Grenzen
Grenze zwischen Algerien und Marokko

12 mit internationalem Haftbefehl gesuchte oder verurteile Personen von Marokko an Algerien übergeben.

Oujda – Trotz der ausgeprägten Krise zwischen Marokko und Algerien und dem offiziellen Abbruch der diplomatischen Beziehungen durch Algerien, findet auf der Ebene der Justiz offenbar eine mindesten rudimentäre Zusammenarbeit weiterhin statt.

So meldet das Nachrichtenportal hesspress, dass am heutigen 10. November 2021 mehrere in Marokko festgenommene und von Algerien per internationalem Haftbefehl gesuchte Personen an die algerische Justiz übergeben wurden. Für wenige Stunden habe sich der Grenzübergang Zouj Baghl, östlich von Oujda geöffnet und es wurden 12 Personen abgeschoben. Von den übergebenen Personen waren 11 algerische Staatsbürger und eine Person aus Mauretanien, so die Nachrichtenagentur AFP. Alle werden in Algerien entweder gesucht oder wurden bereits in Abwesenheit verurteilt. Die betroffenen Personen haben zwei Jahre, bis zum höchsten marokkanischen Gericht, gegen ihre Auslieferung prozessiert.

Marokkanische Seite betont Festhalten an gültige Vereinbarungen mir Algerien.

„Wir haben uns bemüht, die Auslieferung und die Koordinierung mit den algerischen Behörden im Rahmen der Abkommen über die justizielle Zusammenarbeit, zu deren Einhaltung sich Marokko verpflichtet hat, zu beschleunigen“, so die marokkanische Quelle gegenüber der französischen Agentur.

Marokko und Algerien sind seit 1963 durch ein Abkommen über Rechtshilfe und justizielle Zusammenarbeit verbunden, das 1969 durch ein Zusatzprotokoll ergänzt wurde. Diese beiden Texte regeln die Auslieferungsverfahren für Staatsangehörige beider Länder in Bezug auf Verurteilungen durch die Gerichte ihres Herkunftslandes.



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