Die News vom Wochenende im stern-Ticker.

Die News des Wochenendes im stern-Ticker:  

15.02 Uhr: Zugverkehr nach Glasgow durch umgestürzten Baum schwer gestört

Schwere Störungen im Zugverkehr durch England haben für viele Teilnehmer die Reise zur UN-Klimakonferenz COP26 ins schottische Glasgow verhindert. Der Zugbetreiber Avanti West Coast riet von Fahrten ab und forderte Passagiere auf, erst morgen zu reisen. Die Fahrkarten blieben gültig, hieß es. Betroffen war auch der Journalist Jim Pickard von der „Financial Times“. Er twitterte, sein Zug nach Glasgow sei südlich der englischen Stadt Milton Keynes wegen eines umgestürzten Baums nicht weiter gekommen – „das fühlt sich an wie eine Metapher für die Klimagespräche“. Nach zwei Stunden Warten ging es zurück nach London.

Auch die alternative Zugroute nach Schottland entlang der Ostküste war beschädigt. Erst am Vortag hatte Avanti die Ankunft des „Klimazugs“ in Glasgow mit zahlreichen Aktivistinnen und Aktivisten an Bord gefeiert, darunter die wohl bekannteste Klimademonstrantin Greta Thnuberg.

14.50 Uhr: Frau geht bei Halloween-Party in Berlin über Bord

Feuerwehr und Polizei haben in Berlin stundenlang nach einer Frau gesucht, die bei einer Halloween-Party über Bord gegangen ist. Etwa 40 bis 45 Gäste hätten in der Nacht auf einem Boot in Berlin-Oberschöneweide (Treptow-Köpenick) gefeiert, als die 37-Jährige plötzlich fehlte, sagte eine Polizeisprecherin. Das Fehlen der Frau sei gegen 22 Uhr bis 22.30 Uhr bemerkt worden.

Dutzende Helfer von Feuerwehr, Polizei und Rettungsdienst auch mit Booten und einem Hubschrauber an der Suche auf und an der Spree beteiligt, hieß es weiter. Gegen 1 Uhr dann die erlösende Nachricht: Die Gesuchte meldete sich laut Polizei auf dem Handy eines Partygastes. Sie habe angegeben, ohne Beteiligung eines anderen Menschen über Bord gegangen zu sein. Sie sei dann ans Ufer geschwommen und habe sich zu einer Bekannten bringen lassen und von dort aus telefoniert.

14.47 Uhr: Rekordmenge an Kokain in Rotterdam sichergestellt

Im Hafen von Rotterdam sind rund 4200 Kilogramm Kokain sichergestellt worden. Es war die größte Menge Drogen, die in diesem Jahr entdeckt wurde, wie die Staatsanwaltschaft in Rotterdam mitteilte. Das gestern Abend gefundene Kokain hatte nach Angaben der Justiz einen Verkaufswert von rund 313 Millionen Euro. Es war in einer Ladung Soja in zwei Containern versteckt. Die Ladung kam den Angaben der Justiz zufolge aus Paraguay, war in Uruguay auf ein anderes Schiff umgeladen worden und sollte an ein Unternehmen in Portugal geliefert werden. Das Kokain wurde inzwischen vernichtet.

Der Rotterdamer Hafen, der größte Hafen Europas, ist einer der größten Umschlagplätze für Drogen in Europa. Vergangenen Woche hatten Ermittler dort mehrere große Ladungen Kokain aus Südamerika sichergestellt. So waren 930 Kilogramm Kokain in einem Container mit gebrauchtem Frittierfett gefunden worden. Zuvor hatten Ermittler in einem Schiff rund 530 Kilogramm Kokain entdeckt.

14.06 Uhr: Österreichische Bundesländer verschärfen Corona-Regeln

Als sechtes der neun österreichischen Bundesländer hat Niederösterreich eine Verschärfung der Corona-Regeln für Ungeimpfte angekündigt. In Restaurants und Bars sowie bei größeren Veranstaltungen erhalten ab 8. November nur noch Genesene und Geimpfte Zutritt, wie die Behörden berichteten. Auch ein negativer Test reicht dann bei Ungeimpften nicht mehr aus. Vielerorts wird zudem das Tragen einer FFP2-Maske etwa in Einkaufszentren oder Markthallen vorgeschrieben. Die Kontrollen sollen verschärft werden.

Zuvor hatten am Freitag Tirol, Oberösterreich und Kärnten, davor Steiermark und Wien ähnliche Maßnahmen verhängt oder angekündigt. Damit soll verhindert werden, dass die Krankenhäuser, in denen die Zahl der Corona-Infizierten deutlich gestiegen ist, an den Anschlag kommen

13.58 Uhr: G20 verpassen „starkes Signal“ zur Weltklimakonferenz

Die großen Wirtschaftsmächte haben sich zum Abschluss ihres G20-Gipfels in Rom nicht auf eine ehrgeizige Erklärung zum Klimaschutz verständigen können. Wie aus dem ausgehandelten Text für das Kommuniqué laut der Deutschen Presse-Agentur hervorgeht, gibt es weiter kein klares Zieldatum für die wichtige Kohlendioxidneutralität und den Ausstieg aus der Kohleverstromung. Statt des erhofften „starken Signals“ zum Auftakt der Weltklimakonferenz (COP26) in Glasgow, herrschte bis zuletzt Uneinigkeit. Klimaschützer äußerten sich „enttäuscht“, weil die G20-Gruppe für 80 Prozent der Emissionen verantwortlich ist.

13.53 Uhr: Tasse Kaffee für 600 Euro: Polizei nimmt Budapester Wirte fest

Ungarns Polizei ist Budapester Gastwirten auf den Fersen, die von Touristen überteuerte Preise verlangen. In einer Innenstadt-Kneipe wurden Kellner von den Ermittlern dabei ertappt, wie sie von einem deutschen Touristen sage und schreibe 210.000 Forint (ca. 600 Euro) für eine Tasse Kaffee verlangten und diesen bedrohten, als er die hohe Summe nicht bezahlen wollte. Der Tourist habe berichtet, dass die Kellner ihm fortwährend Getränke serviert hätten, die er gar nicht bestellt habe, teilte die Polizei mit. Als er die Bezahlung der Rechnung verweigerte, hätten die Kellner gedroht, die Polizei zu rufen und ihm auch noch Dolmetscherkosten in Rechnung zu stellen. Die Inhaberin des Lokals und deren Sohn wurden festgenommen. Sie sollen dem Haftrichter vorgeführt werden.

Klagen über Abzocke in Budapest nach dieser Methode gab es bisher immer wieder in Internet-Touristenforen. Hierzu habe die Polizei schon seit Längerem ermittelt, deswegen konnten die nun festgenommenen Wirte auf frischer Tat ertappt werden. Dieselben Wirte würden in Budapest zwei Lokale betreiben, eines davon in der berühmten und bei Touristen beliebten Flaniermeile Vaci utca.

13.42 Uhr: Bei Anschlag in Kabul verletzter Zweijähriger mit Familie in Großbritannien vereint

Ein bei dem Selbstmordanschlag am Kabuler Flughafen während der chaotischen internationalen Evakuierungsmission im August verletzter Zweijähriger hat in Großbritannien wieder zu seiner Familie gefunden. Wie das Innenministerium in London mitteilte, landete Mohammed Rasa am Freitag im Rahmen einer militärischen Luftbrücke aus einem an Afghanistan angrenzenden Land in Großbritannien. „Was Mohammed passiert ist, ist absolut herzzerreißend“, sagte Innenministerin Priti Patel. „Ich bin froh, dass er sicher angekommen ist und er und seine Familie ihr Leben hier wieder aufbauen können.“ 

Zu dem Anschlag Ende August inmitten einer Menge von Menschen, die Afghanistan nach der Machtübernahme der Taliban verlassen wollten, hatte sich die Dschihadistengruppe Islamischer Staat Provinz Chorasan (IS-K) bekannt. Mindestens 85 Menschen wurden dabei getötet, darunter 13 US-Soldaten.

13.31 Uhr: Einbrecher nutzen Evakuierung in Bayreuth aus und stehlen Schmuck

Einbrecher haben im bayerischen Bayreuth Evakuierungsmaßnahmen in mehreren Wohngebäuden für den Raub von Schmuck genutzt. Wie die Polizei mitteilte, mussten am Freitag wegen des Fundes einer Fliegerbombe aus dem Zweiten Weltkrieg im Stadtteil St. Georgen alle Menschen im Umkreis von 500 Metern um den Fundort ihre Häuser verlassen. In der Zwischenzeit wurde die Bombe entschärft.

In Gebäuden in zwei verschiedenen Straßen kletterten dann Unbekannte auf den Balkon und gelangten über die gekippten Balkontüren ins Innere. Laut Polizei entwendeten sie Schmuck und hinterließen einen Sachschaden. Die Kriminalpolizei Bayreuth übernahm die Ermittlungen und bat mögliche Zeugen, sich zu melden.

13.27 Uhr: Youtube-Star aus Kuwait sammelt eine Million Dollar für Flüchtlinge

Ein vor allem im arabischen Raum bekannter Youtube-Star hat mit einer Spendenaktion rund eine Million Dollar (865.000 Euro) für Flüchtlinge in der Region gesammelt. „Dankt Gott, wir haben die Million gesammelt!“, schrieb der Influencer Abo Flah aus Kuwait bei Twitter. Er hatte seit Freitag in einem Livestream über rund 28 Stunden dazu aufgerufen, die Flüchtlinge im bevorstehenden Winter zu unterstützen. Abo Flah heißt eigentlich Hassan Suleiman und veröffentlicht unter anderem Videos zum populären Online-Spiel „Fortnite“. Allein bei Youtube kommt er auf 20 Millionen Follower.

Das UN-Flüchtlingshilfswerk, mit dem Abo Flah die Kampagne gestartet hatte, sprach von einem „großartigen Einsatz“. Den Flüchtlingen drohten ein „harter Winter, zunehmende wirtschaftliche Not, sprunghaft ansteigende Preise und in einigen Ländern Währungen, die einen Großteil ihres Werts verloren haben“. Das Geld soll an mehr als 5700 betroffene Familien fließen.

13.20 Uhr: Mehrere Verletzte bei Messer- und Brandanschlag in Zug in Japan

In Japan hat ein Messerangreifer mehrere Menschen in einem Zug teils schwer verletzt und Feuer gelegt. Wie japanische Medien unter Berufung auf die Polizei berichteten, wurde ein Mann in den 20ern noch am Tatort festgenommen. Er soll in einem Abteil der Keio-Linie in Tokio mit einem Messer auf Passagiere losgegangen sein, eine Flüssigkeit vergossen und an einem Sitz Feuer gelegt haben. Mindestens ein Dutzend Fahrgäste seien verletzt worden, hieß es. Eines der Opfer sei bewusstlos. Um was für eine Flüssigkeit es sich handelte, ist unklar.

13.17 Uhr: Evakuierung von Afghanen über US-Stützpunkt Ramstein abgeschlossen

Nach gut zwei Monaten haben die USA die Evakuierung von Afghanen über ihren Luftwaffenstützpunkt Ramstein in Rheinland-Pfalz abgeschlossen. Das letzte Flugzeug verließ das wichtige Drehkreuz für die Operation gestern Richtung USA, wie die US-Luftwaffe jetzt mitteilte. Die Aktion hatte nach der Machtübernahme der militant-islamistischen Taliban in Afghanistan begonnen. Seit dem 20. August wurden 34.900 Afghanen über Ramstein ausgeflogen. Nach US-Angaben handelt es sich um die größte humanitäre Luftbrücke der Geschichte.

12.57 Uhr: Zehn Afghanen auf Autobahnparkplatz in Lkw entdeckt

Die Polizei hat auf der Ladefläche eines Lasters in Sachsen-Anhalt zehn versteckte Afghanen entdeckt. Zuvor hatte der aus Rumänien stammende Lkw-Fahrer den Notruf gewählt, weil er während der Rast Klopfgeräusche gehört hatte. Auf der Ladefläche seien auf einem Parkplatz an der A38 bei Großkorbetha dann zehn Afghanen im Alter zwischen 14 und 20 Jahren gefunden worden, teilte die Bundespolizei in Magdeburg mit. Sie hätten angegeben, mithilfe eines Schleusers in Rumänien in den Laster gelangt zu sein. Die Afghanen kamen nach eigenen Angaben über Ungarn, die Slowakei und Tschechien nach Deutschland. Dem 43-jährigen Fahrer sei nicht nachzuweisen gewesen, dass er von der Schleusung gewusst habe, hieß es. Laut Bundespolizei ist das der 25. Fall dieser Art in diesem Jahr in Sachsen-Anhalt.

12.20 Uhr: Regierungskoalition gewinnt offenbar Parlamentswahlen in Japan

Bei den Parlamentswahlen in Japan hat die Regierungskoalition laut Prognosen trotz Verlusten eine Mehrheit erzielt. Die Liberaldemokratische Partei LDP und ihr Juniorpartner Komeito kämen auf 239 bis 288 der 465 Sitze im Unterhaus, meldete der öffentlich-rechtliche Sender NHK. Bislang verfügte die Koalition über 305 Sitze.

12.14 Uhr: 26-Jähriger nach Brand im Kaufhaus am Alex festgenommen

Nach einem Brand in einem Kaufhaus am Berliner Alexanderplatz hat die Polizei einen 26-Jährigen festgenommen. Er sei aufgrund einer entsprechenden Erkrankung in einem psychiatrischen Krankenhaus untergebracht worden, teilte eine Sprecherin der Berliner Polizei mit. Der Mann soll gestern im vierten Stock des Kaufhof-Warenhauses in der Abteilung mit Heimtextilien und Haushaltswaren Feuer gelegt haben. Zwei 15 und 19 Jahre alte Kundinnen sowie ein 56-jähriger Kunde wurden laut Polizei verletzt. Zur Höhe des Sachschadens liegen keine Angaben vor.

12 Uhr:G20 einigen sich offenbar auf 1,5-Grad-Klimaziel

Die Mitglieder der G20-Gruppe haben sich in schwierigen Verhandlungen auf ambitioniertere Klimaziele verständigt: In der für heute geplanten Abschlusserklärung des G20-Gipfels in Rom wollen sich die stärksten Wirtschaftsnationen der Welt gemeinsam hinter das 1,5-Grad-Ziel stellen, wie die Nachrichtenagentur AFP aus Delegationskreisen erfuhr. Die Unterhändler der G20-Mitglieder hatten die ganze Nacht über verhandelt, um die Einigung zu erzielen. Die G20-Gruppe steht für fast 80 Prozent des weltweiten Ausstoßes an Treibhausgasen. Sie setzt damit zum Auftakt der Weltklimakonferenz ein Signal: Ihre Zielsetzung geht über die im Klimaabkommen von Paris genannte Marke hinaus. Dort war vereinbart worden, die Erderwärmung auf unter zwei Grad zu begrenzen.

11.53 Uhr: Thunberg verteidigt radikale Proteste

Umweltaktivistin Greta Thunberg hat radikale Protestformen im Kampf für mehr Klimaschutz verteidigt. Manchmal sei es eben notwendig, einige Menschen zu verärgern, um auf Themen aufmerksam zu machen, sagte die Schwedin der BBC zum Auftakt des UN-Klimagipfels COP26 in Glasgow. „Die Schulstreik-Bewegung wäre nie so bekannt geworden, wenn es keine Reibungen gegeben hätte, wenn einige Leute nicht angepisst gewesen wären.“ Wichtig sei aber natürlich, dass niemand bei den Demonstrationen verletzt werde.

11.18 Uhr: Scheunenbrand bei Hochzeit – Brautvater bringt Tiere in Sicherheit

Brenzlige Hochzeit in Österreich: Auf einem Bauernhof ist gestern Abend während einer Feier ein Brand auf dem Heuboden einer nahen Scheune ausgebrochen. Einer der Hochzeitsgäste bemerkte die Flammen und alarmierte die Feuerwehr und die anderen Gäste, wie Polizei und Feuerwehr in Oberösterreich jetzt berichteten. Die Einsatzkräfte konnten ein Übergreifen der Flammen auf das Wohnhaus verhindern. Es sei niemand verletzt worden. Der Brautvater habe aus dem Stall zwölf Kälber und ein Schwein in Sicherheit bringen können. Unklar ist, was den Brand ausgelöst hat oder wie hoch der Schaden ist.

11.08 Uhr: Polizei fasst letzten Psychiatrie-Ausbrecher aus Weinsberg

Der letzte der ursprünglich vier Ausbrecher aus einer Psychiatrie in Weinsberg in Baden-Württemberg ist gefasst. Wie die Polizei mitteilte, wurde der 24-Jährige gestern im französischen Mulhouse festgenommen. Vier Männer waren am 22. September aus einer geschlossenen Station des Klinikums am Weissenhof in Weinsberg geflüchtet. Die Festnahme gelang durch eine „gute internationale justizielle und polizeiliche Zusammenarbeit“, so die Polizei.

10.10 Uhr: Zwei Jugendliche sterben bei Autounfall – vier Schwerverletzte

Zwei Jugendliche im Alter von 15 und 17 Jahren sind bei einem Autounfall in Brandenburg ums Leben gekommen. Vier weitere Menschen – etwa im selben Alter – wurden schwer verletzt, wie ein Polizeisprecher am frühen Morgen sagte.

Den Angaben zufolge hatte der 17-Jährige keinen Führerschein. Er war gestern Abend aus bislang ungeklärter Ursache mit seinem Wagen im Landkreis Prignitz von der Fahrbahn abgekommen und gegen einen Baum gekracht. Rettungskräfte fanden ihn und seinen 15-jährigen Beifahrer tot in dem Wrack. Die vier übrigen Insassen wurden per Rettungswagen und Hubschrauber mit schweren Verletzungen in umliegende Krankenhäuser gebracht. Ein Notfallseelsorger kümmerte sich dort um ihre Angehörigen.

9.25 Uhr: Unzufriedenheit auf dem Land mit Nahverkehrs-Takten

In ländlichen Gegenden gibt es laut einer Umfrage vor allem beim Angebot mit Bussen und Bahnen, Internet und Mobilfunk weiterhin mehr Unzufriedenheit als in Ballungsräumen. Insgesamt halten 71 Prozent der Bundesbürger ländliche Regionen für attraktive Orte zum Leben – in sehr ländlichen Gebieten selbst sogar 81 Prozent, wie die Befragung im Auftrag des Bundesagrarministeriums ergab. Sie liegt der Deutschen Presse-Agentur vor. Als attraktiver Ort zum Arbeiten gilt das Land demnach allerdings nur insgesamt 47 Prozent der Befragten unabhängig vom eigenen Wohnort. Bei der Mobilität dominiert auf dem Land nach wie vor das Auto. Mehr als 80 Prozent gaben an, normalerweise Verbrenner-Pkw, Motorrad oder Moped zu nutzen. Busse und Bahnen nutzen in eher ländlichen Regionen 52 Prozent, in sehr ländlichen 42 Prozent, in Ballungsräumen aber 71 Prozent. Auf dem Land gibt es demnach mehr Unzufriedenheit mit dem Angebot. Die Takte von Bussen und Bahnen finden in sehr ländlichen Regionen 32 Prozent sehr gut oder gut – in städtischen Räumen 65 Prozent. Bei der Erreichbarkeit der Haltestellen sind es 60 Prozent in sehr ländlichen Regionen und 82 Prozent in Ballungsräumen.

9 Uhr: Taliban: Oberster Chef zeigt sich erstmals öffentlich

Haibatullah Achundsasa soll sich öffentlich gezeigt haben - dieses Bild veröffentlichten die Taliban bereits 2016

Haibatullah Achundsasa soll sich öffentlich gezeigt haben – dieses Bild veröffentlichten die Taliban bereits 2016

© Afghan Taliban / AFP

Der jahrelang nicht gesehene Taliban-Führer Haibatullah Achundsada soll nach Angaben der militanten Islamisten am Wochenende erstmals öffentlich in Afghanistan aufgetreten sein. Achundsada habe eine kurze Rede in einer Koranschule in der Provinz Kandahar gehalten, sagten zwei Taliban-Sprecher der Deutschen Presse-Agentur. Bilder oder Videos von dem Auftritt des von Beobachtern über Jahre für verschollen gehaltenen Taliban-Führer gab es zunächst nicht. Anhänger der Islamisten teilten einen zehnminütigen Audio-Clip in sozialen Medien, der von Achundsadas Auftritt am späten Samstagabend stammen soll, wie Vize-Regierungssprecher Inamullah Habibi Samangani und der Informations- und Kultur-Chef der Taliban in Kandahar, Hafiz Saidullah, bestätigten. In der Aufnahme geht es nur um spirituelle Themen, keine politischen Inhalte.

Der Taliban-Chef Achundsada trägt den Titel „Anführer der Gläubigen“. Nachdem Vorgänger Mullah Mansur 2016 bei einem US-Angriff getötet wurde, trifft Achundsada die endgültigen Entscheidungen über politische, religiöse und militärische Angelegenheiten der Taliban. Der religiöse Hardliner gehört zur Gründergeneration der Bewegung. Inzwischen ist er etwa 60 Jahre alt. Dass er auch nach der Machtübernahme der Taliben in Afghanistan im August nicht öffentlich aufgetreten war, hatte Spekulationen über seinen Tod befeuert. Die Taliban hatten angegeben, dass er nach Kandahar zurückgekehrt sei.

Die Nachrichten von Samstag, den 30. Oktober:

21.39 Uhr: Mindestens zwölf Zivilisten bei Anschlag im Jemen getötet

Bei einem Autobombenanschlag in der jemenitischen Hafenstadt Aden sind am Samstag mindestens zwölf Zivilisten getötet worden, darunter auch Kinder. Wie ein ranghoher Vertreter der Sicherheitskräfte sagte, wurden bei einer Explosion in der Nähe des Flughafens von Aden zwölf Menschen getötet und mehrere weitere Menschen schwer verletzt. Ein Vertreter des mit der Regierung verbündeten Südlichen Übergangsrates (STC) erklärte, die Explosion sei durch eine Autobombe verursacht worden. Unter den Toten seien auch Kinder.

Aden ist die zweitgrößte Stadt des Jemen. Seit ihrer Vertreibung aus der Hauptstadt Sanaa durch die vom Iran unterstützten Huthi-Rebellen hat die international anerkannte Regierung des Landes dort ihren provisorischen Sitz. Vor fast drei Wochen waren bei einem Bombenanschlag auf den Konvoi des Gouverneurs von Aden sechs Menschen getötet worden. Der Gouverneur überlebte den Anschlag.

20.58 Uhr: Lauterbach für Wiedereröffnung der Corona-Impfzentren

Der SPD-Gesundheitspolitiker Karl Lauterbach wünscht sich im Kampf gegen die Corona-Pandemie, die vielfach geschlossenen Impfzentren wieder einzurichten. Die Impfungen kämen viel zu langsam voran, um die stark steigende vierte Welle der Pandemie zu brechen, schrieb er auf Twitter. „Wir brauchen schnelle Impfung für Ältere. Ideal wäre Wiederöffnung der Impfzentren.“

Die Zahl der Geimpften steigt nur noch langsam. Eine Auffrischungsimpfung gegen die mit der Zeit nachlassende Wirkung nehmen viel weniger Menschen wahr, als es könnten. Vor allem Risikogruppen wird dies empfohlen. Die Politik sucht händeringend Konzepte, mehr Menschen dazu zu bewegen.

20.54 Uhr: Tausende protestieren in Mailand gegen Corona-Regelungen

In der norditalienischen Metropole Mailand sind am Samstagabend erneut Tausende Menschen auf die Straßen gegangen, um gegen die Corona-Maßnahmen der Regierung zu protestieren. Die Demonstranten forderten die Abschaffung des sogenannten Grünen Passes. Darunter versteht man den Nachweis über eine Corona-Impfung, einen negativen Test oder eine Genesung. Das Zertifikat ist unter anderem nötig, um zur Arbeit gehen zu können.

Die Polizei in Mailand sprach von mehr als 4000 Teilnehmern, wie die Nachrichtenagentur Ansa meldete. Einige hätten die vorgegebene Route verlassen und für Störungen im Straßenverkehr gesorgt. Vor dem Sitz des öffentlich-rechtlichen Senders Rai riefen viele „giornalista terrorista“ (Journalist Terrorist).

20.29 Uhr: US-Regierung: Deal im Streit mit der EU um Stahl- und Aluminiumzölle

Die USA haben sich nach eigenen Angaben mit der EU auf ein Abkommen zu dem jahrelangen Streit um amerikanische Sonderzölle auf Stahl- und Aluminiumimporte verständigt. Das erklärten US-Handelsministerin Gina Raimondo und die Handelsbeauftragte Katherine Tai am Samstag am Rande des Gipfels der 20 großen Wirtschaftsmächte in Rom.

20.23 Uhr: Hunderte Klimaaktivisten demonstrieren in Glasgow

Einen Tag vor dem Start der Weltklimakonferenz sind im schottischen Glasgow hunderte Klimaaktivisten auf die Straße gegangen. Die Demonstranten zogen am Samstag durch das Stadtzentrum und hielten Plakate mit Slogans wie „Taten statt Worte“ und „Stoppt fossile Brennstoffe“ hoch. Angeführt wurden sie von Aktivisten der Klimaschutzbewegung Extinction Rebellion, die angekündigt hat, die größte Stadt Schottlands während der Klimakonferenz mit ihren Protestaktionen zum Stillstand zu bringen.

„Wir warten auf ehrgeizigere Maßnahmen“, sagte der belgische Demonstrant Dirk van Esbroeck. Die Teilnehmer der Konferenz müssten sich der „Dringlichkeit der Situation“ bewusst werden. „Denn unsere Kinder und Enkelkinder laufen Gefahr, in einer viel komplizierteren Welt leben zu müssen, die schwerwiegende Umbrüche durch den Klimawandel erleiden wird.“

19.27 Uhr: US-Vizepräsidentin Harris erhält Auffrischungsimpfung gegen Corona

US-Vizepräsidentin Kamala Harris hat am Samstag eine Auffrischungsimpfung gegen das Coronavirus erhalten. Harris ließ sich im Weißen Haus eine dritte Dosis des Corona-Impfstoffs von Moderna verabreichen und forderte alle dazu berechtigten Landsleute auf, ihrem Beispiel zu folgen. „Wir haben von Anfang an gesagt: Es ist sicher und kostenlos“, sagte die 57-jährige Vizepräsidentin über die Impfung.

Die US-Arzneimittelbehörde FDA hatte Auffrischungsimpfungen mit dem Moderna-Impfstoff vergangene Woche zugelassen. Laut der FDA-Zulassung können Menschen ab 65 Jahren, 18- bis 64-Jährige mit einem erhöhten Risiko für einen schweren Krankheitsverlauf sowie Erwachsene in Berufen mit einem erhöhten Ansteckungsrisiko eine Moderna-Drittimpfung erhalten.

19.17 Uhr: G20-Staaten für Deal zur globalen Mindestbesteuerung von Unternehmen

Die Staats- und Regierungschefs der 20 führenden Wirtschaftsmächte haben sich bei einem Gipfeltreffen nach Angaben von Teilnehmern für die jüngst ausgehandelte globale Reform der Unternehmenssteuer ausgesprochen. Die „historische Einigung“ auf eine Mindestbesteuerung großer Firmen werde das schädliche globale Wettrennen um die niedrigsten Steuersätze für Unternehmen beenden, erklärte US-Finanzministerin Janet Yellen am Samstag. Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) nannte die Einigung am Abend „ein klares Gerechtigkeitssignal in Zeiten der Digitalisierung“.

Der Gastgeber des G20-Gipfels in Rom, der italienische Ministerpräsident Mario Draghi, sprach von einem geschichtsträchtigen Ereignis. „Wir haben eine historische Vereinbarung für ein gerechteres und effizienteres internationales Steuersystem erzielt“, sagte Draghi. Auch US-Präsident Joe Biden lobte die Übereinkunft.

18.08 Uhr: Schiff vor Haiti gesunken – mindestens 19 Tote

Bei einem Schiffsunglück vor Haiti sind mindestens 19 Menschen ums Leben gekommen. Interims-Premierminister Ariel Henry bestätigte auf Twitter entsprechende Medienberichte. Das Boot sank demnach am Samstagmorgen (Ortszeit) vor der Südküste des Karibikstaates. Zur Ursache gab es zunächst keine näheren Angaben. Der Journalist Etienne Côté-Paluck schrieb auf Twitter, laut Zeugen vor Ort sei das Boot überladen gewesen. Der in Haiti herrschende Treibstoffmangel erschwere die Rettungsarbeiten.

Nach einem Bericht der Zeitung „Le Nouvelliste“ hatte das Boot, das zwischen dem Ort Anse-à-Pitre an der Grenze zur Dominikanischen Republik und der Gemeinde Marigot unterwegs war, neben Passagieren auch Zement, Lebensmittel und Treibstoff geladen. Mindestens 30 Überlebende wurden demnach geborgen.

17.42 Uhr: Sudan: Mindestens zwei Tote bei Massenprotest gegen Militärregierung

Bei den Massenprotesten der Demokratie-Bewegung im Sudan gegen die Militärmachthaber hat es nach Angaben des nationalen Ärztekomitees mindestens zwei Tote sowie mehrere Verletzte gegeben. Die beiden Zivilisten starben demnach am Samstag in der Stadt Omdurman durch Schüsse von Milizionären. Über Twitter teilte das Ärztegremium mit, die Toten hätten Schusswunden im Kopf- und Bauchbereich. Augenzeugen berichteten von einer großen Beteiligung der Bevölkerung an den Protesten sowie von Barrikaden mit brennenden Autoreifen. Das mit einem Großaufgebot in der Hauptstadt Khartum vertretene Militär setzte Tränengas ein und blockierte Brücken und wichtige Straßenkreuzungen.

Das Militär hatte am Montag die Macht in dem nordostafrikanischen Land mit seinen 44 Millionen Einwohnern übernommen und damit international Protest und Empörung ausgelöst. Der Samstag war zu einem Nationalen Tag des Widerstands ausgerufen worden.

17.20 Uhr: Zug stößt mit Auto an Bahnübergang zusammen – zwei Tote

Bei einem Zusammenstoß zwischen einer Regionalbahn und einem Transporter in Brandenburg sind am Samstagmittag zwei Menschen ums Leben gekommen. Bei den Toten handelt es sich um die Insassen des Transporters, wie ein Sprecher der Polizei Brandenburg sagte. Demnach ereignete sich der Unfall an einem unbeschrankten Bahnübergang bei dem Ort Grieben im Löwenberger Land (Landkreis Oberhavel). Zuvor hatte der RBB über den Unfall berichtet.

Die Polizei ermittelt nach der Unfallursache. Der Zug soll den Wagen nach dem Zusammenprall etwa 100 Meter mitgeschleift haben. Es soll sich um einen Zug der Niederbarnimer Eisenbahn handeln. Die Identitätsfeststellung der beiden Toten dauerte am Samstag noch an. Der Lokführer und die vier Fahrgäste blieben den Angaben zufolge unverletzt. Den entstandenen Sachschaden bezifferten die Beamten auf etwa 100 000 Euro.

16.59 Uhr: Aktivisten: Fünf Tote bei israelischen Angriffen in Syrien

Israel hat syrischen Berichten zufolge Raketen auf Ziele im Umland der Hauptstadt Damaskus abgefeuert. Fünf Iran-treue Kämpfer seien dabei getötet worden, berichtete die Syrische Beobachtungsstelle für Menschenrechte am Samstag. Mehrere Kämpfer seien zudem teils schwer verletzt worden. Die israelische Armee wollte die Berichte auf Anfrage nicht kommentieren.

Die staatliche syrische Agentur Sana hatte unter Berufung auf Militärkreise zunächst von zwei Verletzten berichtet. Demnach entstand auch Sachschaden. Die Luftverteidigung habe die meisten der aus dem Norden Israels abgefeuerten Boden-Boden-Raketen abgefangen. Der Syrischen Beobachtungsstelle für Menschenrechte zufolge richteten sich die Angriffe gegen Waffenlager und andere Ziele Iran-treuer Milizen. Anwohner der betroffenen Gegenden hörten Explosionen, wie sie der Deutschen Presse-Agentur berichteten.

16.55 Uhr: Tausende protestieren in Köln gegen NRW-Versammlungsgesetz

In Köln sind am Samstag mehrere tausend Menschen aus Protest gegen das geplante Versammlungsgesetz in Nordrhein-Westfalen auf die Straße gegangen. Die Organisatoren der Demonstration sprachen von über 7000 Teilnehmenden. Eine Polizeisprecherin sagte, die Zahl der Demonstrantinnen und Demonstranten bewege sich ungefähr im Rahmen der angemeldeten 3000 Menschen.

Der Protest verlief laut Polizei zunächst weitgehend friedlich und störungsfrei. Der Protest des Bündnisses „Versammlungsgesetz NRW stoppen – Grundrechte erhalten“ wird von einem Bündnis organisiert, an dem sich unter anderem Gewerkschaften wie Verdi und die IG BCE, Fridays for Future und die Linke beteiligen. Sie sehen in den geplanten neuen Regelungen eine unverhältnismäßige Beschränkung der Demonstrationsfreiheit.

16.35 Uhr: G20 will Subventionen für fossile Energien bis 2025 angehen

Die Gruppe der großen Wirtschaftsmächte (G20) will Subventionen für fossile Energien endlich anpacken und auslaufen lassen. Das geht aus einem Entwurf für das Abschlusskommuniqué des G20-Gipfels in Rom hervor, der der Deutschen Presse-Agentur vorliegt. Bis 2025 sollen demnach die Subventionen „stufenweise abgebaut und rationalisiert“ werden.

Allerdings erscheint unklar, worum es sich genau handeln soll und welche staatlichen Hilfen vielleicht weiter erlaubt sein könnten. In dem Textentwurf ist die Rede von „unwirksamen Subventionen für fossile Brennstoffe, die verschwenderischen Verbrauch fördern“. In einer Reaktion sagte Jörn Kalinski von der Entwicklungsorganisation Oxfam, dass diese Definition „große Schwachpunkte“ habe, weil sie „Schlupflöcher“ offenlasse. Die G20 hatte sich schon 2009 allgemein zu einem mittelfristigen Auslaufen der Subventionen bekannt, aber sich zuletzt noch im Sommer nicht auf ein Zieldatum einigen können. 

16.27 Uhr: Flug zur ISS mit deutschem Astronaut Maurer verschoben

Wegen schlechter Wetterverhältnisse hat die US-Raumfahrtbehörde Nasa den Flug zur Internationalen Raumstation ISS mit dem deutschen Astronaut Matthias Maurer verschoben. Der Start sei nun für Mittwoch (3. November) geplant, teilte die Nasa am Samstagmorgen mit. Zwar herrschten vor Ort am Weltraumbahnhof in Cape Canaveral „fantastische Konditionen“, wie Will Ulrich, zuständiger Wetter-Experte der Nasa, bei einer Pressekonferenz in der Nacht zum Samstag sagte. Aber ein „großes Sturm-System“ im weiteren Verlauf der Flugstrecke über dem Atlantik, das für starke Winde und hohe Wellen sorgte, führte schließlich zur Verschiebung.

Eigentlich war geplant, dass am Sonntag erstmals seit drei Jahren mit Maurer wieder ein deutscher Astronaut ins All fliegt. Gemeinsam mit den Nasa-Kollegen Thomas Marshburn, Raja Chari und Kayla Barron sollte der 51-jährige Saarländer von Cape Canaveral an der Ostküste des US-Bundesstaats Florida aus zur Internationalen Raumstation ISS starten. Weltweit und in der Heimat des Saarländers hatten viele Menschen dem Start der Mission entgegen gefiebert. Zahlreiche Veranstaltungen waren geplant gewesen.


News am Wochenende : Tasse Kaffee für 600 Euro! Polizei nimmt Budapester Wirte fest

16.05 Uhr: Jugendliche attackieren deutsche Urlauber in Salzburg

Fünf Jugendliche haben in Salzburg in Österreich fünf deutsche Urlauber attackiert und teilweise verletzt. Nach Angaben von Zeugen schlugen die Unbekannten in der vergangenen Nacht in der Nähe einer Bushaltestelle ohne ersichtlichen Grund mit Fäusten und Gürtelschnallen auf die Deutschen ein, wie die Polizei Salzburg mitteilte. Einer der Deutschen zwischen 19 und 21 Jahren wurde in ein Krankenhaus gebracht. Die jungen Leute stammten aus Niederbayern und Thüringen. Eine Polizeistreife sei auf einen stark blutenden jungen Mann aufmerksam geworden und habe die Fahndung aufgenommen. Die Täter seien aber zunächst nicht gefunden worden.

15.38 Uhr: Raumfrachter mit Weihnachtsgeschenken erreicht ISS

Ein unbemannter Raumfrachter auch mit Weihnachtsgeschenken an Bord ist an der Raumstation ISS angekommen. Das Raumschiff vom russischen Typ Progress MS-18 dockte erfolgreich am Modul „Swesda“ an, wie aus einer Übertragung der russischen Raumfahrtbehörde Roskosmos hervorging. Neben den Geschenken für Weihnachten und Neujahr hatte es hauptsächlich Treibstoff, Wasser und Nahrungsmittel an Bord. Der Transporter war am Donnerstag vom Weltraumbahnhof Baikonur in Kasachstan in Zentralasien gestartet.

Derzeit halten sich sieben Raumfahrer auf dem Außenposten der Menschheit in 400 Kilometern Höhe auf. Der russische Kosmonaut Pjotr Dubrow hatte erklärt, dass die Besatzung Pakete und Briefe von zu Hause erwarte.

15.10 Uhr: Gesundheitsministerium erinnert an grundsätzliches Anrecht auf Booster-Impfung

Nach der Kritik der Ärzteschaft am Booster-Aufruf von Gesundheitsminister Jens Spahn (CDU) hat sein Ressort an das generelle Anrecht auf eine Auffrischungsimpfung erinnert. Laut Impfverordnung hätten „grundsätzlich alle Bürger:innen Anspruch“ auf eine Auffrischungsimpfung, twitterte das Ministerium. Solche Booster-Impfungen seien für einen sicheren Herbst und Winter „besonders wichtig“. Für einige Personengruppen seien sie „besonders sinnvoll“. Dazu gehörten etwa Pflegeheimbewohner und Pflegebedürftige, Menschen mit Vorerkrankungen, Ältere sowie medizinisches Personal, aber auch Menschen, die mit dem Vakzin von Johnson & Johnson geimpft wurden, bei dem nur eine Dosis verabreicht wird.

Spahn hatte gestern gesagt, es sei genug Impfstoff da, dass alle, die wollten, eine Auffrischung bekommen könnten. Damit hatte er Kritik seitens der Ärzteschaft ausgelöst.

15.04 Uhr: Erneut Skulptur für jüdische Sportler zerstört

Wieder haben Unbekannte eine Skulptur der Wanderausstellung „Zwischen Erfolg und Verfolgung. Jüdische Stars im deutschen Sport bis 1933 und danach“ zerstört. Die Figur auf dem Nikolaiplatz in Nordhausen in Thüringen war dem Basketballspieler Ralph Klein gewidmet, teilte die Polizei mit. Die Ermittlungen zu dem oder den Tätern würden intensiv in alle Richtungen geführt. Die Ermittler forderten mögliche Zeugen auf, sich zu melden.

Bereits am 13. Oktober war eine Skulptur der Ausstellung in Nordhausen mutwillig zerstört worden. Ähnliche Vorfälle hatte es vergangenes Jahr bei der Ausstellung in Bochum gegeben. Lebensgroße Plexiglasfiguren wurden damals schwer beschädigt und mit antisemitischen Parolen beschmiert. Im Zentrum der Schau stehen 17 deutsch-jüdische Sportler, die als Nationalspieler, Welt- und Europameister, Olympiasieger und Rekordhalter zu den Idolen ihrer Zeit zählten. Nicht wenige von ihnen wurden deportiert und ermordet.

14.50 Uhr: Stärkstes Beben seit Vulkanausbruch auf La Palma

Die Kanareninsel La Palma ist vom stärksten Erdbeben seit dem Vulkanausbruch vor knapp sechs Wochen erschüttert worden. Die Erdstöße am frühen Vormittag hätten eine Stärke von 5,0 gehabt und seien auf ganz La Palma sowie zum Teil auch auf Teneriffa, La Gomera und El Hierro gespürt worden, berichtete der staatliche Fernsehsender RTVE unter Berufung auf das spanische Geographische Institut. Nennenswerte Schäden wurden nicht gemeldet.

Seit dem Vulkanausbruch gibt es täglich Dutzende Beben auf La Palma. Da sie aber weiterhin in Tiefen von deutlich mehr als 30 Kilometern stattfinden, stellen sie nach Angaben von Experten keine bedeutende Gefahr dar. Die Erdstöße deuten aber darauf hin, dass der Vulkan noch einige Zeit aktiv bleiben wird. Das ist nicht unbedingt eine schlechte Nachricht für die Wirtschaft der kleinen spanischen Insel mit ca. 85 000 Bewohnern – denn der Vulkan sei inzwischen zu einer großen Touristenattraktion geworden, die an diesem „langen Wochenende“ mit dem Feiertag am Montag (Allerheiligen) besonders viele Besucher angelockt habe, so RTVE.


News am Wochenende : Tasse Kaffee für 600 Euro! Polizei nimmt Budapester Wirte fest

14.38 Uhr: Zug stößt mit Auto an Bahnübergang zusammen – zwei Tote

Bei einem Zusammenstoß zwischen einer Regionalbahn und einem Auto in Brandenburg sind am Mittag zwei Menschen ums Leben gekommen. Bei den Toten handelt es sich um die Insassen des Autos, wie ein Sprecher der Polizei Brandenburg sagte. Demnach ereignete sich der Unfall an einem unbeschrankten Bahnübergang bei dem Ort Grieben im Löwenberger Land (Landkreis Oberhavel). Der Zug soll den Wagen nach dem Zusammenprall mitgeschleift haben. Es soll sich um einen Zug der Niederbarnimer Eisenbahn handeln. Weitere Details liegen nicht vor.

14.30 Uhr: CDU-Basis für Mitgliederentscheid über Parteivorsitz

Bei der CDU zeichnet sich ein Mitgliederentscheid über die Nachfolge von Armin Laschet als Parteichef ab. Die Kreisvorsitzendenkonferenz in Berlin stimmte mit überwältigender Mehrheit für diesen Vorschlag, wie die Deutsche Presse-Agentur aus Teilnehmerkreisen erfuhr. Laschet bekam den Angaben zufolge viel Applaus für seine Forderung, dass beim erforderlichen Bundesparteitag im Anschluss dann alle Kandidaten das Ergebnis der Mitgliederbefragung akzeptieren sollten.

Die CDU hatte ihre 326 Kreis- und 27 Bezirksvorsitzenden nach Berlin eingeladen, um das historisch schlechte Ergebnis der Bundestagswahl von 24,1 Prozent aufzuarbeiten und über das Verfahren zur Wahl der neuen Parteiführung zu beraten. Die Konferenz selbst konnte dazu nur ein Meinungsbild einholen und keine verbindlichen Beschlüsse fassen. Das soll am Dienstag bei Sondersitzungen von Präsidium und Bundesvorstand geschehen. Die Wahl des Parteivorsitzenden muss nach geltendem Recht durch einen Parteitag erfolgen.

14.18 Uhr: Tote und Verletzte bei Hochzeitsfeier in Afghanistan

Auf einer Hochzeitsfeier in Afghanistan sind mindestens zwei Menschen erschossen und mehrere weitere verletzt worden. Örtliche Medien berichteten, Taliban-Kämpfer hätten das Feuer eröffnet, weil auf dem Fest in der östlichen Provinz Nangarhar Musik gespielt worden sei. Ein Dorfältester sagte der Deutschen Presse-Agentur, die Taliban hätten die Musik zunächst auch erlaubt. Später habe es jedoch eine Razzia gegeben.

Ein Sprecher der Gesundheitsbehörde sagte, nach dem Vorfall seien zwei Tote und mindestens sechs Verletzte in ein Krankenhaus gebracht worden. Der örtliche Sprecher der Islamisten, Hanif Nangarhari, bestätigte den Vorfall von Freitagabend, machte dafür aber unbekannte Bewaffnete verantwortlich.

13.41 Uhr: Meuthen fordert Austausch der gesamten AfD-Spitze

Der scheidende AfD-Vorsitzende Jörg Meuthen hat einen Austausch der gesamten Parteispitze angemahnt. „Die bisherigen Bundessprecher und Stellvertreter sollten in der AfD Platz machen für ganz neue Leute“, sagte er der „Welt am Sonntag“. Wenn man sich die Geschichte der Partei anschaue, „findet man immer die gleichen Gesichter“. Meuthen will bei der Neuwahl der Parteiführung im Dezember nicht mehr antreten, wie er schon angekündigt hat. „Ich würde mir das auch von anderen Vorstandsmitgliedern wünschen“, sagte er dem Blatt.

Meuthen verlangte auch eine programmatische Erneuerung der AfD. „Wir haben unentschiedene Fragen von fundamentaler Bedeutung“, sagte er. So stehe etwa im AfD-Grundsatzprogramm, ein Austritt Deutschlands aus der EU sei nur die Ultima Ratio. Aber im Bundestagswahlprogramm werde der „Dexit“ gefordert. „Da zum Beispiel hätte ich gern eine Klärung, wo die Partei in dieser Frage steht.“

13.15 Uhr: Polizei findet nach Morddrohung radioaktive Stoffe

Nach einer Morddrohung eines Arbeitnehmers gegen seine Chefs haben Ermittler in Braunschweig Waffen und Gefahrstoffe entdeckt. „Bei einzelnen Funden handelt es sich um radioaktive Stoffe und potenziell kontaminierte Gegenstände“, hieß es in einer Mitteilung der Polizei und des Umweltministeriums. Nach den Funden musste nach Einschätzung der Polizei „von einer nicht unerheblichen Gefährlichkeit ausgegangen werden“. Die radioaktiven Stoffe wurden zur Untersuchung in ein Strahlenschutzlabor gebracht. „Eine Gefährdung der Bevölkerung und der Umwelt besteht nicht“, hieß es in der Mitteilung weiter. Auf die Waffen, waffenähnlichen Gegenstände und verschiedenen Gefahrstoffe war die Polizei zuvor „in mehreren Objekten“ gestoßen.

Am Mittwoch hatten die Beamten zunächst über die Drohung eines Mitarbeiters eines Braunschweiger Unternehmens informiert. Demnach hatte der 43-Jährige von seiner bevorstehenden Kündigung erfahren und soll seinen Vorgesetzten gedroht haben, sie umzubringen. Die Polizei nahm den Mann in seiner Wohnung in Gewahrsam.

12.52 Uhr: Tausend Jahre altes Maya-Kanu in Mexiko entdeckt

In Mexiko ist bei Bauarbeiten an einer Bahnstrecke ein rund tausend Jahre altes Kanu aus der Maya-Zeit entdeckt worden. Archäologen fanden das gut erhaltene Boot im Süden des Landes in einer Unterwasserhöhle, einem sogenannten Cenote, wie das Nationale Institut für Anthropologie und Geschichte mitteilte. Cenoten sind auf der Halbinsel Yucatán weit verbreitet und wurden von den Maya als heilige Stätten verehrt. „Das kleine Boot könnte für die Wasserentnahme aus der Cenote oder für die Ablage von rituellen Opfergaben verwendet worden sein“, erklärte das Institut. Es stamme vermutlich aus der Zeit zwischen 830 und 950 n. Chr. Mittels einer Analyse des Holzes mit Unterstützung der Universität von Paris soll nun das genaue Alter bestimmt werden.

Das Kanu ist das erste so gut erhaltene dieser Art im Maya-Gebiet, bislang wurden nur Fragmente ähnlicher Boote in Guatemala und Belize gefunden. Entdeckt wurde es im Zuge von Bauarbeiten an der „Maya-Bahn“, einem umstrittenen Tourismus-Projekt von Präsident Andrés Manuel López Obrador. Dieses soll die Urlaubsorte an der mexikanischen Küste mit archäologischen Stätten verbinden.

12.40 Uhr: Queen ist laut Boris Johnson gut drauf

Queen Elizabeth II. (95) geht es nach Angaben des britischen Premiers Boris Johnson trotz ihrer angeschlagenen Gesundheit gut. „Ich habe wie jede Woche als Teil meines Jobs mit Ihrer Majestät gesprochen, und sie war gut drauf“, sagt Johnson dem Sender ITV am Rande des G20-Gipfels in Rom. „Ihre Ärzte haben ihr gesagt, dass sie sich schonen muss, und das sollten wir alle respektieren und verstehen. Alle wünschen ihr nur das Beste.“

11.39 Uhr: Toter Flüchtling in Transporter – Fahndung nach mutmaßlichem Schleuser

Nach dem Fund eines toten Flüchtlings in einem Transporter nahe der deutsch-polnischen Grenze wird mit Hochdruck nach dem mutmaßlichen Schleuser gefahndet. „Wir hatten noch keinen Erfolg“, sagte eine Sprecherin der Bundespolizeidirektion Pirna. Nach einem Hinweis auf eine mögliche Schleusung hatten Beamte von Polizei und Bundespolizei gestern früh unweit der A4 Görlitz-Dresden etwa 30 Menschen angetroffen, die gerade aus einem Transporter stiegen. In dem Fahrzeug fanden die Polizisten einen leblosen Mann. Ein Notarzt konnte nichts mehr für den 32-jährigen Iraker tun, der wohl einige Stunden zuvor starb. Die Umstände sind noch immer unklar.

Der mutmaßliche Schleuser war beim Eintreffen der Polizisten bereits geflüchtet. Der festgenommene Fahrer eines zweiten Fahrzeugs sei weiter in Gewahrsam, die Geschleusten noch in der Obhut der Bundespolizei, so die Sprecherin. „Die Vernehmungen und Befragungen in Absprache mit der Staatsanwaltschaft dauern an.“

10.50 Uhr: Merkel in Rom zu ihrem wohl letzten G20-Gipfel gelandet

Die geschäftsführende Kanzlerin Angela Merkel (CDU) ist in Rom zu ihrem voraussichtlich letzten Gipfel der Staats- und Regierungschefs der G20-Gruppe gelandet. Merkel verließ um kurz nach 10.30 Uhr auf dem Flughafen Rom-Fiumicino den Regierungsairbus, wie auf Fernsehbildern zu sehen war. Um kurz nach 11 Uhr sollte sie vom Gastgeber, dem italienischen Ministerpräsidenten Mario Draghi, am Konferenzzentrum La Nuvola empfangen werden. Gegen 11.30 Uhr ist das traditionelle Familienfoto der Staats- und Regierungschefs geplant.

Als Zeichen der Kontinuität für die internationalen Partner wird Merkel bei den am Rande des Gipfels geplanten bilateralen Treffen gemeinsam mit ihrem voraussichtlichen Nachfolger, dem geschäftsführenden Bundesfinanzminister Olaf Scholz (SPD) auftreten. Traditionell nimmt der Bundesfinanzminister gemeinsam mit der Kanzlerin an den Treffen der G20-Gruppe teil.

10.41 Uhr: Vier Kinder und zwei Erwachsene sterben bei Wohnhausbrand in Russland

Bei einem Wohnhausbrand sind im äußersten Osten Russlands sechs Menschen gestorben, darunter vier Kinder. Das Feuer sei in der Nacht aus zunächst ungeklärter Ursache in einem einstöckigen Gebäude in einem Dorf im autonomen Kreis der Tschuktschen ausgebrochen, teilte die regionale Staatsanwaltschaft mit. Die Kinder waren den Ermittlern zufolge zwischen einem und sechs Jahren alt. Es werde wegen fahrlässiger Tötung ermittelt. In Russland kommt es immer wieder zu Wohnhausbränden, weil etwa Sicherheitsvorkehrungen nicht eingehalten werden.

10.19 Uhr: China lässt Millionenstadt zum fünften Mal auf Corona testen

China lässt die rund 3,8 Millionen Einwohner der Stadt Lanzhou bereits zum fünften Mal auf das Coronavirus testen. Wie die Nachrichtenagentur Xinhua meldete, haben die Gesundheitsbehörden für Lanzhou gestern insgesamt fünf lokale Covid-Infektionen gemeldet. Zu Beginn der Woche hat die Regierung eine strenge Ausgangssperre für die Hauptstadt der Provinz Gansu im Nordwesten des Landes verhängt. Die Bewohner sind seither dazu angehalten, ihre Wohnungen nur mehr im Notfall zu verlassen.

Täglich vermeldet Chinas nationale Gesundheitskommission rund 50 Infektionen pro Tag, was insbesondere auf die Gesamtbevölkerung von rund 1,4 Milliarden hochgerechnet einen überaus geringen Wert darstellt. Das Ziel der Staatsführung ist es jedoch, lokale Ansteckungen innerhalb der eigenen Landesgrenzen vollständig einzudämmen.

9.37 Uhr: Nasa verschiebt Flug zur ISS mit Maurer

Wegen schlechter Wetterverhältnisse verschiebt die Nasa den Flug zur Internationalen Raumstation ISS mit dem deutschen Astronaut Matthias Maurer. Die Mission sei nun für Mittwoch (3. November) geplant, teilte die Nasa mit. Eigentlich war geplant, dass morgen erstmals seit drei Jahren mit Matthias Maurer wieder ein deutscher Astronaut ins All fliegt. Gemeinsam mit den Nasa-Kollegen Thomas Marshburn, Raja Chari und Kayla Barron soll der 51-jährige Saarländer vom Weltraumbahnhof Cape Canaveral in Florida aus zur Internationalen Raumstation ISS starten.

8.27 Uhr: Hälfte der Deutschen für längere Laufzeit der Atomkraftwerke

Vor dem Hintergrund hoher Strompreise und ambitionierter Klimaziele befürwortet rund die Hälfte der Bundesbürgerinnen und Bundesbürger eine längere Laufzeit der deutschen Atomkraftwerke. Wie eine Umfrage des Instituts Yougov für die „Welt am Sonntag“ ergab, sind 50 Prozent der Befragten der Meinung, die geplante Abschaltung der Kraftwerke sollte „auf jeden Fall“ oder „eher“ zurückgenommen werden. Dies verneinten 36 Prozent der Befragten, 14 Prozent machten keine Angabe.

6.46 Uhr: Flughafen BER benötigt dringend weitere Finanzhilfen

Der vor einem Jahr eröffnete Flughafen BER benötigt dringend die nächste Finanzspritze, um eine Insolvenz abzuwenden. „Wir brauchen schnell Geld, wir brauchen Cash“, sagte die neue Chefin Aletta von Massenbach dem „Tagesspiegel“. Demnach reicht die Liquidität der Flughafengesellschaft Berlins, Brandenburgs und des Bundes (FBB) noch „bis zum ersten Quartal 2022“. Die FBB habe aber Mitte Februar „eine große Zahlung für den Schuldendienst zu leisten“, sagte von Massenbach. „Wir können den Kapitaldienst für eine lange Zeit nicht selbst stemmen.“

Bis 2026 braucht die FBB demnach von ihren drei Eignern weitere 2,4 Milliarden Euro. „Dass sei „superbitter“, sagte von Massenbach, welche die FBB seit 1. Oktober als Chefmanagerin führt. Einen Plan B gebe es nicht. Man könne die Handlungsspielräume ja durchdeklinieren. „Der BER ist fertig, man kann ihn betreiben und Geld verdienen. Oder er kostet nur.“

6.03 Uhr: E-Autos machen 2022 laut Studie fast ein Drittel der Neuzulassungen in Deutschland aus

Der Markt für Elektromobilität gewinnt einer Studie zufolge in Deutschland an Fahrt: Die Experten der Unternehmensberatung EY rechnen für das kommende Jahr mit einem Elektro-Marktanteil von 32 Prozent an allen Neuzulassungen, wie die „Welt am Sonntag“ berichtet. Dies entspreche 1,18 Millionen neuen Elektroautos inklusive Plug-in-Hybriden. 

Im Jahr 2030 werden der Prognose zufolge dann zwei Drittel des Marktes der Neuzulassungen von Elektroautoherstellern dominiert. Allerdings bezieht sich die Studie nur auf die Neuzulassungen, die einen kleinen Teil der insgesamt zugelassenen Autos in Deutschland ausmacht. Insgesamt sind in der Bundesrepublik derzeit rund 48 Millionen Pkw zugelassen.

5.54 Uhr: Guantánamo-Häftling zu 26 Jahren Haft verurteilt

Einen Tag nach seinen erschütternden Aussagen zur Folter durch die CIA ist ein Häftling des umstrittenen Guantánamo-Gefängnisses zu 26 Jahren Haft wegen der Unterstützung des Terrornetzwerks al Kaida verurteilt worden. Das Strafmaß für den Pakistaner Majid Khan wurde am Freitagnachmittag (Ortszeit) bekanntgegeben, wie ein Sprecher in Guantánamo mitteilte. Am Vortag hatte er den Geschworenen in vielen Einzelheiten über die Folter berichtet, die er durchleben musste.

5.12 Uhr: Reiselust in Deutschland steigt wieder

Nach eineinhalb Jahren Pandemie steigt die Reiselust in Deutschland wieder. Fast die Hälfte der Menschen (44 Prozent) ist nach einer Umfrage der Unternehmensberatung PwC Deutschland in diesem Jahr bereits verreist. Gut ein Drittel (34 Prozent) plant dies für die kommenden sechs Monate. Rund 90 Prozent der Befragten, die 2021 bereits im Urlaub waren, gaben an, dass sie sich sowohl bei der Reise als auch in ihrer Unterkunft tendenziell sicher gefühlt hätten und wieder reisen wollten.

„Nach 18 anstrengenden Monaten der Pandemie haben die Deutschen das Bedürfnis, dem Alltag zu entfliehen. Dazu gehören für viele Menschen wieder Urlaubsreisen im In- und Ausland“, fasste der PwC-Experte Ingo Bauer das Ergebnis der Studie zusammen. Die Angst vor Covid-19 trete langsam in den Hintergrund. „Immer mehr Menschen planen ihren Urlaub unabhängig davon.“

5.03 Uhr: „Verarmungsprogramm“ – FDP-Chef Lindner warnt vor Inflationsfolgen

Der FDP-Vorsitzende Christian Lindner hat sich besorgt über eine verlangsamte wirtschaftliche Erholung in Deutschland und die andauernde Inflation geäußert. „Die Risiken der ökonomischen Gesamtlage werden in der deutschen Politik momentan unterschätzt“, sagte Lindner der Deutschen Presse-Agentur. Inflation sei „ein Verarmungsprogramm gerade für Menschen ohne hohes Sachvermögen“. Die Bekämpfung der Geldentwertung sei Ausdruck sozialer Verantwortung. Die Begrenzung von ausufernder Staatsverschuldung müsse daher auch Ziel einer künftigen Bundesregierung sein, so Lindner. 

4.19 Uhr: RKI registriert 21.543 Corona-Neuinfektionen – Inzidenz steigt deutlich

Die bundesweite Sieben-Tage-Inzidenz ist erneut deutlich angestiegen. Das Robert-Koch-Institut gab die Zahl der Neuinfektionen pro 100.000 Einwohner und Woche am Morgen mit 145,1 an. Gestern hatte der Wert bei 139,2 gelegen, vor einer Woche bei 100,0. Die Gesundheitsämter in Deutschland meldeten dem RKI binnen eines Tages 21.543 Corona-Neuinfektionen. Vor einer Woche waren es 15.145.

3.06 Uhr: Großbritannien nimmt 29 LGBTQ aus Afghanistan wegen Gefahr durch Taliban auf

Nach der Machtübernahme der Taliban in Afghanistan hat Großbritannien erstmals etwa 30 Afghanen wegen ihrer Zugehörigkeit zur LGBTQ-Gemeinschaft aufgenommen. Sie gehörten unter dem Regime der Islamisten zu den „am meisten gefährdeten Menschen in Afghanistan“, erklärte das britische Außenministerium. „Viele von ihnen sehen sich einem erhöhten Maß an Verfolgung, Diskriminierung und Aggression ausgesetzt.“ Die Regierung kündigte an, in den kommenden Monaten wohl noch weitere Menschen der LGBTQ-Gemeinschaft aufzunehmen.

Die Taliban waren im August rund 20 Jahre nach dem Einmarsch der USA und ihrer Verbündeten in Afghanistan wieder an die Macht gekommen. Obwohl die Islamisten zugesagt haben, die Rechte von Minderheiten und Frauen zu achten, mehren sich Berichte über Menschenrechtsverstöße.

2.45 Uhr: Rumäniens Polizei entdeckt 22 gestohlene Rennräder von Italiens Radteam

Bei einem Einsatz gegen einen Drogenring in Rumänien sind zufällig auch 22 gestohlene Rennräder des italienischen Radsportteams wieder aufgetaucht. Vier Verdächtige seien bei Durchsuchungen im Südosten Rumäniens festgenommen worden, wie die Behörden bekanntgaben. „Wir haben sie auf frischer Tat ertappt, als sie versuchten, einige der Räder zu einem bescheidenen Preis von etwa 1500 Euro pro Stück zu verkaufen“, sagte ein Staatsanwalt. 

Den Verdächtigen wird vor allem vorgeworfen, Drogen nach Rumänien geschmuggelt zu haben, ebenso aber auch andere Waren. Sie sollen der italienischen Radsport-Nationalmannschaft vor einer Woche die Fahrräder im Wert von 600.000 Euro entwendet haben, während diese an einem Wettbewerb in Frankreich teilnahm. Nach Angaben der französischen Polizei verschwanden die Räder aus einem Hotel in der Stadt Lille.

2.09 Uhr: USA verhängen nach Drohnenangriffen Sanktionen gegen Iraner

Die USA haben zwei Unternehmen und vier Personen aus dem Iran für die angebliche Unterstützung von Drohnenangriffen mit Sanktionen belegt. In allen Fällen bestünden Verbindungen zu den als Terrororganisation eingestuften iranischen Revolutionsgarden, die Drohnenattacken auf US-Ziele und ausländische Schiffe verübt oder anderen dabei geholfen hätten, teilte die US-Regierung mit. Die Sanktionen haben unter anderem zur Folge, dass etwaiger Besitz der Betroffenen in den USA eingefroren wird und niemand dort Geschäfte mit ihnen machen darf.

Die Revolutionsgarden sind die Eliteeinheit der iranischen Streitkräfte. Die USA werfen ihnen vor, unter anderem die libanesische Schiitenmiliz Hisbollah, die im Gazastreifen herrschenden Islamisten der Hamas und die Huthi-Rebellen im Jemen mit Drohnen zu beliefern. Damit gefährde der Iran „den internationalen Frieden und die Stabilität in der Region“.

1.43 Uhr: Prinz Andrew beantragt Abweisung von US-Missbrauchsklage

Der britische Prinz Andrew hat die Abweisung der Klage eines mutmaßlichen Missbrauchsopfers gegen ihn bei einem New Yorker Gericht beantragt. Der Herzog von York beantrage „respektvoll, die Klage von Virginia Giuffre abzuweisen“, wie aus den jetzt vorgelegten Gerichtsdokumenten hervorgeht. Giuffre wirft Prinz Andrew vor, sie vor mehr als 20 Jahren mehrfach sexuell missbraucht zu haben. Die heute 38-Jährige gibt an, im Alter von 17 Jahren von dem US-Sexualstraftäter Jeffrey Epstein an Prinz Andrew „ausgeliehen“ worden zu sein, und verlangt Schadenersatz.

Prinz Andrews Anwälte beantragten nun die Abweisung der Klage, „weil kein Anspruch geltend gemacht wurde, auf den Rechtsschutz gewährt werden kann“. Alternativ baten sie darum, dass Giuffre „eine genauere Erklärung ihrer Behauptungen“ abgibt. „Prinz Andrew bittet das Gericht höflichst, eine mündliche Verhandlung über seinen Antrag abzuhalten“, heißt es in einer kurzen Erklärung.

mad/tkr
DPA
AFP



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