News heute: Dackel fährt alleine mit S-Bahn nach München

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Die News von heute im stern-Ticker.

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Die News von heute im stern-Ticker: 

15.18 Uhr: Ermittler: Mann erschoss Ex-Frau und tötete sich selbst

Nach dem Fund von zwei Leichen in Bitburg gehen die Ermittler von einem Verbrechen mit anschließendem Suizid des Täters aus. Den bisherigen Erkenntnissen zufolge sei es wahrscheinlich, dass ein 65 Jahre alter Mann zunächst seine 50-jährige Ex-Frau und dann sich selbst erschossen hat, teilte die Staatsanwaltschaft Trier mit. „Es gibt keinerlei Hinweise auf die Beteiligung einer dritten Person.“ Das Motiv für die Tat sei bislang unklar.

15.16 Uhr: Sächsischer Verfassungsschutz warnt vor rechtsextremen Aktionen an Grenze

Nach der Aktion einer rechtsextremen Partei an der deutsch-polnischen Grenze hat der sächsische Verfassungsschutz vor weiteren sogenannten Grenzgängen rechtsextremistischer Akteure gewarnt. „Das Gewaltmonopol liegt beim Staat und nicht bei Verfassungsfeinden“, erklärte der Präsident des Landesamts für Verfassungsschutz, Dirk-Martin Christian, in Dresden. Derzeit rufe die rechtsextremistische Partei Freie Sachsen auf ihren Social-Media-Kanälen für Freitagabend zu einer Versammlung unter dem Motto „Sächsischer Grenzschutz: Endstation für Schleuser“ auf der Autobahn 4 auf. Das Verwaltungsgericht Dresden bestätigte am Donnerstag ein vom Landkreis Görlitz verhängtes Demonstrationsverbot auf der A4 nahe der polnischen Grenze.

15.12 Uhr: Sieben Festnahmen bei Razzia gegen Rockerkriminalität in Berlin und Brandenburg

Die Polizei hat am Donnerstag bei einer Razzia gegen Rockerkriminalität in Berlin und Brandenburg sieben Mitglieder der Rockergruppe Hells Angels verhaftet. Die Festnahmen erfolgten unter anderem wegen Handels mit Rauschgift, Waffen und Kriegswaffen, wie die Behörden mitteilten. Insgesamt 360 Beamte durchsuchten 18 Objekte in Berlin und sechs in verschiedenen brandenburgischen Städten.

In Brandenburg wurden den Angaben zufolge unter anderem Drogen, Mobiltelefone, Datenträger, Bargeld, eine Machete und ein als Taschenlampe getarnter Elektroschocker beschlagnahmt. Der Einsatz erfolgte auf Grundlage geknackter sogenannter Encrochatdaten. Die Verschlüsselungssoftware Encrochat wird von Mitgliedern der organisierten Kriminalität zur Abwicklung illegaler Geschäfte genutzt.

15.05 Uhr: Biden legt abgespecktes Sozial- und Klimapaket von 1,75 Billionen Dollar vor

US-Präsident Joe Biden hat ein stark abgespecktes Sozial- und Klimapaket im Umfang von 1,75 Billionen Dollar (1,5 Billionen Euro) vorgelegt. Ein US-Regierungsvertreter sprach von einem „historischen“ Investitionsprogramm und zeigte sich optimistisch, dass das Paket den Kongress passieren werde. Biden hatte ursprünglich Sozial- und Klimaschutzmaßnahmen im doppelten Umfang von 3,5 Billionen Dollar angestrebt.

15.00: OECD: Soziale und emotionale Fähigkeiten steigern Schulerfolg

Ein höheres Maß an Kreativität, Empathie und Stressresistenz steigert bei Schülerinnen und Schülern auch die Leistungen. Darauf wies OECD-Bildungsdirektor Andreas Schleicher bei einer Online-Veranstaltung der Organisation hin unter Berufung auf eine neue OECD-Studie zu sozialen und emotionalen Kompetenzen. Demnach sind Kreativität, Verantwortungsbewusstsein, Einfühlungsvermögen, Toleranz, die Fähigkeit zur Gefühlsregulation, Stressresistenz und ähnliche Fähigkeiten auch ausschlaggebend für die Noten. Schleicher sagte, Mathematik zum Beispiel sei nicht nur eine Frage der Fähigkeit zum Formeln-Lernen, sondern auch eine Frage der Neugierde.

14.55 Uhr: Polizei in Laos beschlagnahmt 55 Millionen Methamphetamin-Pillen

Den Behörden in Laos ist ein bedeutender Schlag im Kampf gegen die Drogenkriminalität gelungen: Die Polizei beschlagnahmte mehr als 55 Millionen Methamphetamin-Pillen, wie ein Vertreter der UN-Behörde zum Kampf gegen Drogen und Kriminalität (UNODC) mitteilte. Es handelt sich demnach um den bislang größten Drogenfund in Asien überhaupt. Versteckt war das Rauschgift zwischen Bierkisten auf einem Lastwagen.

Mit 55,6 Millionen Methamphetamin-Pillen und 1537 Kilo Crystal Meth handele es sich um einen Rekordfund, sagte UNODC-Regionalvertreter Jeremy Douglas der Nachrichtenagentur AFP. Die Pillenmenge sei das Dreifache sämtlicher im vergangenen Jahr in Laos beschlagnahmter Meth-Tabletten.

14.50 Uhr: Tödlicher Überfall mit Beil: Lebenslange Haft für Angeklagten

Nach einem tödlichen Überfall mit einem Beil auf seinen ehemaligen Chef ist ein 36-Jähriger zu lebenslanger Haft verurteilt worden. Das Landgericht Konstanz sah es als erwiesen an, dass der Mann im Januar 2021 seinen Ex-Arbeitgeber in dessen Wohnhaus in Hohenfels nahe dem Bodensee getötet sowie dessen 9 und 13 Jahre alten Söhne schwer verletzt hatte. „Wir haben es hier mit einer zweifellos abscheulichen Tat zu tun“, sagte Vorsitzender Richter Arno Hornstein bei der Verkündung des Urteils. Vor allem der jüngere der beiden Söhne leide bis heute unter den Folgen.

Verurteilt wurde der Angeklagte mit rumänischer Staatsangehörigkeit wegen Totschlags und zwei Fällen versuchten Mordes. Die Staatsanwaltschaft hatte ihn wegen Mordes angeklagt. Die Frage des Motivs und der genaue Tathergang hätten sich in dem Verfahren aber nicht endgültig klären lassen, sagte Hornstein. Die Kammer gehe jedoch davon aus, dass der Mann bei dem Überfall auf Geld aus war.

14.48 Uhr: AfD löst „Arbeitsgruppe Verfassungsschutz“ auf

Die AfD löst ihre vor drei Jahre gegründete Arbeitsgruppe auf, die eine Beobachtung der Gesamtpartei durch den Verfassungsschutz verhindern sollte. „Ein ganz wesentliches Ziel der Arbeitsgruppe war es, dass die AfD ohne die Belastung einer Beobachtung durch den Verfassungsschutz ihren Bundestagswahlkampf führen konnte“, sagte der im Bundesvorstand zuständige AfD-Politiker Alexander Wolf der rechtsgerichteten Wochenzeitung „Junge Freiheit“. „Dieses Ziel haben wir erreicht.“

14.45 Uhr: Dackel fährt alleine mit S-Bahn nach München

S-Bahn-Fahren statt Gassigehen: Ein Dackel hat sich in München allein zu einer Bahnfahrt aufgemacht. Das Tier habe in Grafing bei München ohne Besitzer am Bahnsteig gestanden und sei in die Bahn Richtung Innenstadt eingestiegen, teilte die Bundespolizei mit. Passagiere wurden auf den Rauhaardackel aufmerksam und alarmierten die Polizei – zwölf Stationen später empfingen die Helfer den Hund am Ostbahnhof. Im Anschluss ging es für den Rauhaardackel, der nicht mit einem Chip und einer Hundemarke ausgestattet war, in ein Tierheim ins nahe gelegene Ebersberg.

14.22 Uhr: Zweiter Wirbelsturm binnen weniger Tage auf Sizilien erwartet

Sizilien hat sich auf den zweiten schweren Sturm innerhalb einer Woche vorbereitet. Das Unwetter sollte zwischen Donnerstagabend und Freitagmorgen an der Ostküste Siziliens eintreffen, wie die Behörde Ispra meldete. Erwartet wurden mehr als 4,5 Meter hohe Wellen und heftige Regenfälle. Die gleiche Region war bereits am Dienstag von einem Wirbelsturm getroffen worden. Bereits in den Tagen zuvor hatte es dort heftige Regenfälle, Überschwemmungen und Erdrutsche gegeben, drei Menschen kamen ums leben.

14.05 Uhr: Inflation steigt im Oktober auf voraussichtlich 4,5 Prozent

Die Verbraucherpreise in Deutschland sind im Oktober um voraussichtlich 4,5 Prozent im Vorjahresvergleich gestiegen. Das teilte das Statistische Bundesamt in Wiesbaden mit. Besonders heftig war demnach der Anstieg der Energiepreise um 18,6 Prozent. 

13.45 Uhr: EZB hält Leitzins im Euroraum auf Rekordtief von null Prozent

Europas Währungshüter halten trotz steigender Teuerungsraten an ihrem Kurs des billigen Geldes fest. Erst im Dezember will der Rat der Europäischen Zentralbank (EZB) entscheiden, wie es mit den milliardenschweren Anleihenkäufen weitergeht. Das hatte EZB-Präsidentin Christine Lagarde bereits angekündigt. Ein Ende des Zinstiefs im Euroraum ist weiterhin nicht in Sicht. Bei seiner Sitzung beließ der EZB-Rat den Leitzins für den Währungsraum der 19 Staaten auf dem Rekordtief von null Prozent. Auf diesem Niveau liegt der Zins nunmehr seit März 2016. Geschäftsbanken müssen nach wie vor 0,5 Prozent Zinsen zahlen, wenn sie Geld bei der Notenbank in Frankfurt parken.

13.31 Uhr: Waldbrand in Österreich – Regierungsspitze im Krisengebiet

Ein Waldbrand rund 100 Kilometer südlich von Wien hat die österreichische Regierungsspitze ins Krisengebiet fahren lassen. „Die Herausforderung, vor der die Einsatzkräfte hier im Rax-Schneeberg-Gebiet stehen, ist enorm“, sagte Kanzler Alexander Schallenberg. Auch Verteidigungsministerin Klaudia Tanner und Agrarministerin Elisabeth Köstinger verschafften sich vor Ort ein Bild. Am Donnerstag waren rund 500 Helfer, davon 400 Feuerwehrleute, im Einsatz. Hubschrauber schütteten in vielen Flügen Löschwasser ins unwegsame Brandgebiet. Dadurch sollte ein Ausbreiten der Flammen auf ein benachbartes Waldgebiet verhindert werden. Siedlungen sind nicht gefährdet.

13.11 Uhr: Nach Corona-Ausbruch bricht Kreuzfahrtschiff seine Donau-Reise ab

Für rund 170 Passagiere eines Fluss-Kreuzfahrtschiffs aus Deutschland ist die Reise auf der Donau wegen eines Corona-Ausbruchs an Bord abrupt zu Ende gegangen. Bei einem Stopp in Wien waren 80 Gäste nach Angaben des medizinischen Krisenstabs der Stadt positiv auf das Virus getestet worden.

Das an einer Schleuse liegende Schiff wurde unter Quarantäne gestellt. Alle Passagiere – getrennt in Erkrankte und Gesunde – waren laut Krisenstab in vier Bussen wieder auf dem Weg nach Leipzig. Auf dem Weg von Passau nach Wien hatte niemand das Schiff verlassen. Auch in der österreichischen Hauptstadt war niemand von Bord gegangen. Keiner der Betroffenen musste laut ORF ins Krankenhaus.

12.20 Uhr: Russland meldet weiteren Rekordstand an Corona-Toten und Neuansteckungen

Erneut hat Russland einen Rekord an Neuinfektionen mit dem Coronavirus und an Todesopfern durch die Pandemie gemeldet. Binnen 24 Stunden wurden mehr als 40.000 Neuinfektionen und 1159 Todesopfer registriert, wie die Behörden mitteilten. In der Hauptstadt Moskau schlossen alle nicht zur Grundversorgung nötigen Geschäfte sowie Schulen, Kindergärten, Restaurants und Kultur- sowie Sporteinrichtungen für elf Tage. Nur der Verkauf von Medikamenten, Lebensmitteln und anderen lebensnotwendigen Gütern ist ausgenommen.

11.40 Uhr: Zwei Tote in Bitburg entdeckt – Ermittlungen laufen

Nach dem Fund von zwei Leichen ermittelt die Kriminalpolizei in Bitburg (Rheinland-Pfalz). Zeugen hatten eine leblose Person gemeldet, wie die Polizei mitteilte. Vor Ort fanden die Beamten eine getötete 50-Jährige neben einem Auto. Im angrenzenden Wohnanwesen sei dann ein toter 65-Jähriger entdeckt worden. Die ersten Ermittlungen deuteten auf eine „Beziehungstat“ hin, teilten die Beamten weiter mit. Nach den bisherigen Erkenntnissen war keine weitere Person beteiligt, wie ein Sprecher der Polizei sagte.

11.08 Uhr: Bewährungsstrafe in Prozess um Weitergabe von Bundestagsgrundrissen an Russland

Wegen der Weitergabe von Bundestagsgrundrissen an den russischen Militärgeheimdienst GRU hat das Berliner Kammergericht einen 56-Jährigen zu zwei Jahren Haft auf Bewährung verurteilt. Die Richter sahen es als erwiesen an, dass der bei einer für das Parlament tätigen Sicherheitsfirma beschäftigte Beschuldigte 2017 eine CD-ROM mit den Daten weitergeleitet hatte. Sie sprachen ihn wegen geheimdienstlicher Agententätigkeit schuldig.

10.34 Uhr: Betrüger gibt sich als Neffe von Brigitte Macron aus

Ein Betrüger, der sich als angeblicher Neffe der französischen Präsidentengattin Brigitte Macron Sonderbehandlungen erschleichen wollte, ist in Paris zu Hausarrest verurteilt worden. Der 35-Jährige hatte sich bei der französischen Botschaft in Bangladesch als Verwandter von Brigitte Macron ausgegeben, wodurch er ein Rohingya-Flüchtlingslager besuchen und den Botschafter treffen durfte. Er erhielt auch ein Upgrade in einem Luxushotel in Hongkong. Seine weiteren Versuche, sich als Neffe von Brigitte Macron auszugeben, scheiterten dem Gericht zufolge jedoch: Es sei dem Betrüger etwa nicht gelungen, Eintrittskarten für ein Formel-1-Rennen zu erhalten. Das Pariser Gericht verurteilte den Mann zu 30 Monaten Hausarrest, wobei 18 Monate zur Bewährung ausgesetzt wurden.

10.02 Uhr: Vier Festnahmen bei Razzia gegen Rockerkriminalität in Berlin

Die Berliner Polizei hat bei einer Razzia gegen Rockerkriminalität vier Beschuldigte verhaftet. Die Festnahmen erfolgten unter anderem wegen Handels mit Rauschgift, Waffen und Kriegswaffen, wie die Staatsanwaltschaft der Hauptstadt per Twitter mitteilte. 230 Beamte durchsuchten demnach 18 Objekte. Der Einsatz erfolgte auf Grundlage geknackter sogenannter Encrochatdaten.

9.45 Uhr: Anklage gegen 53-Jährigen in Fall von „NSU 2.0“-Drohschreibenserie erhoben

Im Fall einer Serie von Drohschreiben mit der Unterschrift „NSU 2.0“ ist Anklage gegen den in Berlin festgenommenen Tatverdächtigen erhoben worden. Dem 53-Jährigen werden unter anderem Beleidigung, Bedrohung, Volksverhetzung und das Verbreiten von Kennzeichen verfassungswidriger Organisationen vorgeworfen, wie die Staatsanwaltschaft Frankfurt am Main mitteilte. Der Beschuldigte soll zwischen August 2018 und März 2021 insgesamt 116 Drohschreiben unter anderem an Bundestagsabgeordnete, eine Frankfurter Anwältin sowie Künstler und Menschenrechtsaktivisten verschickt haben.

9.30 Uhr: Rhein nach Havarie noch gesperrt – „Alle verfügbaren Kräfte“ vor Ort

Nach der Havarie zweier Schiffe in der Nähe von Karlsruhe herrscht dort weiterhin Stillstand auf dem Rhein. Der Fluss sei in dem Bereich für die Schifffahrt noch immer gesperrt, die Situation sei unverändert, sagte ein Sprecher des Wasserstraßen- und Schifffahrtsamts in Mannheim. „Alle verfügbaren Kräfte“ seien im Einsatz, eine externe Firma werde im Lauf des Tages erwartet. Derzeit warten dem Sprecher zufolge mehr als 20 Schiffe auf die Weiterfahrt. Ein Ausflugsschiff sowie ein Tankschiff hatten sich Anfang der Woche unter anderem wegen des niedrigen Wasserstands bei Hagenbach – gelegen auf der rheinland-pfälzischen Seite gegenüber von Karlsruhe – festgefahren. Zwar konnten sie befreit werden. Doch den Angaben zufolge sind durch die Schiffsschrauben bis zu 60 Zentimeter hohe Kieshaufen entstanden, die nun abgebaggert werden müssten, um das Festfahren weiterer Schiffe zu vermeiden.

9.10 Uhr: Indien testet atomwaffenfähige Rakete

Indien hat eine atomwaffenfähige Rakete mit einer Reichweite von bis zu 5000 Kilometern getestet. Die Rakete vom Typ „Agni-5“ sei von einer Insel vor der Ostküste Indiens abgefeuert worden und in den Golf von Bengalen gestürzt, teilte das Verteidigungsministerium mit. Indien hatte die 17 Meter langen „Agni-5“-Raketen, die mit Atomsprengköpfen bestückt werden können, bereits mehrfach zu Testzwecken abgefeuert. Nun nahm das Militär erstmals einen Test bei Nacht vor. In indischen Medienberichten war von einem „Warnsignal“ an China die Rede. 

8.25 Uhr: Verdacht auf Millionen-Steuerhinterziehung mit gebrauchten Handys

Der Münchner Zoll verdächtigt eine Firma der Steuerhinterziehung in Millionenhöhe bei der Einfuhr von Handys. Insgesamt geht es dabei um 410.000 gebrauchte Geräte aus dem arabischen Raum, wie der Zoll mitteilte. Inzwischen hat die Europäische Staatsanwaltschaft die Ermittlungen in dem Fall übernommen. Der Zoll hat die deutsche Firma im Verdacht, hochwertige gebrauchte Handys aus dem arabischen Raum in die EU eingeführt, aber keine Einfuhrumsatzsteuer gezahlt zu haben. Konkret wurden die Geräte über Deutschland eingeführt, sollten offiziell aber nach Bulgarien und Ungarn weitergehen. Daher wurde in Deutschland zunächst keine Steuer fällig. Der Zoll vermutet nun, dass die Handys nicht am offiziellen Bestimmungsort ankamen, sondern auf dem Schwarzmarkt verkauft und keine Steuern gezahlt wurden.

7.55 Uhr: Brexit-Streit – Frankreich setzt britisches Fischerboot fest

Der Streit zwischen Frankreich und Großbritannien um Fischerei-Genehmigungen im Ärmelkanal spitzt sich zu. Ein britisches Fischerboot sei von der französischen Küstenwache wegen fehlender Lizenzen in einen Hafen begleitet worden, nun übernehme die Justiz den Fall, twitterte die französische Meeresministerin Annick Girardin. Im Raum stünden eine Geldstrafe und die Beschlagnahme des Fangs.

7.35 Uhr: Deutsche Ermittler identifizieren mutmaßlichen REvil-Drahtzieher

Strafverfolger des Landeskriminalamts Baden-Württemberg haben laut Informationen des Bayerischen Rundfunks (BR) und von „Zeit Online“ einen mutmaßlichen Drahtzieher hinter der Schadsoftware REvil ermittelt. Bei der Software handelt es sich den Berichten zufolge um eines der berüchtigtsten Programme für Ransomware-Angriffe. In Deutschland seien unter anderem das Staatstheater Stuttgart, mehrere mittelständische Unternehmen und auch Krankenhäuser davon betroffen.

7.08 Uhr: Staatsschutz durchsucht Wohnungen in Düren wegen Terrorverdachts

Wegen mutmaßlicher islamistischer Anschlagspläne ist die Polizei im nordrhein-westfälischen Landkreis Düren mit einer Razzia gegen fünf Beschuldigte vorgegangen. Wegen des Verdachts der Vorbereitung einer schweren staatsgefährdenden Gewalttat gab es fünf Durchsuchungen, wie die Generalstaatsanwaltschaft Düsseldorf und die Polizei Köln gemeinsam mitteilten. Die Ermittlungen richten sich demnach gegen fünf Beschuldigte im Alter von 16 bis 22 Jahren. Sie sollen sich „anlehnend an Propagandamaterial“ der Dschihadistenmiliz Islamischer Staat (IS) auf eine terroristisch motivierte Tat vorbereitet haben. Vorläufig festgenommen wurden die Beschuldigten demnach aber nicht. Die Voraussetzungen für eine Anordnung der Untersuchungshaft seien nicht erfüllt, erklärte die Generalstaatsanwaltschaft.

6.41 Uhr: Papst will mit Kanada-Reise zu Versöhnung mit Ureinwohnern beitragen

Papst Franziskus will sich bei einem Besuch in Kanada für eine Versöhnung zwischen der katholischen Kirche und den Ureinwohnern nach dem Skandal um Missbrauch an Kindern in früheren Internaten einsetzen. Der Vatikan kündigte die Kanada-Reise des Kirchenoberhaupts an, ohne zunächst dafür einen Termin zu nennen. Franziskus komme einer Einladung der kanadischen Bischofskonferenz nach, hieß es. Der Besuch werde im Kontext der „Versöhnung mit indigenen Völkern“ stattfinden.

5.15 Uhr: Neuseeland lockert Einreiseregeln – aber nicht für Touristen

Das Corona-Vorzeigeland Neuseeland lockert ab dem 14. November erstmals seit Beginn der Pandemie seine Einreiseregeln. Jedoch dürfen weiterhin nur Staatsbürger und Menschen mit Wohnsitz in dem Pazifikstaat ins Land kommen. Statt 14 Tagen müssen sie demnächst nur noch sieben Tage in staatliche Quarantäne, bevor sie sich in eine dreitägige häusliche Isolation begeben. Weitere Lockerungen würden in Kraft treten, wenn 90 Prozent der Bevölkerung vollen Impfschutz gegen das Virus hätten, sagte der Minister zur Eindämmung der Corona-Pandemie, Chris Hipkins. Bislang sind 72 Prozent der fünf Millionen Einwohner vollständig geimpft.

4.50 Uhr: RKI registriert 28.037 Corona-Neuinfektionen – Inzidenz bei 130,2

Die bundesweite Sieben-Tage-Inzidenz ist erneut deutlich angestiegen. Das Robert Koch-Institut (RKI) gab die Zahl der Neuinfektionen pro 100.000 Einwohner und Woche mit 130,2 an. Zum Vergleich: Am Vortag hatte der Wert bei 118,0 gelegen, vor einer Woche bei 85,6. Die Gesundheitsämter in Deutschland meldeten dem RKI binnen eines Tages 28.037 Corona-Neuinfektionen. Das geht aus Zahlen hervor, die den Stand des RKI-Dashboards von 04.39 Uhr wiedergeben. Vor einer Woche hatte der Wert bei 16.077 Ansteckungen gelegen.

4.14 Uhr: Druck auf Putschisten im Sudan – Militärführung setzt Botschafter ab

Kurz nach dem Militärputsch im Sudan hat die Armeeführung Berichten zufolge den Botschafter des Landes bei der Europäischen Union und fünf weitere Diplomaten von ihren Aufgaben entbunden. Abgesetzt worden seien neben dem Botschafter bei der EU in Brüssel auch jene in den USA, China, Frankreich und Katar sowie der Leiter der sudanesischen Mission in Genf. Das berichteten das sudanesische Staatsfernsehen und der TV-Kanal Al-Arabiya. Zuvor hatten mehrere Botschafter den Umsturz verurteilt und sich mit der zivilen Widerstandsbewegung solidarisiert, die seit Tagen gegen die Putschisten protestiert.


Zwei Frauen sitzen in Warnwesten auf einer Straße. Hinter ihnen steht ein schwarzer SUV

3.10 Uhr: Aktivisten fordern „starkes Signal“ des G20-Gipfels für Klimaschutz

Die großen Industrienationen (G20) müssen nach Ansicht von Aktivisten und Entwicklungsorganisationen auf ihrem Gipfel am Wochenende in Rom weitgehende Zusagen im Klimaschutz machen. „Wir brauchen ein starkes Signal, damit die Weltklimakonferenz auf das richtige Gleis kommt und nicht gleich in einer Sackgasse endet“, sagte Jörn Kalinski von Oxfam am Donnerstag zu dem COP26-Klimatreffen im schottischen Glasgow. „Wir müssen runter mit den Emissionen und rauf mit der Klimafinanzierung.“

2.18 Uhr: Sicherheitsexperte warnt vor Abzug der US-Atombomben aus Deutschland

Der Sicherheitsexperte Wolfgang Ischinger hat davor gewarnt, die deutsche Beteiligung an der atomaren Abschreckung der Nato infrage zu stellen. Mit Blick auf die laufenden Koalitionsverhandlungen von SPD, Grünen und FDP sagte der Chef der Münchner Sicherheitskonferenz der Deutschen Presse-Agentur, ein Abzug der US-Atombomben aus Deutschland würde schwerwiegende Folgen für die Sicherheit in Europa haben: „Den Polen ziehen wir sicherheitspolitisch den Teppich unter den Füßen weg, wenn Deutschland aus der nuklearen Abschreckung aussteigt.“

1.20 Uhr: Pentagon bestätigt chinesischen Test von Hyperschallrakete

Das Pentagon hat den Test einer Hyperschallrakete durch China im vergangenen August bestätigt. Es habe sich um das „sehr bedeutsame Ereignis des Tests eines Hyperschall-Waffensystems“ gehandelt, sagte der Generalstabschef der US-Streitkräfte, Mark Milley, auf Bloomberg TV. Der Test sei „sehr besorgniserregend“. Milley zog einen Vergleich zum sogenannten Sputnik-Schock von 1957 – dem für den Westen völlig überraschenden ersten Flug eines sowjetischen Sputnik-Satelliten durch die Erdumlaufbahn. Es war das erste Mal überhaupt, dass ein solcher Flug eines künstlichen Erdsatelliten gelang. Die Folge war ein beschleunigtes Wettrennen zwischen der USA und der Sowjetunion in der Raumfahrt und Rüstung. 

0.01Uhr: Krankenhäuser besorgt wegen Belastung von Intensivstationen durch Corona

Die Deutsche Krankenhausgesellschaft warnt angesichts der steigenden Corona-Infektionszahlen vor einer zunehmenden Auslastung der Intensivstationen, durch die möglicherweise erneut nicht dringend nötige Operationen verschoben werden müssen. „Wir befinden uns in einer kritischen Situation der Pandemie“, sagte Verbandschef Gerald Gaß dem Redaktionsnetzwerk Deutschland. Die Zahl der mit einer Coronavirus-Infektion im Krankenhaus versorgten Patienten ist laut Gaß binnen einer Woche deutlich gestiegen. So seien knapp 40 Prozent mehr Patienten auf der Normalstation als noch vor einer Woche. Auf den Intensivstationen seien es 15 Prozent mehr. Halte diese Entwicklung an, seien schon in zwei Wochen wieder 3000 Patienten auf den Intensivstationen.

mth / fs
AFP
DPA



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