Orientalisch genießen
Muhammara: Rezept für einen aromatisch-süßen Walnuss-Paprika-Dip

Rezept Muhammara

Muhammara schmeckt aromatisch, nussig, fruchtig, süß und scharf zugleich

© agefotostock / Imago Images

Sie mögen würzige Aufstriche wie Hummus oder Baba Ghanoush? Dann könnte Ihnen Muhammara zusagen. Der nahöstliche Dip auf Basis von Paprika und Walnüssen eignet sich perfekt als Beilage zu Grillspeisen, Gemüse oder als Teil der Mezze. Das Rezept.

Mit Muhammara reisen Sie kulinarisch in den Orient, in die Welt der Wüsten und der farbenprächtigen Basare. Es ist eine Paste mit dem süß-scharfen Geschmack feiner Paprika, einem Hauch von Walnuss und reichlich frischen Kräutern.

Gereicht wird der würzige Dip vor allen zur Mezze, dem traditionell arabischen Vorspeisen-Buffet. Vielfältige Speisen werden hier in kleinen Portionen serviert, normalerweise in die Mitte des Tisches platziert, sodass sich alle Tischgäste gemeinsam an ihnen bedienen können. Serviert auf kleinen Tellern, in Schalen und Schälchen oder kleinen Töpfen, ergibt sich so nicht nur ein ansprechendes Bild für das Auge, sondern auch die Gelegenheit, ausgiebig zu kommunizieren und sich auszutauschen. Gegessen werden die Vorspeisen meist mit etwas Fladenbrot oder Gegrilltem. Häufig werden zudem gekochte Hülsenfrüchte wie weiße Bohnen oder Linsen gereicht.

Die orientalische Küche

Der Orient umfasst geografisch den Norden Afrikas, den Nahen Osten, die Türkei, die Arabische Halbinsel sowie den Iran und Irak. Bekannt sind die Regionen für ihre unverwechselbare Küche mit ihren raffinierten Geschmackskompositionen. Kein Wunder, denn schließlich entsteht bei vielen von uns beim Gedanken an den Orient ein typisches Bild im Kopf: bunte Gewürze auf Basaren, Tonschalen mit feuerrotem Chilipulver, gelben Kurkuma oder blassgrünem Kardamom. Die Speisen werden  also vor allem durch ihre aromatischen Gewürze und Gewürzmischungen zu einem besonderen Genuss. Neben Kreuzkümmel, Zimt, Sumach, oder Safran finden vor allem frische Kräuter wie Petersilie oder Minze Einsatz in vielen Speisen.

Woher kommt Muhammara?

Es gibt verschiedene Rezepte für Muhammara, die sich in ihrer Zubereitungsart marginal unterscheiden. Sie alle stammen ursprünglich aus dem Nahen Osten. Manch einer munkelt, der genaue Herkunftsort der feurig roten Paste sei das syrische Aleppo – offiziell bestätigt ist dies jedoch nicht, schließlich reicht sein Verbreitungsgebiet vom Irak bis in die Türkei, wo es sich unter dem Namen Acuka großer Beliebtheit erfreut.

Den Namen „Muhammara“ verdankt die würzige Speise seiner unverwechselbar roten Farbe. „rot“ heißt auf Arabisch „‚ahmar“ – „Muhammara“ ist eine sprachliche Ableitung. In der traditionellen Version ist Muhammara sogar vegan.

Scharfe Paprika und aromatische Walnüsse

Die Basis der Paste bilden aromatische Paprikaschoten, welche im Backofen geröstet und anschließend geschält werden. Die Paprika wird unter großer Hitze so lange geröstet, bis die Haut schwarze Blasen wirft, damit sich die widerspenstige Haut leicht abziehen lässt. Die zweite Komponente bilden Walnüsse, welche in einer beschichteten Pfanne ohne Öl geröstet werden. Erst so entfalten sie ihren vollen Geschmack. Wichtig hierbei ist es, darauf zu achten, dass diese nicht anbrennen, sonst schmeckt die Paste am Ende bitter. Semmelbrösel sorgen für die unverwechselbare Konsistenz. Knoblauch, Olivenöl und Gewürze verleihen dem Aufstrich den letzten Schliff. Geheimzutat von Muhammara ist Granatapfelsirup – sein süß-säuerlicher, intensiv fruchtiger Geschmack bringt die einzelnen Aromen noch mehr zur Geltung.  

Vielseitig einsetzbar

Wie bereits ausgeführt, wird der Dip mit Vorliebe zur Mezze gereicht und mit Fladenbrot und Grillspeisen verzehrt. Er eignet sich jedoch ebenfalls hervorragend als Brotaufstrich, als Beilage zu Reis, Hülsenfrüchten oder Gemüse oder sogar als schmackhafte Saucen-Alternative zu Pasta. Ihrer Fantasie bei der Verwendung so gut wie keine Grenzen gesetzt.

Rezept für Muhammara

Zutaten

  • 6 rote große Spitzpaprika (circa 1 Kilogramm)
  • 1 Zwiebel
  • 3 Knoblauchzehen
  • 1 getrocknete rote Chili
  • 1 Zitrone (der Saft dieser)
  • 60 Gramm Semmelbrösel
  • 2 Teelöffel Granatapfelsirup
  • 80 Gramm Walnüsse
  • 1 Teelöffel Kumin
  • 1/2 Teelöffel Koriander gemahlen
  • 1 Teelöffel Paprikapulver
  • 1/4 Teelöffel Salz
  • 1 Messerspitze gemahlene Nelken
  • 1 Messerspitze Muskatnuss
  • 1 Messerspitze Zimt
  • 1 Messerspitze gemahlener Kardamom
  • 1/2 Teelöffel gemahlener schwarzer Pfeffer
  • 4 Stangen glatte Petersilie, gehackt

Köfte im Fladenbrot

Zubereitung

  1. Den Backofen auf 200 Grad Ober-/Unterhitze vorheizen.
  2. Spitzpaprika halbieren, entkernen und mit der Schale nach oben auf ein Backblech legen. Mit etwas Olivenöl bepinseln und für circa 25 Minuten in den Ofen geben, bis die Schale schwarz wird.
  3. In eine Schüssel mit Deckel geben und dort einige Minuten ruhen und abkühlen lassen.
  4. Dann mit einem Messer die Paprikahaut abziehen.
  5. Walnüsse und Semmelbrösel im Mixer zu einer Paste zerkleinern.
  6. Gewürze im Mörser fein mahlen und zusammen mit der Paste in einer Schüssel vermengen.
  7. Zwiebeln und Knoblauch schälen, fein hacken und zusammen mit der Paprika in ein hohes Gefäß geben. Mit dem Stabmixer zu einer Paste pürieren.
  8. Die Paste mit der Gewürz-Nuss-Mischung, Granatapfelsirup und Zitronensaft verrühren.
  9. In eine Schale füllen und mit der gehackten Petersilie garnieren.
  10. Vor dem Servieren mindestens eine Stunde ziehen lassen.



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