Ungeimpfter Bayern-Star
„Null Verständnis“: Paul Breitner und Uwe Seeler melden sich in der Kimmich-Debatte zu Wort

Joshua Kimmich

Bayern-Star und Fußball-Nationalspieler Joshua Kimmich räumte ein, bislang nicht gegen Corona geimpft zu sein – und löste damit eine Debatte aus

© Sven Hoppe / DPA

Auch eine Woche nach Joshua Kimmichs Geständnis, sich nicht gegen Corona geimpft zu haben, haben sich die Gemüter nicht beruhigt. Heftige Kritik kam von Uwe Seeler und Paul Breitner. Ein Ex-Spieler nahm Kimmich aber auch in Schutz.

Mehr als eine Woche ist es her, dass sich FC-Bayern-Profi Joshua Kimmich vor die Kamera des Pay-TV-Senders Sky stellte und einen Bericht der „Bild“-Zeitung bestätigte, die gemeldet hatte, dass er noch nicht geimpft sei. Was folgte, war eine öffentlich geführte Debatte, in der Kimmich alles andere als gut wegkam.

Viele äußerten ihr Unverständnis darüber, dass der Fußball-Nationalspieler seiner Vorbild-Funktion so wenig nachkommt. Ausgerechnet jener Sportler, der mit der von ihm gegründeten Initiative „We kick Corona“ der Pandemie den Kampf angesagt hat. „Jeder Einzelne von uns kann dafür sorgen, dass sich das Corona-Virus nicht weiter ausbreitet“, heißt es auf der Website vollmundig – doch einen eigenen Beitrag möchte Kimmich offenkundig nicht leisten.

Auch eine Woche später ist die Debatte noch nicht abgeklungen. Im Gegenteil: Immer neue Sportgrößen melden sich zu Wort –und gehen mit dem 26-Jährigen bisweilen hart ins Gericht. So zeigte Fußball-Ikone Uwe Seeler wenig Verständnis für die Impf-Verweigerung. „Kimmich ist ein toller Spieler und ein kluger Kopf. Aber seine Einstellung zur Impfung finde ich sehr seltsam“, sagte der Ehrenspielführer der Fußball-Nationalmannschaft in einem Gespräch mit der Deutschen Presse-Agentur.

Paul Breitner: Deftige Kritik an Joshua Kimmich

Deutlich direkter äußerte sich Paul Breitner, selbst langjähriger Bayern-Spieler. „Ich brauche mit niemandem darüber zu diskutieren, ob er sich impfen lassen soll oder nicht“, sagte der Fußball-Weltmeister von 1974 im „Sonntags-Stammtisch“ des Bayerischen Rundfunks. „Für mich gibt es nur die Richtung, sich impfen zu lassen. Und da geht es nicht um eine Vorbildfunktion, sondern es geht um den Einzelnen. Wenn er sich dagegen entscheidet, dann habe ich null Verständnis dafür“, sagte der 70-Jährige, der für seine klaren Aussagen bekannt ist. Sich nicht impfen zu lassen bezeichnete der Bayer als „potenzielle, vorsätzliche Körperverletzung“.


Karl-Heinz Rummenigge

Unterstützung bekam Joshua Kimmich hingegen von Lukas Podolski: „Das ist ja in Deutschland eine Diskussion, als wäre ein Schwerverbrecher gefangen worden“, sagte der frühere Nationalspieler der „Bild“-Zeitung zufolge im Fernsehsender BILD-TV.  „Ich finde es unfair, dass Kimmich so hingestellt wird, als ob er etwas verbrochen hätte. Er kann selber entscheiden, was er macht.“

Verwendete Quellen: BR, „Bild“-Zeitung, „We Kick Corona“

che



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