Marokko – Jahrestag des „Grünen Marsch“ Maghreb-Post

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Grünen Marsches
Marokko gedenkt Grünen Marsches – 1975 Marokkaner auf dem Weg in die Westsahara.

350.000 Marokkaner folgten dem Aufruf von König Hassan II zum „Grünen Marsch“ in die sog. Westsahara.

Rabat – Am Samstag (6. November 2021) erinnert sich Marokko an den 46. Jahrestag des sog. „Grünen Marsches“. Für das nordafrikanische Königreich stellt dieses Ereignis einen wichtigen historischen Baustein im Prozess zur Vervollständigung der territorialen Integrität da. Am 6. November eines jeden Jahres erinnert sich das Land daran, wie mehr als 350.000 mehrheitlich unbewaffnete Bürger aus dem ganzen Königreich zusammenkamen, auf gewaltlose Weise in Richtung Süden reisten und die als unnatürlich empfundenen Grenzen zu der als marokkanische Sahara oder international als Westsahara bezeichnen Region überquerten. Marokko und Mauretanien übernahmen ein lang beanspruchtes Gebiet von der abziehenden Kolonialmacht Spanien. Später verzichtete Mauretanien auf den ihrerseits eingenommen Teil und Marokko übernahm die Kontrolle vollständig.

Menschen kamen dem Aufruf von König Hassan II. nach.

Die Marokkaner, die sich auf den „Grünen Marsch“ begaben und dabei Flaggen in grüner und roter Farbe trugen (beide Nationalfarben Marokkos) kamen einem Aufruf des inzwischen seit 22 Jahren verstorbenen Königs Hassan II. nach. Bis heute feiert die marokkanische Monarchie die Ereignisse des Jahres 1975, als einen von vielen Beweisen für die Treue und enge Verbundenheit zwischen dem Thron und dem Volk.

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Der Aufruf vom 16. Oktober 1975 von König Hassan II. erfolgte, nachdem der Internationale Gerichtshof (IGH) in Den Haag bestätigt hatte, dass zwischen den Sultanen Marokkos und den Stämmen der Saharaui Rechtsbeziehungen und Treuepflichten bestanden haben. Aus Sicht Marokkos eine klare Bestätigung, dass es sich bei der Sahara, nie um ein „terra nullius“ (Niemandsland) gehandelt hat, und dass es ein „rechtliches Treueverhältnis“ zwischen diesem Gebiet und dem Königreich Marokko gab und gibt. Für Marokko eine Legitimierung der Forderungen nach Wiederherstellung seines historischen Staatsgebiets inkl. der heute auch als südlichen Provinzen bezeichneten Gebieten.

Westsahara weiterhin Streitfall zwischen Marokko, Polisario und Algerien

Die Auffassung Marokkos wird nicht umfassend international geteilt. Bei der UNO gilt der Status der Westsahara als ungeklärt und das Gebiet ist geteilt. So kontrolliert Marokko ca. 80% des Gebiets. Die übrigen 20% sind zwar ebenfalls aus Sicht Marokkos Teil des Hoheitsgebiets, wurden aber zur Absicherung des Waffenstillstands mit der Polisario, der Unabhängigkeitsbewegung, welche bewaffnet und mit algerischer Unterstützung für einen eigenen Staat kämpft, zur Verfügung gestellt. In dieser sog. Pufferzone agiert die Polisario und führt, nach dem von ihr erklärten Ende des Waffenstillstands von 1991, vereinzelt Angriffe gegen militärische Stellungen Marokkos aus. Die Polisario bezeichnet die Pufferzone als „befreites Gebiet“. Quer durch das Gebiet verläuft eine Sandmauer und in der Region Tinduf, derzeit Teil Algeriens, leben seit mehr als 46 Jahren Flüchtlinge, die vor den Kampfhandlungen in den 1970er Jahren geflohen sind. Durch die Unterstützung der Polisario durch Algerien, herrschen auch zwischen Marokko und seinem Nachbarland Spannungen, die sich zuletzt erneut verschärften.

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