Inzidenz bei 72,5 – Ministerium: Situation entspannt


Trotz umfangreicher Lockerungen ist die Corona-Situation im Saarland entspannt. Zwar stieg die Inzidenz zuletzt an. Doch die Gesundheitsministerin verweist auf die anderen Kennziffern.

Die Sieben-Tage-Inzidenz im Saarland ist auch am Montag gestiegen. Nach Daten des Berliner Robert Koch-Instituts (Stand 3.23 Uhr) lag die Zahl der Neuinfektionen pro 100 000 Einwohner innerhalb von sieben Tagen bei 72,5, nach 71,6 am Vortag. Innerhalb eines Tages wurden 29 weitere Corona-Fälle registriert.

Die Zahl der Todesfälle von Covid-19-Patienten im Saarland blieb nach RKI-Angaben unverändert bei 1066. Nach Daten der Deutschen Interdisziplinären Vereinigung für Intensiv- und Notfallmedizin (Divi) wurden 19 erwachsene Covid-19-Patienten auf Intensivstationen der saarländischen Krankenhäuser behandelt (Stand 8.45 Uhr). Neun von ihnen wurden beatmet.

«Die aktuelle Situation im Saarland ist, gemessen an den Inzidenzen in anderen Bundesländern, glücklicherweise eine deutlich bessere», sagte Gesundheitsministerin Monika Bachmann (CDU) am Montagabend. Die relativ niedrige Inzidenz zeige, dass «die Lage von Land zu Land unterschiedlich bewertet werden muss». Die hohe Impfquote bei verhältnismäßig geringer Inzidenz im Saarland belege, dass die Impfung vor Ansteckung und schweren beziehungsweise tödlichen Verläufen schütze.

Ein wesentlicher Beleg dafür sei die niedrige Auslastung der Intensivkapazitäten mit Covid-19 Fällen in den saarländischen Krankenhäusern. Die Hospitalisierungsrate – also die neu eingewiesenen Corona-Patienten pro 100 000 Einwohnern – lag laut Bachmann im Oktober stabil zwischen eins bis zwei. Zur Einordnung: Als Maßstab hatte sich die Covid-19-Koordinierungsgruppe des Saarlandes dem Vorschlag angeschlossen, bei einer Hospitalisierungsrate von 12 je 100 000 Einwohner zu Beschränkungen Klinikbesuchern zurückzukehren. Auch im Bereich der Pflegeeinrichtungen sei die aktuelle Situation entspannt.

Man beobachte aber, dass die Auffrischungsimpfung nicht die gleiche Resonanz erfahre wie die Nachfrage zu Beginn der Impfkampagne. «Vor Ort stellen wir fest, dass Personen aktuell noch auf die dritte Impfung verzichten, da ihnen der Schutz durch die erste Impfserie noch ausreichend erscheint und keine Notwendigkeit für eine Auffrischung gesehen wird.»

dpa



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