Aquakultur
Marokko und EU kooperieren im Bereich Aquakulturen

Mit dem Ziel, den Aquakultursektor im Königreich zu stärken, wurde in Rabat ein Partnerschaftsprojekt zwischen Marokko und der Europäischen Union (EU) gestartet.

Rabat – Im Jahr 2021 wurden 259 Vereinbarungen über die Gründung und den Betrieb von Aquakulturunternehmen im Amtsblatt veröffentlicht. Von diesen genehmigten Projekten sind 168 in den verschiedenen Regionen des Königreichs in Betrieb genommen worden. Laut einer ANDA-Pressemitteilung vom Dezember 2021 werden diese Projekte mehr als 2.000 neue Arbeitsplätze schaffen und 80.000 Tonnen an Meerestieren pro Jahr hervorbringen können.

Neben der technischen, administrativen und finanziellen Unterstützung wird in Zusammenarbeit mit der Seefischereibehörde ein theoretisches und praktisches Ausbildungsprogramm für junge Unternehmer und Genossenschaften im Bereich der Aquakultur durchgeführt, für das ANDA drei Ausbildungszentren in Dakhla, Agadir und Ras Al Ma eingerichtet hat, heißt es in der Pressemitteilung, auf die sich der staatliche TV-Sender 2M beruft.

Partnerschaftsabkommen mit der Europäischen Union EU unterzeichnet.

Mit dem Ziel, den Aquakultursektor im Königreich zu stärken, wurde am 13. April 2022 in Rabat ein Partnerschaftsprojekt zwischen Marokko und der Europäischen Union (EU) gestartet.

Dieses institutionelle Partnerschaftsprojekt, das im Rahmen des von der EU finanzierten multisektoralen Kooperationsprogramms „Succeeding in the Advanced Status“ (RSA II) eingebunden wurde, zielt darauf ab, die Bemühungen der Nationalen Agentur für die Entwicklung der Aquakultur (ANDA) bei der Verwaltung von Aquakulturprojekten zu unterstützen. Den Beteiligten des Sektors werden praktische Instrumente für die ordnungsgemäße Verwaltung und den Betrieb von Aquakulturunternehmen zur Verfügung stellen, bei gleichzeitiger Sicherstellung der Biosicherheit.

Der Minister für Landwirtschaft, Seefischerei, ländliche Entwicklung, Wasser und Forstwirtschaft, Mohamed Sadiki, wies darauf hin, dass dieses Projekt Teil eines nationalen Ganzen ist. Er sagte, die Kommission werde verschiedene Projekte für rentable Investitionen in die marine Aquakultur auf den Weg bringen und Interessengruppen und interessierte Parteien eng in die Schaffung eines nachhaltigen und wettbewerbsfähigen Aquakultursektors einbinden.

EU stellt 250.000 Euro bereit

Diese achtmonatige Partnerschaft wird von der EU mit 250.000 Euro unterstützt und in Zusammenarbeit mit dem französischen Ministerium für Landwirtschaft und Ernährung und dem französischen Meeresministerium durchgeführt. Es wird mit Unterstützung der Direktion für Schatzwesen und ausländische Finanzen des marokkanischen Wirtschafts- und Finanzministeriums verwaltet.

Die EU-Botschafterin in Marokko, Patricia Llombart Cussac, unterstrich ihrerseits die Bedeutung dieser Partnerschaft, die die Schaffung von mehr als 4.000 direkten Arbeitsplätzen ermöglichen soll. Darüber hinaus werden indirekt Arbeitsplätze in der Aquakultur geschaffen, einem „innovativen Sektor“, der einen wesentlichen Beitrag zum Wachstum des Landes leisten kann, ganz zu schweigen von den direkten Auswirkungen auf die Fischer.

In diesem Zusammenhang wies die französische Botschafterin in Marokko, Hélène Le Gal, auf die Bedeutung dieses Partnerschaftsprojekts mit Frankreich für die Entwicklung bewährter Verfahren in der Aquakultur hin.

Ein Team französischer Experten wird zur Verbesserung der Biosicherheit, der nachhaltigen Aquakulturpraxis und der Produktkennzeichnung eingesetzt.

Sie werden die ONDA unterstützen, deren Aufgabe es ist, regionale Entwicklungspläne für die Aquakultur in den Regionen Guelmim-Oued-Noun, Laâyoune Sakia El Hamra, Casablanca-Settat, Marrakech-Safi und der Lagune von Marchica umzusetzen. Diese Aquakulturentwicklungspläne haben ein Aquakulturpotenzial von mehr als 8.000 Hektar.

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