Terrorverdächtige
Innenministerium bestätigt erneut Verhaftungen wegen Terrorverdachts.

Unterstützung aus dem Ausland – Mutmaßlicher Anschlag mit einer Autobombe in Vorbereitung

Rabat – Auf der Grundlage nachrichtendienstlicher Informationen der Generaldirektion für territoriale Überwachung (DGST) hat das Zentralbüro für juristische Ermittlungen (BCIJ) am frühen Mittwoch einen mutmaßlichen Extremisten, der der Organisation „Islamischer Staat“ angehören soll, wegen seiner mutmaßlichen Beteiligung an der Vorbereitung von Terrorplänen mit grenzüberschreitenden Bezügen“ festgenommen, heißt es in einer Presseerklärung, die über die staatliche Nachrichtenagentur MAP veröffentlicht wurde. Bei dem mutmaßlichen Terroristen soll es sich um einen 27-jährigen Mann handeln, der in Caïdat von Allogoum im Kreis „Foum Zquid“ in der Nähe von Tata durch Sondereinheiten des BCIJ verhaftet wurde. Die Region liegt abgelegen im Südosten des Landes, nahe der algerischen Grenze und ca. 330 km von Marrakech entfernt.

Recherchen zur Sprengstoffherstellung und dem Bau von Autobomben.

Nach Angaben der Behörden hätten erste Ermittlungen ergeben, dass der Verdächtige mehrere digitale Inhalte extremistischer Websites heruntergeladen und zusammengestellt habe, „um sich über die Art der auf dem Markt befindlichen Produkte und Mittel zu informieren, die bei der Herstellung von Sprengstoffen und der Konstruktion von Sprengkörpern für terroristische Operationen unter Verwendung einer „Autobombe“ verwendet werden“ können, erläutern die Sicherheitsbehörden.

Geld und Unterstützung seien aus dem Ausland gekommen.

Die Durchsuchungen und Ermittlungen hätten auch ergaben, dass der mutmaßliche Terrorist seine Pläne auf Veranlassung und in Abstimmung mit einem im Ausland aktiven Extremisten mit Verbindungen zu terroristischen Ereignissen in Europa vorbereitete, der für die Bereitstellung von Geldmitteln und logistischer Unterstützung für den Kauf von Waffen und Materialien für die Herstellung von Sprengstoffen verantwortlich gewesen sein soll.

„Der in Marokko festgenommene Verdächtige sei für die Rekrutierung und Anwerbung von Personen verantwortlich gewesen, die für die Ausführung des Terrorplans im Königreich ausgewählt wurden,“ hieß es in der Erklärung weiter. Ob auch der mutmaßliche Drahtzieher im nicht weiter spezifizierten Ausland festgenommen wurde, wird nicht weiter erwähnt.

Ausländische Staatsbürger, hochrangige Beamte, Banken und Regierungsgebäude im Visier des Terrorverdächtigen.

Nach Angaben der Behörden, verfolgte der nun Festgenommene mehrere Anschlagsziele. Die Ermittlungen hätten ergaben, „dass der terroristische Plan darauf abzielte, ausländische Staatsangehörige in Marokko, einige hochrangige Beamte von Ministerien und Sicherheitsbehörden, mehrere Regierungs- und Bankeinrichtungen sowie sensible Sicherheitsgebäude anzugreifen, deren Fotos über Internetanwendungen heruntergeladen und aktualisiert wurden, um den Anschlag zu ermöglichen.

Terrorverdächtiger hat Testament hinterlassen wollen.

Bei der Durchsuchung des Hauses des Verdächtigen konnten nach Behördenangaben verschiedene Mengen „verdächtiger Substanzen“ sichergestellt werden, die zur „Herstellung von Sprengstoff verwendet“ werden können, darunter Schwefel, Kohlepulver, Düngermittel, eine elektronische Waage, Computerausrüstung mit digitalen Daten zur Herstellung von Sprengstoff und Plakate mit extremistischem Charakter. Offenbar waren die Anschlagspläne bereits weit fortgeschritten. Die Sicherheitsbehörden hätten auch ein Manuskript als „Testament“ gefunden, „in dem der Verdächtige mit der Durchführung terroristischer Aktionen droht,“ so die Presseerklärung weiter.

Nach der Festnahme sei der mutmaßliche Terrorist an die zuständige Staatsanwaltschaft für Terrorbekämpfung übergeben worden.

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