Gesundheitsminister
Gesundheitsminister äußert sich zum weiteren Verlauf der Pandemie und zur Impfkampagne

Gesundheitsministerium bestätigt Start der COVId-19 Auffrischungsimpfung und die Verabreichung der dritten Impfdosis.

Rabat – Marokko ist mit weitem Abstand führend auf dem afrikanischen Kontinent, wenn es darum geht, die eigene Bevölkerung gegen das Coronavirus SARS-COV 2 zu impfen. Dabei setzt man im Schwerpunkt auf den chinesischen Impfstoff Sinopharm, aber auch die Impfstoffe von AstraZeneca, Moderna, Johnson & Johnson und zuletzt auch BioNTech kommen zum Einsatz. Die Impfkampagne startete im Januar 2021 und seitdem wurden über 42 Mio. Impfdosen verabreicht. Es sind über 19 Mio. der ca. 34,5 Mio. (inkl. aller Kinder unter ca.6 Jahren und weiterer Gruppen, welche nicht geimpft werden können) Menschen im Land vollständig geimpft. Nun kündigt das marokkanische Gesundheitsministerium an, dass man mit der Verabreichung einer ersten Auffrischungsimpfung an die breite Öffentlichkeit begonnen hat. Zuvor wurden bereits besonders gefährdete Personen im Gesundheitswesen vereinzelt zum dritten Mal geimpft.

König
Quelle Palast – König Mohammed VI. von Marokko erhält COVID-19 Impfstoff – Start der nationalen Impfkampagne

Verabreichung der dritten Impfdosen ab dem 4. Oktober 2021

Die Verabreichung der dritten Dosis eines COVID-19 Impfstoffes an die Bevölkerung würde am Montag, dem 4. Oktober 2021, begonnen, teilte das Gesundheitsministerium mit.

Die Impfaktion wird in einer ersten Phase Personen betreffen, die die ersten beiden Dosen vor mindestens 6 Monate erhalten haben, sagte das Ministerium in einer Erklärung zu den Modalitäten und dem Verfahren und wies darauf hin, dass diese Entscheidung auf der Grundlage von Empfehlungen des nationalen wissenschaftlichen Ausschusses und internationalen wissenschaftlichen Empfehlungen getroffen wurde.

Einladung an Betroffene per SMS

Die betroffenen Personenkreise werden auf ihren Handys, eine SMS-Nachricht von der Sondernummer 1717 erhalten, die darüber informiert, dass sie für die dritte Dosis in Frage kommen, erklärte das Ministerium weiter und teilte mit, dass die Verabreichung der dritten Dosis in den Impfzentren durchgeführt wird, ohne Wohnsitzbindung.

Da es wichtig ist, die Immunität aller Marokkaner und Ausländer, die sich in Marokko aufhalten, zu stärken, und damit sie sich und ihre Familien vor Ansteckung schützen können, sind sie aufgerufen, sich an dieser Aktion zu beteiligen, so das Gesundheitsministerium weiter.

Das Ministerium ruft alle dazu auf, die Anweisungen der Gesundheitsbehörden zu befolgen und die Präventivmaßnahmen vor und nach der Impfung weiterhin strikt einzuhalten, um zu den nationalen Bemühungen zur Eindämmung des Virus in Marokko beizutragen und Fortschritte bei der kollektiven Immunität zu erzielen.

Keine Impfpflicht in Marokko

In dem nordafrikanischen Land gibt es keine Impfpflicht und nach fast zwei Jahren der Pandemie, mit sehr harten Eingriffen in die bürgerlichen Rechte und mit teils erheblichen Folgen für die wirtschaftliche Existenz vieler Menschen, macht sich eine gewisse Müdigkeit hinsichtlich Impfbereitschaft und der Befolgung von Schutzmaßnahmen breit. Das Königreich scheint aktuell die bisher größte Infektionswelle überwunden zu haben. Die marokkanischen Behörden machen aber zunehmend klar, dass es für Impfunwillige zukünftig erhebliche Nachteile geben könnte. Ähnlich wie in Frankreich hat das Land einen Gesundheitspass eingeführt, der den Zugang zu vielen Bereichen erlaubt, die zukünftig ungeimpften Personen verschlossen bleiben könnten. Zugleich ist die Impfung mit einem der oben genannten Impfstoffen kostenfrei und das Land subventioniert auch weiterhin medizinische Masken, damit sich alle Bürgerinnen und Bürger an die allgemeine Maskenpflicht in der Öffentlichkeit halten können. Für die eigene Tourismuswirtschaft nimmt man Nachteile in Kauf und hat strenge Einreiseregeln. Obwohl das festgelegte Ziel von 30 Mio. vollständig geimpfter Personen noch nicht erreicht worden ist und auch die heimische Impfstoffproduktion noch nicht gestartet werden konnte, beginnt man nun die erste Auffrischungsaktion.

Ohne Gesundheitspass zukünftig kein Zugang zu Cafés, Restaurants und öffentlichen Einrichtung sowie Verkehrsmittel.



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