Premierminister
Marokkanischer Premierminister Aziz Akhennouch

Regierung von Premierminister Akhennouch geht nur noch von 1,5% bis 1,7% Wirtschaftswachstum für 2022 aus.

Rabat – Weltweit gehen die Regierungen für ihre Volkswirtschaften von sinkenden Wachstumsraten aus. Nach dem die marokkanische Zentralbank ihre Wachstumsprognose auf 0,7% für 2022 nach unten angepasst hat und auch die Weltbank die Prognose für Marokko senkte, folgt nur die Regierung unter Premierminister Aziz Akhennouch.

Aziz Akhennouch antwortete in einer Plenarsitzung, die den monatlichen mündlichen Anfragen an den Regierungschef gewidmet war, auf eine zentrale Anfrage in der Abgeordnetenkammer zum Thema „Die Lage der nationalen Wirtschaft im Lichte der klimatischen und geostrategischen Veränderungen“ und erklärte: „Nach den aktuellen Daten, die die jüngsten Entwicklungen auf nationaler und internationaler Ebene berücksichtigen, wird Marokko eine Wachstumsrate zwischen 1,5 % und 1,7 % verzeichnen.“ Im Haushaltsgesetz für 2022 ging die Regierung von einem Wirtschaftswachstum in Höhe von 3,2% aus. Daran erinnerte der Regierungschef Aziz Akhennouch am 18. April 2022 im Parlament.

Marokko – Zentralbank geht von Wachstumseinbruch der Volkswirtschaft aus.

Landwirtschaftlicher Ertrag wird geringer eingeschätzt.

Das prognostizierte Wachstumsniveau sei vor allem auf den Rückgang der landwirtschaftlichen Wertschöpfung um 11% zurückzuführen, gegenüber einem Anstieg um 18% im letzten Landwirtschaftsjahr. „Das Niederschlagsdefizit dürfte sich auf die aktuelle Agrarkampagne auswirken, und die Getreideernte wird im Vergleich zu den Prognosen des Haushaltsgesetzes 2022, das von einer Ernte von 80 Millionen Doppelzentnern ausgeht, niedriger erwartet.“

„Dank der Anstrengungen im Rahmen der Strategien Plan Maroc vert und Génération Green hat sich die Abhängigkeit der landwirtschaftlichen Wertschöpfung vom Getreideanbau verringert, wobei der Aufschwung des Gemüseanbaus mit hoher Wertschöpfung zu berücksichtigen ist“, so der Regierungschef.

Export von landwirtschaftlichen Erzeugnissen wächst.

Die Ausfuhren von Gemüse und Zitrusfrüchten stiegen um 18 % bzw. 37 %, erklärte er und merkte an, dass die Ausfuhren von Fischereierzeugnissen im Februar 2022 wertmäßig um 44 % und mengenmäßig um 17 % zugenommen hätten.

„Die jüngsten Regenfälle in Marokko sind geeignet, die Produktivität der Frühjahrs- und Sommerkulturen auf einem guten Niveau zu halten, was eine regelmäßige Versorgung der in- und ausländischen Märkte ermöglichen wird“, versicherte Aziz Akhennouch und fügte hinzu, dass dies „den erwarteten Rückgang des landwirtschaftlichen BIP verringern“ dürfte.

Weitere Zahlen zur wirtschaftlichen Entwicklung sind unsicher.

Das nicht-landwirtschaftliche Bruttoinlandsprodukt BIP wird 2022 voraussichtlich um 3,1 % steigen, bemerkte der Regierungschef und erinnerte daran, dass die Inflationsrate im Februar 2022 nach Angaben des Hohen Planungskommissariats (HCP) 3,6 % betrug, nachdem der Index für Nahrungsmittel um 5,5 % und der Index für Nicht-Nahrungsmittel um 2,5 % gestiegen waren.

Der Regierungschef betonte, dass diese Zahlen „mit Vorsicht zu genießen“ seien, da die internationale Konjunktur unsicher bleibt.

Marokko – Weltbank senkt Wachstumsprognose für Marokko deutlich.

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