Bei Schlössern und Burgen denkt man an Deutschland – speziell an Bayern und die Region rund um den Rhein. Oder an Großbritannien, wo Burgruinen an windgeplagten Felshängen den Jahrhunderten trotzen. Oder an Rumänien, wo einst das Vorbild für Graf Dracula in einer imposanten Bergfestung gehaust haben soll. Nicht unbedingt denkt man an Japan. Dabei hat das Kaisertum des asiatischen Landes eine lange Geschichte, und die Adligen bauten sich natürlich prächtige Residenzen. Und auch während mehrerer Kriege brauchte es Festungen und Burgen, aus denen die Armee ihre Attacken vorbereiten konnte.

Natürlich sehen japanische Schlösser anders aus als etwa die niedersächsische Marienburg. Aber genau wegen ihres ganz besonderen Stils sollte man sich die beeindruckenden Bauwerke einmal im Leben angesehen haben. Oft sind sie eingebettet in fantastische Naturkulissen, Wälder, Berghänge, umringt von blühenden Kirschbäumen oder liebevoll angelegten Parks, oder umgeben von Seen, in denen sich die schwungvoll gestalteten Dächer spiegeln.

Japan hat viele Attraktionen zu bieten

Doch einige der schönsten Prachtbauten mussten schon schwere Schicksale durchmachen. So wütete 2019 im berühmten Shuri-Schloss – 500 Jahre alt und ein Unesco-Weltkulturerbe – auf Okinawa ein Großfeuer. Da es fast komplett aus Holz besteht, waren die Folgen fatal. Doch seither wurde es fast komplett wieder restauriert und aufgebaut, zur Freude der zahlreichen Touristen. Und das auf einer Hügelkuppe gebaute Kumamoto-Schloss wurde 2016 Opfer eines starken Erdbebens von der Stärke sieben: Dächer und ein Turm wurden beschädigt, sind inzwischen aber vollständig repariert und wieder für Besucher geöffnet.

Aber nicht nur wegen seiner beeindruckenden Schlösser ist Japan eine Reise wert: Das Land wurde in den vergangenen Jahren, zumindest wenn das Coronavirus dem nicht im Wege stand, zu einem der beliebtesten Reiseziele. Wer mehr als die schillernde Metropole Tokio kennenlernen möchte, kann als Tourist mit einem speziellen Zugticket ganze zwei Wochen mit dem stets pünktlichen Shinkansen-Schnellzug von Stadt zu Stadt fahren und unter anderem die alten Tempel von Kyoto oder die zahmen Rehe von Nara bestaunen.

Quellen:  CNN,  eigene Recherche

Lesen Sie auch:

– Japan kurz nach der Öffnung: Vintage-Fotografien zeigen das ursprüngliche Land

Aman-Hotel in Japan: Im Himmel über Tokio schweben

Rundgang über Tsukiji-Fischmarkt: Mit Tokios Sushi-Meister auf Thunfischjagd



Source link

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht.