Terrorzelle
Quelle DGSN – Festnahme von mutmaßlichen Terroristen bzw. Terrorverdächtigen in Errachidia

Drei männliche Terrorverdächtige als mutmaßliche Unterstützer von Da´ech (ISIS) in der Provinzhauptstadt Errachidia verhaftet.

Rabat – Das Zentralbüro für justizielle Ermittlungen BCIJ hat am heutigen Dienstag, den 14. September 2021, eine mit Da’ech (ISIS) in Verbindung stehende Gruppe verhaftet, die aus drei Extremisten bestehen und in der Stadt Errachidia operierte haben soll.

Die parallel durchgeführten Operationen der Spezialeinheiten der DGST ermöglichten die Verhaftung des Hauptverdächtigen, der der „mutmaßliche Emir“ (Anführer) dieser Terrorzelle sein soll, sowie zweier weiterer mutmaßliche Mitglieder, so eine Erklärung des BCIJ. Bei den Durchsuchungen in den Wohnungen der Verdächtigen (21, 27 und 37 Jahre alt) und in den Geschäftsräumen eines von ihnen wurden Computerausrüstung, Speicherkarten, Mobiltelefone, paramilitärische Uniformen, Manuskripte, in denen terroristische Aktionen propagiert werden, und Plakate, die „Khorassan“ als neue Kampfbasis darstellen, beschlagnahmt, heißt es in der Erklärung weiter.

Umfangreiche Ermittlungen im Vorfeld

Nach den Ermittlungen, Untersuchungen und Beschattungen, die bei den Mitgliedern dieser Terrorzelle durchgeführt wurden, war ihr mutmaßlicher Anführer aktiv an der Rekrutierung von Anhängern traditioneller religiöser Strömungen beteiligt. Der Verdächtige wandelte seine Geschäftsräume, die sich in der Nähe lebenswichtiger und strategischer Einrichtungen befanden, in eine Gebetsstätte um, mit dem Ziel das Verbot des Gebets in Moscheen (Anm. d. Autors: wegen des COVID-19 Gesundheitsnotstands) zu umgehen. Ebenfalls soll er seine Geschäftsräume in einen Schutzraum für die Verbreitung der extremistischen Ideologie in den Reihen seiner Anhänger und zugleich in einen Raum für die Planung terroristischer Verbrechen gegen Einzelpersonen umgewandelt haben. Eines seiner mutmaßlich ausgewählten Opfer konnte er, aufgrund seiner Tätigkeit in einem öffentlichen Versorgungsunternehmen, als unmittelbares Ziel für einen Anschlag auswählen, so die Behörden in ihrer Erklärung weiter.

Die Ermittlungen sollen weiterhin ergeben haben, dass die Mitglieder dieser mutmaßlichen Terrorzelle digitale terroristische Inhalte, wie die Dokumentation von Selbstmordattentaten und Attentaten, die von der Organisation Da’ech in verschiedenen Teilen der Welt verübt wurden, weitergegeben haben, um die extremistische Ideologie zu verbreiten und zur Begehung dieser Verbrechen im eigenen Land anzustiften.



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