Die News von heute im stern-Ticker.

Die News von heute im stern-Ticker:

9.10 Uhr: Ex-Polizist Chauvin legt Berufung im Fall George Floyd ein

Der wegen der Tötung des Afroamerikaners George Floyd zu langjähriger Haft verurteilte Ex-Polizist Derek Chauvin hat Berufung gegen das Urteil eingelegt. Wie aus veröffentlichten Gerichtsunterlagen hervorging, brachte Chauvin Beschwerde in 14 Punkten im Zusammenhang mit seinem Prozess vor einem Gericht im US-Bundesstaat Minnesota ein. Er beschuldigte die Justiz unter anderem des voreingenommenen Fehlverhaltens.

Chauvin war im Juni in Minneapolis zu 22 Jahren und sechs Monaten Haft verurteilt worden und sitzt derzeit seine Gefängnisstrafe ab. Eine Geschworenen-Jury hatte ihn unter anderem des Mordes zweiten Grades schuldig gesprochen, was in Deutschland in etwa einem Totschlag in einem schweren Fall entspricht.

8.55 Uhr: Pädagogik-Professor: „Über 40 Prozent der Lehrer ungeeignet“

Knapp die Hälfte aller Lehrer in Deutschland sollte aus Sicht des Passauer Schulpädagogik-Professors Norbert Seibert einen anderen Job machen. „Über 40 Prozent der Lehrer in Deutschland sind eigentlich nicht geeignet“, sagte er der „Passauer Neuen Presse“. Und die Pandemie treibe diese Zahl noch hoch. „Zum einen hatten wir jetzt drei Semester lang keine Präsenzveranstaltungen an der Uni. In der Zeit hat sich die Durchfallerquote bei Prüfungen fast verdoppelt“, sagte er der Zeitung.

Dazu komme, dass der Staat aufgrund des Lehrermangels Absolventen der Lehrämter Grund- und Mittelschule sicher verbeamte – egal mit welchem Notendurchschnitt sie bestehen. Auch Quer- und Seiteneinsteiger würden als Lehrkräfte rekrutiert. „Kurzum: Der Begriff „Qualität“ scheint ein Oxymoron zu sein, ein Begriff, der sich in allen Aspekten selbst widerspricht“, sagte Seibert. Das Fatale sei: „Die am schlechtesten ausgebildeten Lehrkräfte werden im Moment auf die schwächsten Schüler losgelassen, die aufgrund von Corona auch noch massive Wissenslücken aufweisen.“

8.50 Uhr: Rangierunfall in Wolfsburg behindert Zugverkehr

Nach einem Rangierunfall beim Bahnunternehmen Enno ist der Zugverkehr rund um den Wolfsburger Hauptbahnahnhof seit dem frühen Freitagmorgen erheblich eingeschränkt. Wie ein Sprecher der Deutschen Bahn sagte, wirkt sich dies auch auf den Fernverkehr auf der wichtigen Strecke zwischen Hannover und Berlin aus. Derzeit lasse sich nur ein Gleis für die Durchfahrt durch den Bahnhof nutzen, die Züge könnten zudem noch nicht wieder in Wolfsburg halten. Es gebe bereits Verspätungen. Weil Oberleitungen beschädigt seien, habe die Bahn Spezialfahrzeuge angefordert. Diese dürften aber wohl erst gegen Mittag an der Unfallstelle eintreffen, hieß es.

8.44 Uhr: Stärkster Preisanstieg bei Wohnimmobilien seit mehr als zehn Jahren

Der Preisanstieg bei Wohnimmobilien hat sich beschleunigt. Nach vorläufigen Auswertungen des Statistischen Bundesamtes lag der sogenannte Häuserpreisindex im zweiten Quartal um 10,9 Prozent über dem Wert des Vorjahresquartals. Es war der stärkste Anstieg seit Beginn der Zeitreihe im Jahr 2000, wie die Wiesbadener Behörde mitteilte. Im ersten Vierteljahr des laufenden Jahres waren die Kaufpreise für Wohnungen sowie Ein- und Zweifamilienhäuser innerhalb eines Jahres nach jüngsten Berechnungen durchschnittlich noch um 8,9 Prozent gestiegen.

Immobilienkäufer mussten sowohl in den Städten als auch in ländlichen Regionen deutlich mehr zahlen als im zweiten Quartal 2020. Besonders stark verteuerten sich Wohnimmobilien erneut in den Metropolen Berlin, Hamburg, München, Köln, Frankfurt, Stuttgart und Düsseldorf. Ein- und Zweifamilienhäuser kosteten dort im Schnitt 14,7 Prozent mehr als im Vorjahresquartal. Die Preise für Eigentumswohnungen stiegen um 12,9 Prozent. In den Werten sind die Nebenkosten eines Immobilienkaufs, zum Beispiel Maklerkosten, nicht abgebildet.

8.30 Uhr: Russland: Fünf Bergsteiger bei Schneesturm in Elbrus gestorben

Bei einem heftigen Schneesturm am Elbrus im russischen Nordkaukasus sind fünf Bergsteiger ums Leben gekommen. 14 weitere seien in der Nacht zum Freitag aus dem Gebirge gerettet worden, teilte der Zivilschutz mit. Die Retter sprachen von extrem schwierigen Wetterbedingungen. Der Wind erreichte demnach bis zu 70 Stundenkilometer bei einer Lufttemperatur von minus 20 Grad. Fast 70 Rettungskräfte hätten sich durch den nassen Schnee gekämpft.

Die Gruppe war in rund 5000 Metern Höhe unterwegs, als der Schneesturm sie überraschte. Die meisten seien keine Profis gewesen, berichteten Medien. Der Rettungseinsatz zog sich über Stunden hin. Der 5642 Meter hohe Berg Elbrus ist der höchste Berg Russlands.

8.15 Uhr: Verkehrsunfall in Mittelfranken – drei Tote

Bei einem schweren Verkehrsunfall sind auf einer Bundesstraße in Bayern drei Menschen ums Leben gekommen. Zwei weitere Menschen seien schwer verletzt worden, teilte die Polizei Mittelfranken in Nürnberg mit. Demnach stießen auf der Bundesstraße 2 bei Weißenburg zwei Autos frontal zusammen. Ein 82-Jähriger geriet laut Polizei mit seinem Wagen in den Gegenverkehr und prallte mit dem Auto eines 21-Jährigen zusammen. Beide Fahrer wurden schwer verletzt und mit Hubschraubern in Krankenhäuser gebracht.

Die Beifahrerin des 82-Jährigen sowie der Beifahrer und eine weitere Mitfahrerin des 21-Jährigen starben noch an der Unfallstelle. Zahlreiche Polizei-, Feuerwehr- und Rettungskräfte waren im Einsatz. Die Polizei sucht Zeugen des Unfalls.

7.34 Uhr: Bundestag dürfte nach Wahl Platznot drohen

Sollte der Bundestag nach der Wahl am Sonntag wie erwartet deutlich mehr Abgeordnete zählen, dann werden zunächst nicht allen eigene Büros zur Verfügung stehen. Der Grund dafür ist, dass der Bau eines neuen Abgeordneten-Gebäudes erst zum Jahresende abgeschlossen sein soll. „Bis zum Ende des Jahres stehen mit der Fertigstellung des Modulbaus Büros für etwa 840 Abgeordnete zur Verfügung“, sagte Bundestagsvizepräsident Wolfgang Kubicki (FDP) dem Redaktionsnetzwerk Deutschland.

Der Plenarsaal habe weitaus höhere Kapazitäten. „Problematischer wird es sicherlich in den Ausschüssen“, betonte der FDP-Politiker. Insofern habe ein Anwachsen auch „Auswirkungen auf die Arbeitsfähigkeit“. Die konstituierende Sitzung des Bundestages ist für den 26. Oktober geplant; Fraktionssitzungen werden schon in der kommenden Woche stattfinden. Bisher sei der Bundestag mit 709 Parlamentariern ausgelastet, das neue Gebäude werde daher so oder so gebraucht. Der Bundestag wächst von Wahl zu Wahl. Vor vier Jahren kamen 78 Abgeordnete hinzu, wodurch das Parlament auf 709 Mandatsträgerinnen und -träger anwuchs. Bei dieser Wahl dürfte das Parlament nach Einschätzung von Experten nochmals größer werden – womöglich sogar deutlich.

5.01 Uhr: Umfrage: Mehrheit der Deutschen gegen schnelles Ende der Corona-Auflagen

Die meisten Deutschen sind gegen ein rasches Ende aller Corona-Auflagen. Bei einer Online-Umfrage des Meinungsforschungsinstituts YouGov im Auftrag der Deutschen Presse-Agentur wandten sich 61 Prozent der Befragten gegen eine sofortige Aufhebung aller Beschränkungen. 33 Prozent wären hingegen dafür. „Sollten in Deutschland jetzt alle Beschränkungen zur Bekämpfung der Corona-Pandemie aufgehoben werden?“ 33 Prozent lehnten dies kategorisch ab, 28 Prozent antworteten mit „eher nein“. 19 Prozent sind entschieden für eine Aufhebung, 14 Prozent wählten „eher ja“. Die stärkste Ablehnung eines sofortigen Endes aller Beschränkungen gab es bei alten Menschen.

4.08 Uhr: RKI registriert fast 10.000 Neuinfektionen – Inzidenz bei 62,5

Die bundesweite Sieben-Tage-Inzidenz bei den Corona-Neuinfektionen ist erneut leicht zurückgegangen. Wie das Robert-Koch-Institut (RKI) unter Berufung auf Angaben der Gesundheitsämter mitteilte, lag der Wert bei 62,5. Am Vortag hatte die Inzidenz bei 63,1 gelegen. Vor einer Woche lag die Sieben-Tage-Inzidenz noch bei 74,7. Der Wert gibt die Zahl der Neuinfektionen pro 100.000 Einwohnern innerhalb einer Woche an. Laut den jüngsten Zahlen des RKI wurden binnen 24 Stunden 9727 Neuinfektionen verzeichnet.

3.00 Uhr: Stiko empfiehlt Auffrischungsimpfung für Risikopatienten

Die Ständige Impfkommission (Stiko) hat Corona-Auffrischungsimpfungen für einige Risikopatienten empfohlen. „Wir haben die Sichtung aller wissenschaftlichen Daten zur Frage der Auffrischungsimpfungen für bestimmte Risikogruppen abgeschlossen und als Kommission eine Empfehlung beschlossen“, sagte der Stiko-Vorsitzende Thomas Mertens den Zeitungen der Funke Mediengruppe. Eine generelle Empfehlung für Auffrischungsimpfungen nach Altersgruppen gebe die Stiko derzeit noch nicht. Mertens bestätigte der Deutschen Presse-Agentur die Angaben.

2.28 Uhr: Erstes digitales Smiley für über 200.000 Dollar versteigert

Das erste digitale Smiley ist in den USA für 237.500 Dollar (etwa 200.000 Euro)versteigert worden. Der zunächst nicht bekannte Meistbietende ersteigerte das Emoji online, wie auf der Webseite des Auktionshauses Heritage Auctions im texanischen Dallas zu sehen war.

Die Zeichenkombination „:-)“ hatte der Computerwissenschaftler Scott Fahlman von der Universität Pittsburgh am 19. September 1982 erstmals für die Benutzung in diesem Kontext vorgeschlagen – er gilt nun vielen als Urvater des digitalen Smileys.

1.10 Uhr: USA: Angreifer schießt in Supermarkt um sich

Ein Angreifer hat in einem Supermarkt in der Nähe der US-Stadt Memphis am Donnerstag mindestens einen Menschen erschossen und zahlreiche weitere verletzt. Wie die Polizei mitteilte, erschoss sich der Mann anschließend selbst. Der Polizeichef von Collierville, Dale Lane, sagte, dass einige der insgesamt zwölf Verwundeten „sehr schwere Verletzungen“ hätten. Er warnte, dass die Zahl der Opfer noch steigen könnte.

Spezialkräfte der Polizei, die zum Supermarkt geeilt waren, fanden laut Lane eine „schreckliche“ Szenerie vor. Sie fanden demnach unter anderem Menschen, die sich in Kühltruhen vor dem Angreifer versteckt hatten. Welche Verbindung der Täter zu dem Supermarkt hatte, wollte Lane nicht sagen. Das FBI habe mit Ermittlungen begonnen.

0.14 Uhr: Anführerin kubanischer Oppositionsgruppe „Damen in Weiß“ festgenommen

Die Vorsitzende der kubanischen Oppositionsgruppe „Damen in Weiß“, Berta Soler, ist festgenommen worden. Sie sei zusammen mit ihrem Ehemann Ángel Moya in Havanna in Gewahrsam genommen worden, sagte die Aktivistin Martha Beatriz Roque der Nachrichtenagentur AFP. Das Paar hatte sich demnach zur Staatsanwaltschaft begeben, um dort einen Antrag einzureichen, um ein Lebenszeichen des festgenommenen Dissidenten José Daniel Ferrer zu erhalten. 

Ferrer ist einer der bekanntesten kubanischen Regierungskritiker und Chef der Oppositionellengruppe Unión Patriótica de Cuba (Unpacu). Er wurde bereits Mitte Juli während der großen Proteste gegen die kubanische Regierung verhaftet. Die „Damen in Weiß“ sind eine Gruppe von Ehefrauen, Müttern und anderen weiblichen Angehörigen politischer Gefangener. Sie war 2003 gegründet worden als Reaktion auf die Festnahme und Verurteilung von 75 Oppositionellen, unter ihnen Ferrer und Moya. 2005 wurden die „Damen in Weiß“ mit dem Sacharow-Preis des Europäischen Parlaments ausgezeichnet.

cl
DPA
AFP



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