Regierung
Koalitionsgespräche zwischen RNI, PAM und PI erfolgreich beendet. Aziz Akhennouch RNI (mi.) – Abdellatif Ouahbi – PAM (re.) – Nizar Baraka PI (li.)

Inflation und Dürre bedrohen Kaufkraft in Marokko.

Rabat – Die in vielen Ländern sich entwickelnde Inflation, die auf die steigenden Energiepreise, auf Lieferkettenprobleme und Konfliktsorgen in Europa zurückgeht, ist auch in Marokko zunehmend zu spüren. Viele nehme die Inflation bereits durch Preissteigerungen bei Lebensmitteln war.

Am vergangenen Wochenende kam es zu ersten Protesten in mehreren Städten Marokkos. Unter anderem gingen in Rabat, Casablanca, Tanger, Oujda, Errachidia und Kelaât Megouna Dutzende von Bürgern auf die Straße, um diese jüngste Preiserhöhung anzuprangern, und forderten die Regierung auf, dringend einzugreifen, um Lösungen zu finden. Die Demonstrationen fanden auch vor dem Hintergrund der Gründung der Demokratiebewegung 20. Februar statt, die die Demonstrationen im Jahr 2011 mit organisierte.

Die Demonstranten machten auf die schwierige Situation der ärmeren und oft in prekären Lebensverhältnissen lebenden Menschen aufmerksam und forderten von der Regierung Gegenmaßnahmen.

Die Situation droht sich in Marokko weiter zu verschärfen, da das Land auf eine der schwersten Dürren der letzten Jahrzehnte zusteuert, welche den Ertrag der Landwirtschaft signifikant bedroht. Die Proteste fanden nur wenige Tage vor der angekündigten Sitzung des Koalitionsausschusses der marokkanischen Regierung statt.

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Regierungskoalition sichert Gegenmaßnahmen zu.

Der Regierungschef bekräftigte am Dienstag, den 22. Februar 2022, das Engagement der Regierung, die notwendigen und angemessenen Maßnahmen zu ergreifen, um der kritischen Situation im Zusammenhang mit dem Wassermangel und den steigenden Preisen entgegenzuwirken.

Im Anschluss an das Treffen der Regierungsparteien am gestrigen Dienstag (den 22. Februar 2022) bekräftigte Regierungschef Aziz Akhannouch die Verpflichtung seiner Regierung, ihre Versprechen einzulösen und das Regierungsprogramm wie festgelegt umzusetzen.

„Die Regierung wird diesen Rahmen vernünftig und angemessen handhaben“, sagte Akhannouch und betonte, dass das Land derzeit mit „einem schwierigen internationalen Kontext konfrontiert ist, der durch die Pandemie, die weltweite Energiekrise und ihre wirtschaftlichen Auswirkungen, insbesondere auf die Preise, geprägt ist“.

Subventionen bei Grundnahrungsmitteln und wichtigen Gütern bleiben bestehen.

In Bezug auf die steigenden Preise versicherte der Premierminister und Chef der Regierungspartei RNI, Aziz Akhannouch, dass die Regierung alles daransetzen werde, die Preise stabil zu halten, trotz des Anstiegs der internationalen Preise, insbesondere der Ölpreise. Die Regierung werde trotz des großen Drucks auf den Staatshaushalt die Subventionierung von Grundnahrungsmitteln fortsetzen.

„Trotz des globalen Kontexts, des Anstiegs der Weltmarktpreise und der ausbleibenden Regenfälle bleiben die Preise für landwirtschaftliche Produkte stabil. Außerdem werden wir weiterhin die Produkte subventionieren, die von den Marokkanern am häufigsten konsumiert werden“, sicherte er zu.

Koalitionsrunde verweist auf das vom König angewiesene Unterstützungsprogramm für die Landwirtschaft.

Bei dieser Gelegenheit stellte der Regierungschef fest, dass die Regierungskoalition das Sonderprogramm begrüßt, welches durch König Mohammed VI. zur Unterstützung der Landwirte und Viehzüchter durch die Mobilisierung einer Summe von 10 Mrd. marokkanische Dirham MAD ins Leben gerufen wurde.

Akhannouch bekräftigte auch, dass die Exekutive auf die schnelle und effiziente Umsetzung dieses Sonderprogramms und die Umsetzung aller seiner Säulen achten wird. Die Wasserknappheit sei ebenfalls eine der Prioritäten der Exekutive, fügte Akhannouch hinzu und betonte, dass zahlreiche Programme eingeführt oder in Vorbereitung seien, um die Wasserknappheit und ihre Auswirkungen auf den ländlichen Raum zu überwinden.

Marokko – 10 Mrd. MAD Dürre-Notfallfond für Landwirtschaft

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