Staatssekretärin
Ghita Mezzour Staatssekretärin für digitalen Wandel und Verwaltungsreformen in Marokko

Ghita Mezzour wurde am 7. Oktober zur Staatssekretärin beim Regierungschef ernannt, die in der Regierung Akhannouch für den digitalen Wandel und die Verwaltungsreform zuständig ist.

Rabat – Frau Ghita Mezzour hat einen beeindruckenden Lebenslauf. Am vergangenen Donnerstag, den 7. Oktober 2021, wurde sie zur Delegierten Ministerin (Staatssekretärin) beim Regierungschef ernannt, die für den digitalen Wandel und die Verwaltungsreform zuständig ist.

Frau Ghita Mezzour ist Expertin für Cybersicherheit und hat für die NATO an Threat Intelligence-Projekten gearbeitet. Dazu gehört auch der Einsatz nachrichtendienstlicher Techniken zur Verhinderung von Cyber-Bedrohungen. Das Königreich hat die Cybersicherheit zu einer seiner strategischen Prioritäten gemacht. Im August letzten Jahres trat das Gesetz 50-20 über Cybersicherheit in Kraft, das die Einrichtung einer nationalen Cybersicherheitsbehörde und eines Strategieausschusses für Cybersicherheit vorsieht.

Internationale Ausbildung und Erfahrungen als Unternehmerin

Die neue stellvertretende Ministerin gründete 2018 DASEC, ein Startup, das künstliche Intelligenz (KI) und alternative Daten (soziale Netzwerke, Presse, Werbeseiten, Berichte usw.) nutzt, um strategische Informationen in Echtzeit für internationale Organisationen, Regierungsbehörden und den privaten Sektor zu erstellen.

Staatssekretärin Ghita Mezzour hat einen Doktortitel in Elektro- und Computertechnik von der Carnegie Mellon University, die vom US News & World Report auf Platz 1 im Bereich KI in den USA gesetzt wurde. Außerdem hat sie einen Master- und einen Bachelor-Abschluss in Kommunikationssystemen von der École Polytechnique Fédérale de Lausanne in der Schweiz.

Sie wurde vom Massachusetts Institute of Technology als „Rising Star“(aufgehender Stern) ausgezeichnet und ist seit fünf Jahren außerordentliche Professorin an der Internationalen Universität von Rabat (UIR).

Marokko setzt auf die Digitalisierung und berücksichtig Cybersicherheit.

Die marokkanische Regierung und der König setzen auf die Digitalisierung, um das Land zu entwickeln. Durch einfach digitale Systeme soll die Bekämpfung der Korruption, der Kampf gegen Schwarzgeld und Geldwäsche unterstützt werden. Zugleich soll der Zugang für alle Gesellschaftsschichten zu Finanzdienstleistungen und Verwaltungsdiensten ermöglicht werden. Eine ähnliche Entwicklung und ihre Folgen kann man bereits in einigen Ländern West- und Zentralafrikas, wie Kenia und Ruanda beobachten, wo sich digitales mobiles Geld und einfache medizinische Unterstützungssysteme via SMS durchgesetzt haben. Zugleich wird deutlich und nachvollziehbar, dass ein größerer Einsatz von digitalen Instrumenten auch neue Risiken, durch Kriminelle aber auch durch ausländische und leider nicht immer wohlgesonnene Mächte mit sich bringen kann. Somit gehört das Thema Cybersicherheit zur Entwicklung mit dazu. Ob durch die Einsetzung einer Staatssekretärin der Bedeutung dieses Entwicklungsinstrumentes genügend Gewicht verliehen wird, muss sich zeigen. Eventuell müsste ein eigenständiges Ministerium mit allen Verantwortlichkeiten und Freiheiten aufgebaut werden.

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