News heute: 25 Jahre Gefängnis für „Hotel Ruanda“-Helden in Terrorismus-Verfahren


Die News von heute im stern-Ticker.

Die News von heute im stern-Ticker: 

18.39 Uhr: Präsident Bukele nennt sich selbst auf Twitter „Diktator von El Salvador“

El Salvadors umstrittener Präsident Nayib Bukele stellt sich inzwischen – offenbar ironisch – bei Twitter selbst als Diktator des mittelamerikanischen Landes vor. In der Biografie seines Twitter-Profils stand an diesem Montag „Diktator von El Salvador“ – bisher hatte sich der 40-jährige Konservative seit der Geburt seiner Tochter im August 2019 dort als „Papa von Layla“ bezeichnet. Zuvor hatte er sich in seinem Profil beim Kurznachrichtendienst als „bestaussehenden und coolsten Präsidenten der ganzen weiten Welt“ beschrieben, nachdem er im Juni 2019 jüngster Staats- und Regierungschef seines Landes geworden war. Bukeles Gegner nannten ihn zuletzt einen Diktator, unter anderem bei Demonstrationen nach der Einführung der Kryptowährung Bitcoin als gesetzliches Zahlungsmittel. Für Entsetzen sorgte auch, dass Bukele im Februar 2020 Soldaten im Parlament aufmarschieren ließ, um eine Zustimmung zur Finanzierung seines Sicherheitskonzepts zu forcieren.

17.36 Uhr: Pariser Picasso-Museum erhält acht bisher nicht bekannte Werke des Künstlers

Das Pariser Picasso-Museum erhält die bedeutendste Schenkung seit Jahrzehnten: Acht der Öffentlichkeit bislang nicht bekannten Werke habe Picassos Tochter Maya dem Museum vermacht, teilten deren Kinder in Paris mit. Die Werke erlaubten „einen neuen Blick auf die Arbeitsweise Picassos“, sagte die französische Kulturministerin Roselyne Bachelot auf einer Pressekonferenz, auf der auch eines der Werke gezeigt wurde.

Das „Kind mit einem Lutscher, das unter einem Stuhl sitzt“ von 1938, zeige vermutlich Maya als Kind und drücke bereits eine Vorahnung des kommenden Weltkriegs aus, sagte Olivier Widmaier Picasso, einer der Enkel des Künstlers. Zu den Werken zählen außerdem ein Porträt von Picassos Vater von 1895 und ein „Kopf eines Mannes“ aus dem kubistischen Spätwerk von 1971. Zudem erhielt das Museum noch ein Skizzenheft mit Studien zum „Frühstück im Grünen“, inspiriert von einem Gemälde von Edouard Manet, sowie eine Skulptur, die „Venus von Gaz“ von 1945.

17.17 Uhr: 25 Jahre Gefängnis für „Hotel Ruanda“-Helden in Terrorismus-Verfahren

Ein Gericht in Ruanda hat den „Hotel Ruanda“-Helden Paul Rusesabagina des Terrorismus für schuldig befunden, und zu einer Gefängnisstrafe von 25 Jahren verurteilt. Rusesabagina habe den bewaffneten Flügel einer von ihm mitgegründeten Oppositionsbewegung finanziell und logistisch unterstützt, sagte das Gericht während der Urteilsverkündung in Kigali. Dieser bewaffnete Flügel, die Nationale Befreiungsfront (FLN), sei verantwortlich für tödliche Anschläge in Ruanda in den Jahren 2018 und 2019, hieß es weiter. Rusesabagina war während der Urteilsverkündung nicht anwesend.

Rusesabagina wurde durch den Hollywood-Film „Hotel Ruanda“ bekannt. 1994 starben während des Völkermordes in Ruanda innerhalb weniger Wochen mehr als 800 000 Menschen. Rusesabagina, heute 67 Jahre alt, leitete damals das „Hotel des Mille Collines“ in Kigali. Dort gewährte er mehr als 1200 Menschen Zuflucht und rettete damit ihre Leben.

Nach Angaben seiner Anwältin wurde er in Dubai von den ruandischen Behörden entführt, um vor Gericht gestellt werden zu können. Das Europaparlament, US-Kongressabgeordnete und Menschenrechtler haben die Art der Festnahme und die Haftbedingungen heftig kritisiert.

17.12 Uhr: Klimaschutz-Proteste auf Londoner Ringautobahn – Dutzende Festnahmen

Die Londoner Ringautobahn M25 ist erneut zum Ziel von Klimaschutzaktivisten geworden. Wie die Polizei in der Grafschaft Hertfordshire nordwestlich von London mitteilte, wurden fast 30 Menschen festgenommen, nachdem sie sich an mehreren Ausfahrten am Asphalt festgeklebt und blaue Farbe auf die Fahrbahn geschüttet hatten. Auch an der Themseüberquerung in Dartford östlich der britischen Hauptstadt gab es ein Dutzend Festnahmen, als Aktivisten versuchten, die Fahrbahn zu blockieren. Hinter den Sitzblockaden, die in der vergangenen Woche mehrmals für Staus und Verzögerungen auf Großbritanniens befahrenster Autobahn gesorgt hatten, steckt die Gruppe Insulate Britain. Die Aktivisten machen sich für eine flächendeckende Wärmeisolierung von Häusern in Großbritannien stark. Ein Sprecher kündigte an, die Proteste würden fortgesetzt, bis sich die Regierung den Forderungen der Gruppe beuge.

Verkehrsminister Grant Shapps rief die Demonstranten hingegen auf, die Proteste einzustellen. Die Aktionen seien vollkommen kontraproduktiv, „weil sie die Abgase produzieren, die sie eigentlich verhindern wollen, indem sie die Autos zum Stillstand bringen“, sagte Shapps am Montag.

16.43 Uhr: Frau bei Angriff in norwegischer Arbeitsagentur getötet

Bei einem Messerangriff in den Räumlichkeiten der Arbeitsagentur in Norwegen ist eine Behördenmitarbeiterin getötet worden. Sie sei Ende 50 und ihren bei der Tat erlittenen Verletzungen im Krankenhaus erlegen, teilte die Polizei der Nachrichtenagentur NTB zufolge im westnorwegischen Bergen mit. Eine weitere Angestellte Mitte 30 wurde demnach leichter verletzt. Ein Mann wurde wenige Minuten nach dem Angriff am Vormittag gefasst. Hintergründe der Tat, die bei einem Gesprächstermin in einem Büro verübt worden sein soll, blieben zunächst unklar. Ein Polizeisprecher und die Arbeitsverwaltungsbehörde NAV sprachen von einem tragischen Vorfall.

16.37 Uhr: EU-Parlamentspräsident mit Lungenentzündung ins Krankenhaus gebracht

Der Präsident des EU-Parlaments, David Sassoli, ist mit einer Lungenentzündung ins Krankenhaus eingeliefert worden. „Er befindet sich in gutem Zustand“, teilte eine Sprecherin mit. Die Einlieferung in die Klinik fand den Angaben zufolge bereits am Mittwoch statt. Bei Sassoli war vergangene Woche Fieber bemerkt worden, woraufhin er sich einem Antigen- und PCR-Tests unterzogen hatte. Beide Tests sind nach Angaben einer Sprecherin negativ ausgefallen. Der Arzt des Präsidenten hatte ihm empfohlen, sich einige Tage zu schonen. EU-Ratspräsident Charles Michel wünschte Sassoli im Kurznachrichtendienst Twitter am Montag eine schnelle Genesung.

16.05 Uhr: USA heben Reisestopp für Geimpfte aus EU bald auf

Die USA werden die wegen der Corona-Pandemie verhängten Einreiseverbote unter anderem für Europäer lockern. Vollständig geimpfte Ausländer sollen ab „Anfang November“ wieder einreisen dürfen, sagte der Corona-Koordinator des Weißen Hauses, Jeffrey Zients. Zuvor berichteten die „Financial Times“, die Website „Politico“ und der Sender CNN.

Der weitgehende Einreisestopp war zu Beginn der Corona-Pandemie Anfang 2020 vom damaligen US-Präsidenten Donald Trump verhängt und bisher von seinem Nachfolger Joe Biden aufrechterhalten worden. In Washington, Brüssel und London gab es zunächst keine Bestätigung für die Berichte.

Die bisherigen Reisebeschränkungen besagen, dass nur US-Bürger und Besitzer einer Green Card sowie deren Familienmitglieder in die USA einreisen dürfen, wenn sie sich in den vergangenen 14 Tagen in der EU oder Großbritannien aufgehalten haben. Alle anderen brauchen eine spezielle Erlaubnis.

15.54 Uhr: Polizei ermittelt Mutter von in Gammertingen ausgesetztem Baby

Zwei Wochen nach dem Fund eines ausgesetzten Babys in einem Keller im baden-württembergischen Gammertingen hat die Kriminalpolizei die Kindsmutter ermittelt. Warum die Jugendliche den Säugling aussetzte, wird noch ermittelt, wie die Staatsanwaltschaft Hechingen und die Ravensburger Polizei gemeinsam mitteilten. Das Baby sei in einem stabilen gesundheitlichen Zustand und befinde sich inzwischen in der Obhut des Jugendamts. Die Kindsmutter müsse sich nun wegen des Verdachts der Aussetzung strafrechtlich verantworten. Der Säugling, der zu diesem Zeitpunkt erst wenige Stunden alt war, wurde Anfang des Monats im Keller eines Mehrfamilienhauses im Stadtteil Mariaberg entdeckt. Die Ermittler schlossen es damals nicht aus, dass sich die Kindsmutter in eine extremen Notsituation befunden haben könnte, und baten um die Mithilfe der Bevölkerung.

15.35 Uhr: Fünf Tote bei Wohnungsräumung in Kasachstan

Bei der Räumung seiner Wohnung soll ein Mann in Kasachstan in Zentralasien fünf Menschen erschossen haben. Bei dem Vorfall in der Stadt Almaty seien auch zwei Polizisten getötet worden, teilten die Behörden der Staatsagentur Kazinform zufolge mit. Der 1967 geborene Tatverdächtige habe aggressiv reagiert, als ein per Gericht angeordneter Räumungsbeschluss vollstreckt werden sollte, hieß es. Der Mann habe dann auf einen Gerichtsvollzieher, die Polizisten und Mitarbeiter vom Rettungsdienst geschossen. Der mutmaßliche Schütze wurde festgenommen.

15.24 Uhr: Betrunkener fährt mit E-Bike über Autobahn bei Bielefeld

Ein Betrunkener ist mit einem mutmaßlich gestohlenen E-Bike über die Autobahn 2 bei Bielefeld gefahren. Mehrere Anrufer hätten den Fahrradfahrer am Samstag auf seiner Fahrt von Vlotho in Richtung Hannover gesehen und gemeldet, dass dieser bereits zu Fall gekommen sei, erklärte die Bielefelder Polizei. Die Beamten hätten den 52-Jährigen aus Minden kurz darauf auf der Weserflutbrücke entdeckt, wo er sich auf der Leitplanke abgestützt habe.

Bei seiner Trunkenheitsfahrt habe er zu diesem Zeitpunkt bereits mehrere sturzbedingte Verletzungen erlitten. Nach Polizeiangaben hatte der 52-Jährige allerdings weder einen Kaufvertrag für das Rad noch einen Schlüssel für den herausnehmbaren Akku, unter dem die Rahmennummer steht. Das E-Bike wurde zur Klärung der Besitzverhältnisse beschlagnahmt.

15.14 Uhr: Staatsanwaltschaft Leipzig beschlagnahmt zwei Plakate des „III. Wegs“

Die Staatsanwaltschaft Leipzig hat zwei Wahlplakate der rechtsextremen Splitterpartei „III. Weg“ mit der Aufschrift „Hängt die Grünen!“ beschlagnahmen lassen. Sie ermittelt wegen des Anfangsverdachts der öffentlichen Aufforderung zu Straftaten, Volksverhetzung und Billigung von Straftaten, wie die Anklagebehörde mitteilte. Die Motive seien in der vorigen Woche im Landkreis Nordsachsen nach Anzeigen entdeckt worden.

Die Plakate sorgen seit zwei Wochen für Empörung – und juristische Auseinandersetzungen. In Sachsen ermitteln inzwischen mehrere Staatsanwaltschaften. Die Stadt Zwickau, wo das Motiv zuerst aufgetaucht war, hatte die Plakate abnehmen lassen. Dagegen wehrte sich der „III. Weg“ vor dem Verwaltungsgericht. Eine Entscheidung des sächsischen Oberverwaltungsgericht dazu steht noch aus. In Bayern hat das Landgericht München I der Kleinstpartei die öffentliche Verwendung des Plakats jetzt untersagt. Dagegen kann der „III. Weg“ ebenfalls noch Widerspruch einlegen.

14.41 Uhr: Bisher gut 5400 Menschen aus Afghanistan in Deutschland eingetroffen

Durch die Evakuierungsaktion aus Afghanistan sind bisher 5429 Menschen nach Deutschland gebracht worden. 4584 von ihnen seien Afghanen und 522 Deutsche, sagte ein Sprecher des Bundesinnenministeriums in Berlin. Demnach befinden sich unter den Eingereisten 272 Ortskräfte, mit denen weitere 992 Familienangehörige nach Deutschland kamen.

Die Bundesregierung steht in der Kritik, weil sie afghanische Ortskräfte und andere gefährdete Afghanen nicht schon vor der Machtübernahme der radikalislamischen Taliban ausgeflogen hat. Auch mehrere hundert deutsche Staatsbürger befinden sich laut Auswärtigem Amt noch in Afghanistan. Nach Angaben einer Sprecherin des Auswärtigen Amtes konnte die Bundesregierung in den vergangenen Tagen 258 einreiseberechtigte Familien kontaktieren. Dies seien insgesamt über tausend Menschen.

14.39 Uhr: Reh bei Unfall durch Frontscheibe in Auto geschleudert

Bei einem Wildunfall in Niedersachsen ist ein Reh durch die Windschutzscheibe eines Autos bis auf den Beifahrersitz geschleudert worden. Der 18-jährige Autofahrer sei bei dem Unfall bei Mittelstenahe im Landkreis Cuxhaven an der Hand verletzt worden, teilte die Polizei in Cuxhaven heute mit. Das Tier kam bei dem Aufprall ums Leben.

Nach Angaben der Beamten ereignete sich der Unfall bereits am Freitag während eines Überholmanövers. Das Reh sprang plötzlich vor das Auto des Fahranfängers, bei dem Zusammenstoß durchbrach es die Frontscheibe. Der junge Mann wurde zur Untersuchung in ein Krankenhaus gebracht. Am Auto entstand ein Schaden von 3000 Euro.

14.38 Uhr: Scholz hebt vor Finanzausschuss Fortschritte bei Geldwäsche-Bekämpfung hervor

Bundesfinanzminister Olaf Scholz (SPD) hat nach seiner Anhörung im Bundestags-Finanzausschuss Fortschritte bei der Bekämpfung der Geldwäsche hervorgehoben. Es sei gelungen, bei der Geldwäsche-Spezialeinheit FIU in kurzer Zeit das Personal massiv aufzustocken, eine moderne IT-Infrastruktur aufzubauen und gesetzliche Rahmenbedingungen zu verbessern, sagte der SPD-Kanzlerkandidat in Berlin. Das  Meldevolumen bei der FIU habe sich verdreifacht und er rechne damit, dass es sich „in kürzester Zeit eher nochmal verdoppeln“ werde. Sprecher von Opposition und CDU/CSU kritisierten ihn gleichwohl erneut.

14.22 Uhr: Mann auf den Hintern geklapst – Zwei Frauen in England vor Gericht

Weil sie angeblich einem Mann einen Klaps auf den Hintern gegeben haben, müssen sich zwei junge Frauen in der englischen Stadt Portsmouth wegen sexueller Belästigung und Beteiligung an einem Tumult verantworten. Die 19 und 20 Jahre alten Angeklagten erschienen heute erstmals vor Gericht, wie die britische Nachrichtenagentur PA meldete. Der Vorfall soll sich in einem beliebten Ausgehviertel in der südenglischen Hafenstadt abgespielt haben. Beide plädierten auf nicht schuldig. Der Klaps auf den Po soll Auslöser einer größeren Auseinandersetzung gewesen sein, nachdem eine weitere Frau die mutmaßlichen Täterinnen zur Rede stellte. Der Prozessbeginn wurde auf den 7. März 2022 festgesetzt.

14.20 Uhr: Verfahren gegen AfD-Politikerin Weidel wegen Auslandsspende eingestellt

Die Staatsanwaltschaft Konstanz hat das Strafverfahren gegen AfD-Bundestagsfraktionschefin Alice Weidel wegen eines möglichen Verstoßes gegen das Parteiengesetz eingestellt. Es bestehe kein hinreichender Tatverdacht, teilte die Behörde mit. Ermittelt worden war wegen einer Spende aus der Schweiz in Höhe von 132.000 Euro in mehreren Einzelspenden kurz vor der Bundestagswahl 2017.

14.13 Uhr: Mafia-Bande in Sizilien hochgenommen – Zehnjährige als Drogendealer

In Sizilien ist eine Mafia-Bande, die Kinder im Alter von rund zehn Jahren als Drogendealer eingesetzt hatte, aufgeflogen. Die Carabinieri nahmen am Morgen in der Stadt Catania 20 Leute fest, wie italienische Medien berichteten. Auf Überwachungsvideos war etwa zu sehen, wie ein Junge von Drogenkäufern auf der Straße Geld entgegennahm und daraufhin mit dem Finger auf die Stelle am Boden zeigte, wo das Rauschgift versteckt war. Unter den Verhafteten waren nach Angaben der Nachrichtenagentur Ansa auch prominentere Mitglieder eines Mafia-Clans der Cosa Nostra sowie Frauen – etwa die 67 Jahre alte Schwester eines Mafiabosses aus der Stadt am Fuße des Ätna.

14.02 Uhr: Erste Wahllokale in Kanada offen – knappes Rennen erwartet

Bei den Neuwahlen in Kanada haben die ersten Wahllokale geöffnet. Am Morgen (Ortszeit) konnten in Neufundland im Osten des riesigen Landes die ersten von über 25 Millionen Kanadiern ihre Stimme abgeben. Landesweit zeichnet sich ein knappes Rennen zwischen dem liberalen Amtsinhaber Justin Trudeau und seinem konservativen Herausforderer Erin O’Toole ab. Letzte Umfragen sahen die Liberalen vorne. Eine absolute Mehrheit dürfte allerdings eher schwer zu erreichen sein, eine Mehrheit für die Konservativen scheint auch unwahrscheinlich. Mit ersten Ergebnissen wird in der Nacht gerechnet.

13.26 Uhr: Rund hundert Häuser auf La Palma durch Vulkanausbruch zerstört

Die Lava des Vulkans Cumbre Vieja auf La Palma hat nach Behördenangaben rund hundert Häuser auf der spanischen Kanareninsel zerstört. Allein im Dorf El Paso wurden mindestens 20 Häuser zerstört, wie der Bürgermeister sagte. Tausende Menschen waren bereits gestern aus dem Gefahrengebiet in Sicherheit gebracht worden. Die Lavaströme wälzen sich nun von der Vulkankette in südwestlicher Richtung zum Meer.

Der Vulkan Cumbre Vieja im Süden der Insel war gestern Nachmittag zum ersten Mal seit 50 Jahren ausgebrochen. Er spuckte Lava-Fontänen, Asche und eine riesige Rauchsäule aus. Die Behörden riefen die Inselbewohner zu „äußerster Vorsicht“ auf, rund 5000 Menschen mussten ihre Häuser vorsorglich verlassen. Auch mehrere Straßen mussten gesperrt werden.

13.21 Uhr: Behörden korrigieren Opferzahl nach Massaker in Russland

Nach dem Schusswaffenangriff an einer Universität in der russischen Stadt Perm am Ural haben die Behörden die Zahl der Todesopfer nach unten korrigiert. Es seien sechs Menschen ums Leben gekommen, teilte das Gesundheitsministerium der Agentur Interfax zufolge mit. Zuvor war von acht Toten die Rede gewesen. Mehr als 20 Menschen wurden demnach verletzt. Verwirrung gab es zunächst auch um den Gesundheitszustand des Täters. Er sei bei der Festnahme verwundet und anschließend in ein Krankenhaus gebracht worden, erklärten die Ermittler nun. Zuvor hatte die Hochschule in der rund 1200 Kilometer östlich von Moskau gelegenen Stadt den Mann für tot erklärt, diese Info später jedoch wieder gelöscht.

Der maskierte Angreifer hatte am Morgen auf dem Campus mit einem Jagdgewehr um sich geschossen. Es soll sich um einen Studenten gehandelt haben. Medien zufolge hatte er die Tat kurz zuvor in sozialen Netzwerken angekündigt. In dem Beitrag soll er auch erklärt haben, dass er keinerlei Ideologie verfolge.

13.10 Uhr: Junger Mann fällt in Rheinland-Pfalz acht Meter mit Geländer in die Tiefe

Im rheinland-pfälzischen Haßloch hat sich ein junger Mann gestern mit einem Handtuch an ein Geländer gehängt und ist acht Meter in die Tiefe gestürzt. Der 22-Jährige habe von seiner Freundin einen Liebesbeweis einfordern wollen, teilte die Polizei heute mit. Das Paar habe sich erst gestritten, woraufhin der 22-Jährige auf eine Dachterrasse gestiegen sei. Dort habe er das Handtuch ans Geländer gebunden, sei darüber gestiegen und habe sich nach unten hängen lassen. Seiner Freundin habe er gesagt, wenn sie ihn nicht mehr liebe, solle sie ihn fallen lassen. Ehe sie aber antworten konnte, sei das marode Geländer aus der Verankerung gerissen und der Mann abgestürzt. Er landete in einem Gebüsch und trug nur Prellungen und Schürfwunden davon.

13.07 Uhr: Frauenleiche in Hamm gefunden – Tötungsdelikt

Im Fall einer 25-Jährigen, die gestern tot in einer Grünanlage in Hamm in Nordrhein-Westfalen gefunden wurde, geht die Staatsanwaltschaft von einem Tötungsdelikt aus. Das Ergebnis der Obduktion deute auf ein „gewaltsames Todesgeschehen“ hin, sagte ein Sprecher der Dortmunder Staatsanwaltschaft heute. Weitere Angaben zur Todesursache und zu möglichen Verdächtigen machte er zunächst nicht.

Ein Passant hatte die teilweise unbekleidete Frauenleiche gestern Morgen in der Grünanlage in der Nähe des Oberlandesgerichts entdeckt. Heute suchten Taucher einen kleinen See am Tatort ab, wie der Sprecher der Staatsanwaltschaft schilderte. Man suche nach weiteren Beweismitteln.

13.06 Uhr: 15 Menschen bei Zusammenstoß zweier Straßenbahnen in Düsseldorf verletzt

Bei einem Unfall zwischen zwei Straßenbahnen im Düsseldorfer Stadtteil Pempelfort sind 15 Menschen verletzt worden. Die beiden Bahnen stießen am Vormittag aus bisher ungeklärter Ursache frontal zusammen, wie ein Sprecher der Feuerwehr erklärte. Eine Bahn sei dabei entgleist. Zwei Menschen seien schwer und 13 weitere Fahrgäste leicht verletzt in Krankenhäuser gebracht worden. Die entgleiste Straßenbahn musste nach Feuerwehrangaben von Spezialisten zurück ins Gleis gesetzt werden. Ein Notfallseelsorger betreute an der Unfallstelle zwei Menschen. Die Feuerwehr und der Rettungsdienst waren mit einem Großaufgebot von rund 60 Kräften etwa zwei Stunden lang im Einsatz. Die Polizei nahm Ermittlungen zur Unfallursache auf.

13.04 Uhr: Vierfachmord an Mutter und Kindern entsetzt England

Ein Vierfachmord an einer Mutter und drei Kindern hat in England für Entsetzen gesorgt. Ein Mann sei festgenommen worden, teilte die Polizei im Ort Killamarsh nahe Sheffield mit. Sie rief Anwohner dazu auf, alle Hinweise weiterzugeben, „so unbedeutend sie auch scheinen mögen“. Wie verschiedene Medien berichten, handelt es sich bei den Opfern um eine Frau und ihre zwei Kinder – einen 13-jährigen Jungen und ein elfjähriges Mädchen – sowie eine Freundin der Tochter, die dort übernachten sollte. Der Vater der Geschwister legte Blumen und handgeschriebene Briefe am Tatort nieder. Die Leichen waren gestern früh entdeckt worden.

13.02 Uhr: Scholz verteidigt Arbeit von Anti-Geldwäsche-Einheit FIU

Finanzminister Olaf Scholz (SPD) hat im Finanzausschuss des Bundestages Vorwürfe gegen die Anti-Geldwäsche-Einheit FIU zurückgewiesen. Scholz sagte nach der Sitzung in Berlin, die Behörde habe in den vergangenen drei Jahren mehr hinbekommen als in 30 Jahren. Scholz betonte erneut, die FIU sei personell aufgestockt worden und habe eine moderne IT-Struktur bekommen. Das Meldungsaufkommen werde weiter steigen. Die Kriterien, welche Geldwäschemeldungen an Behörden weitergeben werden, würden weiter verbessert.

FDP, Grüne und Linke hatten die Sondersitzung des Bundestagsausschusses kurz vor der Wahl beantragt, nachdem die Osnabrücker Staatsanwaltschaft eine Durchsuchung beim Finanz- und beim Justizministerium durchgeführt hatte. Hintergrund der Aktion sind Ermittlungen gegen Mitarbeiter der FIU, einer Anti-Geldwäsche- Spezialeinheit des Zolls in Köln, die Scholz‘ Finanzministerium zugeordnet ist.

12.55 Uhr: Antisemitischer Angriff bei Mahnwache gegen Antisemitismus

Ein Teilnehmer einer Mahnwache für Israel und gegen Antisemitismus in der Hamburger Innenstadt ist Opfer eines antisemitischen Angriffs geworden. Der 60-Jährige sei am Samstagnachmittag in der Mönckebergstraße erst antisemitisch beleidigt und dann mit der Faust ins Gesicht geschlagen worden, teilte die Polizei mit. Der Täter – ein etwa 18 bis 25 Jahre alter Mann – sei trotz einer Sofortfahndung mit mehreren Streifenwagen entkommen. Der Staatsschutz des Landeskriminalamtes habe die Ermittlungen übernommen. Den bisherigen Ermittlungen zufolge beleidigte der Mann zunächst alle Teilnehmer der Mahnwache aus einer drei- bis vierköpfigen Gruppe heraus antisemitisch. Als er daraufhin angesprochen und aufgefordert worden sei, dies zu unterlassen, habe er dem 60-Jährigen mit der Faust ins Gesicht geschlagen, wodurch dieser eine Platzwunde erlitten habe. Der Täter sei anschließend mit seinen Begleitern wahrscheinlich auf Leih-E-Scootern geflüchtet.

12.45 Uhr: Impfung laut Biontech wirksam und sicher bei jüngeren Kindern

Der Corona-Impfstoff von Biontech/Pfizer hat sich nach Angaben der beiden Unternehmen bei Kindern im Alter von fünf bis elf Jahren als gut verträglich erwiesen und ruft eine stabile Immunantwort hervor. Die Daten der klinischen Studie sollen so bald wie möglich der Europäischen Arzneimittelbehörde EMA und der US-Zulassungsbehörde FDA vorgelegt werden, wie die beiden Impfstoffhersteller mitteilten. Auch die Nebenwirkungen seien vergleichbar mit denen der älteren Gruppe gewesen. „Wir sind froh, dass wir vor dem Beginn der Wintersaison den Zulassungsbehörden die Daten für die Gruppe von Kindern im Schulalter vorlegen können“, sagte Biontech-Chef Ugur Sahin laut Mitteilung.

Ergebnisse von zwei weiteren Teilnehmergruppen im Alter von zwei bis fünf Jahren sowie von sechs Monaten bis zwei Jahren würden für das vierte Quartal erwartet. An der Studie nehmen den Angaben zufolge insgesamt 4500 Kinder im Alter von einem halben Jahr bis elf Jahren teil, die vorgestellten Daten zu den 5- bis 11-Jährigen gehen auf 2268 Teilnehmer zurück.

12.39 Uhr: Hinterbliebenen-Expedition zum „Estonia“-Wrack unterwegs

Neue Expedition zum Wrack der 1994 gesunkenen Ostsee-Fähre „Estonia“: Ein privat finanziertes Expertenteam aus Estland ist am Wochenende zur Unglücksstelle aufgebrochen. Im Auftrag der Hinterbliebenen-Organisation der Opfer der Schiffskatastrophe stach ein Forschungsschiff am Samstag im niederländischen Eemshaven in See. Es soll voraussichtlich am Mittwoch am Unglücksort eintreffen und dort neue Untersuchungen einleiten, berichtete die estnische Zeitung „Postimees“. Dabei sollen verschiedene Sonargeräte zum Einsatz kommen, um das Schiff und den Meeresboden zu untersuchen.

Geleitet wird die parallel zu einer offiziellen Untersuchung durch staatliche Behörden erfolgende Expedition vom früheren estnischen Staatsanwalt und „Estonia“-Ermittler Margus Kurm. Der Untergang der „Estonia“ gilt als die schwerste Schiffskatastrophe in Europa nach dem Zweiten Weltkrieg. Die Fähre war in der Nacht zum 28. September 1994 mit 989 Menschen an Bord auf ihrem Weg von Tallinn nach Stockholm vor der finnischen Südküste gesunken. 852 Menschen starben, nur 137 überlebten.


Die abgebrochene Bugklappe der "Estonia"

12.33 Uhr: Kreml bewertet Parlamentswahl in Russland als „frei und fair“

Trotz massiver Manipulationsvorwürfe sieht der Kreml keinen Grund für Zweifel an der Rechtmäßigkeit der Parlamentswahl in Russland. Die Abstimmung sei „frei und fair“ gewesen, sagte Sprecher Dmitri Peskow in Moskau der Agentur Interfax zufolge. „In dieser Hinsicht bewerten wir die Wahl ziemlich positiv.“ Die unabhängigen Wahlbeobachter der Organisation Golos haben dagegen Tausende Verstöße aufgelistet. Das Team des inhaftierten Kremlgegners Alexej Nawalny sprach von der „schmutzigsten Wahl“ seit Jahren.

Zugleich zeigte sich der Kreml mit dem Abschneiden der Regierungspartei Geeintes Russland zufrieden. „Die Partei hatte die Aufgabe, ihre führende Position zu verteidigen. Diese Aufgabe wurde sicherlich erfüllt“, sagte Peskow. Die Partei, die den Kurs von Präsident Wladimir Putin stützt, lag nach Auszählung von mehr als 95 Prozent der Stimmen bei 49,6 Prozent, wie die Zentrale Wahlkommission mitteilte.

12.31 Uhr: Große Mehrheit junger Menschen misstraut Politik bei Nachhaltigkeit

Fast drei Viertel der jungen Menschen in Deutschland zwischen 15 und 24 Jahren misstrauen laut einer Studie der Umweltschutzorganisation Greenpeace der Politik beim Thema Nachhaltigkeit. „Ich fühle mich von der Politik beim Thema Umgang mit der Umwelt im Stich gelassen“, sagten 71 Prozent in einer Befragung des Instituts Aris für Greenpeace-Nachhaltigkeitsbarometer 2021. Dagegen vertrauen demnach hier 80 Prozent auf den Einsatz von Nichtregierungsorganisationen, ähnliche viele auch auf Wissenschaft und Forschungseinrichtungen (79 Prozent) sowie auf Initiativen wie Fridays for Future (76 Prozent).

68 Prozent der Teilnehmerinnen und Teilnehmer stimmten der Aussage zu: „Ich habe das Gefühl wir jungen Menschen müssen die Fehler der Älteren im Umgang mit der Umwelt ausbaden.“ Ebenso viele äußerten Ängste hinsichtlich Klimawandel, Verlust der Artenvielfalt und neue durch Tiere übertragene Krankheiten. „Der Schutz von Ökosystemen muss Vorrang vor menschlicher Nutzung haben“, forderten 71 Prozent. 80 Prozent verlangten, „dass unser heutiges Verhalten auch nachfolgenden Generationen Chancen und Ressourcen lassen muss“.

11.59 Uhr: Zwei Männer in Berlin auf offener Straße angeschossen

In Berlin sind in der Nacht zwei Männer auf offener Straße angeschossen worden. Im Bezirk Lichtenberg wurde zunächst auf einen 36-Jährigen und rund anderthalb Stunden später in einem anderen Teil des Bezirks auf einen 27-Jährigen geschossen, wie Polizei und Staatsanwaltschaft heute mitteilten. Die beiden schwer verletzten Männer kamen den Angaben zufolge mit Schussverletzungen ins Krankenhaus. Die Kriminalpolizei und die Mordkommission übernahmen die weiteren Ermittlungen. Ein Zusammenhang zwischen beiden Taten werde geprüft, hieß es.

11.56 Uhr: Gurt abgelegt – 18-Jähriger wird aus Autofenster geschleudert

Bei einem abrupten Ausweichmanöver ist in Karlsruhe ein 18-Jähriger gestern aus dem Fenster eines Autos geschleudert und schwer verletzt worden. Wie die Polizei heute mitteilte, hatte der Beifahrer seinen Sicherheitsgurt gelöst und sich danach mit dem Oberkörper aus dem geöffneten Fenster gelehnt. Kurz darauf habe der 19 Jahre alte Fahrer des Autos einem Tier ausweichen müssen, das plötzlich über die Fahrbahn gelaufen sei. Der 18-Jährige sei dadurch auf die Straße geschleudert worden. Der Mann kam in ein Krankenhaus.

11.33 Uhr: Münchner Gericht verbietet einstweilig Plakate „Hängt die Grünen“

Das Landgericht München I hat der rechtsextremen Splitterpartei III. Weg das Aufhängen von Wahlplakaten mit dem Slogan „Hängt die Grünen!“ verboten. Das Gericht habe der Partei mit Beschluss vom Freitag per einstweiliger Verfügung untersagt, den Slogan öffentlich zu verwenden, erklärte eine Sprecherin heute. Sollten Vertreter des III. Weges Widerspruch einlegen, müsse öffentlich verhandelt werden. Die Formulierung jemanden „zu hängen“ werde in der Regel dahin verstanden, jemanden aufzuhängen, in sonstiger Weise zu töten oder körperlich zu verletzen, heißt es in dem Beschluss. Mit der Äußerung werde das allgemeine Persönlichkeitsrecht der Antragstellerinnen, also der Grünen, verletzt.

Das Verwaltungsgericht Chemnitz hatte hingegen entschieden, dass Plakate mit diesem Slogan trotz eines Verbots der Stadt Zwickau hängen bleiben dürfen, allerdings nur mit 100 Metern Abstand zu Plakaten der Grünen. An dem Urteil gab es bundesweit Kritik. Zwickau hat dagegen Beschwerde beim Oberverwaltungsgericht Bautzen eingelegt.

11.30 Uhr: Mann schießt in Spanien auf fünf Menschen – Schwangere verliert Kind

Ein Mann hat am Morgen in der spanischen Stadt Sabadell bei Barcelona fünf Menschen niedergeschossen, die an einer Party unter freiem Himmel teilnahmen. Eines der Opfer, eine im siebten Monat Schwangere, habe wegen ihrer Verletzungen ihr Kind verloren, berichtete die Zeitung „La Vanguardia“ unter Berufung auf die Polizei. Ein anderes Opfer sei von vier Kugeln lebensgefährlich verletzt worden. Dessen Freundin habe der Polizei gesagt, sie vermute, dass es sich bei dem Täter um ihren Ex-Freund handelte, der erst vor Kurzem aus dem Gefängnis entlassen worden sei. Die anderen drei Opfer wurden der Polizei zufolge nur leicht verletzt. Nach dem Täter werde gefahndet, hieß es. Es wird auch nicht ausgeschlossen, dass es sich um eine Abrechnung im Bandenmilieu gehandelt haben könnte.

11.28 Uhr: Manöver mit Tausenden Soldaten in Westukraine gestartet

Vor dem Hintergrund der Spannungen mit Russland hat in der Westukraine ein Manöver auch mit Nato-Truppen begonnen. Knapp 25 Kilometer vom EU-Staat Polen entfernt werden etwa 6000 Soldaten aus rund einem Dutzend Staaten Kampfeinsätze trainieren, wie das Verteidigungsministerium in Kiew mitteilte. Geübt werden bei dem jährlichen US-amerikanisch-ukrainischen Manöver Rapid Trident (Schneller Dreizack) noch bis Freitag kommender Woche auch Offensiv- und Luftlandeoperationen. Die Bundeswehr entsandte einen Beobachter.

Die Ukraine trainiert seit den 1990er-Jahren regelmäßig mit Einheiten aus Nato-Staaten. Seit 2019 ist das Ziel eines Beitritts zum westlichen Militärbündnis in der Verfassung verankert. In den letzten Monaten hatten wiederholt Militärübungen des Westens und Russlands für Spannungen gesorgt. Im Juni hatte die russische Schwarzmeerflotte nach eigenen Angaben ein britisches Kriegsschiff mit Warnschüssen und Bombenabwürfen an der Halbinsel Krim zum Kurswechsel gezwungen.

11.13 Uhr: Mann gesteht tödlichen Messerstich auf 16-Jährigen in Flensburg

Ein 20 Jahre alter Mann, der an Karfreitag in Flensburg einen 16-Jährigen erstochen haben soll, muss sich seit heute am Landgericht Flensburg wegen Totschlags verantworten. Der zur Tatzeit 19-jährige Deutsche soll den Jugendlichen laut Staatsanwaltschaft gegen 18.20 Uhr auf einer Aussichtsplattform in der Nähe der Duborgskolen nach einem Streit mit einem Küchenmesser ins Gesicht gestochen haben. Zuvor soll der 16-Jährige den Angeklagten am Kragen gepackt und mit einem Faustschlag in das Gesicht attackiert haben. Der Jugendliche erlag wenig später im Krankenhaus seinen Verletzungen.

Der Angeklagte hat vor Gericht den Messerstich eingeräumt. Seiner Aussage zufolge kannte er den 16-Jährigen flüchtig und dieser habe ihn im Vorfeld bereits mehrfach beleidigt. Den Grund dafür kenne er nicht. Auch am Tatabend sei der 16-Jährige auf ihn zugekommen und habe ihn an den Kragen gepackt und beleidigt. Als er den Jugendlichen gefragt habe, was dieser für ein Problem mit ihm habe, habe dieser ihn geschlagen. Daraufhin habe er das Messer gezogen und zugestochen.

11.06 Uhr: 63,1 Prozent aller Menschen in Deutschland vollständig geimpft

Bei den Corona-Impfungen in Deutschland sind nun 63,1 Prozent der Bevölkerung vollständig geimpft. Die dafür meist nötige zweite Spritze erhielten 52,5 Millionen Menschen, wie aus Daten des Bundesgesundheitsministeriums hervorgeht. Mindestens eine erste Impfung bekommen haben fast 55,9 Millionen Menschen oder 67,2 Prozent aller Einwohner.

Minister Jens Spahn (CDU) hob hervor, dass damit nun 78 Prozent der Erwachsenen in Deutschland mindestens einmal geimpft sind – voll geimpft sind laut Robert-Koch-Institut 73,8 Prozent der über 18-Jährigen. Unter den Kindern zwischen 12 und 17 Jahren sind demnach mittlerweile 39 Prozent mindestens einmal geimpft und 29,1 Prozent vollständig geimpft. „Jede einzelne Impfung hilft allen für einen sicheren Winter“, schrieb Spahn auf Twitter.

10.36 Uhr: Scholz doch persönlich im Ausschuss zu Geldwäsche-Ermittlungen

Anders als erwartet ist Finanzminister Olaf Scholz (SPD) doch persönlich im Finanzausschuss zu Geldwäsche-Ermittlungen im Zusammenhang mit einer Zollbehörde erschienen. Weniger als eine Woche vor der Bundestagswahl stellte sich der SPD-Kanzlerkandidat in Berlin den Fragen der Abgeordneten – ohne dass der Ausschuss ihn eigens herbeizitieren musste. FDP, Grüne und Linke hatten die Sondersitzung des Bundestagsausschusses beantragt, nachdem die Osnabrücker Staatsanwaltschaft eine Durchsuchung beim Finanz- und beim Justizministerium durchgeführt hatte.

Hintergrund der Aktion sind Ermittlungen gegen Mitarbeiter der FIU, einer Anti-Geldwäsche-Spezialeinheit des Zolls in Köln, die Scholz‘ Finanzministerium zugeordnet ist. FIU-Mitarbeiter sollen Hinweise auf Terrorfinanzierung nicht rechtzeitig an Justiz und Polizei weitergeleitet haben. In diesem Zusammenhang wollten die Ermittler Unterlagen aus beiden Ministerien einsehen, darunter E-Mails zwischen FIU und Finanzministerium und Korrespondenz der beiden Ministerien.

10.14 Uhr: Massaker an russischer Uni – Ermittler melden jetzt acht Tote

Bei dem Angriff eines Mannes auf eine Universität in der russischen Stadt Perm am Ural sind nach neuesten Angaben der Ermittler acht Menschen getötet und rund 20 verletzt worden. Nach Angaben der Hochschule wurde der Angreifer ebenfalls getötet. Die Nachrichtenagentur AFP meldet dagegen, der Mann, ein Student, sei den Ermittlern zufolge festgenommen und dabei verletzt worden.

9.59 Uhr: Hungerstreikende in Berlin setzen Ultimatum und drohen mit Verschärfung

Klimaaktivistinnen und -aktivisten im Hungerstreik in Berlin haben der Politik ein neues Ultimatum für Gespräche gesetzt – manche von ihnen wollen bei Nichtbeachtung auch keine Flüssigkeit mehr zu sich nehmen. Sie riefen die Spitzenkandidatin der Grünen, Annalena Baerbock, sowie die Spitzenkandidaten von CDU und SPD, Armin Laschet und Olaf Scholz, bis Donnerstag um 19 Uhr erneut zu einem Gespräch auf, wie die Gruppe am Morgen mitteilte. Sollten die Politiker den Termin nicht wahrnehmen, wollen die Hungerstreikenden unterschiedlich reagieren. Einige der Aktivistinnen und Aktivisten, die inzwischen seit mehr als drei Wochen hungern, haben für diesen Fall damit gedroht, ihre Aktion zu verschärfen und auch keine Flüssigkeit mehr zu sich zu nehmen. Die anderen wollen diesem „trockenen Hungerstreik“ nicht folgen. Unklar ist, ob sie dennoch in der bisherigen Form weitermachen oder die Aktion ganz beenden wollen.

Alle drei Kanzlerkandidaten hatten die Hungernden aufgefordert, ihre Protestaktion abzubrechen. Dann seien sie zu Diskussionen bereit, allerdings nach der Bundestagswahl, einzeln und nicht öffentlich.


Hungerstreik in Berlin: Aktivisten hungern für radikalere Klimapolitik

9.49 Uhr: Mann schießt an Uni in Russland um sich – fünf Tote

Ein Mann hat in der russischen Stadt Perm an einer Universität um sich geschossen und nach Angaben der Ermittler fünf Menschen getötet. Auf Videos im sozialen Netzwerk Telegram und auf Twitter ist zu sehen, wie Menschen aus Fenstern des Universitätsgebäudes in der Stadt rund 1200 Kilometer östlich von Moskau springen. Dozenten verschanzten sich eigenen Angaben zufolge vor dem maskierten Mann in ihren Büros. Studenten wurden aufgefordert, sich in den Hörsälen einzuschließen.

Mittlerweile wurde der Angreifer nach Angaben der Hochschule gefasst.

9.26 Uhr: Russlands Regierungspartei holt nach eigener Aussage Zweidrittelmehrheit

Die Regierungspartei von Präsident Wladimir Putin hat bei den russischen Parlamentswahlen nach eigenen Angaben die für Verfassungsänderungen wichtige Zweidrittelmehrheit verteidigt. Der Generalsekretär von Geeintes Russland, Andrej Turtschak, erklärte, seine Partei habe mindestens 315 der 450 Sitze gewonnen und sprach von einem „klaren und sauberen“ Sieg, obwohl es massive Betrugsvorwürfe gibt. Turtschak zufolge gewann seine Partei 195 der insgesamt 225 zur Wahl stehenden Direktmandate sowie 120 Sitze über die Parteiliste. Nach Auszählung von 85 Prozent der Stimmen kam die Kreml-Partei auf 49,8 Prozent. Das waren weniger als in der vorherigen Wahl, wo Geeintes Russland noch 54,2 Prozent der Stimmen und inklusive der Direktmandate 334 Sitze im Parlament auf sich vereinen konnte.

Verbündete des inhaftierten Kreml-Kritikers Alexej Nawalny erklärten, die dreitägige Wahl sei massiv gefälscht worden. In den vergangenen Monaten waren die russischen Behörden zudem massiv gegen die Opposition vorgegangen, viele Regierungsgegner sitzen hinter Gittern oder sind ins Ausland geflohen. Nur sehr wenige dezidiert Putin-kritische Kandidaten wurden zur Wahl zugelassen. Der Sieg von Geeintes Russland galt bereits als nahezu sicher.

8.39 Uhr: Stärkster Anstieg der Erzeugerpreise seit 1974

Der Preisauftrieb in Deutschland legt von bereits hohem Niveau aus weiter zu. Im August erhöhten sich die Preise, die Hersteller für ihre Waren erhalten, gegenüber dem Vorjahresmonat um 12 Prozent, wie das Statistische Bundesamt in Wiesbaden mitteilte. Das ist der höchste Zuwachs seit Ende 1974, als die Erzeugerpreise während der ersten Ölkrise stark gestiegen waren. Im Juli dieses Jahres hatte die Steigerungsrate 10,4 Prozent betragen, im Juni waren es 8,5 Prozent gewesen. Schon das waren ungewöhnlich hohe Zuwächse.

Entscheidend für die Entwicklung sind den Angaben zufolge kräftige Preissteigerungen von Energie und Vorleistungsgütern. Energie war im August durchschnittlich fast ein Viertel teurer als ein Jahr zuvor. Besonders deutlich stiegen die Preise für Erdgas, die um gut 44 Prozent zulegten. Daneben verteuerten sich viele Vorleistungsgüter wie Holz erheblich. Hintergrund sind die hohe Nachfrage wegen der weltweiten Konjunkturerholung nach dem Corona-Schock und teils erhebliche Probleme im internationalen Warenhandel, die für Knappheiten sorgen.

8.28 Uhr Uhr: Spaniens Regierungschef sagt nach Vulkanausbruch schnelle Hilfe zu

Spaniens Regierungschef Pedro Sánchez hat nach dem Vulkanausbruch auf der Kanareninsel La Palma allen Geschädigten schnelle Hilfe zugesagt. „Die Bürger der Insel können beruhigt sein, weil der Staat genügend Mittel und Personal zur Verfügung hat“, sagte Sánchez. Er sagte einen geplanten USA-Besuch ab und flog auf die Insel.

Der Vulkan war gestern erstmals seit 50 Jahren wieder aktiv geworden. Mehrere Lavaströme wälzten sich auch die Nacht über mit einer Geschwindigkeit von etwa 700 Metern pro Stunde bergab in Richtung bebauter Gebiete. Mehrere Häuser seien bereits zerstört oder beschädigt worden, berichtet der staatliche TV-Sender RTVE. Etwa 5000 Menschen wurden bisher nach Angaben der Polizei aus gefährdeten Gebieten evakuiert.

7.42 Uhr: 57 Stunden umsonst geflogen: Glücklose Pfuhlschnepfe muss umdrehen

Großes Pech für einen Zugvogel: Wegen widriger Wetterbedingungen ist eine Phulschnepfe auf ihrem Weg nach Neuseeland umgekehrt und Tausende Kilometer zurück nach Alaska geflogen. Das Tier, dessen Migration vom neuseeländischen Department of Conservation mittels eines Funksenders am Bein verfolgt wird, sei im Yukon-Kuskokwim-Delta in Alaska in Richtung Südpazifik gestartet, teilte die Behörde mit. Nach 2000 Kilometern sei der ausgewachsene Vogel aber auf so starke Winde gestoßen, dass er umdrehen musste. Nach einem 57-stündigen Nonstop-Flug landete er wieder in Alaska.

Forscher interessiere besonders, was der Vogel als nächstes tue, wie lange er sich ausruhe und ob er doch noch den ganzen Weg nach Neuseeland schaffe, erklärte Zoologie-Professor Phil Battley von der neuseeländischen Massey University. „Er hat noch Zeit. Er hat sicher nicht seine ganze Energie verbraucht“, so der Experte. „Er hat gemerkt, dass er mit Gegenwind konfrontiert war und dachte, das sei kein guter Start für einen zehntägigen Flug.“

7.37 Uhr: Unregelmäßigkeiten bei Russland-Wahl beklagt

Bei der Auszählung der Stimmen zur Parlamentswahl in Russland haben Gegner der Kremlpartei und Beobachter Unregelmäßigkeiten in der Hauptstadt Moskau beklagt. Auch mehr als zwölf Stunden nach Schließung der Wahllokale gab es am Morgen keine Ergebnisse der Online-Abstimmung für die Staatsduma. „Wir sind überzeugt, dass die Stimmen der elektronischen Abstimmung noch nicht veröffentlicht sind, weil sie so die Wahlen fälschen wollen“, teilte der parteilose Kandidat Michail Lobanow mit. Der Hochschullehrer und sein Stab kündigten an, um jede Stimme zu kämpfen.

Auch Medien in der Hauptstadt wunderten sich, dass Stimmzettel von Hand schneller ausgezählt wurden als die der Online-Abstimmung. Die Wahllokale hatten am Sonntag um 20 Uhr (19 Uhr MESZ) geschlossen. Aus anderen Teilen des Landes waren die Ergebnisse der Online-Abstimmung wenige Stunden nach Schließung der Wahllokale veröffentlicht worden.

7.27 Uhr: Mann wirft Baby aus erstem Stock – US-Polizist fängt Säugling

Ein US-Polizist hat ein Baby aufgefangen, nachdem es aus dem ersten Stock eines Gebäudes in Jersey City geworfen wurde. Der erst einen Monat alte Säugling sei bei dem Vorfall nicht verletzt worden, berichten US-Medien. Ein Anrufer habe die Polizei in der Nachbarstadt von New York City am Samstag davor gewarnt, dass ein Kind in Gefahr sei. Ein Mann habe dann vor den herbeigerufenen Beamten damit gedroht, das Baby über einen Balkon im ersten Stock zu werfen. In welcher Beziehung er zu dem Kind steht, ist unklar. Die Polizisten hätten das Gebiet abgesperrt, um mit dem Mann zu verhandeln, doch dieser habe das Baby letztlich vom Balkon geworfen, schrieb Bürgermeister Steven Fulop auf Instagram. Polizist Eduardo Matute reagierte schnell und fing das Baby auf. Fulop dankte den Beamten für ihre Arbeit und veröffentlichte ein Foto, das Matute mit dem Säugling auf dem Arm im Krankenhaus zeigt.

Der Tatverdächtige sei festgenommen worden, sagte eine Sprecherin der Stadt dem Sender CNN. Er wurde demnach wegen versuchten Mordes, schwerer Körperverletzung und Kindeswohlgefährdung angeklagt. Das Baby sei vorsorglich in ein örtliches Krankenhaus gebracht und später wieder entlassen worden.

5.47 Uhr: Studie: Zahl der Koalas in Australien sinkt rapide

Die Koalas sind in Gefahr: Die Zahl der australischen Beutelsäuger nimmt einer neuen Studie zufolge rapide ab und ist allein in den vergangenen drei Jahren um 30 Prozent geschrumpft. Der Bestand sei in allen Regionen des Landes zurückgegangen, besonders aber im Bundesstaat New South Wales an der Ostküste, teilte die Australian Koala Foundation (AKF) mit. Hier sei die Zahl sogar um 41 Prozent zurückgegangen. In vielen Landesteilen seien Koalas bereits ausgestorben.

Der Stiftung zufolge leben heute schätzungsweise noch zwischen etwa 32.000 und 58.000 Koalas auf dem fünften Kontinent. 2018 waren es noch zwischen 46.000 und 82.000. Die verheerenden Buschfeuer im Sommer 2019/2020 hätten erheblich zur Dezimierung der possierlichen Eukalyptus-Esser beigetragen, sagte die AKF-Vositzende Deborah Tabart. Allerdings sei dies nicht der einzige Grund für den Rückgang: Auch Dürren, Hitzewellen und Wassermangel bedrohten die Tiere.

5.29 Uhr: Bienen töten mehr als 60 seltene Brillenpinguine in Südafrika

In Südafrika sind dutzende Brillenpinguine nach dem Angriff eines Bienenschwarms gestorben. Um die Augen der 63 toten Tiere seien Bienenstiche festgestellt worden, sagte der Tierarzt David Roberts von der Südafrikanischen Stiftung zur Bewahrung der Küstenvögel der Nachrichtenagentur AFP. Auch tote Bienen seien bei den Pinguinen gefunden worden.

„Das ist ein sehr seltenes Ereignis. Wir gehen nicht davon aus, dass so etwas oft vorkommt, es war ein Zufall“, sagte Roberts. Die Brillenpinguine gehörten zu einer Kolonie in Simonstown, einer Kleinstadt in der Nähe von Kapstadt. Die Weltnaturschutzunion (IUCN) stuft die Vögel auf der Roten Liste als stark gefährdet ein.

4.25 Uhr: RKI meldet wieder steigende Corona-Inzidenz 

Der Abwärtstrend bei den Infektionszahlen ist vorerst gestoppt. Nachdem die 7-Tage-Inzidenz an sechs Tagen hintereinander gefallen war, stieg sie nun wieder leicht. Das Robert.Koch-Institut gab den Wert der Neuinfektionen pro 100.000 Einwohner und Woche am Morgen mit 71,0 an, am Vortag hatte er bei 70,5 gelegen, vor einer Woche bei 81,9. Die Gesundheitsämter meldeten dem RKI binnen eines Tages 3736 Corona-Neuinfektionen, vor einer Woche waren es 5511. Deutschlandweit wurden binnen 24 Stunden 13 Todesfälle verzeichnet, vor einer Woche waren es 12. Die Zahl der Genesenen gab das RKI mit 3.897.800 an. Die Zahl der Menschen, die an oder unter Beteiligung einer nachgewiesenen Infektion mit Sars-CoV-2 gestorben sind, stieg auf 92.971.

Die Zahl der in Kliniken aufgenommenen Corona-Patienten je 100.000 Einwohner innerhalb von sieben Tagen gab das RKI zuletzt am Freitag mit 1,89 an (Vortag: 1,87). Ein Wochen- oder Monatsvergleich ist wegen einer hohen Zahl an Nachmeldungen nicht möglich. Ein bundesweiter Schwellenwert, ab wann die Lage kritisch zu sehen ist, ist für die Hospitalisierungs-Inzidenz unter anderem wegen großer regionaler Unterschiede nicht vorgesehen. Der bisherige Höchstwert lag um die Weihnachtszeit bei rund 15,5.

4.04 Uhr: Kanadas Premier muss bei vorgezogener Parlamentswahl um seine Wiederwahl bangen

In Kanada findet heute die vorgezogene Parlamentswahl statt. Premierminister Justin Trudeau hatte den Urnengang Mitte August vorgezogen, um sich eine stabile Mehrheit im Parlament und vier weitere Jahre als Regierungschef zu verschaffen. Seit seiner Wiederwahl 2019 führt er eine Minderheitsregierung. Umfragen sagen ein Kopf-an-Kopf-Rennen zwischen Trudeaus Liberalen und den Konservativen von Erin O’Toole voraus.

Nachdem Trudeau bei seinem ersten Wahlsieg 2015 noch als Erneuerer gefeiert worden war, hat der 49-Jährige mittlerweile nicht zuletzt wegen einer Reihe politischer Affären seiner Regierung deutlich an Rückhalt in der Bevölkerung verloren. Mit großzügigen Hilfszahlungen zur Überwindung der Coronakrise konnte Trudeau seine Umfragewerte aber wieder verbessern.

1.17 Uhr: 53-Jährige tot in Wohnung gefunden

Eine 53 Jahre alte Sexarbeiterin ist tot in ihrer Wohnung in Hannover gefunden worden. Ein Nachbar hatte sie gestern Abend gefesselt auf ihrem Boden liegend entdeckt, wie eine Sprecherin der Polizei sagte. Die Frau nutzte ihre Wohnung nicht nur privat, sondern auch als Bordell. Die Polizei geht bei dem Tod von Fremdeinwirkung aus. Weitere Details, sowie die Hintergründe der Tat sind nicht bekannt.

1 Uhr: Spahn rechnet Anfang 2022 mit Corona-Impfstoff für Unter-12-Jährige 

Bundesgesundheitsminister Jens Spahn erwartet Anfang kommenden Jahres die Zulassung für einen Corona-Impfstoff für die Jüngsten. „Ich gehe davon aus, dass die Zulassung für einen Impfstoff für Kinder unter zwölf Jahren im ersten Quartal 2022 kommt“, sagte der CDU-Politiker der Funke Mediengruppe. „Dann könnten wir auch die Jüngeren noch besser schützen.“ Der Minister wies zugleich darauf hin, zwischen der Zulassung und einer Impfempfehlung durch die Stiko könne dann noch einmal Zeit vergehen. „Eine Empfehlung der Ständigen Impfkommission wird auch in diesem Fall zeitlich etwas später kommen.“

0.33 Uhr: Hälfte aller neuen Verkehrsprojekte eröffnete Scheuer 2021 in Bayern

Die Hälfte aller freigegebenen Verkehrsprojekte im Wahljahr 2021 hat Bundesverkehrsminister Andreas Scheuer (CSU) laut einem Medienbericht in seinem Heimatland Bayern eröffnet. Vier von acht Verkehrsfreigaben habe der Minister in Bayern absolviert, berichtete das Redaktionsnetzwerk Deutschland unter Berufung auf eine Antwort des Bundesverkehrsministeriums auf eine Frage des FDP-Abgeordneten Oliver Luksic zur Eröffnung neuer Straßen. „Das Bundesverkehrsministerium ist unter jahrelanger CSU-Führung bekanntermaßen auf den Freistaat Bayern ausgerichtet worden“, kritisierte Luksic. Scheuer tue „alles für die Außendarstellung in der Heimat, seine Bilanz als Verkehrsminister allerdings bleibt desaströs“.

Auch der Chemnitzer SPD-Bundestagsabgeordnete Detlef Müller sagte dem RND: „Das ist einfach dreiste Spezlwirtschaft.“ Solch ein Vorgehen befördere „Politikverdrossenheit in extremem Maße“.

0.28 Uhr: Mutmaßliche Leiche von Gabby Petito in Wyoming gefunden

Ermittler haben im US-Bundesstaat Wyoming die mutmaßliche Leiche der vermissten Gabby Petito gefunden. Die Identität sei noch nicht zu hundert Prozent bestätigt, sagte Charles Jones vom FBI in Denver am Sonntagnachmittag (Ortszeit). Die Beschreibung von Gabby passe aber zur gefundenen Leiche. Die Todesursache sei unklar, sagte Jones. Die Leiche sei im Bereich des Spring Creek Campingplatzes gefunden worden.

Petito und ihr Freund waren im Sommer zu einer Reise durch die USA aufgebrochen – nur der 23 Jahre alte Freund der jungen Frau kehrte zurück. Die Polizei in Florida suchte unterdessen auch nach Petitos Freund, der mittlerweile ebenfalls verschwunden ist. Der 23-Jährige war am Freitag von seiner Familie als vermisst gemeldet worden. Der Fall schlägt in den USA hohe Wellen, nicht zuletzt, weil das Paar aus Florida zahlreiche Bilder und Videos von seiner Reise in sozialen Netzwerken geteilt hatte.

mad / rw
DPA
AFP





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