Regierungssprecher
Quelle M24 – Regierungssprecher Mustapha Baitas zeigt Impfpass

Mustapha Baitas zeigt in der Pressekonferenz nach der Sitzung des Regierungsrates seinen Impfpass.

Rabat – Der Regierungssprecher und Staatssekretär im Büro des Premierministers, zuständig für die Beziehungen zum Parlament, versicherte dem marokkanischen Volk, dass alle Minister alle drei Dosen eines der angebotenen Impfstoffe gegen Covid-19 erhalten haben.

Mustapha Baitas machte und untermauerte diese Aussage, in dem er seinen Impfnachweis den Journalisten bei einer Pressekonferenz, im Anschluss an die Sitzung des Regierungsrats am 10. Februar 2022 zeigte.

Chakib Benmoussa, Minister für Bildung, Vorschulbildung und Sport, der ebenfalls an der Pressekonferenz teilnahm, tat dies ebenfalls, als der Regiertungssprecher auf die Frage eines Journalisten nach der Einhaltung der restriktiven Maßnahmen durch die Mitglieder der Exekutive antwortete, zu denen auch die Verabreichung eines Impfstoffs gegen das Coronavirus gehört.

Der Regierungssprecher ergänzte: „Ich habe alle drei Dosen des Impfstoffs gegen Covid-19 erhalten. Die erste und zweite Dosis mit AstraZeneca und die dritte von Pfizer. Er betonte, dass er nicht vorhatte, seinen Impfpass zu zeigen, um jede Art von „Populismus“ zu vermeiden, aber aufgrund der Fragen der Journalisten dazu gezwungen wurde.

Mustapha Baitas erinnerte noch einmal daran, dass alle Minister ebenfalls vollständig geimpft seien, da die Impfung nach wie vor das einzige Mittel zur Bekämpfung der Covid-19-Pandemie sei.

Diskussionen um Impfpflicht am Arbeitsplatz.

Derzeit wird in Marokko heftig wegen einer möglichen Impfpflicht in bestimmten Berufsgruppen und am Arbeitsplatz diskutiert. Ähnlich wie in Deutschland, den USA und den meisten Ländern der Welt, gibt es auch in Marokko keine gesetzliche Impfpflicht, allerdings einen Impfpass ohne diesen man erhebliche Einschränkungen im Alltag hat. In der vergangenen Woche lud der marokkanische Premierminister die Vertreter der wichtigsten Einzelgewerkschaften zu einem Gespräch ein, in dem es um eine mögliche Impfpflicht, z.B. für alle Teile des Gesundheitswesens (nicht nur Kliniken), im Transportwesen und im Tourismus ging, zu deren Durchsetzung man in der Regierung auf die Unterstützung der Gewerkschaften setzen möchte. Doch diese verweigerten sich zum jetzigen Zeitpunkt. Zugleich kam der Vorwurf auf, dass die Regierung etwas fordere, was deren Mitglieder vielleicht selbst nicht erfüllen würden. Dem trat der Regierungssprecher am vergangenen Donnerstag nun entgegen.

Marokkos Impfkampagne stockt weiter.

Während man weltweit Marokko für seine Maßnahmen gegen COVID-19 zu Beginn der Pandemie lobte und sich viele europäische Länder verwundert die Augen über die sehr gut organisierte und auch erfolgreiche Impfkampagne rieben, stockt das Impftempo zunehmend. Von den geplanten 32 Mio. Menschen mit einem vollständigen Impfschutz, haben sich aktuell 26,7 Mio. Personen mindesten die erste Dosis, 23,1 Mio. auch die zweite und nur etwas mehr als 5 Mio. Menschen ab 12 Jahre die dritte Impfdosis verabreichen lassen. Trotz zahlreicher Kommunikations- und Werbekampagnen, kostenfreien Impfstoffen mit teilweiser Wahlmöglichkeit zwischen Sinopharm und Pfizer/BionTech, niedrigschwelligen Impfangeboten und mobilen Impfzentren (Busse und LKWs) sind die Menschen nicht nur pandemiemüde und den restriktiven Maßnahmen überdrüssig, sondern zunehmend Impfunwillig. Eine nicht ungefährliche Kombination angesichts wiedereröffneter Grenzen, auch bei umfangreichen Kontroll- und Schutzmaßnahmen an den Flughäfen.

Marokko – 1.148 Neuinfektionen mit dem Coronavirus in 24 Stunden.

Wenn Ihnen der Artikel gefallen und genutzt hat, dann unterstützen Sie MAGHREB-POST finanziell – einmalig oder laufend. Nur mit der Hilfe aller Leserinnen und Leser kann es weitergehen.

donate-button



Source link

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht.