NBA-Superstars: Scottie Pippen rechnet erneut mit Michael Jordan ab


NBA-Superstars
„Ich war nichts weiter als ein Accessoire“: Scottie Pippens bittere Abrechnung mit Michael Jordan

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Scottie Pippen und Michael Jordan

Scottie Pippen (l.) und Michael Jordan 1998 im Trikot der Chicago Bulls

© Nuccio Dinuzzo / Picture Alliance

Schon als Spieler stand Scottie Pippen immer im Schatten von Michael Jordan – auch wenn beide höchst erfolgreich waren. Mit Äußerungen in Pippens Autobiografie dürfte das Tischtuch zwischen den beiden Basketball-Legenden aber endgültig zerschnitten sein.

Einst waren sie das Traumduo des Basketballs: Scottie Pippen und Michael Jordan holten in den Neunzigern mit den Chicago Bulls sechs Meistertitel in der nordamerikanischen Profiliga NBA, dazu 1992 Olympia-Gold mit den USA. Jordan galt damals als unbestritten bester Basketballspieler der Welt, Pippen hielt ihm den Rücken frei.

Mittlerweile jedoch ist das Tischtuch zwischen den beiden früheren Teamkollegen zerschnitten. Scottie Pippen rechnet in seiner Autobiografie „Unguarded“ gnadenlos mit Jordan ab. Mit bitteren Worten beschwert sich der heute 56-Jährige darüber, wie sich sein weitaus berühmterer Mitspieler ständig in den Vordergrund gestellt habe – während und nach seiner Basketballkarriere – und dabei die Teamkollegen, die seinen Erfolg erst mit ermöglicht hatten, übergangen habe.

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NBA-Legenden: Scottie Pippen hält Michael Jordan für „herablassend“

Besonders frustriert war Pippen offenbar über die Doku-Serie „The Last Dance“, die im vergangenen Jahr von Netflix ausgestrahlt wurde. Dabei geht es um die Saison 1997/98 der Chicago Bulls, das letzte Jahr, in dem Pippen und Jordan zusammengespielt haben. „Ich konnte meinen Augen nicht trauen. Immer wieder stand die Nummer 23 im Mittelpunkt. Selbst in der zweiten Folge, in der es eine Zeit lang um meinen schwierigen Weg in der NBA ging, drehte sich alles um MJ und seine Entschlossenheit, zu gewinnen“, schreibt Pippen in einem Auszug, den das Magazin „GQ“ vorab veröffentlicht hat. „Ich war nichts weiter als ein Accessoire. Sein ‚bester Teamkollege aller Zeiten‘, wie er mich nannte. Er hätte nicht herablassender sein können, hätte er es versucht.“

Als erstem Team der NBA war es den Bulls damals gelungen, zum zweiten Mal drei Meistertitel hintereinander zu gewinnen. Laut „The Last Dance“ lag das fast ausschließlich an Michael Jordan – so scheint es jedenfalls bei Scottie Pippen angekommen zu sein. Es sei nur darum gegangen, den Mythos Jordan weiter aufzubauen, ärgert sich Pippen: „Jede Folge immer das Gleiche: Michael auf einem Podest, seine Teamkollegen waren zweitrangig, kleiner, die Botschaft war nicht anders als damals, als er uns als seine Nebendarsteller bezeichnete.“


Basketball

Einseitige Darstellung in Basketball-Doku „The Last Dance“?

Schon zu aktiven Zeiten hatten Pippen und seine Teamkollegen stets im Schatten des Superstars gestanden – obwohl Jordan ohne die Unterstützung seiner Mitspieler nie so erfolgreich hätte werden können, wie Scottie Pippen betont. Auch in der Serie hatte der Small Forward erzählt, dass er bei den Chicago Bulls lange unterbezahlt gewesen sei, auch dann noch, als er schon zu den besten Spielern der NBA gehörte.

Um Geld geht es Pippen auch bei seiner Kritik an Jordan und der Netflix-Serie: „Michael hat zehn Millionen Dollar für seinen Auftritt in der Dokumentation bekommen, meine Teamkollegen und ich keinen Cent.“ Für die aus seiner Sicht einseitige Darstellung in der Serie macht Pippen ebenfalls den Superstar verantwortlich: Jordan habe bei der Dokumentation stets das letzte Wort gehabt.

Quelle: „GQ“



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