarbeit spreche nichts gegen eine kurze Plopper-Spielzeit, sagte die Marburger Professorin für Klinische Kinder- und Jugendpsychologie, Hanna Christiansen.

5 Uhr: Spahn: Länder sollen Impfzentren wieder startklar machen

Angesichts stark steigender Corona-Zahlen fordert der geschäftsführende Bundesgesundheitsminister Jens Spahn (CDU) die Länder auf, ihre Impfzentren wieder hochzufahren. „Um möglichst vielen möglichst schnell eine Auffrischungsimpfung zu ermöglichen, sollten die Länder die Impfzentren, die sie seit Ende September in Standby bereithalten, nun wieder startbereit machen“, sagte er der „Rheinischen Post“. Zudem riet Spahn dazu, in einem ersten Schritt alle Menschen über 60 schriftlich zur Impfung einzuladen. Hintergrund ist, dass mehr Menschen eine Auffrischungsimpfung – die Booster-Impfung – gegen die nachlassende Wirkung des Impfstoffs wahrnehmen sollen.


Frau mit Erkältung putzt sich die Nase.

5 Uhr: Umfrage: Jeder Dritte würde für nachhaltige Produkte mehr zahlen

Knapp jeder dritte Verbraucher in Deutschland ist bereit, für nachhaltige Produkte oder Dienstleistungen einen Preisaufschlag zu zahlen. Das geht aus einer Umfrage der Unternehmensberatung Simon-Kucher & Partners hervor. Vor allem Jüngere würden sich das gute Gewissen demnach etwas Kosten lassen. Nachhaltigkeit ist demnach in den Augen von 58 Prozent der in Deutschland befragten Personen ein relativ wichtiges bis sehr wichtiges Kaufkriterium. Wichtiger sind in den Augen der Konsumentinnen und Konsumenten allerdings nach wie vor Preis und Qualität des Produkts. 88 Prozent der Befragten in Deutschland gaben an, ihr Konsumverhalten in den vergangenen Jahren mehr oder weniger stark in Richtung Nachhaltigkeit verändert zu haben.

4.37 Uhr: Australien öffnet Grenzen für Staatsbürger

Emotionale Szenen am Flughafen von Sydney: Australien hat am Montag erstmals seit 20 Monaten wieder seine internationalen Grenzen für Staatsbürger und Menschen mit Wohnsitz in Down Under geöffnet. Damit entfallen die komplizierten Sondergenehmigungen und die kostspielige 14-tägige Hotelquarantäne für vollständig Geimpfte. Die Lockerungen gelten für Ankommende in den Bundesstaaten New South Wales und Victoria sowie im Australian Capital Territory mit der Hauptstadt Canberra, nachdem dort 70 Prozent der Bevölkerung zweifach geimpft wurden. Aus ganz Australien sind wieder Reisen ins Ausland möglich. In Sydney landeten unter anderem Maschinen aus Los Angeles, Singapur und Tokio. Touristen dürfen allerdings noch nicht nach Down Under reisen.

4.30 Uhr: Corona-Hoch vorbei: Telefonate dauern nicht mehr so lang

Nachdem die Bundesbürger im ersten Corona-Jahr deutlich länger telefoniert haben als zuvor, kehrt nun wieder etwas Normalität ein. Im August und September habe ein Mobilfunk-Telefonat im O2-Netz durchschnittlich etwa 2 Minuten und 40 Sekunden gedauert, teilte der Netzbetreiber Telefónica auf Anfrage mit. In den verschiedenen Lockdown-Monaten seit Beginn der Pandemie waren die Gesprächsteilnehmer hingegen 30 bis 60 Sekunden länger am Hörer, wie aus den Zahlen hervorgeht. Grund hierfür: Wegen der Corona-Einschränkungen waren die Bürger weniger unterwegs und trafen Freunde oder Familie nicht mehr vor Ort, sondern telefonierten mit ihnen – der Gesprächsbedarf war also größer als vorher. Bei Vodafone gab es eine ähnliche Entwicklung.

4.06 Uhr: Supreme Court prüft weitgehendes Abtreibungsverbot in Texas

Der Oberste Gerichtshof der USA befasst sich am Montag (15.00 Uhr deutscher Zeit) mit dem weitgehenden Abtreibungsverbot im Bundesstaat Texas. Die Verfassungsrichter des Supreme Court werden zwei Anträge der US-Regierung und von Abtreibungsanbietern gegen das sogenannte Herzschlag-Gesetz prüfen. Die Kläger sehen das texanische Gesetz, das Abtreibungen etwa ab der sechsten Schwangerschaftswoche verbietet, als verfassungswidrig an und verlangen, das es umgehend außer Kraft gesetzt wird. Der Supreme Court hatte 1973 in seinem Grundsatzurteil „Roe v. Wade“ das Recht von Frauen auf einen Schwangerschaftsabbruch verankert.

3.42 Uhr: Lärm und Böllerwürfe – Polizei im Einsatz gegen Halloween-Randalierer

Fantasievolle Kostüme, nächtliche Feiern, aber auch einige Ausschreitungen hat es in der Halloween-Nacht in manchen Teilen Deutschlands gegeben. Die Polizeidienststellen meldeten in der Nacht zu Montag mancherorts Ruhestörungen, Pöbeleien und Böllerwürfe, größere Einsätze wurden aber zunächst nicht bekannt. In Berlin und Hamburg ging die Polizei gegen randalierende Feiernde vor. So gab es in der Hauptstadt in den Bereichen Gesundbrunnen, Neukölln und Märkisches Viertel mehrere Einsätze, wie ein Polizeisprecher in der Nacht sagte. In Hamburg musste die Polizei beispielsweise in den Stadtteilen Harburg und Wilhelmsburg einschreiten.

2.30 Uhr: Sprecherin von US-Präsident Biden trotz Impfung mit Corona infiziert

Die Sprecherin des Weißen Hauses, Jen Psaki, hat sich trotz einer Impfung mit dem Coronavirus infiziert. Sie sei am Sonntag positiv auf das Virus getestet worden, teilte Psaki in einer schriftlichen Stellungnahme mit. Psaki begleitet US-Präsident Joe Biden derzeit nicht auf dessen Europa-Reise und hat ihren Chef nach eigenen Angaben zuletzt am vergangenen Dienstag getroffen – unter besonderen Schutzvorkehrungen, wie sie schrieb. Psaki betonte, sie lege ihr Testergebnis offen, um größtmögliche Transparenz zu bieten. Angesichts ihrer Impfung gegen das Coronavirus verspüre sie nur milde Symptome und könne weiter von zu Hause aus arbeiten. Sie plane, erst nach Ablauf einer zehntägigen Quarantäne und nach einem negativen Testergebnis ins Weiße Haus zurückzukehren.

1.39 Uhr: Höhle in Brasilien eingestürzt – neun Feuerwehrleute gestorben

Bei einer Feuerwehrübung in Brasilien ist es zu einem Unglück mit neun Toten gekommen. Eine Höhle in der südbrasilianischen Ortschaft Altinópolis, in der die Übung stattfand, stürzte ein, wie die Feuerwehreinheit der Militärpolizei des Bundesstaates São Paulo am Sonntag auf Twitter mitteilte. Zehn Feuerwehrleute wurden demnach verschüttet – nur eine Person konnte gerettet werden. Insgesamt hatten den Angaben zufolge 28 Menschen an der Übung teilgenommen. Wie es zu dem Unglück kam, war zunächst unklar. Der Gouverneur des Bundesstaates, João Doria, sprach den Angehörigen der Todesopfer auf Twitter sein Beileid aus.

0.26 Uhr: Grünen-Gesundheitsexperte: Impftempo in Praxen reicht nicht aus

Der Grünen-Gesundheitsexperte Janosch Dahmen ist unzufrieden mit dem Verlauf der Corona-Impfungen in den Praxen der niedergelassenen Ärzte. „Nach der Schließung der meisten Impfzentren erfüllen die Praxen die in sie gesetzten Erwartungen erkennbar nicht, weder bei den Erst- noch bei den Booster-Impfungen“, sagte Dahmen dem Redaktionsnetzwerk Deutschland. „Das Tempo bei den Erst- und Zweiimpfungen und beim Boostern reicht nicht aus.“

mth / fs
AFP
DPA



Source link

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht.