Klima-Protest
Luisa Neubauer fühlt sich von Obamas Worten bestätigt

Luisa Neubauer

Luisa Neubauer, Klimaaktivistin, spricht nach einem Treffen des ehemaligen US-Präsidenten Obama mit Klimaaktivistinnen und -aktivisten. Foto: Christoph Soeder/dpa

© dpa-infocom GmbH

Ex-US-Präsident Barack Obama hat das Engagement der deutschen Klima-Aktivistin Luisa Neubauer bei der Weltklimakonferenz hervorgehoben. Neubauer selbst hat sich nun zu dem prominenten Lob geäußert.

Die deutsche Klima-Aktivistin Luisa Neubauer sieht das Engagement ihrer Organisation Fridays for Future durch den Auftritt von Ex-US-Präsident Barack Obama bei der Weltklimakonferenz in Glasgow bestätigt.

Obama habe auf eine «sehr respektvolle» Art und Weise anerkannt, wie erfolgreich die Klimabewegung im Kampf gegen die globale Erderwärmung gewesen sei, sagte Neubauer nach einem Gespräch mit Obama der Deutschen Presse-Agentur.

Der ehemalige US-Präsident hatte sich am Montagabend nach seiner offiziellen Rede bei der Klimakonferenz in Glasgow in einem Universitätsgebäude mit Klimaaktivistinnen und -aktivisten zum Gespräch getroffen. Neubauer war unter ihnen. Obama hatte die Deutsche in seiner Rede auf der Klimakonferenz namentlich erwähnt und das Engagement der jungen Menschen, die wöchentlich für mehr Klimaschutz auf die Straße gehen, gelobt.

Neubauer: «Das weiß ich zu schätzen»

Obama sei zwar «in einer bequemen Rolle», da er nun keine politische Verantwortung mehr trage, sagte Neubauer. Aber er mache «sehr viel daraus, und das weiß ich zu schätzen».

Kritische Worte fand die junge Frau aber mit Blick auf die Zusagen der reicheren Staaten für den Klimaschutz und die Anpassung an Klimawandel-Folgen in ärmeren Staaten: «Es wäre schon mal ein Anfang getan, wenn zum Beispiel Länder wie die USA anfangen würden, ihre Versprechen einzuhalten.» Obama habe bereits im Jahr 2009 versprochen, dass die Industrieländer 100 Milliarden Dollar jährlich dafür bereitstellen würden. «Bis 2023 wird das nicht passieren.»

Auch beim Klimaschutz an sich klaffe noch immer eine große Lücke zwischen dem, was versprochen werde, und dem, was gemacht werde, sagte Neubauer. In 89 Ländern würden beispielsweise neue Öl- und Gaspipelines gebaut.

Dennoch wolle sie jetzt kein «Schwarz-Weiß-Fazit» der Klimakonferenz ziehen. Das zivile Engagement sei «sehr mächtig» und werde immer mächtiger, erklärte Neubauer. Es komme nun darauf an, dass auch über die Klimakonferenz hinaus der gesellschaftliche Druck weitergehe, damit die versprochenen Maßnahmen auch umgesetzt würden.

dpa



Source link

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht.