Marokko – Weltklimakonferenz COP26 – König richtet dringlichen Appell an die Teilnehmer. Maghreb-Post

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Premierminister
Premierminister Aziz Akhennouch vertritt Marokko auf der Weltklimakonferenz in Glasgow

Premierminister Akhennouch verliest Botschaft von König Mohammed VI. in Glasgow an die Teilnehmerinnen und Teilnehmer der Weltklimakonferenz COP26.

Glasgow – König Mohammed VI. lässt Marokko durch Premierminister Aziz Akhennouch auf der Weltklimakonferenz COP26 in Glasgow vertreten, bei der zahlreiche Staatschefinnen und Staatschefs über Maßnahmen gegen den weltweiten Klimawandel beraten. König Mohammed VI., der selbst Gastgeber der COP21 in Marrakech gewesen ist und bereits als Kronprinz 1992 Marokko auf der Weltklimakonferenz in Rio vertreten hatte, reiste nicht nach Scotland, sondern ließ seinen Appell zum Handeln, an die Teilnehmer von Premierminister Aziz Akhennouch verlesen.

König Mohammed
König Mohammed VI. von Marokko

Hier die Botschaft des Königs an die Teilnehmer:

„Gelobt sei Gott,
Friede und Segen seien mit dem Propheten, seinen Angehörigen und seiner Gemeinde.

Herr Vorsitzender, Herr Premierminister des Vereinigten Königreichs,

Ihre Exzellenzen, die Staats- und Regierungschefs, Herr Generalsekretär der Vereinten Nationen, Eure Exzellenzen, Eure Hoheiten, meine Damen und Herren,

zunächst möchte ich dem Vereinigten Königreich zur erfolgreichen Organisation und zum Vorsitz der sechsundzwanzigsten Tagung der Konferenz der Vertragsparteien des Rahmenübereinkommens der Vereinten Nationen über Klimaänderungen gratulieren. Dies ist eine Gelegenheit, unsere kollektive Verpflichtung zu bekräftigen, den großen Gefahren, die die Zukunft der Menschheit bedrohen, entgegenzutreten.

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Angesichts der zunehmenden Zahl von Berichten von Experten zum Klimawandel ist jedem klar, dass die düstersten Vorhersagen leider bittere Realität geworden sind. Die Menschheit hat nur zwei Möglichkeiten: Entweder sie gibt sich der selbstzerstörerischen Apathie hin oder sie setzt sich ehrlich und unmissverständlich für eine Reihe praktischer Maßnahmen ein, die rasch eine echte Änderung der derzeitigen Politik bewirken können, die sich als unwirksam erwiesen hat.

Die weltweite Reaktion auf die Bedrohung durch die Covid-19-Pandemie hat gezeigt, dass es Möglichkeiten und Mittel gibt, die bei der Bekämpfung des Klimawandels vermutlich nicht zur Verfügung standen. Einer Reihe von Ländern, die die historische und moralische Verantwortung für die Verschlechterung der derzeitigen Umweltsituation tragen, ist es gelungen, enorme finanzielle Mittel aufzubringen. Außerdem hat die Erfahrung gezeigt, dass es möglich ist, die klima- und umweltschädlichen Aktivitäten dieser Länder zu reduzieren, ohne dass es zu untragbaren Folgen kommt.

Es liegt auf der Hand, dass ein echter politischer Wille dringend erforderlich ist, ebenso wie ein gerechteres Engagement gegenüber einer breiten Bevölkerungsgruppe, die derzeit die Hauptlast eines globalen Wirtschaftssystems trägt, von dem sie nicht in gleichem Maße profitiert. In Anbetracht der Schäden, die Afrika durch den Klimawandel erlitten hat, ist die geringe finanzielle und technologische Unterstützung ein deutlicher Hinweis auf die Unzulänglichkeiten des derzeitigen internationalen Systems.

Herr Vorsitzender, Ihre Exzellenzen, Eure Hoheiten, meine Damen und Herren,

Wir hoffen, dass diese COP-Tagung ein globales kollektives Bewusstsein anregen wird, das den Weg für die Schaffung nachhaltiger, solidarischer menschlicher Gemeinschaften ebnet, die die Werte der Fairness und des Zusammenlebens hochhalten.

In dieser festen Überzeugung hat Marokko sein vielschichtiges Engagement für die Bewältigung von Klimaproblemen verstärkt und sich verpflichtet, seinen national festgelegten Beitrag zur Reduzierung der Treibhausgasemissionen bis 2030 auf 45,5 % zu erhöhen. Dies ist Teil einer integrierten, kohlenstoffarmen Entwicklungsstrategie, die bis zum Jahr 2050 umgesetzt werden soll. Ziel ist es, den Übergang zu einer grünen Wirtschaft im Einklang mit den Zielen für eine nachhaltige Entwicklung zu unterstützen und die Widerstandsfähigkeit und Anpassungsfähigkeit zu verbessern, um die Umwelt zu schützen – beides Säulen des neuen Entwicklungsmodells des Königreichs.

Mit der gleichen Entschlossenheit hat Marokko gemeinsam mit den afrikanischen Partnerländern sein Engagement verstärkt, um den zerstörerischen Auswirkungen des Klimawandels zu begegnen. So hat es Initiativen zur Anpassung der Landwirtschaft, zur Förderung von Sicherheit und Stabilität und zum Zugang zu nachhaltiger Energie gestartet und im Rahmen des Afrika-Aktionsgipfels, der im November 2016 in Marrakech stattfand, die drei afrikanischen Klimakommissionen eingerichtet.

Herr Vorsitzender,

Die Veränderungen, die eingeleitet werden müssen, um die Auswirkungen der Klimakrise einzudämmen, sind hinlänglich bekannt, und die internationale Gemeinschaft sollte nicht länger zögern, sondern vorankommen und konkrete Lösungen mit einer konkreten Umsetzungsagenda in Angriff nehmen, die von einem starken politischen Willen getragen wird, um den besorgniserregenden Weg, den die Welt einschlägt, zu ändern.

Wir fordern ein Erwachen des globalen Bewusstseins und ein kollektives, verantwortungsbewusstes Engagement zur Bekämpfung des Klimawandels, um eine bessere Zukunft für die gesamte Menschheit zu gewährleisten.

Wir danken Ihnen.

Wassalamu alaikum warahmatullah wabarakatuh.“



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